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DAS PG*SPIELE-MAGAZIN
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CAPtlA"
ERSTE INFOS!
Commandos 2
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S 80,- • SFR 9,90 • LFR 240,-
HFL 12,50- LIT 14.000,-bfr 240,-
DR 2.400,-
•pta 1.100,-
+
IHM
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r- 1
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KONIPLETTLOSUNG
46 Seiten
Tipps und
Tricks
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Pulp Fiction im
Närrisches Acti
Itall:
SUPER-GEWINN: EIN TRIP FÜR ZWEI ZUR E3
" ÜBER 40 SPIELETESTS ■ LAN -PLAN ER
SPECIAL: DIE BESTEN 19-ZOLL-MONITORE
ERSTE BILDER VON STAR WARS: OBI WAN
«BN
EDITORIAL
April, April
Da macht ja bekanntlich ein
jeder, was er will - warum
also nicht auch die PC Player.
Dachten wir uns jedenfalls
und spendieren Ihnen als überraschen-
de April-Dreingabe gleich drei
Begleit-CDs. Grund: Die 21 attrakti-
ven Demos, die in diesem Monat
unerwartet über uns hereinbrachen,
konnten wir Ihnen einfach nicht vorent-
halten - und auch nicht auf zwei Silber-
lingen unterbringen. Und weil wir gera-
de so schön in Schwung waren, haben
wir dort gleich noch eine Vollversion
mit draufgepackt. Uns bleibt da nur,
Ihnen einen guten Geschäftsgang mit
der spannenden Wirtschaftssimulation
Capitalism Plus zu wünschen - die
nebenbei bemerkt vom »Seven King-
doms«-Entwickler Trevor Chan stammt.
Überaus rege waren übrigens auch
viele unserer Leser, denn die Teilnah-
me an unseren letzten Preisausschrei-
ben hat uns geradezu umgehauen. Das
heißt insbesondere Steffi, denn die
durfte die vielen tausend Zusendungen
auszählen, bevor Sie sich für ein ver-
längertes Wochenende auf eine Skihüt-
te abseilte. Die Riesenliste der Gewin-
ner finden Sie übrigens auf Seite 27.
Wer nicht mit dabei war, darf sich
damit trösten, daß wir auch in dieser
Ausgabe wieder ein paar sehr attrakti-
ve Preise verlosen. Denn kein April-
scherz, sondern unser voller Ernst ist,
dass wir zwei Leser/innen dazu ein-
laden, das PC- Player-Team im Mai
mit nach Kalifornien zu begleiten,
um dort die weltgrößte Spielemesse E3
unsicher zu machen.
Tja, unverhofft kommt diesmal eben
besonders oft, denn der in der letzten
Vorschau angekündigte Bericht über
die Spielemesse Millia (die ohnehin
nicht so megaspannend war) haben
wir zugunsten einiger außergewöhn-
licher Vorabberichte einfach unter den
Tisch fallen lassen. Oder möchten Sie
etwa nicht in das Geheimprotokoll von
Commandos 2 eingeweiht werden,
etwas über das neue LucasArts-Spek-
takel Star Wars: Obi Wan erfahren
oder exklusive Infos über Dungeon
Siege - das revolutionäre Rollenspiel
des »Total Annihilation-Machers« Chris
Taylor- bekommen? Eben, dachten wir
uns auch. Na warum blättern Sie dann
nicht einfach weiter ...
Ihr PC Player Team
Hinten (v.l.n.r.): Thomas Werner,
Manfred Duy, Roland Austinat;
Mitte (v.l.n.r.): Damian Knaus,
Henrik Fisch, Udo Hoffmann;
Vorn (v.l.n.r.): Jochen Rist,
Martin Schnelle, Steffi Kußeier.
Kann Psygnosis die Echtzeit-Strategie
mit Metal Fatigue revolutionieren?
Lesen Sie die Antwort auf Seite 136.
Frisch aus USA! Chris Taylor will mit
Dungeon Siege Rollenspielen wie Stra-
tegie neues Leben einhauchen. Seite 70
BKBblAk
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SpecBE Budget äUompibtions """ '■■■■!
Spiel Dich
reich!
Wer es leid ist, jedesmal einen Hunni
für ein Spiel hinzublättern, dem bieten
wir in diesem Schnäppchen-Special
viele ALDI-Nativen. Seite 98
Monitore
Neue, günstige 19"-
Bildschirme überflu-
ten die Geschäfte.
Wir sagen Ihnen,
wie Sie den Über-
blick behalten.
Seite 178
PC PLAYER APRIL 2000 3
INHALT
wmMM Inhalt
Ausgabe 4 ■ April 2000
TITELSTORY
4 PC PLAYER APRIL 2000
INHALT
NEWS
16 LETZTE MELDUNGEN
30 HARDWARE-NEWS
27 AUFLÖSUNG
GEBURTSTAGSQUIZ 2/200
27 GEWINNER WETTBEWERB
1+2/2000
20 ALONE IN THE DARK 4
21 C&C 3: DER FEUERSTURM
48 DAIKATANA + DIABLO 2
24 GRAND PRIX 3
26 HEROES OF MIGHT & MAGIC 3:
SHADOW OF DEATH
26 HOMEWORLD: CATACLYSM
20 KINGDOM UNDER FIRE
20 MARTIAN GOTHIC
24 MIGHT & MAGIC 8
24 STEPHEN KING'S Fl 3
26 VERFOLGUNGSJAGD
26 WARCRAFT 3
20 WIZARDS & WARRIORS
PREVIEWS
92 ALLEGIANCE
76 DARK REIGN 2
94 DEUS EX
52 ENEMY ENGAGED:
COMANCHE/HOKUM
96 F1 2000
66 GUNSHIP!
57 HEART OF STONE
80 MDK2
60 NEED FOR SPEED PORSCHE
64 PRAETORIANS
58 STAR WARS EPISODE 1: OBI WAN
54 STAR WARS: FORCE COMMANDER
84 VAMPIRE: THE MASQUERADE
RUBRIKEN
175 BIZARRE ANWENDUNG
44 BUG REPORT
8 CD-ROM-INHALT
247 DILBERT COMIC
3 EDITORIAL
198 FAX-TIPSABRUF
248 FINALE
172 HALLOF FAME
38 HITPARADEN
246 HOTLINES
21 IMPRESSUM
157 INSERENTENVERZEICHNIS
40 KREUZWORTRÄTSEL MIT
AIRBRUSH-PC-GEWINN
194 LESERBRIEFE
34 LESERUMFRAGE
45 NACHSPIEL: HOMEWORLD
33 PC PLAYER GRUFT
166 TOP ODER FLOP
50 RELEASE-LISTE
119 SO WERTEN WIR
32 SURFBRETT
118 PC PLAYER PERSÖNLICH
174 SPARSCHWEIN
166 SPIELE-KAUFEMPFEHLUNGEN
36 UNTER UNS
247 VORSCHAU
31 WETTBEWERB:
MÖCHTEN SIE ZUR E3?
125 WETTBEWERB:
AUF NACH NORWEGEN
SPIELE-
167 AGE OF WONDERS (DEUTSCH)
151 ATARI COLLECTION ARCADE HITS 1
168 AXIS & ALLIES: IRON BLITZ
EDITION
149 BATTLEZONE 2 (DEUTSCH)
131 CHAMPIONSHIP MANAGER 99/00
164 CROC 2
150 DEMOLITION RACER
128 DRACULA - RESURRECTION
141 DUCK HUNTER PRO
163 EISENBAHN.EXE
130 EXTREME BOARDS & BLADES
130 EXTREME TENNIS
169 EXTREME WINTERSPORTS
170 FLUGHAFEN MANAGER
142 GRAND PRIX WORLD
132 IBIZA COMIC POKER
154 KÄFER TOTAL
171 LIVEWIRE
124 LONGEST JOURNEY, THE
136 METAL FATIGUE
169 METAL KNIGHT
169 MICHELLE KWAN
FIGURE SKATING
151 MISSILE COMMAND
167 NOX (DEUTSCH)
132 PASSION PINBALL
157 PUZZLE TROUBLE
153 RENEGADE RACERS
160 RISIKO 2
152 RISING SUN
123 RTL BOX MANAGER
162 SATANICA
132 SCHACH 2000
152 SILKOLENE HONDA
MOTOCROSS GP
130 SKYDIVE
150 SPACE CLASH
144 SUPERBIKE WORLD
CHAMPIONSHIP 2000
158 THEOCRACY
132 TIE BREAK TENNIS 2
130 TOPSHOT
135 U-BAHN RASER
120 VERKEHRSGIGANT
141 WARCRAFT 2 BATTLE. NET-EDITION
SPECIALS
70 DUNGEON SIEGE
86 COMMANDOS 2
98 KAUFBERATUNG:
BUDGETS & SPIELESAMMLUNGEN
112 FIRMENHISTORIE SHINY
HARDWARE
176 HARDWARE-ANLAUF
178 19"-MONITORE IM
VERGLEICHSTEST
184 GAME PROGRAMING
STARTER KIT 3.0
186 LAN-TERMINE
188 KEINE PANIK:
WINDOWS 2000
183 KURZTESTS
191 KURZTESTS
192 TECHNIK TREFF
19"-MONITORE
AUF DEM PRÜF
STAND
201 Player's Guide
46 Seiten Tipps, Tricks und Komplettlösungen
Planescape: Torment 204 ■ Ultima 9, Teil 2 216 ■ Final Fantasy 8 226 ■ Tipps & Tricks 203, 215
CD-ROM
CD-ROM-SCHNELLSTART
Alle Demos starten Sie am ein-
fachsten über unser Menüsystem.
Wenn Sie die CD unter Windows
95/98 in Ihr CD-ROM-Laufwerk
einlegen, startet das Menü meist
von selbst. Ansonsten führen Sie
einfach das Programm GO.EXE im
obersten Verzeichnis der CD aus.
Im Menüsystem können Sie die
Buttons auf der linken Seite an-
klicken, um in den jeweiligen
Bereich zu springen. Möchten Sie
die Demos oder Patches nicht
über das Menü installieren, so
können Sie selbige auch einfach
über den Windows-Explorer auf-
rufen. Im jeweiligen Verzeichnis
sehen Sie anschließend eine Auf-
listung der Programmordner.
Darin finden Sie die
Installationsdateien.
Ihre Fragen zum Inhalt oder bei
eventuell auftauchenden Proble-
men richten Sie bitte an folgende
E-Mail-Adresse:
cdrom@pcplayer.de
Zu erreichen sind wir natürlich
auch per Post unter folgender
Adresse:
Future Verlag GmbH
Redaktion PC Player,
Stichwort: CD-ROM 4/2000,
Rosenheimer Str. 145h
81671 München
V
m
MOORHUHN
Deutsche Büroange-
stellte legen die Arbeit
nieder, denn alle spie-
len es wieder und wie-
der: Sie schießen jeden Vogel
ab, der sich auf dem Bildschirm
blicken lässt.
Genre:
Hersteller:
Erfordert:
Benötigter
Festplatten-
platz:
Action
Witan Enter-
tainment
Pentium/133,
16 MByte RAM,
Windows 95/98
3 MByte auf
CDA
Inhalt
3HP>«fflET ED23
T^r^ £ ^^ \ \ 4/2000
** /_■ voll«.
INHALT CD
Demos
(Befinden sich im Verzeichnis \DEMOS\)
■ Ford Racing
■ Metal Fatigue
■ Missile Command
■ Satanica
■ Shogun
Patches
(Befinden sich im Verzeichnis \PATCHES\)
■ Age of Empires V1.0c (deutsch)
■ Anno 1602 NINA Patch
■ GTA2V1.03
■ Unreal Tournament V405b
■ Ultima 9 V1.18
Videos
(Befinden sich im Verzeichnis \VIDEOS\)
■ Multimedia Leserbriefe
■ Outtakes der Leserbriefe
■ Test-Player: Nox
■ Preview-Player: Deus Ex
■ Preview-Player: Gunship!
■ Preview-Player: MDK 2
■ Preview-Player: Simon the
Sorcerer 3D
■ Preview-Player: Vampire -
The Masquerade
■ Preview-Player: Warcraft 3
Tool
(Befindet sich im Verzeichnis \DATA\SERVICE\)
■ 3D Mark 2000
(Benchmark)
PC Player
Datenbank
(Befindet sich im Verzeichnis \DATA\DATAPLAY\)
■ Alle Spieletests seit der Erstausgabe
INHALT CD B
Demos
(Befinden sich im Verzeichnis \DEMOS\)
■ Age of Wonders (neue Demo)
■ Close Combat 4
■ Command & Conquer 3:
Tiberian Sun (deutsch)
■ Disciples
■ DSF Golf 99
■ Flanker 2.0
I KA-52 Team Alligator
I Moorhuhnjagd
I Tower of the Ancients
ITzar
Tools
(Befinden sich im Verzeichnis \TOOLS\)
■ 3D Mark 2000
■ Hypersnap Pro V3.55.00
■ Powerstrip V2.62
■ Winamp V2.50e
■ DirectX 7.0a (deutsch)
■ Windows Media Player V6.4
(deutsch)
Digital
(Befindet sich im Verzeich-
nis \DATA\PDF\)
■ Das komplette Heft
3/2000 als
PDF-Datei + Adobe
Acrobat Reader
INHALT CD C
Vollversion
Capitalism Plus
(mit Handbuch im pdf-Format inklusive
Adobe Acrobat Reader V4.5)
Demos
(Befinden sich im Verzeichnis \DEMOS\)
■ Nox
■ Pro Pinball - Fantastic Journey
■ The Rift
■ Rising Sun
■ Thief 2 (deutsch)
■ Wild Wild West
Patches
(Befinden sich im Verzeichnis \PATCHES\)
■ Drakan V445 (englisch)
■ Hype: The Time Quest (3Dfx-Patch)
■ Jane's USAF V1.02
■ Phoenix V1.1
■ Planescape: Torment V1.1 (us)
■ Sid Meier's Alien Crossfire V2.0
■ Starsiege Tribes V1.0 auf V1.10
■ Starsiege Tribes V1. 9 auf V1.10
■ Starsiege Tribes V1. 91 aufV1.10
■ Wheel ofTime V333b
Treiber
(Befinden sich im Verzeichnis \TREIBER\)
■ Detonator 3.68 für Nvidia Chips
■ 3Dfx Voodoo3 2000 / 3000 (AGP/PCI)
1.03.04
■ 3Dfx Voodoo Banshee 1.03.04
■ Matrox Power Desk 5.30
■ S3 Trio 3D/2X (362/368) 1.00.28
■ S3 Savage 3D (390/391) 37231
■ S3 Savage 4 40582
8 PC PLAYER APRIL 2000
VOLLVERSION UND SPIELEDEMOS
CD-ROM
BONUS: DIE VOLLVERSION VON PC PLAYER
P-
CAPITALISM
PLUS
Das Motto der
Vollversion der
dritten Bonus-CD
lautet: mehr Sein
als Schein.
MafiufÄcturer's
"uide
B
IE
Twh|£.wwteYwj |t»t
Denn hinter der biederen Auf-
machung verbirgt sich eine
spannende und realitätsnahe
Wirtschaftssimulation. Die
Installation (des sowohl unter Windows
95/98 als auch unter MS DOS lauffähi-
gen) »Capitalism Plus« erfolgt über die
PC-Player-Menüoberfläche.
Auf die direkt im Anschluss angebote-
ne Installation von DirectX sollten Sie
hingegen verzichten, denn es handelt
sich um eine veraltete Version. DOS-
Anwender starten dagegen die Datei »in-
stall.exe« vom Hauptverzeichnis der drit-
ten Begleit-CD (C).
Als Wirtschaftskapitän basteln Sie in
den 20 Szenarien oder einer bei jedem
Spielstart neu generierten Karte an einem
Firmen-Imperium, indem Sie ein komple-
xes Gebäude-Netzwerk errichten: In Bau-
ernhöfen produzieren Sie Nahrungsmit-
tel, um diese in Ihren Kaufhäusern zu ver-
ramschen. Minen, Forschungslabors und
Fabriken benötigen Sie für komplexere
Artikel wie etwa Autos. Danach drücken
Sie Ihre Produkte in einem knallharten
Verdrängungswettbewerb in den Markt
und treiben Ihre Konkurrenten in den Ruin
- sei es durch Dumpingpreise, Werbe-
schlachten oder Aktiengeschäfte.
Einsteiger sollten sich unbedingt das
deutsche Online-Tutorial zu Gemüte füh-
ren. Experimentieren Sie danach erst Mal
im kleinen Rahmen, etwa mit nur einem
Geschäft, in dem Sie Produkte von See-
häfen verscherbeln. Wenn sich einzelne
Waren gar nicht absetzen lassen, handelt
es sich wahrscheinlich um ein unverkäuf-
liches Rohprodukt. Milch zum Beispiel fin-
det nur in Flaschen abgefüllt Abnehmer
und hierfür wiederum benötigen Sie den
Rohstoff Glas sowie eine Fabrik, (md)
TOP-DEMO:
METAL FATIGUE
Genre:
Echtzeit-Strategie
Hersteller:
Psygnosis
Erfordert:
Pentium/166,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
43 MByte, auf CD-A
Die tun was. Wir bieten Ihnen ein
schnelles Rennen auf der ersten Strecke
des Spiels.
Genre:
Rennspiel
Hersteller:
Empire Interactive/
Elite
Erfordert:
Pentium/200,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
18 MByte, auf CD-A
1 r
MISSILE
COMMAND
Der neu aufgelegte Atari-Klassiker. Ver-
teidigen Sie zwei Städte mit drei riesi-
gen Kanonen.
Genre:
Actio n
Hersteller:
Atari/Hasbro
Interactive
Erfordert:
Pentium/166,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
56 MByte, auf CD-A
FORD RACING
PC PLAYER APRIL2000 9
CD-ROM SPIELEDEMOS AUF DER PC-PLAYER-CD
SHOGUN
Genre:
Echtzeit-Strategie
Hersteller:
Electronic Arts
Erfordert:
Pentium/200,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
168 MByte, auf CD-A
TOP-DEMO:
TZAR
Genre:
Aufbau-Strategie
Hersteller:
Infinite Loop/Haemi-
mont Multimedia
Erfordert:
Pentium/166,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
164 MByte, auf CD-B
C&C3:
TIBERIAN SUN DT.
Genre:
Echtzeit-Strategie
Hersteller:
Westwood/
Electronic Arts
Erfordert:
Pentium/166,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
70 MByte, auf CD-B
Führen Sie die Fabelwesen in drei Kar
ten des Runden-Strategiespiels zum
Sieg.
AGEOF
WONDERES
Genre:
Runden-Strategie
Hersteller:
Triumph-Studios/
Epic-Megagames
_ Erfordert:
I Pentium/ 166,
32 MByte RAM,
S? Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
96 MByte RAM, auf
CD-B
CLOSE
COMBAT 4
Kommandieren Sie in der Tutorial-Kam-
pagne und einem spielbaren Level Ihre
Truppen herum.
Genre:
Strategie
Hersteller:
Atomic Games/SSI
Erfordert:
Pentium/200,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
99 MByte, auf CD-B
1
DSF GOLF 99
Genre:
Sport
Hersteller:
Sierra/Havas
Interactive
Erfordert:
Pentium/200,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
53 MByte, auf CD-B
DISCIPLES
Genre:
Strategie
Hersteller:
Strategie First
Erfordert:
Pentium/166,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
46 MByte, auf CD-B
FLANKER 2.0
Genre:
Simulation
Hersteller:
SSI
Erfordert:
Pentium/200,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
83 MByte, auf CD-B
10 PC PLAYER APRIL 2000
CD-ROM
Meistern Sie in Ihrem Hubschrauber
schwer bewaffnet die erste Mission der
Helikopter-Simulation.
KA-52 TEAM
ALLIGATOR
Genre:
Simulation
Hersteller:
GT Interactive
Erfordert:
Pentium/166,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
113 MByte, auf CD-B
TOWER OF THE
ANCIENTS
Genre:
Geschicklichkeit
Hersteller:
Fiendish Games
Erfordert:
Pentium/166,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
56 MByte, auf CD-B
[pro pinball -
^ FANTASTIC JOUNEY
1 ^^^^ "',
1 m ifWSSil "^^?o^ *Jk£ m
Genre:
WM
Geschicklichkeit
Hersteller:
Empire Interactive
mSfSi iam>
Erfordert:
&&J *&■■■•■ v/^^^HfS.
Pentium/166,
32 MByte RAM,
1 Zeitlich beschränkte Demo eines neuen
Windows 95/98
1 Tisches der ultrarealistischen Flipper-
1 serie mit edler Grafik.
Benötigter
Festplattenplatz:
42 MByte, auf CD-C
1
NOX
Gernre:
Action-Rollenspiel
Hersteller:
Westwood/
Electronic Arts
Erfordert:
Pentium/200,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
48 MByte, auf CD-C
Ä ^ _^
SS^H
l L T^t^
-
•^. ," " > ?
Hl
3D-Echzeit-Strategie im Weltraum.
Ganze sechs Missionen wollen gelöst
werden.
1
THE RIFT
Genre:
Echtzeit-Strategie
Hersteller:
Trush Wave
Technology
Erfordert:
Pentium/166,
64 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
48 MByte, auf CD-C
f^RISING SUN
Genre:
Strategie
Hersteller:
Talonsoft
Erfordert:
Pentium/200,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
58 MByte, auf CD-C
.
THIEF 2 DT
Genre:
Action-Adventure
Hersteller:
Looking Glass/Eidos
Erfordert:
Pentium/233,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
174 MByte, auf CD-C
1
WILD WILD WEST
Genre:
Action-Adventure
Hersteller:
Southpeak
Interactive
Erfordert:
Pentium/166,
32 MByte RAM,
Windows 95/98
Benötigter
Festplattenplatz:
66 MByte, auf CD-C
PC PLAYER APRIL 2000 11
MULTIMEDIA LESERBRIEFE
An einem Beispiel führen wir diesmal in den
Multimedia-Leserbriefen vor, wie wichtig es
ist, die Lizenzvereinbarungen eines Spiels
durchzulesen. Das kann doch nicht so schwer
sein - oder etwa doch? Diesmal kommen Stef-
fi und Jochen in unserer beliebten Serie »Mit-
ten ins Megahertz« in den Himmel. Doch das
sehen die »Drei von der Prüfstelle« gar nicht
gern und versuchen den Sünder rechtzeitig zu
stellen ...
12 PC PLAYER APRIL 2000
Datenbank
Alle Spieletests seit der Erst-
ausgabe 1/93 finden Sie in
der von unserem Program-
mier- und Videokünstler Hen-
rik Fisch überarbeiteten
>ne»3*i^ernZ«:b*-*olgt*n.<*9e*-
rfdfc des aKjjchtBTi Spiels erisprichl Wenn 5r
aj "ductal" kkswri. zetf das Prcgani «l der Tatet" ru
noch de £peie md Aeitr AifangsiftLhtuloije tri
Dcsc Ehstdmu etat* »laroe afcü ___
Lampe ai da laste '"Suchen'' ■ as Sit- aur d» Tüte 'Laschen'
Uc**'i D*m stet dm ^ihhP\*/*i w*dti ai* gupuhtrtcn
SpMtdw
Datenbank auf der B-CD. Mit
Hilfe der Suchfunktion kön-
nen Sie sich einen oder meh-
rere Titel anzeigen lassen
und den Text in einer Tabelle
ansehen.
Sollten Sie den
Textinhalt für den
Eigenbedarf benö-
tigen, kopieren Sie
ihn einfach heraus.
Die PC-Player-
Datenbank zeigt
die wichtigsten
Infos und ein Bild
des Spieles.
70 DDDDDDDDDD
90 DDDDDDDDID
80 DDDDDDDDDD
70 DDDDDDDDDD
70 DDDDDDDDDD
70 DDDDDDDDDD
Spielspaß: DDDDDDDDDDDDDDDDDDDD
xs
Mit der Suchfunktion finden Sie alle Resultate der getesteten
Spiele in Tabellenform dargestellt.
VIDEO-CLIPS
Sämtliche Videos auf der CD-A liegen im MPEG-Format vor.
Dies hat den Vorteil, dass die Clips auch noch im Vollbild-
Modus gut aussehen.
Die Filmchen starten Sie am komfortabelsten von unserer
CD-Oberfläche aus. Klicken Sie dazu einfach auf den Button
»Videos«, wählen Sie ein Video aus und schon geht's los.
Sie finden die Clip-Dateien im Verzeichnis \VIDEOS\ auf der
A-CD. MPEG-Videos brauchen zur Wiedergabe ein installier-
tes »Active-Movie«. Dieses Programm ist unter Windows 95B
und Windows 98 normalerweise installiert.
AKTUELL
Letzte Meldungen
Neue Bilder von
Battle Isle 4
Direkt von Blue Byte erhielten wir neue Bilder
von Battle Isle 4. Leider gibt es keine zusätz-
lichen Informationen über das rundenbasierte
Strategiespiel, das komplett in 3D gezeigt wird.
Recht nett anzuschauen: Auch die
Basis besteht komplett aus Polygonen
und wird dreidimensional dargestellt.
NEUE INTERNET-
SPIELANBIETER
Ab sofort können Sie auch über die Earth 2150-
Seite http://www.earth2 15 0.com das
aktuelle Echtzeit-Strategical von Topware im Internet
spielen. Ein Soundtrack ist ebenfalls erhältlich.
Bei http://www.prizecities.com vertreiben
Sie sich dank Enlight
Software die Zeit mit
eher klassischen Spiel-
chen. Völlig umsonst
zocken Sie Bingo,
Poker oder Roulette
und können sogar klei-
ne Preise wie Bücher,
Soft- und Hardware
oder Magazine gewin-
nen.
'-. ■'' -
■
~
* * *
"** "™
Jetzt im Internet umsonst
spielen: Prize Cities.
Lithtech mischt mit
Die von Monolith Software entwickelte und in
den Spielen »Shogo«, »Sanity« wie »No one
lives forever« benutzte 3D-Engine LithTech 3D
wird nun an zwei namhafte Design-Teams lizen-
ziert. Entwickler Black Isle (»Baldur's Gate«,
»Planescape: Torment«) will sie für zukünftige,
bisher noch nicht angekündigte Projekte nutzen,
ebenso New World Computing. Deren aktuell
entwickelter Titel »Might & Magic 8« basiert
zwar noch auf der alten Engine (siehe auch
Spiele-News, Seite 24), doch für »Might &
Magic 9« soll LithTech 3D eingesetzt werden.
Gleiches gilt für den neuen, eher actionlastigen
und Mehrspieler-fähigen Rollenspiel-Titel
»Might & Magic Legends«. Falls Sie ebenfalls
Interesse haben sollten: Die Lizenz-Kosten
betragen lächerliche 250 000 US-Dollar.
Monolith arbeitet übrigens an einer Verbesse-
rung der Optik, die es zukünftig auch ermöglichen
soll, den Code für Massively-Multiplayer-Games
verwendbar zu machen, also für Online-Spiele, an
denen tausende Nutzer teilnehmen können.
... UND EWIG LOCKT DIE MACHT
Activisions Runden-Strategietitel »Civilization:
Call to Power« erhält einen Nachfolger. Da das
Spiel aus rechtlichen
Gründen nicht mehr das
Wort »Civilization« im
Namen führen darf, heißt
das Sequel nun Call to
Power 2.
Wie gehabt führen Sie
ein Völkchen durch mehre-
re Jahrtausende zu Ruhm
und Ehre. 6000 Jahre
umfasst das Spiel bis hin
zu Anno Domini 2300.
Auch grafisch sind keine
$'»
Eil
X- -M^- ^
^1 ^
Vom Altertum in die Neuzeit:
Call to Power 2.
Revolutionen zu erwarten, da die gleiche Engine
benutzt wird. Spielerisch sollen jedoch eine
Menge Detail-Verbesserun-
gen das Handling erleich-
tern. Dank neuer Staats-,
sowie Diplomatie- und
Handelsformen steigt der
Tiefgang und die Komple-
xität, gleichzeitig werden
Minister und andere Bera-
ter Empfehlungen ausspre-
chen und Tipps geben.
Ebenso wurden das Kriegs-
und Diplomatie-Interface
vereinfacht.
Neue
Völker in
Anno 1503
Eines der wesentlichen neuen
Features in Anno 1503 wer-
den die Eingeborenen-Stäm-
me sein. Wir zeigen Ihnen
drei von vier der neuen Völker
des niedlichen Aufbau-Spiels.
Das sind
also die
Azteken.
Inklusive der klassischen
Reiterei: Die Mongolen.
Eher primitiv sind die Südsee-
bewohner.
16 PC PLAYER APRIL 2000
AKTUELL
Letzte Meldungen
SPORTLICHE ZUKUNFT?
KURZ
NOTIERT
Publisher CDV und
i: on SU-39 begonner
Neue Linux-Spiele
Heretic 2, Railroad
Tycoon 2 Deluxe un
Heroes of Might &
Magic 3 sind ab sofc
Totally Games (»X-
Michael Dorn
Academy mi
Die Menschen leben in nicht allzu ferner Zukunft nur noch unbe-
weglich in speziellen Sinnes-Anzügen, aber dafür wohlbehütet von
Robotern, die sich um wirklich alles kümmern. Beliebter virtueller
Freizeitsport im Netzwerk ist es daher, über Plattformen zu hüpfen,
nicht herunterzufallen und sich mit Kugeln zu bewerfen. Hört sich
merkwürdig an? Ist es auch, denn das alles findet unter eigenen
physikalischen
Bedingungen statt.
Gott sei Dank muss
man da nicht selbst
hinein, sondern ver-
lässt sich auf die
DroneZ, die per
Gedankenkontrolle
(oder vielleicht doch
mit der Maus) ge-
steuert werden. Ent-
wickler Zetha ist üb-
rigens auf der Suche
nach einem Publi-
sher für die PC- und
Dreamcast-Version.
Jetzt gibt es Probleme:
Vor Ihrem Wagen krachen
einige Fahrer in die Rinder-
herde.
Das Schadensmodell simuliert selbst abfal-
lende Stoßstangen.
VERRÜCKT, ODER WAS?
In einem mehr oder weniger gelände-
gängigen Wagen mit riesigen Reifen und
Überrollbügeln durch unwegsames Ge-
lände rasen - dazu muss man wohl ver-
rückt sein. Doch genau das tun Sie bei
der im wahrsten Wortsinne völlig abge-
fahrenen Raserei Insane, die aus dem
Rennstall von Codemasters entfleucht ist.
Allzu viel ist noch nicht über das neueste
Projekt der Engländer bekannt, doch die
Fahrphysik soll sehr realistisch ausfallen,
ebenso das Schadensmodell.
Return to
Castle
Wolfenstein
Anders als in PCP 3/2000 berichtet,
wird nicht Xatrix Entertainment für das
ehemals als »Wolfenstein 2000« beti-
telte Produkt verantwortlich zeichnen;
Xatrix gibt es nicht mehr. Der größte
Teil der Crew formierte sich zu Gray
Matter Interactive, die zu 40 Prozent
Activision USA gehören. Dort wird
auch Return to Castle Wolfenstein
entwickelt, auf das id Software eben-
falls ein Auge hat. Laut Activision
Deutschland wird es jedoch keine Ver-
sion geben, die hier zu Lande erschei-
nen soll.
Was ist The
Nomads?
Ein Teil der Entwickler von Terratools
(»Urban Assault«) macht sich unter dem
Namen Radon Labs selbstständig. Sie
arbeiten gerade an The Nomads, dessen
3D-Engine mit Namen »Nebula « Sie übri-
gens von der Homepage herunterladen
(knapp drei Megabyte) und kostenfrei
lizenzieren können.
http : / /www .radonlabs.de
ABENTEUER AUS POLEN
Entwickler Avalon (»Reah«) werkelt
fröhlich an einem neuen Render-
Adventure. In Schizm: Myste-
rious Journey entdecken die Men-
schen im Jahre 2083 einen Plane-
ten mit verlassenen Städten. Wer
sind die Bewohner, und vor allem,
wo sind sie? Nach vier Monaten
Arbeit ist das dort abgesetzte Wis-
senschaftler-Team ebenfalls spur-
los verschwunden, und Sie, Pilot
eines Versorgungsraumers, müs-
sen mit Ihrem Begleiter auf dem Pla-
neten notlanden.
Das Abenteuer soll nicht-linear
sein, außerdem können Sie wahl-
weise beide Charaktere übernehmen.
Die Story entstand übrigens in
Zusammenarbeit mit dem australi-
schen SF-Autor Terry Dowling. Die
Rätsel sollen aus einem Mix von
mechanischen und logischen Puzzles
sowie Inventar-basierten Problemen
bestehen.
18 PC PLAYER APRIL 2000
AKTUELL
KURZ
NOTIERT
— Brian Reynolds, das
nirn hinter »Civ 2« und
das hunden-btrategie-
spiel Steel Panthers 4.
— Das Rollenspiel Fall-
out 3 soll eine 3D-En-
gine bekommen.
■ Entwickler Cavedog
o-Guru Henrik
nat jetzt kurze
Spiele-News
Horror auf dem Mars
Noch vor »Alone in the Dark 4«
kommt Martian Gothic he-
raus, das deutliche Anleihen
beim französischen Grusel-
Klassiker macht. Geschickt ver-
weben die Storyautoren Rea-
lität mit Fiktion, weswegen im
Jahre 2009 auf dem Mars die
bemannte Forschungsstation
Vita eingerichtet wird. 2018
hört man den letzten Funk-
spruch, dann gar nichts mehr.
Ein Jahr später kommt ein
Untersuchungskommando
vorbei, welches feststellt, dass
ein außerirdisches Bakterium
die komplette Crew von Vita
verändert hat.
Fortan kämpfen Sie mit
Ihren drei Spießgesellen
ums Überleben. 120 Räume
müssen überwunden wer-
den und Sie gewinnen erst
dann, wenn alle drei Helden
vereint evakuiert werden
können, (mash)
Martian Gothic
Hersteller: Take 2 Interactive
Genre: Action-Adventure
Termin: April 2000
Internet: www.take2.de
DAS ORIGINAL, VIERTER TEIL
Aber auch am Original Alone in the Dark
wird weitergearbeitet. Im vierten Teil sucht
Edward Carnby wieder nach Ärger mit Horror-
Wesen, diesmal auf einer verlassenen Insel vor
Kalifornien. Anstelle der üblichen Technik, 3D-
Charaktere in eine vorgemalte Umgebung zu
setzen, soll AITD4 komplett dreidimensional
sein. Viel mehr ist über den Titel aber noch
nicht bekannt. Wir informieren Sie natürlich
weiter, (mash)
Alone in the Dark 4
Hersteller: Darkworks/Infogrames
Genre: Action-Adventure
Termin: 3. Quartal 2000
Internet: www.infogrames.com
Warcraft-Konkur-
renz aus Korea
Die Programmierer versuchen
in Kingdom under Fire die
Welten von Echtzeit-Strategie
und Rollenspiel zu vereinen.
Neben normalen Truppenty-
pen kommandieren Sie auch
rund 70 Einzelcharaktere, die
sich weiterentwickeln. Außer-
dem liegen in den 20 Missio-
nen (plus sieben weitere Auf-
Hi-Color-Lichteffekte ver-
schönern die Schlachten.
(Kingdom under Fire)
träge, die auf Helden zuge-
schnitten sind) für jede der bei-
den Seiten mehr als hundert
Gegenstände verstreut. Trotz-
dem verzichten Sie nicht auf
Ressourcen-Management,
denn Gold, Eisen und Mana
warten darauf, gesammelt zu
werden. Mit schicker Grafik ist
zu rechnen, denn farbige Licht-
effekte verschönern die Hi-
Color-Karten, zudem werden
Sie mit rund 20 Minuten Ren-
der-Sequenzen unterhalten.
(mash)
Kingdom under Fire
Hersteller: Phantagram/g.o.d.
Genre: Echtzeit-Strategie-
Rollenspiel
Termin: Nicht bekannt
Internet: www.kingdomunder
fire.com
KAMPFER UND ZAUBERER
Der böse Lord Cet ist ... nun ja,
böse. Deswegen muss er ver-
nichtet werden! Dieser unter-
haltsamen Freizeitbeschäfti-
gung können Sie in Wizards &
Warriors frönen, bei dem Sie
mit einer bis zu sechs Mann
starken Party im Königreich
Gael Serran das Schwert Mavin
suchen, vor dem Cet berechtig-
terweise Todesangst hat.
Das Kampfsystem ist unge-
wöhnlich: Je nach Ihrer Einga-
begeschwindigkeit passt es sich
an. Das hat den Vorteil, dass
langsamere Spieler nicht über-
fordert und schnelle Dungeon-
Erforscher nicht behindert wer-
den. Wir sind gespannt, wie das
in der Realität aussehen soll. Die
Charaktergenerierung bietet 15
(!) Rassen, die 11 verschiedenen
Clans angehören. 100 NPCs und
75 Sorten Monster sorgen
außerhalb der drei großen Städ-
te für Beschäftigung, drumhe-
rum finden Sie drei große freie
Areale und zehn aufwändigge-
staltete Schlösser, Dungeons
usw. Im Herbst soll das Spiel in
den Geschäften stehen, (mash)
Wizards & Warriors
Hersteller: Heuristic Park/
Activision
Genre: Rollenspiel
Termin: 3. Quartal 2000
Internet: www.activision.de
20 PC PLAYER APRIL 2000
Der Feuersturm
kommt
Neue Screenshots von Com-
mand & Conquer 3: Der Feuer-
sturm und ein kurzes Interview
mit Rade Stojsavljevic, dem
Produzenten von C&C, offerie-
ren wir Ihnen in dieser Ausgabe.
PC Player: Der Feuersturm
wird die erste C&C-Missions-
CD, die Zwischensequenzen
hat. Was ist der Grund dafür?
Rade Stojsavljevic: Der
Hauptgrund ist, dass wir uns
eine neue und interessante
Story ausgedacht haben.
Rade Stoj-
savljevic.
ist grund-
sätzlich
die beste
Perspek-
tive für
ein Echtzeit-Strategiespiel die
Ansicht direkt von oben. Die
Möglichkeit die Kamera zu
bewegen, ist bei großen
Gefechten eher verwirrend.
Die meisten Spieler möchten
sich lieber auf Strategien kon-
zentrieren, anstatt sich mit der
Perspektive oder dem Interface
herumzuschlagen.
»Spieler möchten sich auf
Strategien konzentrieren,
anstatt sich mit der Perspek-
tive herumzuschlagen.«
Um die weiterzuspinnen benöti-
gen wir Zwischensequenzen.
PC Player: Viele Designer
bevorzugen mittlerweile eine
3D-Perspektive für Echtzeit-
Strategiespiele. Wieso benutzt
Ihr einen zweidimensionalen
Blickwinkel?
Rade: Eine 3D-Polygon-Engine
ist nicht unbedingt die beste
Wahl für ein RTS-Spiel. Erst mal
Zweitens waren SD-Beschleuni-
ger bis vor kurzem nicht schnell
genug, um detailliertes Terrain,
Gebäude und viele Einheiten
gleichzeitig darzustellen. Aber
zukünftige C&C-Spiele könnten
eine Polygon-Engine benutzen.
PC Player: Laut einer Umfrage
der PCP (Nachspiel 3/2000) hat-
ten 40 Prozent der Käufer gute
Gründe, sich über Tiberian Sun
zu beschweren. Welche techni-
schen Verbesserungen gibt es
n Der Feuersturm?
Rade: Man kann nun im Skir-
mish-Modus speichern, außer-
dem haben wir das Internet-
Spiel, das Terrain und den Kar-
ten-Zufallsgenerator verbessert.
PC Player: Wird es wieder ver-
steckte Missionen geben?
Rade: Nein, wir haben die Zeit
benötigt, um die neuen
Features einzubauen.
(Anm. der Redaktion:
Schau'n mer mal!)
(mash)
C&C 3: Der Feuer-
sturm - Fakten
Hersteller: Westwood/
Electronic Arts
Genre: Echtzeit-Strategie
Termin: März 2000
Internet:
www.westwood.com
IMPRESSUM
AKTUELL
PCIÜIMM
DAS PC-SPIELE-MAGAZIN
CHEFREDAKTEUR
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verantwortlich im Sinne des Presserechts
Roland Austinat (ra), Udo Hoffmann (uh),
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weit: Niederlassungen in fünf Ländern, weit über 100 Zeitschriften, Webauftritte,
sowie eigenständige Internet-Sites. The Future Network lizenziert zudem 42 Zeit-
schriften in 30 Ländern.
Chairman Chris Anderson
Chief Executive Greg Ingham
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The Future Network ist eine an der Londoner Börse notierte Aktiengesellschaft
(Symbol: FNET).
PC PLAYER APRIL 2000 21
AKTUELL
Spiele-News
DAS GRAUEN AUF IHREM RECHNER
Auf der Hybrid-CD Stephen
Kings F13 (PC und Macintosh)
befinden sich drei kleine Spiel-
chen auf Shockwave-Niveau,
bei denen Sie etwa Kakerlaken
erschlagen oder Skeletten mit
einer Schaufel eins über den
knöchernen Schädel ziehen.
Das macht, Sie haben es schon
geahnt, nur begrenzt Spaß.
Daneben finden Sie einige Bild-
schirmschoner, Desktop-Hinter-
I
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Id
im Pro-
gramm.
(Ste-
*&
'
/£>
r
«
phen
King 's
F13)
m
4.
*mm
gründe (»Deathtop«) und
Systemgeräusche. Das
Interessanteste dürfte
jedoch die Kurzgeschichte
»Alles ist riesig« sein, die
exklusiv hier erscheint
und mehr schlecht als
recht übersetzt wurde.
Das literarische Kleinod
lesen Sie als einfache
Textdatei. Ein paar Illus-
trationen lockern die
Choce auf, Animationen oder
sonstige Gimmicks suchen sie
vergebens. Stellt sich also die
Frage, ob das alles knapp 50
Mark wert ist - wir sagen Nein.
Übrigens bezieht sich der
Titel auf die Funktionstasten
Ihres Rechners - hat der denn
so einen Knopf? Eben ...
(mash)
AIJKS15T Kl HS IG
*
— ■
Der Hauptteil der CD: die
Kurzgeschichte »Alles ist rie-
sig«. (Stephen King's F13)
Stephen King's F13 -
Fakten
Hersteller: Presto Studios/
Blue Byte
Genre: Multimedia-
Sammelsurium
Preis: ca. 50 Mark
Internet:
www.bluebyte.de
www.frightware.de
GRAND PRIX 3 ERST IM JUNI
Das für März avisierte Rennspiel
Grand Prix 3 wird nun vor-
aussichtlich erst im Juni heraus-
kommen. Das Team um Legende
Hartes Bremsen und
Beschleunigen wird mit
qualmenden Reifen quit-
tiert. (Grand Prix 3)
Geoff Crammond (siehe auch PC
Player 3/2000) nimmt sich die Zeit,
um ihrem Ziel der perfekten Simu-
lation möglichst nahe zu kommen.
Optisch werden wir wohl auf
animierte Boxencrews, die etwa
EA Sports »F1 2000« bieten soll,
verzichten müssen. Dafür gibt es
nun Bilder vom Monaco-Stadtkurs
mit 3D-Beschleunigung.
(mash)
Grand Prix 3 - Fakten
Hersteller: Microprose
Genre: Rennspiel
Termin: Juni 2000
Internet: www.microprose.com
www.grandprix3.com
MACHT UND MAGIE WIE NIE
Erathia ist wieder in Gefahr:
In Might & Magic 8: Day of
the Destroyer hat sich näm-
licher Zerstörer wieder das
Ziel gesetzt, für Unfrieden
zu sorgen. Unschöner-
weise haben sich in den
vier Ecken des Landes die
Welttore zu Erde, Luft,
Feuer und Wasser geöff-
net, und jetzt fallen deren
Bewohner über Erathia,
Jadame und Enroth her.
Sie müssen verhindern,
dass sich diese Völker-
wanderungen vereinigen,
falls Sie ein Interesse am
Erhalt Ihrer Heimat ha-
ben. Dabei können Sie dies-
mal in Ihre Party auch »böse«
Rassen wie Dunkel-Elfen,
Minotauren oder Trolle auf-
nehmen.
Rund zwölf neue Zauber-
sprüche und Fähigkeiten
haben die Designer eingebaut,
die Grafik-Engine ist aber noch
die gleiche, weshalb Sie keine
optischen Wunder erwarten
sollten. Doch für den nächsten
Teil ist bereits der Einsatz der
gekauften Lithtech-Engine (sie-
he Letzte Meldungen, Seite 16)
geplant, (mash)
Might & Magic 8 - Fakten
Hersteller: 3DO/lnfogrames
Genre: Rollenspiel
Termin: 2. Quartal 2000
Internet: www.3do.com
24 PC PLAYER APRIL 2000
AKTUELL
Spiele-News
Umwälzende
Neuigkeiten
Fans des Echtzeit-Strategiespiels »Home-
world« von Sierra brauchen nicht mehr
lange zu darben. Schon im Sommer kön-
nen Sie Homeworld: Cataclysm erwer-
ben, eine Missions-CD, die jedoch allein
lauffähig sein soll. 15 Jahre nach den
Geschehnissen im Original taucht »Die
Bestie« auf, eine Entität, die aus organi-
schen wie technischen Komponenten
besteht und natürlich das gesamte Uni-
versum bedroht. Die Entwickler von Bar-
king Dog Studios haben 17 Einzelspieler-
Aufträge in petto, eine komplett neue
Klasse von Raumschiffen und zusätzliche
Waffen. Als da beispielsweise wären Fre-
gatten, die mit Mehrfach-Ionenkanonen
bestückt sind und Einheiten, die sich tar-
nen können, (mash)
Homeworld: Cataclysm
Hersteller: Barking Dog/Havas Interactive
Genre: Echtzeit-Strategie
Termin: 2. Quartal 2000
Internet: www.barking-dog.com
www.sierrastudios.com/games/hwcataclysm
WIE STEUERT MAN
WARCRAFT 3?
Auf der Blizzard-Homepage ist
ein neues Bild zu Warcraft 3 auf-
getaucht. Erstmals kann man dar-
auf die Befehlsleiste bewundern.
Rechts unten befindet sich die
Karte, unten links steht, welche
Zaubersprüche Sie einsetzen
können. Als Veröffentlichungster-
Jetzt auch mit Icon-Leiste:
Warcraft 3.
min wird immer noch das Ende
des Jahres anvisiert - wir warten
ab, ob Blizzard diesen Termin
auch halten kann, (mash)
Warcraft 3
Hersteller: Blizzard/Havas
Interactive
Genre: Echtzeit-Strategie-
Rollenspiel
Termin: 4. Quartal 2000
Internet: www.blizzard.com
BULLIT
LÄSST
GRÜSSEN
Auf den Spuren von Steve
McQueen: Ende der Sechziger
rasen Sie in Verfolgungsjagd
durch eine virtuelle Stadt. Die
sieben Bezirke umfassen über
7«^
100 Kilometer frei befahrbare
Stadtautobahn, 38 frei zugäng-
liche Missionen warten auf ihre
Erledigung. Genau wie bei
»Driver« sollen Sie hier Aufträ-
ge für die örtlichen Unterwelt-
bosse erledigen - oder deren
Erfüllung verhindern. Die Wahl
liegt bei Ihnen.
In der City gibt es normalen
Verkehr und Fußgänger, zu
Stoßzeiten finden Sie auch
regelrechte Staus; eher negativ
für Sie, da die Zeit eine wichti-
ge Rolle spielt.
Eine realistische
Fahrphysik und Au-
tos, die beschädigt
werden können, sol-
len Ihren Bleifuß da-
bei im Zaum halten.
(mash)
i
Oh weh, eine Massenkarambolage
auf der Brücke! (Verfolgungsjagd)
Verfolgungsjagd
Hersteller: THQ
Genre: Rennspiel
Termin: Juli 2000
Internet: www.thq.de
Noch mehr Missionen
für Helden!
Auch Publisher 3DO veröffent-
licht Zusätze als eigenständiges
Produkt. Um Heroes of Might
& Magic 3: Shadow of
Death spielen zu können, wer-
den Sie kein Original-HOMM3
benötigen. Stattdessen erwar-
tet Sie eine neue, aus sieben
Teilen bestehende Kampagne,
38 Szenarien und ein Editor für
die bereits erschienene Add-
on-CD »Armageddon's Blade«.
Ein Necromancer hat eine
Schar Untoter um sich versam-
melt und ist nun auf der Suche
nach Artefakten, die seine
Macht bestärken würden. Als
strahlender Held wollen Sie das
natürlich verhindern, als Böse-
wicht hätten Sie allzu gerne
besagte Artefakte - Sie dürfen
die Seite wählen, auf der Sie
spielen möchten. Im Gegensatz
zu Armageddon's Blade soll sich
Shadow of Death vom Schwie-
rigkeitsgrad her auch an Gele-
genheitsspieler richten, (mash)
Heroes of Might & Magic 3:
Shadow of Death
Hersteller: New World Compu-
ting/Infogrames
Genre: Strategie
Termin: April 2000
Internet: www.3do.com
Kampf den Untoten!
(Heroes of M&M 3)
26 PC PLAYER APRIL 2000
Jubiläumsverlosung (2/2000)
AKTUELL
Coca Cola
Je ein Sportscar-Auto
• Michael Baskai, Mainz «Lutz Bittner, Saarbrücken «Ulf
Brauers, Kaarst «Jens Braun, Hetzler «Malte Esslinger,
Freudenstadt «Otto Fiete, Berlin »Helge Fink, Duisburg
• Knut Fromme, Porta Westfalica «Daniel Fust, Kaarst
•Andreas Gapel, München «Karl Gebert, Regenstauf
•Klaus Göller, Berlin «Hagen Hofmann, Heilbronn «Fre-
derik Intelmann, Stuttgart «Kai Jakobi, Worms «Karsten
Krasselt, Dresden «Martin Kronner, Holnstein «Chris-
toph Lehmann, Rostock «Frank Müller, Quickborn
• Marco Nahrgang, Vogtsburg «Dennis Nienburg, Seelze
•Sven Pfeifer, Leipzig «Harry Pjede, Vechta «Peter Rie-
ble, Bruchköbel
•Matthias Rothfuß, Ditzingen
Je ein Spezial-Paket
•Robert Schuck, Marxheim-Graisbach
•Markus Sommer, A-Graz
• Sönke Steenhussn, Moormerland
Je ein Gutschein von PC Fun
•Christoph Ende, Hamm
•Wolfgang Hiendl, Bergen
•Tobias Kraze, Ried
• Ralf Rakete, Delitzsch
•Dirk Strohfeldt, Dorsten
Je ein Take-2-Paket
•Arne Hartherz, Ried
•Steffen Pleßmann, Erfurt
•Arvid Poloczek, Frankfurt
• Frank Schünhof, Bremen
•Gerhard Storbeck, Berlin
Je ein Acclaim-Paket
•Daniel Hawig, Kisselbach
•Stefan Schäffer, Lindau
• David Schwartz, Scheidegg
•Christoph Söchting, Haverlah
•Wolfgang Willing, Bebra
Diamond
• Holger Knieling, Seilbitz (MP3-Player Rio 500)
•Stefan Miller, Riedstadt (Modem Homefree)
•Jan Teuner, Sehnde (Grafikkarte Viper II)
Je ein Electronic Arts-Paket
•Benedikt Mayenberger, Bergatreute
•Frank Polster, Pegnitz
• Moritz Reichert, Gelsenkirchen
•Michael Stahl, Neusitz
Je ein Reach for the Stars von TLC
•Martin Bange, Haunsheim «Max Baumann, Landshut
•Raphael Liß, Troisdorf »Sebastian Parolat, Ahlen
•Jochen Römer, Gudensberg
Je ein Software-2000-Paket
•Daniel Birgel, Schweiden «Sascha Ceylan,
Hildesheim «Andreas Duffner, Ehingen «Wolfgang Frei-
ler, A-Hornsheim «Daniel Heuser, Clausthal «Michael
Hürth, Bochum «Stefan Möhring, Groningen «Christian
Neumann, Peiting «Veit Seidemann, Dresden «Marco
Zeidler, St. Augustin
Je ein Labtec Subwoofer-
System LCS 2414
•Axel Fenn, Herford •Thomas Frohwein, Landstuhl
•Leonhard Zeindl, A-Telfs
Je eine Saitek-Shooter-
Steuerung GM2
•Robert Görhe, Karlsruhe «Ronny Herr, Landstuhl
• Michael König, Eppelborn «Andreas Mathey, Ratingen
•Laurent Melmer, L-Bereldonge
Dino Verlag
Je ein MAD-Paket
•Tim Beckers, Schwelm
•Christine Volanakis, Ludwigshafen
Je ein Shadowman-Paket
•Andreas Götze, Erfurt •Timo Grasmück, Mettmann
•Michael Manger, Langenhagen
•Frank Mautz, Langenhagen
• Marc Wollny, Castrop-Rauxel
; iMg&SG^'^' ' "".^^^Brink
Ü?
Die Lösungen aus
PC Player 2/2000
Die richtigen Antworten waren:
1c, 2a, 3d, 4b, 5b, 6d, 7c, 8b, 9d, 10d
\%
™^m^ - 1 /
! ' - mm
^rr r
Alle Gewinner der Ausgabe 1/2000 möchten
wir noch um ein wenig Geduld bitten, wir
beginnen jetzt damit, alle Preise zu verschi-
cken.
Alle Teilnehmer, deren Lösungskarten völlig
fehlerfrei waren, nahmen außerdem an der
Verlosung der Hauptpreise statt.
^f\
Je eine Grüne-Laterne-Box
• Kim Oliver Klevenhagen, Berlin «Maik Richter,
Hettstedt •Thorsten Wiesemeyer, Marklohe
Je ein Perry-Rhodan-Paket
•Karsten Breinig, Seukendorf «Sven Riesenbeck,
Lengerich «Maria Weber, Borgentreich
Je ein Rock Raiders von Lego
•Gisela Rusch, Wackerow •Jörg Heinrichs, Guarrenburg
•Olaf Isendahl, Hüllhorst «Heiko Rapp, Nussdorf
• Mathias Schwarzhoff, Marl
Je ein Siedler-von-Catan-Paket
von Ravensburger
• Oliver Eitner, Castrop-Rauxel
• Holger Kokisch, Bergheim
•Christian Meltert, Eltville
•Andreas Melzer, Poserna
•Volker Settgast, Braunschweig
Je ein Codemasters-Paket
•Michael Bittner, Löhne # Jörg Brehe, Apelern
•Steffen Knapp, Künzelsau •Roberto Rossi, Calw
1 Lula-Paket von CDV
• Markus Bute, Niederhatzhofen
Adidas
T-Shirt
•Karsten Angrick, Schwarzheide •Tom Bahre, Schiida
• Benjamin Wüthrich, CH-Winterthur
Turnschuhe
•Claus Schneider, llmmünster
Je eine SIGG Millennium-
Radler-Flasche
• Manuel See, Düsseldorf
• Roland Brüggemann, Essen
•Stefan Bürbaum, A-Paasdorf
•Jörg Falkenberg, Berlin
• Patrick Finsterseifer, Braunfels
•Maria Germann, Enkenbach
•Julius Hartmann, Minden
•Arne Hellmann, Gummersbach
•Florian Koch, Naumburg
•T. Ahmad Matuska, A-Wien
• Brunhilde Müller, Duisburg
•Stefan Scheller, Worms
IQ-Company
• Kristian Beilke, Templin
•Davorin Cosic, Berlin
• Malte Döring, Berlin
•Samba Gendo, A-Wien
•Dirk Getzlaff, Templin
• Marko Hesse, Frankfurt (0)
•Christian Meyer, Hille
•Sebastian Schmid, Luckenwalde
•Alexander Vogel, Meuchen
• Noriyasu Vontin, Krefeld
Das IQ-Outfit
• Sven Stienemann, Rheine
Verlosung der
HclUpt pl^lSe (Ausgabe 1+2/2000)
Labtec
Subwoof er-System ATX 5820
•Knut Fromme, Porta Westfalica
liyama
Vision Master Pro 450
•Theobald Volker, Rodalben
Havas Interactive
Je ein Spiel-Paket
•Thomas Annen, Beckingen «Christoph Einecke,
Aschersleben •Holger Knieling, Seilbitz •Benedikt May-
enberger, Bergatreute •Jörg Oechs, A-Graz •Matthias
Rothfuß, Ditzingen «Alesander Schmeding, Porta West-
falica «Gerhard Storbeck, Berlin «Dirk Strohfeldt, Dor-
sten •Jan-Frederik Uth, Lüdinghausen
Creative Labs
HomeTheatre-Paket
• Max Baumann, Landshut
Audio-Paket:
•Gero Scheins, Karlsruhe
Spieler-Paket
• Marco Zeidler, St. Augustin
THQ
Star-Wars-Episode-1 -Paket
• Leonhard Zeindl, A-Telfs
Je ein Sinistar-Unleashed-Paket
•Michael Bittner, Löhne •Oliver Eitner, Castrop-Rauxel
•Robert Görhe, Karlsruhe «Laurent Melmer, L-Bereldonge
•Andreas Melzer, Poserna
Je ein Indiana-Jones-Paket
• Kim Ez, Stuttgart «Michael Keller, Asperg
•Tobias Walter, Eichenbühl
Je ein X-Beyond-the-Frontier-Paket
• Ronny Herr, Landstuhl «Sebastian Eigl, Magdeburg
•Sebastian Koch, Belau «Armin Moghaddam, Hannover
•Volker Settgast, Braunschweig
Ubi Soft
Je ein Shadow-Company-Fanpaket
•Karsten Angrick, Schwarzheide
•Tom Bahre, Schiida •Stefan Bürmann, A-Paasdorf
•T Ahmad Matuska, A-Wien «Manuel See, Düsseldorf
Je ein Rally-Championship-Paket
•Tim Beckers, Schwelm
•Timo Grasmück, Mettmann
• Maik Richter, Hettstedt
•Gisela Rusch, Wackerow
• Mathias Schwarzhoff, Marl
Je ein Hype-The-Time-Quest-Fanpaket
•Kristian Beilke, Templin
• Marko Hesse, Frankfurt (0)
•Noriyasu Vontin, Krefeld
Je ein Tonic-Trouble-Fanpaket
•Thomas Frohwein, Landstuhl
•Paul Heise, Hamburg
PC PLAYER APRIL 2000 27
AKTUELL
Hardware-News
Ein Grafikchip, der alle anderen in den Schatten
stellt - Sprachübertragung mit DirectX - AMDs
1100 MHz-Prozessor und mehr ...
REKORDBRECHER-CHIP
Seit einiger Zeit werkeln die Bitboys aus Finnland
am Glaze3D-Chip, der angeblich alle Konkurrenz-
Chips aus den Latschen kippen soll. Eigentlich war
eine Einführung schon im ersten Quartal geplant.
Jetzt wurde bekannt, dass sich die Veröffentlichung
auf das zweite Quartal verschiebt. Das Wunder der
Technik erscheint in zwei Versionen: Glaze3D 1200
und Glaze3D 2400. Der 1200er überträgt 1200 Millio-
nen Texel pro Sekunde, während der 2400 mit seiner
achtfach Pixel-Pipeline doppelt so viele meistert. Zum
Vergleich: Der GeForce 256 arbeitet mit einer zweifa-
chen Pixel-Pipeline und liefert »nur« 480 Millionen
Texel pro Sekunde. Übrigens wechselte 3Dfx-Vizeprä-
sident Shane Long erst kürzlich zu den Bitboys.
Brandmeister
Glaze3D-project
Lehrt im zweiten Quartal
anderen Chips das fürchten:
Der Bitboys Glaze3D
Sechs Minu-
ten pro
gebrannter
CD: Der
neue Plex-
writer.
Plextor schloss erfolgreich die Ent-
wicklung seines neuen SCSI-Brenners
»Plex Writer 12/4/32 ab. Er schreibt mit
einer Geschwindigkeit von 12x, und
brennt Rewritable-CDs mit 4x. Anson-
sten liest er CDs 32-fach und besitzt
eine mittlere Zugriffszeit von 160 Milli-
sekunden. Die Erstellung einer 650
MByte umfassenden CD dauert damit
gerade einmal sechs Minuten.
AMD GIBT ALLES
■ Zwei Dinge graben laut AMD im
nächsten Jahr weiterhin Boden unter
Intels Füßen ab: die verwendete Kupfer-
technologie und ein auf dem Chip inte-
grierter Level-2-Cache, der mit voller
Prozessor-Leistung arbeitet. Jene Eigen-
schaften stellte man mit einem 1.1 GHz
Athlon im Dresdner Werk »Fab 30« vor.
Jetzige Athlon-Prozessoren mit 750
MHz und 800 MHz drehen noch mit
2/5 Level-2-Geschwindikeit
das Däumchen. Mit
dieser Techno-
logie dürfte
AMD seinem
Konkurrenten
weiterhin das Leben
schwer
Neue Ath- machen.
Ion-Prozessoren
hecheln bald mit vol-
lem Level 2-Cache.
Neuer EIDE-Standard
Intel und sechs weitere Partner (zum
Beispiel IBM und Quantum) ersetzen Ihre
derzeitigen EIDE-Festplatten bald durch
schnellere Scheiben. Der neue Serial-ATA-
Standard scheucht die Daten mit 1,6 GByte
pro Sekunde durch die Leitungen, wäh-
rend UDMA/66-Festplatten heutzutage
0,5 GByte übertragen. Auch das Kabel
(dünner) und der Anschluss ändern sich:
Anstatt 24 Pins sind nun nur noch vier Pins
am Stecker und angebracht.
#'
Die achte Version
von DirectX enthält
eine Sprachübertra-
gungs-Funktion.
DIRECTX LERNT SPRECHEN
■ Für die kommende DirectX-Version 8.0 plant Microsoft eine
festintegrierte Sprachübertragungs-Technik ein. Sie soll es -
wie beim bekannten Roger-Wilco-Programm - möglich
machen, sich mit Freunden per Mikrofon über das Internet zu
unterhalten. Entwickelt wurde »Direct Play Voice« von Sha-
dowFactor Software, die schon den Battlefield Communicator
entwarfen. Bereits im Sommer soll DirectX 8.0 erscheinen.
INTEL PRÄSENTIERT
1.5 GHZ-PROZESSOR
Auf dem hauseigenen Developer Forum präsen-
tierte Intel den Pentium-Ill-Nachfolger (Codename:
Williamette), der mit stolzen 1.5 GHz sein Bestes
gab. Der Prozessor wird aber einen neuen Chipsatz
benötigen, der mit dem Namen »Tehama« getauft
wurde. Dieser läuft mit einem System-Bus von 400
MHz und Dual-Channel RDRAM-Speicherbaustei-
nen. Die neuen SIMD2-Befehle erlauben es, die
anfallenden Daten parallel zu bearbeiten.
Noch in die-
sem Jahr
erscheint
von Intel
der Pentium
IN -Nachfol-
ger Willia-
mette und
der Itanium-
Prozessor
mit 64 Bit.
POWER VR3 LEBT!
Neuer
Chip-
neues
Glück: Der
PowerVR3
von Video-
logic.
■ Zwar feierte Videolo-
gic mit dem PowerVR2
auf der Dreamcast-Kon-
sole einen Erfolg, doch
der blieb bei den PC-
Spielern leider aus. Nun
pfriemelt man gerade
am Nachfolger Power
VR3 herum. NEC und
SGS-Thompson entwi-
ckeln den brandneuen
Grafik-Chip.
IN LETZTER SEKUNDE
■ Matrox' nächster Grafikchip wird vor-
aussichtlich TL800 heißen ■ ATI kaufte
den Nintendo-Grafikchip-Produzenten
ArtX auf ■ Madonion.com veröffentlich-
te einen neuen Benchmark zur Leis-
tungsüberprüfung von DVD und Video-
fähigkeiten von Grafikkarten ■ Win-
dows ME erscheint am 26. Mai ■ USB
2.0 ist 40 mal schneller als USB 1.1
■ Die Microsoft X-Box setzt sich aus
einer 1 GHz-CPU, 64 MByte RAM und
einer 4 GByte großen Festplatte.
30 PC PLAYER APRIL 2000
WETTBEWERB
<j9VVJj)J)3j) S\
d •
in .Ii9 U3A1
Wer sich auch nur entfernt für Computerspiele
interessiert, will vom 11. bis zum 13. Mai dieses
Jahres an einem bestimmten Ort sein, nämlich
auf der E3, der weltgrößten Messe für PC-Spiele.
^ 9e " *,
1
ir verlosen eine Reise für zwei
Personen in die USA zur nächsten
ilectronic Entertainment Exposition
(E3). Wenn Sie Mitte Mai noch nichts besseres vorhaben
- beantworten Sie doch einfach unsere Preisfrage. Der
glückliche Gewinner darf mit einer Person seiner Wahl
mit unserem E3-Kommando nach Kalifornien fliegen. Für
Reise und Unterkunft im Doppelzimmer kommen wir auf.
Ein kleines Hindernis steht dem noch im Weg - wir wol-
len von Ihnen folgendes wissen:
In welcher Stadt findet - wie bereits im letzten
Jahr - die E3 statt?
Die Antwort senden Sie uns bitte bis zum 22.03.2000 an
die nachfolgende Adresse (Nur Postkarten nehmen an
der Verlosung teil.):
Future Verlag GmbH
Redaktion PC Player
Stichwort: E3-Preisausschreiben
Rosenheimer Strasse 145h
81671 München
RUBRIKEN
Hausarrest, Edgar-Gratispostkarten, fromme
Internet-Auktionen - und der übliche Adven-
ture-Link darf natürlich auch nicht fehlen.
Schreib' mal wieder!
Wenn Sie ab und zu in eine
Kneipe oder ein Cafe gehen
(das sind diese Orte, an denen
sich Menschen treffen, um
etwas zu essen und zu trinken),
haben Sie die bestimmt schon
mal erspäht: Ständer mit Heer-
scharen bunter Postkarten. Und,
oh Freude, die Dinger kosten
samt und sonders keinen einzi-
gen Pfennig. Verschämt ver-
steckte Hamsteraktionen sorgen
dafür, dass immer wieder Nach-
schub in den Haltern steckt
- der Kreislauf beginnt von
neuem. Inzwischen haben sich
die ersten Sammler-Vereinigun-
gen gebildet und Edgar, Mutter-
firma aller Gratispostkarten,
besitzt unter www . edgar . de
einen eigenen Internet-Stütz-
punkt. Von dort aus verschicke
Sie elektronische Grüße und
dürfen sich - sehr, sehr cool -
einen Edgar-Kartenständer mit
wechselnden Motiven auf die
eigene Homepage stellen. Nix
wie hin!
Verkauf gegen Gebot
Im Internet gibt es wahrhaftig
nichts, was es nicht gibt. Wie wäre es bei-
spielsweise mit www. diezehngebo-
te.de, einem christlichen (!) Auktions-
haus? Wer meint, dass dort allenfalls
Bibeln oder Gesangsbücher verhökert
würden, täuscht sich: Einen nicht gerade
^^ kleinen Teil des Angebots
Af9L nehmen (Computer-) Spiele,
mg Bücher, englischeVideos/
DVDs und CDs ein. Obendrein ist
\ der Spaß völlig kostenlos: Anders
als bei www.ebay.de müs-
Todschick auf
jeder Homepage:
Der virtuelle Ed-
gar-Kartenhalter.
iia
die neue Online-Auktion
Videos, Bücher, CDs - Steigern Sie
doch einfach mit!
sen Sie keinen Gewinn-Anteil
an die Betreiber abdrücken -
die Seiten finanzieren sich
komplett durch Werbung. Über
die Vertrauenswürdigkeit eines
Anbieters gibt, ähnlich wie bei
eBay & Co., eine Sternchen-
wertung Aufschluss, die ein
Käufer nach Auktionsabschluss
einem Anbieter verpasst - und
die Tatsache, dass es nicht
gerade biblisch wäre, jeman-
den über den Tisch zu ziehen.
Ab und zu starten Auktionen
zu einem guten Zweck: So war-
tete zum Start beispielsweise
eine handsignierte CD von Six-
pence none the Richer auf
einen glücklichen Besitzer.
Also, wenn Sie nicht wissen,
wohin mit der alten Carrera-
Bahn auf dem Dachboden: Billi-
ger und spannender als eine
»normale« Kleinanzeige ist
eine Auktion allemal.
Ein Internet-Leben
Der »DotComGuy« www . dot
comguy.com) ist ein Typ
aus den USA, der sich für ein
Jahr lang in sein Haus ein-
schließt. Klingt fast wie eine
Hausarrest-Aktion eines totalitären Staa-
tes, doch der Bursche hat einen Internet-
Anschluss und will alle
Dinge des täglichen
Lebens darüber erledigen.
Gesponsert wird die
Aktion von illustren Fir-
men wie UPS oder der US-
Buchkette Borders, die auf
der Homepage des Jungen
dafür kräftig werben. Und
Geld verdient der von 20
Web-Kameras überwachte
Freak obendrein: Im Janu-
ar waren es 24 Dollar und
der Betrag verdoppelt sich
Monat für Monat. Alles
nur, weil DotComGuy
beweisen will, dass man
inzwischen leben kann, ohne sein Haus zu
verlassen. Aber ist das wirklich noch ein
lebenswertes Leben? Urteilen Sie selbst.
Adventures,
überall Adventures
Der Name ist Programm: www . just ad
venture . com. Auf dieser zentralen
Anlaufstelle für Adventure-Fans finden Sie
neben den üblichen Vorschau- und Testbe-
richten hochspannende News: Hier lesen
Sie etwas über Titel, die sich oft erst in frü-
hen Planungsstadien befinden.
Bei Tests von Klassikern wie »Day of
the Tentacle« laufen einem obendrein
wohlige Schauer der Erinnerung den
Rücken herunter. Das Zuckerstückchen
sind Artikel, in denen Experten über
schlechtes Puzzle-Design diskutieren oder
sich darüber ereifern, dass »The longest
Journey« (Test auf Seite 124) bislang
noch keinen Vertrieb in den USA gefun-
den hat. Angeblich, weil April Ryan bei
einer lesbischen Pensionsinhaberin
wohnt. Doppelmoral ahoi: Gab es da
nicht eine amerikanische TV-Serie
namens Melrose Place mit einem homo-
sexuellen Charakter namens Matt? (ra)
Jusu ftni JCTLJlJ
T*t*iT.*rr<
IChlHW^Uunlfa
Hr.CTdLibi-oV
[.v.i]^;.v_.
(Mi U*i (i rtnrfuVmwi-atflnUA^IVJrtr JWßfcw niwUhjffm
MIIHIIIIU'lkHkllJKuKll
I '. '--.-:. P.:-i-.: /; ly Hay Ityp
I Tlio LoaoiiJ of I:tuj ^piiiia ~c".Hf •
■ ThH lieh AniHrir» hw Udo* Jünr«-Ai
In« ■■■■-..--.. :■:.:■ ■■■■ - r - bJAdkeetAsktmirn
Die Justadventure-Homepage ist der ideale Start-
punkt für alte und neue Abenteuer-Fans.
32 PC PLAYER APRIL 2000
S3PLAYER
GRUFT
P^W Es stand in PC Player
y t * 4/95 - die Spielewelt
*V vor 5 Jahren.
■ Balla-balla
Muss gerade eine Spieleflaute gewesen
sein. Wie sonst hätte sich ein Flipper (!)
I namens »Psycho Pinball« auf das Titel-
bild der PC Player schmuggeln können? Immerhin lächelt Reg-
gie Williams aus dem »NBA Live '95«-Preview gewinnbringend
in die Runde. Auch sonst ging es eklektisch zu, etwa mit einem
PC-Sex-Schwerpunkt oder einem Rennspiel von Bullfrog
namens »Tube«, exklusiv auf der Player-CD. Unser reisender
Reporter Anatol Locker besucht derzeit die Bildschirmschoner
von »After Dark« und ringt dem Klangkünstler Thomas Dolby
eine prophetische Aussage ab: »Ich glaube nicht, dass MIDI
die geeignete Internet-Datenform ist. Klar dauern Audio-
Downloads, aber die Übertragungsrate wird deutlich schnel-
ler werden.« MP3, ick hör dir trapsen?
Die Top-5-Tests
Defender of the Empire 85
Transport Tycoon 8;
World Editor
Psycho Pinball 81
i Renegade 75
Das Amt 72
Defender of the Empire
Virtuelle Welt
Schräger Hardware-Nachschlag von der CES in Las
Vegas: Neben allerlei 3D-Helmen und -Brillen feiert eine
I »Virtual Guitar« Premiere. Ähn-
lich daneben ging der »Virtual
Boy« - keine Kleinkind-Simula-
tion ä la Tamagotchi, sondern
der geplante 3D-Nachfolger
des GameBoy. Schummerige,
unscharf-rote 3D-Marios
waren eben kein »Tetris«.
GumpeiYokoi, der beide Gera- j
Heute ein Samm- te erfand - erholte sich nie
lerstück: Ninten- mehr richtig von dieser
dos Virtual Boy. Schlappe. j
Anzeigenschluss
Nette Sache: Stellenanzeigen von Spielefirmen.
Denn vor fünf Jahren herrschte Aufbruchstim-
mung im CD-ROM-Zeitalter: Sowohl Attic (»Das
schwarze Auge«) als auch Wings Simulations
(»Panzer Elite«) suchten in halbseitigen Schwarz-
weiß-Inseraten nach frischem Blut. Bunt und
dreist die Werbung für den hyperkomplexen ,
»Elite«-Ableger »Frontier First Encounter«. Der
Nachfolger von »Frontier«, dem »zur Zeit
erfolgreichsten Spiel«, sollte uns nicht »die
ganze Nacht wach halten«, (ra)
AKTUELL
PC PLAYER APRIL 2000 33
3x19"
Leserumfrage
Nicht immer, ™
aber immer öfter ...
... treffen wir Ihren Geschmack. Stimmt
doch gar nicht? Was wünschen Sie sich
fürs Jahr 2000 von der PC-Player-Mann-
schaft? Mehr Previews, umfangreichere
Specials, größere Tests?
Bitte nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit, um die nach-
folgenden Fragen durchzulesen und Ihre Antworten auf der
Postkarte (auf Seite 133) anzukreuzen.
Sie helfen uns damit, die PC Player noch besser nach Ihrem
Geschmack und Ihren Wünschen zu gestalten.
Natürlich soll Ihre Mühe nicht umsonst sein. Wir verlosen unter
allen Einsendungen drei Syncmaster 950p von Sam-
sung- Der Rechtsweg, eine Teilnahme von Mitarbeitern des
Future Verlags sowie der Firma Samsung sind wie immer aus-
geschlossen, (su)
4.
Fragen zum Heftinhalt
^ Wie gefallen Ihnen die Titelmotive?
'"Gut □
Mäßig □
Schlecht □
2.
Wie empfinden Sie die Länge der
jeweiligen Artikel?
Gerade richtig LI
Bei großen Themen
könnte es mehr sein LI
Lieber knapper, dafür mehr Themen LI
Alles zu kurz LI
f% Seit wann lesen Sie PC Player?
' Zum ersten Mal
3 Monate
6 Monate
1 Jahr
2 Jahre und länger
□
ü
ü
ü
□
c
Einsendeschluss ist der 31.3.2000
o
Wie gefallen Ihnen unsere Mehr
nachfolgenden Rubriken? davon
Letzte Meldungen U
Spiele-News U
Hardware-News LI
Nachspiel LI
Bugreport LI
Previews LI
Specials (Firmen, Genres, ...) LI
US-Specials _
(z.B. Dungeon Siege) U
Messeberichte U
Spieletests LI
Spiele-Kaufempfehlungen LJ
Sparschwein LI
Hardware: Große Artikel LI
Hardware: Kurztests LI
Keine Panik LI
Technik Treff □
Leserbriefe U
Player's Guide Lösungen LI
Player's Guide Tipps & Cheats LI
Gerade Eher Gar
richtig weniger nicht
□
ü
ü
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□
□
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□
ü
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□
ü
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ü
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ü
ü
□
34 PC PLAYER APRIL 2000
' Welchen Heftteil lesen Sie in der PC
'■ Player zuerst? (Abstuf ugen bitte von
1= lese ich als erstes, bis 18= lese ich nie)
Letzte Meldungen
Spiele-News
Hardware- News
Gruft
Surfbrett
Nachspiel
Bugreport
Specials (Firmen, Genres ...)
US-Specials (Dungeon Siege, ...)
Spieletests
Spiele-Kaufempfehlungen
Hall of Farne
Sparschwein
Bizarre Anwendungen
Hardware: Große Artikel
Hardware: Kurztests
Keine Panik
Tee h n i k Treff
9.
6 Wie fanden Sie den Bericht über Lan-
■ Player in der Ausgabe 3/2000?
Gut □
Mittelmäßig □
Habe ich nicht gelesen LI
^ Bitte benoten Sie die Wichigkeit der
' ■ Genres von 1 (mega-interessant) bis 5
(interssiert mich nicht die Bohne).
8
3D-Action
ü
Action-Adventures
u
Compilations, Budgetspiele
ü
Echtzeit-Strategie
u
Flugsimulationen
u
Geschicklichkeitssp
ele
u
Prügelspiele
u
Rennspiele
u
Rollenspiele
u
Runden-Strategie
u
Simulationen (Panzer & Co.)
u
Sportspiele
u
Welche Spiele-M
agazine
lesen
Sie
■ außer PC Player?
Regel-
Geleg-
Nie
mäßig
entlich
PC Games
□
□
□
Gamestar
ü
ü
ü
PC Action
ü
ü
ü
PC Joker
ü
ü
ü
Power Play
ü
ü
ü
Bravo Screenfun
□
ü
ü
Computerspiele Bild LI
□
□
Wie viele Leute lesen
im Durchschnitt
Ihre PC Player?
1
□
2
ü
3
ü
4
ü
5 und mehr
□
1 1\ ^' e v ' e ' Geld geben Sie im Monat für den
I "»Kauf von PC-Zeitschriften aus?
Bis 10 Mark □
Bis 20 Mark □
Bis 30 Mark □
Mehr □
IM Wie wichtig sind Ihnen regelmäßige
I ■ Zugaben für den Kauf einer Zeitschrift?
Sehr
Wäre
Völlig
wichtig
nett
belanglos
Booklet (zu
best.Thema)
□
□
□
CD-Collector
□
ü
ü
Dritte CD
□
ü
ü
DVD statt CD
□
ü
ü
Keyboard-Tabellen
□
ü
ü
Vollversion
□
□
□
^ *% Haben Sie Werbung von der
PC Player gesehen?
13
JaQ NeinQ
Wenn ja, wo? Wenn nein, bitte weiter
B mit den persönlichen Angaben.
Internet U
Kino □
TV □
Radio □
Anzeigen in Printmedien U
Persönliche Angaben
Männlich LI Weiblich
Alter
Welchen Schulabschluss besitzen Sie?
Hauptschulabschluss
Realschulabschluss
Abitur
Studium
noch in Ausbildung
Bin zur Zeit ...
Schüler/Student
Angestellter/Arbeiter
Leitender Angestellter
Selbstständig
Beamter
Sonstiges
□
□
□
□
□
□
□
□
□
□
□
□
«HlSifößÖO
•^5S53
~
—
—
Alles für
Plattenspieler
rjßjr**^w
PC PLAYER APRIL 2000 35
AKTUELL
Warren Spector
In seinem Lebenslauf leuchten Klassiker wie
die beiden »Ultima Underworld«-Titel, »System Shock«
und bald auch Ion Storms »Deus Ex«.
Warren, alter Teufelskerl!
Bitte, nenn' mich doch
Satan. Teufel klingt so for-
mell.
O.K. - Was war denn
Satans erstes jemals
gespieltes, umm, Spiel?
Avalon Hills »Starship
Troopers«, ein Brettspiel.
Gruselig, wäre fast mein
letztes geblieben. Zum Glück kam danach
Steve Jacksons »Ogre«. Die besten 2,95
Dollar, die ich jemals ausgegeben habe.
Doch mein Schlüsselerlebnis war »Star
Raiders« auf dem Atari 800.
Wie bist Du dann in die
Spielebranche gerutscht?
Ich bastelte an meinem Doktor an der Uni-
versity of Texas, als mir plötzlich meine
Klassen »weggenommen« wurden - mit
dem Unterricht hatte ich mir meinen
Lebensunterhalt finanziert. Nur Minuten
später rief mich ein Typ an, mit dem ich
schon bei der Studentenzeitung zusam-
men gearbeitet hatte, und fragte, ob ich
einen Job bei Steve Jackson Games haben
wollte. Steve war mein Held - das war's.
Welches Spiel war Dein
schlimmstes Machwerk?
Dave »Zeb« Cook und ich hatten uns
unvorsichtigerweise bereit erklärt, ein
Spiel zum »Rocky & Bullwinkle«-Cartoon
zu entwickeln. Nachdem wir 16 Stunden
lang diverse Episoden angeschaut hat-
ten, war uns eins klar: Wir sind verloren.
Niemand auf diesem Planeten kann aus
dieser Serie ein Spiel machen. Wie alle
echten Spiele-Designer gingen wir daher
in eine Bar. Erste Runde Gin Tonic:
»Hmm, wir könnten die Würfel vergessen
und dafür drehende Dinger einbauen.«
Zweite Runde: »Jau, und statt irgendwel-
cher Punkte gibt's eine Super-Geschich-
te.« Dritte Runde: »He, pass auf: Wir
geben dem Spieler Masken.« - »Masken?
Nein, Handpuppen.« Ihr könnt Euch vor-
stellen, wie toll unser »Fünf Gin
Tonic«-Design am Ende war.
Der größte Moment in der
Spielegeschichte?
Mein persönlicher: 1992, als
»Ultima Underworld« ausgelie-
fert wurde. Dann natürlich »Cast-
le Wolfenstein 3D«. Der Aufstieg
Worüber beschwerst Du Dich in
einem Hotel am meisten?
Lärm. Eigentlich ziemlich ironisch, wenn
man die Lautstärke meines Schnarchens
bedenkt. Frag jeden, der sich mit mir
einen Raum teilen muss(te): Ich spiele
jede Nacht die Landung in der Norman-
die in voller Lautstärke nach - mit mei-
ner Nase.
»Erwachsene denken, die Jugend wird
von dem verdorben, was sie selbst nicht
verstehen - und irren sich immer.«
von id Software, Spiele in Ego-Perspek-
tive, Echtzeit, komplett texturiert ... Auf
einer größeren Skala: Das Atari VCS
2600 und der Apple II. Diese Maschinen
haben die Welt verändert.
Was spielst Du im Moment?
Viel zu viel mit meiner Dreamcast. Ich
kann einfach nicht mit »Soul Calibur«
aufhören, ebenso wenig mit »Tokyo
Extreme Racer«.
Ehrliche Antwort: Wie bist Du,
wenn Du zu viel getrunken hast?
Lauter. Ausfallender. Natürlich musste ich
einmal auf die Schultern eines Kumpa-
nen steigen und ein paar Cops anbrüllen,
die gerade unsere Party beenden wollten.
Das wurde ziemlich aufregend. Glaube
ich. Ich erinnere mich nicht mehr an alles.
Gewalt in Spielen: berechtigte
Sorge oder ...
... Medienhysterie. Die Leute meckern
immer über neue Medien. Vor 70 Jahren
waren Filme für alle Gesellschaftsübel ver-
antwortlich, dann Comic-Hefte, Flipper-
Hallen, das Fernsehen und schließlich
Rock'n'Roll. Und jetzt eben Spiele. Erwach-
sene denken immer, die Jugend wird von
dem verdorben, was sie selbst nicht ver-
stehen. Erwachsene irren sich immer.
Was hast Du im Moment in Deinen
Taschen?
Schlüssel ohne Ende, Wechselgeld, ein
Taschenmesser, zwei Gitarren-Plektrons,
Magentabletten und einen Notfall-Zettel
mit den Kleidergrößen meiner Frau.
Welche Musik wünscht Du
für Deine Beerdigung?
Zum Start Bix Beiderbeckes Arrange-
ment von »l'm Coming Virginia«. Dann
etwas lautes, bluesiges: John Mayall
dürfte seine Gitarristen zu einer Band
zusammen bringen, um mich ins Jen-
seits zu spielen. Zum Schluss Bix' Kla-
vier-Meisterwerk »In a Mist«.
Online-Spiele: überbewertet oder die
unausweichliche Zukunft?
Ein wenig von beidem. Sie sind zumin-
dest ein Teil der Zukunft. Mich ärgert
nur, wenn Leute denken, es sei die
Zukunft schlechthin. Titel für Solo-Spie-
ler, mit viel Story und tollen Charakte-
ren, sind noch lange nicht am Ende.
Wohin geht's jetzt?
In ein Meeting mit Harvey Smith, dem
Chef-Designer von »Deus Ex«, und
Monte Martinez, der unserer letzten Mis-
sion den endgültigen Schliff gibt. Klare
Sache: Das Finale muss krachen!
36 PC PLAYER APRIL 2000
AKTUELL
Spiele-Charts
Die internationalen Hitparaden verdeutlichen: Andere Länder, andere Sitten.
mmm
il
pijj Indiziertes Spiel
id Software/Activision
(1) Age of Empires 2
Microsoft
(2)
Half-Life (deutsch)
Sierra/Havas Interactive
(5) Unreal Tormnament
Epic Megagames/GT Interactive
(13)
System Shock 2
Looking Glass/Electronic Arts
(4) Baldur's Gate
Interplay/Virgin Interactive
(9) Indiana Jones und der Turm von Babel
LucasArts/THQ
8 ES3
Pharao
Impressions/Havas Interactive
9
pijj Half-Life: Opposing Force
■^ Sierra/Havas Interactive
10
(11)
Grand Theft Auto 2
Rockstar/Take 2
1^ (16) Jagged Alliance 2
M Top wäre
iOcsa SWAT3
■ ^■■"^ Sierra/Havas Interactive
13
(3) Command & Conquer 3
Westwood/Electronic Arts
^ yj (21) Starcraft
I "W Blizzard/Havas Interactive
^f- (12) Earth 2150
m^9 Top wäre
16
(-) Railroad Tycoon 2
Poptop/Take 2
17
(8)
Diablo
Sierra/Havas Interactive
4 QrTTTTl Rainbow Six: Rogue Spear
Red Storm/Take 2
19
(20) Need for Speed 4
Electronic Arts
20
(10)
Homeworld
Relic/Havas Interactive
■ Quelle: Leserzuschriften an die Redaktion PC Player.
Erhebungszeitraum Januar 2000
IRKAUFS-CHARTS
(1) Age of Empires 2
Microsoft
(16)
SWAT 3
Sierra/Havas Interactive
(3) Tomb Raider 4
Core Design/Eidos Interactive
|-T M T1 RTL Skispringen 2000
•^^■VCC Entertainment/GT Interactive
(5) Pharao
Impressions/Havas Interactive
pii fl Planescape: Torment
1^3-* Black Isle/Interplay
(7)
Anno 1602
Sunflowers
Königsedition
8
(6) Indiana Jones und der Turm von Babel
LucasArts/THQ
9
(8) Autobahn Raser 2
Davilex/Koch Media
10
(12)
Unreal Tournament
Epic Megagames/GT Interactive
11
(4)
FIFA 2000
EA Sports
12
(-) Half-Life: Game of the Year Edition
Sierra/Havas Interactive
13"
4)
Formel 1
Take 2
99
iAr r Q3 Tnandor
■ ^W** ' Planet4/lnnonics
15
(10) Catan: Die erste Insel
Funatics/Ravensburger
16
(13) Grand Theft Auto 2
Rockstar/Take 2
17
(19) Rainbow Six: Rogue Spear
Red Storm/Take 2
18
(9) Theme Park World
Bullfrog/Electronic Arts
19
(17)
Rollercoaster Tycoon
Microprose/Hasbro Interactive
20
(20) Delta Force 2
Novalogic
■ Quelle: Media Control.
Erhebungszeitraum: 16.-31. Januar 2000.
MITMACHEN
UND
GEWINNEN
Neben den aktuellen Ver-
kaufs-Charts aus Deutsch-
land, England und den USA
finden Sie auf dieser Seite
die Leser-Hitparade von PC
Player. Hier stehen die Titel
weit oben, die gerade mit
Begeisterung gespielt wer-
den. Wählen Sie mit, um ein
möglichst repräsentatives
Ergebnis zu garantieren. Als
zusätzliche Motivation verlo-
sen wir jeden Monat unter
allen Einsendern Topspiele
aus den Charts oder einige
Hardware-Leckerbissen.
Um mitzumachen, schnap-
pen Sie sich einfach die
»Leservotum«-Postkarte,
die Teil des Karton-Beihef-
ters in jeder Ausgabe ist. Auf
der Vorderseite können Sie
unter »Wertungen für die
Charts« Ihre drei aktuellen
Lieblingsspiele angeben.
Wenn Sie gerade den Kugel-
schreiber in der Hand haben,
könnten Sie außerdem
gleich die Rückseite bearbei-
ten und uns wissen lassen,
was Ihnen in dieser Ausgabe
von PC Player am besten
gefallen hat. Denken Sie
bitte an Ihre Absenderan-
gabe, gönnen Sie dem
Kärtchen eine Briefmarke.
Der Rechtsweg ist ausge-
schlossen.
GEWINNER
Der Preis
diesmal von
Ascaron:
Anstoss 3
Gewinner:
Daniel Hohmann, Neuhof
Kevin Hundelmann,
Salzgitter
Partick Urlaub, WT-Tiengen
Marc-Oliver Teschke, Celle
Mischa Wlochowitz, Weyer
Sollte Ihnen Fortuna dieses Mal
nicht hold gewesen sein:
Neues Spiel, neues Glück.
USA-CHARTS
(1)
Who Wants to be a Millionaire
Disney Interactive
2GE3
Centipede
Hasbro Interactive
3EE3
Parker Brothers Classic Card Games
Hasbro Interactive
4 csu
Milton Bradley Classic Games
Hasbro Interacrive
(2)
Rollercoaster Tycoon
Hasbro Interactive
6
(3)
Age of Empires 2: Age of Kings
Microsoft
(6)
Indiziertes Spiel
id Software
8 csn
Rollercoaster Tycoon: Corkscrew Foiiies
Hasbro Interactive
(5)
Deer Hunter 3
GT Interactive
10CS3
Hoyle Board Games
Havas Interactive
ENGLAND-CHARTS
( 1 ) Championship Manager: Season 99/00
Eidos Interactive
(4) Age of Empires 2
Microsoft
(2) Indiziertes Spiel
id Software/Activision
Jl p H -i r| Planescape: Torment
Black Isle/Interplay
(3) Tomb Raider 4
Core Design/Eidos Interactive
6
(10)
Unreal Tornament
Epic Megagames/GT Interactive
(5) Theme Park World
Bullfrog/Electronic Arts
8
(6) FIFA 2000
EA Sports
9
(7) Half-Life: Opposing Force
Sierra/Havas Interactive
10
(-)
Driver
GT Interactive
38 PC PLAYER APRIL 2000
■ Quelle: PC Data, Erhebungszeitraum: Januar 2000.
■ Quelle: CTW, Erhebungszeitraum: Januar 2000.
GEWINNSPIEL
Rätseln und
gewinnen!
Gewinnen Sie
diesen schicken,
geairbrushten
PC* im Wert
von rund 5000 Mark!
Ermitteln Sie nur das
gesuchte Wort aus
dem nebenstehen-
den Kreuzworträtsel.
40 PC PLAYER APRIL 2000
Auch in dieser Ausgabe verlosen
wir wieder einen High-End-
Spiele-PC (Pentium IM, 500 MHz,
128 MByte RAM, Belinea 17"-
Monitor, Guillemot 3D Prophet (GeForce
256), 20,4 GByte Festplatte, DVD-Laufwerk,
Soundblaster Live Player 1024, uvm.), indi-
viduell zusammengestellt von der Firma
Alternate. Wir haben dabei nicht nur an die
inneren, sondern auch an die äußeren
Werte gedacht und das Einzelstück mit
edlen Airbrush-Motiven geschmückt. Kna-
cken Sie das Kreuzworträtsel, tragen Sie
das Lösungswort in die Mitmachkarte von
Seite 133 ein und schicken diese dann an
uns ein. E-Mails nehmen nicht an der Ver-
losung teil!.
Einsendeschluß ist der 31.03.2000, von
der Verlosung ausgeschlossen bleiben
der Rechtsweg sowie die Mitarbeiter des
Future Verlages, der Firma Alternate und
von Eidos Interactive.
1. Preis: 1 Spiele-PC im Air-Brush-Look
2. - 11. Preis: Je ein »Commandos Director's Cut«
Missions-
CD für
Com-
mandos
Zauber-
Talisman
in Reve-
nant
Athlon-
Hersteller
talanischer
Name des
Outcast-
Helden
Nachfolger
zu U.S.
Navy Fight-
ers (Abk.)
~^
deutsches
Rennspiel
(2. Wort)
^~
bekannter
Battle-
mech
(Mad...)
Prozessor
f. Modems,
Sound-
karten u.a.
Freundin
v. Gabriel
Knight
(Vorname)
~^
^~
Strategie-
spiel um
Plastikfigu-
ren (2.W.)
*~
Strategie-
spiel
(Master
of...)
Heimatland
vom Com-
mandos-
Entwickler
L
▼
▼
T
T
▼
Q
Sound-
karten-
Modus
(...duplex)
Datenträ-
ger für
Konsolen-
spiele
ab Win-
dows 95
Release 2
mit 32 Bit
►
Spiel-
konsole
von Sega
^.-Kenn-
zeichen f.
Ansbach
►
lesen
(engl.)
Zeichen
für Hektar
►
L
Q
Sitz v. id
Software
(US-Bun-
desstaat)
Action-
Strategie
v. Take 2
(... Ops)
T
►
O
Hersteller
der Flug-
simulation
MiG Alley
►
r
Myst-
Fort-
setzung
Vorsatz-
zeichen
(tausend
Giqa)
T
►
Strategie-
spiel (...
Kingdoms)
►
Kampf-
modus in
Virtua
Fiqhter
Abk. für
TelNet
Star-Wars-
Rennspiel
►
Dungeon
Keeper:
Hornys
Waffe
^^B
außer-
irdischer
Held in
Oddworld
►
Sound-
datei-
Endung
Volk in
Siedler 3
o
Lionheads
erstes
Spiel (letz-
tes Wort)
Flugsim.
von SSI
(..,27
Flanker)
►
■ jh
% %^B
r
o
DOS von
Digital
Research
L
▼
Silizium-
scheibe f.
die Chip-
Produktion
T
►
verbes-
serte
SDRAM-
Version
Daten-
träqer
►
f
Strategie-
spiel von
SAD,
ähnl. Risiko
1
Offline
qehen
Anzahl d.
Charaktere
in Com-
mandos 1
►
program-
mierte u.a.
Alpha Cen-
tauri (Sid ...)
H^m
Spielheldin
(Vorname,
Video mit
d. Ärzten)
T
T
Hersteller
v. Bundes-
liga 2000
(1. Wort)
Spielkon-
sole von
Nintendo
(1991)
Midtown-
Madness-
Hersteller
(Abk.)
►
Flipper
von Virgin
^^B ^ La'il
Held in
Heart of
Darkness
...Live '99,
... Jam
Extreme
L
Rennspiel
in der Sim-
City-Stadt
(1. Wort)
►
T
StarCraft-
Partei
Beruf der
Akteure
in X-COM
►
O
wichtigste
Ressource
i. Leviathan
►
Formel-
zeichen f.
Machzahl
Dungeon-
Keeper-
Zauber-
spruch
o
ehem.
Symbol f.
Wismut
►
Endung
von aus-
führbaren
Dateien
►
Ware in
Anno 1602
T
►
Internet-
domain f.
Frankreich
►
Endgegner
in Virtua
Fighter 2
►
Sierras
Rennspiel-
Serie
(... Racina)
►
Ausgang
der Voo-
doo-3-
Karte
►
akt. Maß-
einheit
für Fest-
platten
►
hexadez.
Ziffer
(entspr.
dez. 10)
►
1
2
3
4
5
6
7
Lösungs-
wort:
Gewinner aus 2/2000
Air-Brush-PC mit Motiv: Ultima 9
Frank Becher, Neunburg vom Wald
Je ein Spiel: Ultima 9 Ascension
Harry Domke, Bohmte
Marco Kloeter, Essen
Tobias Rother, Lüdenscheid
Martin Schröder, Harburg
Lösung des Kreuz-
worträtsels aus der
PC Player 3/2000.
A
Perspekti-
ve ii 30-
soielen
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PC PLAYER APRIL 2000 41
AKTUELL
Kampf dem Ungeziefer: Wir haben auch in diesem Monat zahlreiche
aktuelle Spiele nach Fehlern durchforstet und die interessantesten Bugs
herausgepickt.
GABRIEL KNIGHT 3
Im jüngsten Teil der Adventure-Serie um
den deutschstämmigen »Schattenjäger«
wagte Sierra den zeitgemäßen Schritt in
die dritte Dimension. Doch nicht auf
jedem Rechner spaziert Gabriel unbe-
schwert durch die neuen Echtzeit-Land-
schaften. Bei Besitzern einer Voodoo
Banshee Grafikkarte kommt es sogar
schon mal vor, dass einige Personen bei
Unterhaltungen ihr Gesicht verlieren.
Nein, das hat überhaupt nichts mit
Schüchternheit zu tun, sondern ist
schlichtweg ein Grafik-Bug. Wenn Sie
unbedingt die Grinsrüben der Akteure
sehen wollen, dürfen Sie nicht die höch-
ste Stufe der Texturqualität einstellen.
Schalten Sie stattdessen auf die mittlere
Stufe.
Ein anderes Problem mit der dreidi-
mensionalen Spielwelt haben die stolzen
Eigentümer eines Athlon-Systems in
Kombination mit einer TNT-2-Grafikkarte
von Riva. Möchten Sie hier eine
Zwischensequenz bestaunen, wundern
Sie sich nicht, wenn Ihr Rechner plötzlich
abschmiert. Die einzige Lösung des Pro-
blems ist es zur Zeit, die SD-Beschleuni-
gung vor solch einer Stelle abzuschalten.
Dummerweise ist es nicht ersichtlich,
wann eine kommt. Hoffen wir, dass Sierra
in Form eines Patches bald Abhilfe schafft.
www. Sierra . de
Gelbe Karte für die Designer: Anstoss 3
beherbergt noch viele Bugs.
FLUGHAFEN MANAGER
Berauschende Höhen in unserer Wertung
erreichte die Wirtschaftssimulation um
Airports und Airlines leider nicht. Schon
während des Testes trudelten von Lesern
zahlreiche E-Mails ein, die sich auch über
die zahlreichen Fehler beklagten. Sie
basteln eifrig an Ihrem Flughafen herum,
schließen Verträge ab, warten - doch wo
bleiben die Flugzeuge? Haben Sie was
falsch gemacht? Nein, der Fehler liegt auf
der Symbol-Leiste. Dort wurde der Button
Startbahn sperren/Startbahn freigeben
einfach in der Funktion vertauscht. Wer
das nicht weiß, kann lange nach Kunden
Ausschau halten.
Auch von technischer Seite her müsste
der Titel noch mal in die Wartehalle: So
lässt sich der Manager auf einigen Com-
putern nicht zum Abheben bewegen,
denn mit manchen Grafikkarten bezie-
hungsweise deren Treibern rollt kein Flie-
ger von der Piste. Zur Fehlerbebung müs-
sen Sie laut der Hotline eventuell Dateien
im Spiel umbenennen. Ein Patch ist aber
in Vorbereitung.
www. take2 . de
ANSTOSS 3
Für viele Spieler ist Fußball ein Bestand-
teil des Lebens. Deswegen ist es so ärger-
lich wie eine Fehlentscheidung des
Schiedsrichters, dass Ascarons hochdeko-
rierter Kicker-Manager den einen oder
anderen Makel aufweist. So gewinnen
oft sehr schwache Mannschaften
gegen starke oder eigene Spieler
schießen plötzlich für die Gegner.
Manchen mag das gefallen, so ist
doch hin und wieder ein Spiel leichter
zu gewinnen. Jedoch geht der Schuss
auch mal nach hinten los. Hinzu kom-
men Fehler in der Darstellung der SD-
Grafik. Vor allem die Voodoo Banshee
bereitet Probleme.
Der erste Patch, der auf die Version
1.02 updatet, ist bereits draußen,
jedoch sind noch viele Bugs, welche
die Spiellogik betreffen nicht besei-
tigt. Beispielsweise zu kurze Wartezei-
ten nach Verletzungen oder zu niedri-
ge Transferzahlungen an die Spieler.
Auch bei der Installation des Updates
Ist Indy in der Kiste? Nein, Indy ist die
Kiste.
INDIANA JONES UND
DER TURM VON BABEL
Einen kuriosen Fehler entdeckte
unser Leser Claus-Peter Schnell beim
Herumspielen mit der Cheat-Funktion.
Als er im Level »Babylon« Indy in den
Monkey-Island-Piraten Guybrush ver-
wandeln wollte, sah er anstelle des
Karibik-Helden eine Kiste, die er auch
noch wie die Spielfigur steuern konn-
te. Was mögen sich wohl Indys Fein-
de dabei denken, wenn ihnen ein
peitschenschwingender Kasten plötz-
lich den Garaus macht?
www . lucasarts . de
gab es auf manchen Systemen Schwierig-
keiten. Das Entwicklerteam werkelt zur
Zeit an einem neuen Patch.
www . ascaron . de
ULTIMA 9: ASCENSION
Zum Schluss noch ein Nachtrag zur wohl
bekanntesten Fehlerquelle der letzten
Monate: Als der Patch 1.07c neue Fehler
verursachte - eine gegnerische Kreatur
wurde unbesiegbar - brachte Origin kürz-
lich die Version 1.18 heraus. Damit sollen
alle Bugs endgültig behoben sein. Elec-
tronic Arts hält »Ultima 9« nun für weit-
gehend fehlerfrei.
Die deutsche Ausgabe der traditionel-
len Rollenspielsaga um den Avatar
erscheint gleich in dieser Version. Wir
halten trotzdem weiterhin die Augen
offen, ob es in Britannia nicht doch noch
die eine oder andere technische Schwie-
rigkeit gibt, (dk)
www.Ultima9.com und auf CD-A
44 PC PLAYER APRIL 2000
AKTUELL
EEH2 SPIEL
MQMB^ÜQKD
Top oder Flop:
Erst im Nachhin-
ein lässt sich
absehen, ob ein großer Titel den vielen Vorschusslorbeeren auch
gerecht wurde. Daher übergeben wir an dieser Stelle das Wort an
die PC-Player-Leserschaft, den Handel und den jeweiligen Spiele-
hersteller.
Kurzbeschreibung
Beim prächtig anzuschauenden
Echtzeit-Strategiespiel »Home-
world« übernehmen Sie die Ver-
antwortung für ein ganzes Volk,
das sich mit einem riesigen
Raumschiff auf die Reise zu sei-
nem alten Heimatplaneten auf-
macht. Zum Schutz vor Aggres-
soren (Friedlicher Weltraum?
Eine Illusion!) baut Ihr Mutter-
schiff Fregatten, kleine Jäger
oder Scouts. Zusätzlich ernten
Bergbau- oder Forschungsschif-
fe Energie und sorgen für ver-
besserte Technik. Bemerkens-
wert ist das für die Echtzeitstra-
tegie neue Konzept: Die
Schlachten finden im dreidi-
mensionalen Raum statt, der
den Spielern einiges abverlangt.
Tester-Meinung
Thomas war sich sicher:
Homeworld ist nichts für jeden
Spieler. In der ungewohnten
Perspektive und den komple-
xen Befehlsmöglichkeiten sah
er zahlreiche Fallstricke für so
manchen Strategiefreund. Wer
sich aber die Mühe mache, den
erwarte zur Belohnung ein ech-
ter Hochkaräter mit spritzigen
Einfällen. Für Udo waren ledig-
lich die praktisch identischen
Kampagnen (16 Missionen)
die
4
i£3k
und
0^m^k
unüber-
sichtliche Auf- ^"^^
machung ein Nachteil. Die
Erhabenheit des Weltraums
faszinierte aber auch ihn. In
diesem Zusammenhang auch
noch ganz interessant: Die
amerikanische PC Gamer, das
meist verkaufte PC-Spielema-
gazin der Welt, wählte Home-
world zum Spiel des Jahres.
Händler
Tom Meier vom Spielefachge-
schäft »PC Fun« betrachtet
Homeworld mit Wohlgefallen,
verkauft sich dieser Titel doch
immer noch akzeptabel, inzwi-
schen sogar besser als bei-
spielsweise »Command &
Conquer 3«. Gründe dafür
sieht er in der interessanten
Spielidee und
der guten Gra-
fik. Home-
world ist
für ihn
Ein
wirklich
schneller
Jäger.
Farbfrohe Explosionen in
der Schwärze des Alls.
außerdem etwas besonderes:
Das Spiel besitzt eine Auszah-
lung, die er nur schwer definie-
ren kann; hat es den Spieler
aber einmal gepackt, lässt es
ihn nur schwer wieder los. Alle
Kunden waren zufrieden, an
nennenswerte Beschwerden
oder an Bugs kann er sich nicht
erinnern.
Leser
Homeworld mag kein Riesen-
erfolg sein, viele Käufer aber
sind schier aus dem Häuschen.
Als hervorstechenste Leserkri-
tik fiel immer wieder ein Wort:
innovativ. Markus Schänzler
(Köln) war begeistert: »Home-
world ist eines der besten
Spiele, die ich je gespielt habe.
Die Steuerung war schwierig
zu beherrschen, wenn man die
Hotkeys kannte, fluppte es
aber nur so.« Auch gelobt wird
der »geniale Surroundsound«
(so Manfred Bauer, München),
und Stephan Moebius (Leich-
lingen) meinte: »Ich hatte das
Gefühl, ein Kunstwerk gespielt
zu haben, bei dem das Team
mit Leib und Seele dabei war.«
Volker Rahn (London) resü-
mierte: »Endlich mal ein Spiel,
das nicht nur alte Ideen neu
verpackt.«
Aber Patrick Haas (Siegen)
konterte: »Erfrischend anders,
aber das Drumherum wurde
vernachlässigt. Eine Kampag-
ne mehr oder richtige Render-
Sequenzen haben gefehlt.«
Allein Uwe Semlow (E-Mail)
sah die Sache völlig anders:
»Eines der schlechtesten Spie-
le, die ich je gespielt habe.
Missglückte 3D-Weltraumsicht,
feindliche Einheiten zeigen
nicht an, wie schwer sie
beschädigt sind, eigene Einhei-
ten verteidigen nicht automa-
tisch - ich hätte maximal 50
Prozent gegeben.«
Leser Charts:
Unsere Befürchtungen bewahr-
heiten sich: Echtes Massenpo-
tenzial hat Homeworld anschei-
nend nicht.
November 1999 Platz 15
Dezem ber 1 999 Platz 1
Januar 2000 Platz 20
Hersteller
o
PR Manager
Leo Jack-
staedt von
Havas Inter-
active hatte
nach den all-
überall hervorragenden Wertun-
gen eigentlich mit einem noch
besseren Absatz gerechnet. Mit
immerhin 60 000 verkauften
Spielen ist er aber letztendlich
zufrieden, wenn er bedenkt,
dass Homeworld nur wenige
Wochen vor der Veröffentli-
chung von Age of Empires 2
(AoE 2) erschien. Mit Home-
world wurde ganz bewusst ein
neues Spielkonzept entwickelt,
mit populären Fortsetzungen
wie AoE kann man dann erfah-
rungsgemäß nicht mehr mithal-
ten. Derartige Risiken müsse
man aber eingehen: Einige
Konkurrenztitel hätten gezeigt,
dass es nicht endlos funk-
tioniert, nur an alten Zöpfen
festzuhalten. Ein Nachfolger mit
dem Arbeitstitel »Homeworld:
Cataclysm« ist übrigens schon
in Arbeit, (uh)
Chart-Erfolge:
Für einen neuen Titel ein Einstand
nach Maß. Danach aber kam leider
ein gnadenloser Absturz.
Oktober 1999 Platz 3
November 1999 Platz 25
Dezem ber 1999 Platz 31
Januar 2000 Platz 32
GEPMYER
WERTUNG
Hersteller: Relic/Havas
Genre: Strategiespiel
Test in Ausgabe: 1 1/99
SPIELSPASS
PC PLAYER APRIL 2000 45
AKTUELL
Spielwarenmesse Nürnberg 2000
Ernsthafte v*£
Spaßmacher
Wer noch nie in Nürnberg zu
Gast war, ist überrascht.
Nur Fachaussteller und
Journalisten werden einge-
lassen, von daher erwartet man vielleicht
einen bescheidenen Rahmen. Aber weit
gefehltwerden sich gleich heimisch fühlen,
denn die Arbeitsplätze der Piloten beider
Kampfmaschinen wurden detailliert nach-
gebildet. Dank virtuellem Cockpit können
Sie sich umsehen und trotzdem noch alle
Instrumente ablesen. Zudem nehmen Sie
am Einsatz wahlweise als Pilot oder Bord-
schütze teil. Die Besatzung wurde übrigens
animiert und so schauen sich die Jungs je
nach Lage entsprechend um. Witziger-
weise lassen sich eigene Texturen für die
Gesichter importieren.
Die Missionsgebiete sind nicht gerade
klein. Sie können zwar flächenmäßig nicht
mit denen aus »Falcon 4.0« oder »Flanker
2.0« mithalten, sollen aber detaillierter aus-
fallen. Dafür benutzen die Programmierer
52 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
Mit dem Ka-52 im Tiefflug: Viele militärische Installationen bevölkern
das Missionsgebiet wie diese Radarstation samt Riesenkuppel. Auflösung
hier: 1600 mal 1200 Pixel.
authentische, digitale Karten. Und ein
Areal von 400 mal 200 Kilometern ist ja
auch nicht gerade winzig.
Die drei Feldzüge sind dynamisch, was
bedeutet, dass Ihr Erfolg in einer Mission
sich deutlich auf den Ausgang des Konflik-
tes auswirkt. Anders als in Apache/Havoc,
wo Ihr Abschneiden wenig Einfluss auf das
Gesamtbild des Krieges hatte, werden Sie
hier stärker miteinbezogen. Wo Sie auch
hinfliegen, um Sie herum passiert ständig
irgendetwas, was nichts mit Ihrem Auftrag
zu tun hat. Je nach strategischer Lage wer-
den Ihnen eine Reihe von Aufträgen vorge-
schlagen, von denen Sie entweder nach
Vorliebe den schönsten oder nach Verant-
wortungsbewusstsein den sinnvollsten
aussuchen. Diese Aufgabe können Sie
auch dem Computer überlassen. Je nach-
dem, was Sie erwartet, rüsten Sie Ihren
Helikopter mit passenden Waffen - wie
etwa starren oder gelenkten Raketen - aus.
Bleihaltiger Himmel
Im Einsatz sollten Sie immer darauf achten,
wie die Situation gerade ist und was Ihr
Hubschrauber für besondere Fähigkeiten
hat. Die besondere Spezialität des Coman-
ches beispielsweise ist es, sich unbemerkt
anzuschleichen und dann zuzuschlagen.
Das wird Ihnen indes nicht besonders gut
gelingen, wenn Sie vergessen, das Fahr-
werk einzufahren. Dies macht sich zwar
während des Fluges nicht sonderlich stö-
rend bemerkbar, erhöht Ihren Radarquer-
schnitt jedoch beträchtlich. Gleiches gilt für
die Waffenschächte und die ausfaltbare
20mm-Kanone. Verstauen Sie diese gut,
werden Sie nicht so schnell entdeckt, ver-
lieren allerdings wertvolle Sekunden, da
sie nicht sofort einsatzbereit sind. Der
Comanche lässt sich auch mit Stummelflü-
geln für weitere Raketen ausrüsten, ist
dann aber alles andere als unsichtbar für
das Radar. All dies müssen Sie mit ins Kal-
kül ziehen.
Verbesserte Optik
Die Grafik macht im Vergleich zum auch
bald herauskommenden »Gunship!« (siehe
Seite 66) von Microprose keine überragende
Figur. Trotzdem denken die Grafiker an den
optischen Genuss, indem Sie Unterstützung
für Transform&Lighting-Effekte (T&L) ein-
bauen. Außerdem können Sie je nach Karte
und Monitor die Auflösung auf bis zu 1600
mal 1200 Bildschirmpunkte erhöhen, und
das in 32-Bit Farbtiefe. Insgesamt finden Sie
über 60 verschiedene Fahrzeuge und Flie-
ger, darunter einige neue wie den AH-64A-
Helikopter oder den C-17-Transporter.
Der kleine Hunger
zwischendurch
Normalerweise finden sich in Simulationen
immer neben den Kampagnen auch Einzel-
missionen, falls Sie »eben mal schnell«
einen Einsatz fliegen wollen, vielleicht in
der Werbepause. Na schön, etwas mehr
Zeit brauchen Sie wohl schon.
Comanche/Hokum verzichtet indes auf
Einzelmissionen und bietet stattdessen die
»Skirmish«-Option. Das sind kurze,
zusammenhängende Missionsfolgen. Der
Vorteil: Es bleibt nicht das schale Gefühl,
nur einen einzelnen Auftrag zu gewinnen,
dafür haben Sie die Befriedigung, einen
ganzen Konflikt erledigt zu haben, ohne 20
oder 30 Flüge absolvieren zu müssen.
Schon in der nächsten Ausgabe testen wir
das Helikopter-Duo. (mash)
PC PLAYER APRIL 2000 53
PREVIEW
Star Wars :
Force Commander
I
Der Krieg der Sterne
findet nun am Boden
statt - beim Einstand
von LucasArts ins
Genre der Echtzeit-
Strategie.
Oh Gott, Lord Vader persönlich! In
einigen Missionen spielen Einzel-
personen eine große Rolle.
Lange hörte man nichts vom
eigentlich für den Herbst
1998 angekündigten Titel
»Star Wars: Force Comman-
der«. Erst im letzten Jahr kam heraus,
dass die Designer das Spiel komplett
umgemodelt haben.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen
und greift viele moderne Elemente der
Konkurrenz auf. Das wohl offensichtlich-
ste: die 3D-Grafik.
SPIELFAKTEN
Hersteller: LucasArts/THQ
Genre: Echtzeit-Strategie
Termin: März 2000
■ Besonderheiten: Erstes Echtzeit-
Strategiespiel von LucasArts ■ 3D-Per-
sepektive ■ Kein Ressourcen-Manage
ment ■ Einzelne Personen wichtig
■ Einheiten aus Episode 4 bis 6
■■ ■-■•
^ ff]
Y-Wings greifen einen imperialen Kampfläufer des Typs AT-AT an. Diese
gigantischen Einheiten sind nur schwer zu besiegen.
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Ein paar ruchlose Sturmtruppen metzeln fried-
fertige Ewoks nieder. Schön zu sehen: der Rah-
men, der selektierte Einheiten markiert.
Wann kommt's denn nun?
Wenn Sie unsere Vorschau-Rubrik immer
genau im Auge behalten, dürfte Ihnen
Force Commander schon
lange aufgefallen sein. Selten
gab es ein Spiel, das so häu-
fig angekündigt und dann
doch im letzten Moment wie-
der verschoben wurde. Wir
trauen uns kaum es auszu-
sprechen, doch - voraus-
sichtlich(!) - in der nächsten
Ausgabe finden Sie einen
Test des nächsten Streichs
von LucasArts.
Um was geht es
überhaupt?
Natürlich simuliert auch
dieses Star-Wars-Spiel
den Kampf Gut gegen
Böse; nur was ist was
und wer ist wer? Hauptdarsteller des Pro-
gramms sind die Brüder Brenn und Dallis
Tantor, ihres Zeichens Elitesoldaten im
imperialen Korps der Sturmtruppen, Rebel-
lenjäger und was sie sonst noch so
unschönes sind. Die zwei (und damit Sie)
bekommen den Krieg gegen die Allianz
von dem Moment an mit, als Herren in
schönen weißen Rüstungen die geflohe-
nen Droiden R2D2 und C3PO auf dem Wüs-
tenplaneten Tatooine suchen. Bis zur Ver-
nichtung des zweiten Todessterns über
dem Mond Endor haben die beiden viel
Zeit zum Überlegen, ob das, was das Impe-
rium und Lord Vader so alles anstellen,
denn auch seine Richtigkeit hat. Sie mer-
ken es schon: Irgendwann packt beide das
schlechte Gewissen und sie schlagen sich
»Ressourcen-Manage-
ment fehlt fast völlig.«
54 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
auf die Seite der Rebellen. Das alles pas-
siert parallel zur Handlung der drei Filme.
Kein Wunder: Wo haben Sie schon in Epi-
sode 4 bis 6 großangelegte Bodenschlach-
ten erlebt? Richtig, es gibt eine Ausnahme:
Der Kampf um den Eisplaneten Hoth. Star-
Wars-Historiker brauchen
keine Befürchtungen zu
hegen: Alles läuft so, dass
es nicht mit der Filmhand-
lung konkurriert.
»Die Filmhand-
lung wird
nicht berührt.«
Wie geht denn das?
In Force Commander kommandieren Sie
imperiale Kräfte und welche der Allianz. 24
Einzelspieler-Missionen führen Sie nach
Tatooine, Kessel, auf die tropische Regen-
wald-Welt Yahin und nach Abridon, wo
Grassteppen vorherrschen. Insgesamt gibt
es mehr als 50 verschiedene Einheiten und
Gebäude, darunter bekannte wie die Spee-
derbikes, Snowspeeder, AT-ST- und gewal-
tige AT-AT- Kampfläufer oder Raumschiffe
wie TIE-Bomber oder Y-Wings. Aber auch
neue Fahrzeuge wie Rebellenpanzer und
Ein-Mann-Walker finden sich im Spiel.
Für Mehrspieler-Freunde stehen neben
den Solo-Leveln zusätzliche 27 Karten zur
Verfügung, und maximal vier Leute kön-
nen über ein Netzwerk
oder das Internet an einer
Runde teilnehmen. Wie
immer bei LucasArts bie-
tet sich als Treffpunkt die
Microsoft Internet Gaming
Zone (www.zone.com) an. Übrigens kön-
nen Sie auf einer beliebigen Karte auch
gegen bis zu drei Computer-Gegner spie-
len - eine Mehrspieler-Simulation ohne
Menschen.
Auf Ressourcen-Management verzich-
ten die Programmierer fast völlig: Es ist
nicht nötig Sammler loszuschicken, die mit
irgendetwas beladen zurückkommen, was
dann womöglich auch noch raffiniert wer-
den muss. Stattdessen bestellen Sie ein-
fach Nachschub beim im Orbit krei-
senden Transporter. Damit Sie nicht
simplerweise jede Menge Material
ordern, auf das Versorgungsschiff
warten und dann marodierend über
die Karte marschieren und alles
plattmachen, gibt es selbstver-
ständlich Zügel. Diese bestehen in
den sogenannten Kommando-
Punkten, die praktisch die Währung
darstellen und bestimmen, wie
viele Einheiten Sie anfordern.
Auch Nachtkämpfe stehen auf dem Eispla-
neten Hoth an. Hier räuchern Sie gerade
ein Rebellennest aus.
Was muss ich
eigentlich machen?
Diese Punkte erhalten Sie, wenn Sie
beispielsweise ein Missionsziel
erfüllen, Basen bauen, Gegner ver-
nichten und möglichst wenig Fahrzeuge
gleichzeitig auf der Karte haben. Das Ver-
schwenden von Kommando-Punkten
kommt Sie also gleich doppelt teuer zu
stehen, denn Sie haben sie nicht nur für
überflüssiges Zeug ausgegeben, sondern
Kleine Bauten- und
Einheitenkunde
Kein Echtzeit-Strategical, das etwas
auf sich hält, ohne Gebäude: Hier
zeigen wir Ihnen einige Bauwerke
und Einheiten.
Von hier aus befeh
ligen die imperia-
len Schergen ihre
Truppen.
Auch die Rebellen
haben eine zentra-
le Kommandoba-
sis, die allerdings
nicht ganz so
schick aussieht.
Gegen fliegende
Ärgernisse hat das
Imperium diese
wunderschöne
Kanone, die Fans
schon aus dem
Todesstern kennen
Die Rebellen verfü-
gen über diese
Doppellafette, das
den Geschütztür-
men von Hoth
ähnelt.
Mit dieser schicken
Transportfähre
transportieren die
Rebellen ihre Ver-
wundeten ab.
Nicht nur aus
Sternenschiffen,
sondern auch vom
Boden heben
imperiale Jäger ab
- etwa von diesem
Flughafen.
PC PLAYER APRIL 2000 55
PREVIEW
Aus Alt mach Neu
Irgendwann im letzten Jahr entschieden
sich die Designer bei LucasArts, nicht mit
der angestaubten Original-Optik fortzu-
fahren und überlegten sich, mit derartiger
Nostalgie kann nur noch Westwood
Spiele verkaufen. Doch die Neuerungen
sind umfassender:
3D-Optik
LucasArts dachte zwar schon früher
daran, die Grafik mit 3D-Beschleunigern
aufzuwerten, dennoch sah das alles
doch sehr nach bekannter Kost aus
»C&C« und »Starcraft« aus. Daher sind
nun alle Objekte komplett dreidimensio-
nal dargestellt, die Kamera ist außer-
dem frei positionierbar.
Einheiten
Waren im Original noch über 100 Ein-
heiten geplant, werden es nun nur noch
rund 40 sein - aber keine Panik, alles
aus den Filmen bekannte Kriegsmaterial
wurde eingebaut: Vom Y-Wing über
Speederbikes bis hin zu AT-AT-Kampf-
läufern ist alles vorhanden.
Ressourcen
Zunächst sollten Sie, je nach Planet, auf
dem Sie gerade hausen, auch mit
Gütern haushalten. Auf Tatooine wäre
dies etwa Wasser gewesen, während
es auf dem Planeten Kessel gegolten
hätte, Gewürze abzubauen. Dieser
Punkt fällt nun völlig flach, stattdessen
bauten die Designer ein Kommando-
Punkte-System ein. Je nach Ihrem
Abschneiden erhalten Sie Punkte, für
die Sie schöne Sachen kaufen können -
ähnlich wie bei »Panzer General«.
n'-*t
Die alte Optik zeigte das Geschehen aus
einer isometrischen Perspektive mit vor-
berechneten Einheiten.
Mittlerweile sind alle Objekte komplett
dreidimensional, ebenso das Terrain. Das
ermöglicht eine bessere Übersicht.
ü ® S
^ö
Auf Tatooine machen Ihnen - neben den Rebellen - herumwirbelnde Sand-
schwaden das Leben schwer.
bekommen für den nächsten Level dann
auch noch weniger Punkte.
Ziel der Missionen ist natürlich eben-
falls, alle Gegner zu zerbröseln, aber oft ist
Köpfchen gefragt: Wie bringe ich meine
Schutzbefohlenen unauffällig an den
feindlichen Linien vor-
bei? Wie nehme ich
eine bestimmte Person
fest? So tauchen Cha-
raktere wie Luke Sky-
walker und Darth Vader
im Spiel auf, die bestimmte zusätzliche
Fähigkeiten besitzen, aber dafür auch
unbedingt beschützt werden müssen - ein
derartiges Prinzip ist ja schon aus »Com-
mand & Conquer« bekannt.
Zuweilen erhalten Sie Unterstützung
von dritten Parteien wie den Ewoks oder
Sandleuten, die Sie irgendwie für sich
gewinnen müssen.
Und wie sieht
das jetzt aus?
Die komplette Darstellung
ist dreidimensional gehal-
ten, eine halbwegs poten-
te Beschleunigerkarte
sollten Sie dafür schon
haben. Die Ansicht wäh-
len Sie nach Wunsch aus:
Für »normale« taktische
Überlegungen schauen
Sie sich das Geschehen
einfach aus größerer
Höhe und leicht schräg
an. Sie können die Kame-
ra aber auch an einer
bestimmten Einheit be-
festigen, wodurch die
Perspektive immer auf
»Die komplette
Darstellung ist
dreidimensional«
diesem AT-ST oder was auch immer zen-
triert wird; das übliche Vorgehen bei Echt-
zeit-Strategiespielen. Um jedoch eine
Schlacht wirklich zu erleben und mitten-
drin zu sein, wechseln Sie auf die Oberflä-
che und sehen so den Kampf aus der
Ansicht der Teilnehmer.
Schicke Farbeffekte,
Explosionen und detail-
lierte Texturen machen
das alles zu einer opti-
schen Pracht. Die Story
wird neben den Ereignissen in den eigent-
lichen Missionen mit einer guten Viertel-
stunde an vorgerenderten Zwischense-
quenzen fortgeführt.
Also, wir hoffen mal auf die Macht und
das Wohlwollen der Jedi-Ritter, dann fin-
den Sie in der nächsten Ausgabe den
schon lange versprochenen Test zu Force
Commander, (mash)
Hier muss das Imperium eine üble Schlappe einste-
cken: Bodentruppen der Rebellen haben einen der
fast unbesiegbaren AT-AT zerstört.
56 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
Heart of
Stone
N
Ein Strategiespiel ohne
Einheiten, ein Adven-
ture ohne Inventar und
ein Rollenspiel ohne
Erfahrungsstufen, das
klingt doch originell ...
ach dem Stra-
tegie-Hit
»Commandos«
haben die Pyro
Studios noch andere
heiße Eisen im Feuer.
Beim Strategie-Adven-
ture-Mix »Heart of Stone«
macht sich ein Student im
16. Jahrhundert auf die
Suche nach den Mördern
i seines Onkels.
Dabei reist er unter
anderem nach Frank-
reich, Spanien, Rhodos,
Nordafrika oder Rom
und absolviert ungezählte Kämpfe gegen
seine zahlreichen Feinde. Im Lauf des
Spiels soll er bis zu sechs weitere Kame-
raden zur Mitreise einladen können
- und das ist auch sehr wichtig. Schließ-
lich gibt es kein Inventar für Gegenstän-
de. Vielmehr müssen die verschiedenen
Fähigkeiten der Team-Mitglieder zur
Lösung der Rätsel genutzt werden. Dabei
SPIELFAKTEN
■ Hersteller: Pyro Studios/Eidos
■ Genre: Strategie-Abenteuer
■ Termin: 1. Quartal 2001
■ Besonderheiten: Mix aus Stra-
tegie-, Action- und Rollenspiel ■ 3D-
Grafik ■ Angesiedelt im 16. Jahrhun-
dert ■ Schauplätze in Europa, Nord-
afrika und dem Nahen Osten ■ Kein
Inventar ■ Keine Erfahrungsstufen
handeln die Mitstreiter stets ihrer Per-
sönlichkeit entsprechend. Es gibt keine
Magie, nur Logik. Gespräche mit ande-
ren Personen sollen zudem wichtige Hin-
weise liefern. Pyro bezeichnet Heart of
Stone als Strategiespiel mit Adventure-
Elementen. Wir konnten uns mit einem
der beiden Projektleiter nicht nur über
dieses Thema unterhalten, (tw)
Auch in Innenräumen gibt es Aus-
einandersetzungen.
Interview mit Ignacio Perez Dolset
Ignacio Perez Dolset,
Pyro-Mitbeg runder.
PC Player: Vieles
bei Heart of Stone
erinnert an ein Rol
lenspiel - warum
sträubt Ihr Euch
denn gegen diese
Bezeichnung?
Ignacio Perez
Dolset: Ganz ein-
fach, weil es kei-
nes ist. Es gibt
keine Erfahrungs-
punkte oder Charakterent-
wicklung und kein Inventar.
Die Charaktere selbst sind der
Schlüssel zur Problemlösung.
PC Player: Was war zuerst
da: die Idee zu diesem unge-
wöhnlichen Spielprinzip oder
der Plan für das Szenario im
16. Jahrhundert?
Dolset: Eindeutig die Idee für
das Spielprinzip -
ähnlich wie bei
Commandos. Wir
wollten ein Spiel
schaffen, bei dem
die einzelnen Cha-
raktere selbst für
den Spielverlauf
entscheidend sind.
konstruieren. Zudem kann
sich der Spieler mit einem
realen Hintergrund besser
identifizieren.
Dolset: Jede Technologie hat
ihren optimalen Einsatzbe-
reich, manche Dinge kann
man besser mit 3D machen,
bei anderen sollte man lieber
konventionelle Darstellungs-
methoden wählen.
PC Player: Warum
haben sämtliche
Pyro-Titel bislang einen histo-
rischen Bezug und sind nicht
im Science-Fiction- oder Fan-
tasy-Bereich angesiedelt?
Dolset: Ganz einfach: Wir
entwickeln die Spiele, die wir
selbst gern spielen möchten.
Die Menschheitsgeschichte
ist voll mit interessanten The-
men - warum soll man da
etwas Fremdartiges künstlich
PC Player: Habt Ihr jemals
darüber nachgedacht, die
Commandos-Engine für ein
Szenario außerhalb des Zwei-
ten Weltkriegs zu verwenden?
Dolset:
Zunächst: es
wird kein
commandos mandos 3 geben.«
PC Player: Ist es eigentlich
schwer, hier in Spanien genü-
gend fähige Designer und
Programmierer aufzutreiben?
»Es wird kein Com-
3 geben.
Möglicherweise werden wir
jedoch die Engine und Regeln
für ein völlig anderes Spiel
weiterverwenden.
PC Player: Gehört 3D, wie
bei Heart of Stone, wirklich
die Zukunft?
Dolset: Es ist schwer, Leute
aus anderen Ländern nach
Madrid zu locken, obwohl die
Lebensqualität hier hoch ist.
Aber da wir hier der einzige
wichtige Spiele-Entwickler
sind, klopfen spanische Talente
zunächst bei uns an.
PC PLAYER APRIL 2000 57
PREVIEW
Star Wars: Episode 1
Obi-Wan
SPIELFAKTEN
Das wohl beste Spiel zum letzten Star-Wars-
Film wird ein 3D-Shooter - und wir haben
erste Bilder!
■ Hersteller: LucasArts/THQ
■ Genre: 3D-Actionspiel
■ Termin: 3. Quartal 2000
■ Besonderheiten: Verstärkter
Einsatz von Lichtschwert und der
Macht ■ Erster 3D-Shooter im Episo-
de-1 -Universum ■ Motion-Capturing
mit Original-Darstellern
Seit der letzten E3 im Sommer
1999 warten Fans auf der gan-
zen Welt gespannt auf »Obi-
Wan«, dem Nachfolger zu »Jedi
Knight«. Und allem Anschein nach hat das
Spiel das Zeug dazu, dieses Erbe auch
würdig anzutreten.
Der Letzte wird
der Erste sein
Wir erinnern uns:
Pünktlich zum Film-
start im Mai 1999 von
»Star Wars: Episode
1« standen gleich zwei Umsetzungen in
den Geschäften. »Racer« war ein Gleiter-
Rennspiel, in dem Sie einen der Pod
Racer steuerten - die vom Wagenrennen
aus »Ben Hur« inspirierte Szene war
ohne Frage einer der Höhepunkte des
»Alle bekannten
Übelgegner
sind vertreten.«
Streifens, wenn nicht der span-
nendste Abschnitt. Trotzdem
ging es hier nur um einen ein-
zelnen Teil von Episode 1.
Das Action-Adventure »Die
dunkle Bedrohung« umfasste
im Gegensatz dazu fast die
gesamte Handlung des Films.
Leider wirkte
es hastig hin-
geschludert, weder
Abenteuer- noch Ac-
tion-Elemente konnten
überzeugen. So hungert
eigentlich die gesamte Spielerfraktion
rund um dem Globus nach einer ver-
nünftigen, spannenden Versoftung der
Erlebnisse von Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn
und natürlich seines gelehrigen Schülers
Obi-Wan Kenobi.
In üblen Spelunken hilft oft nur noch der
beherzte Einsatz des Lichtschwerts.
Benutze die Macht, Obi-Wan!
Wie in Die dunkle Bedrohung sucht Obi-
Wan Orte aus der Filmhandlung auf. Darun-
ter sind etwa der Wüstenplanet Tatooine,
wo er erstmals Anakin Skywalker trifft oder
Coruscant. Auf dem späteren Machtsitz des
bösen Imperiums sind ebenfalls einige
Abenteuer zu bestehen, genauso wie in
Theed, Hauptstadt des Planeten Naboo und
Heimat von Prinzessin Amidala.
58 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
Durch Schutzschirme gesicherte
Droidekas bedrohen ebenfalls die
Mission des jungen Fast-Jedi.
Trotz der hier gezeigten Screenshots soll
das Programm ein First-Person-Shooter
werden, der also aus der Ich-Perspektive
gezeigt wird. Inwieweit die Außenkamera
eine Rolle spielt, war noch nicht zu erfah-
ren. Es stellt sich auch die Frage, wie Sie
Jedi-Sprünge visuell erleben werden - prin-
zipiell würde dem Spieler bald schlecht
werden, wenn sich die Ansicht ständig um
mehrere Achsen dreht. Unsere Vermutung
zielt daher darauf ab, dass die Optik sich bei
Sprüngen genreüblich nur
in der Höhe ändert.
Auch wenn viele Ele-
mente an Jedi Knight
erinnern werden, sollen
bei Obi-Wan spezielle Fertigkeiten noch
stärker zum Zuge kommen als etwa noch
bei »Mysteries of the Sith« (der Zusatz-CD
für Jedi Knight). Die Fähigkeiten, die dem
Protagonisten durch die Macht verliehen
werden, umfassen etwa den »Force
Jump«, mit dem Sie höher und weiter
springen oder den »Force Pull«, der dazu
dient, Gegner festzuhalten. Wir glauben
außerdem, dass Sie nach entsprechendem
Training telekinetische Kräfte dazu benut-
zen können, Ihre Gegner wegzustoßen,
wie von Obi-Wan im Film auf dem Raum-
schiff der Handelsföderation vorgeführt.
»Sehr gutes
Spiel-Design.«
So kennen wir Obi-Wan: Im Kampf zusammen mit Qui-Gon Jinn gegen
Darth Maul in Episode 1: Die dunkle Bedrohung.
Mehr Wert legen die Designer auch auf
das Lichtschwert. Was Sie damit allerdings
genau anstellen (außer feindliche Blaster-
schüsse abwehren), verrät LucasArts noch
nicht. Klar ist aber, dass alle bekannten
Übelgegner ihren Auftritt
bekommen, darunter die
entenschnäbligen Kampf-
droiden, die Droidekas (rol-
lende, schwer bewaffnete
Roboter unter Schutzschirmen) und
Schwebepanzer der Handelsföderation.
Grafik über alles?
In der Vergangenheit hat LucasArts bewie-
sen, dass die Stärke der Spieleschmiede
weniger im letzten Ausreizen jeglicher ver-
fügbarer Hardware und einer Unterstüt-
zung auch des ominösesten Grafikchips
liegt - dieses Feld hat id Software klar im
Griff. Vielmehr wollen die Verantwort-
lichen traditionsgemäß für sehr gutes
Spiel-Design sorgen. Auch Mysteries of
the Sith war nicht gerade ein Meilenstein
Theeds Architektur wird recht exakt reproduziert.
Obi-Wan schlägt sich nach Theed,
der Hauptstadt des Planeten
Naboo, durch.
Kampfbereit: Das Lichtschwert
wird eine deutlich größere Rolle
spielen als noch in Jedi Knight.
in punkto 3D-Optik. Dafür gab es sehr
große Räume und offene Örtlichkeiten, die
damals erst durch Epic Megagames'
»Unreal« übertroffen wurden.
In Obi-Wan können Sie daher ebenfalls
mit weitläufigen Spiel-Arenen rechnen:
Theed etwa mit seiner einzigartigen Archi-
tektur oder Coruscant, dessen Straßen-
schluchten hunderte Meter tief sind.
Sicher ist zudem, dass mit den Original-
Darstellern Motion-Capturing-Auf nahmen
durchgeführt wurden. Die Spielfigur wird
also den Bewegungen Ewan McGregors
entsprechen.
Der Veröffent-
lichungstermin soll-
ten Sie übrigens eher
als Hausnummer ver-
stehen. Die Vergan-
genheit hat gezeigt,
dass LucasArts mo-
natelang nichts über
Produkte verrät, die
dann urplötzlich
komplett fertig und in
der Schachtel ver-
packt auftauchen
- lassen Sie sich
überraschen, (mash)
PC PLAYER APRIL 2000 59
PREVIEW
Need for Speed
Porsche
Gut, besser, Porsche? Eine spiel-
bare Früh-Version ermöglichte es
uns, diese Aussage ersten empi-
rischen Tests zu unterziehen.
Über den Wolken, muss
der Porsche wohl gren-
zenlos sein ... Der
Alpenkurs führt diese
91 1er-Modelle aus den
70er Jahren auf jeden
Fall hoch hinaus.
SPIELEFAKTEN
■ Besonderheiten: Verbesserte
Fahrphysik ■ Porsche im Wandel der
Zeit ■ Keine Rundkurse mehr, sondern
Etappen wie im 1 . Teil ■ Karriere als
Testfahrer möglich
■ Hersteller: Electronic Arts
■ Genre: Rennspiel
■ Termin: April 2000
Der alte Ferdinand Porsche hat
sich sein Leben lang geweigert,
andere Autos zu bauen. Der
bekannte Komiker Seinfeld
fährt überhaupt keinen anderen Wagen
und versucht, alle Modelle in seiner sehr,
sehr großen Garage zu sammeln.
Auch Electronic Arts hat die Zugkraft
dieses Gefährts erkannt und bringt des-
halb ein gleichnamiges Spiel heraus. Der
Autor dieser Zeilen hat leider keine eige-
nen Erfahrungen mit den echten Flitzern,
outet sich hiermit jedoch als bekennender
Porsche-Fan. Bezüglich des Spiels gelten
aber natürlich sachlichere Maßstäbe. Da
wollen zunächst einmal die Unterschiede
zu den Vorgängern und sonstige Charakte-
ristika herausgefunden werden.
Die Porsche-Menüs sind schon mal in
gewohnter »Need for Speed«-Qualität. Auf
einer Drehscheibe räkeln sich bislang etwa
15 Zuffenhausener Sportwagen. In der
endgültigen Version
sollen es über 80 wer-
den! Ein besonderer
Gimmick ist diesmal,
dass Sie - wie bei einem Modellauto -
Türen, Motorhaube und Kofferraum auf-
klappen können. In der endgültigen Ver-
sion können Sie Ihren Wagen auch mit
»80 mal Porsche
- wie geht das?«
Straßenstaub (links im Bild) kann
sich als ernsthaftes Sichthindernis
entpuppen.
allem möglichen Quark verbessern und
professionellen Autotunern Konkurrenz
machen.
Motor an
Porsche-Verächter werden ausrufen: »80
verschiedene Modelle, wie das! Porsche
hat doch außer dem 911 kaum andere
Autos gebaut.« Dazu drei Anmerkungen.
Zum einen stimmt das nicht. In 50 Jahren
Automobilgeschichte fertigte der Porsche-
Clan eine ganze Reihe von Modellen an, die
sich ihren Platz im Auto-Olymp redlich ver-
dient haben. Wie der kleine 356 (mit ihm
ging es richtig los), der mit Müh und Not
130 km/h erreichte. Zum
Porsche der kleinen
Leute mit artverwand-
tem Geldbeutel avan-
cierte der 924. Was man vom 959 nicht
gerade behaupten kann: Lediglich 200
Stück wurden hergestellt und der Renner ist
heutzutage nicht mehr für unter zwei Millio-
60 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
B— i
7
nen Mark zu haben. Mit all diesen Varian-
ten dürfen Sie rechnen.
Zum zweiten hat sich Porsche schon
immer im Rennsport engagiert. Legen-
där wurde zum Beispiel der 917k, der in
der Can-Am-Rennserie von 1969 bis
1971 von Sieg zu Sieg eilte. Er galt als
unbesiegbar, bis die Konkurrenz in einer
Verzweiflungstat extra seinetwegen das
Reglement ändern ließ - wodurch er
ausgeschlossen wurde. Laut Pressespre-
cher von Electronic Arts
wird uns dieser Schrecken »ScHiGT II II"
der Rennstrecke ebenfalls
zur Verfügung stehen.
Zum dritten hat Porsche
über die Jahre hinweg eine kontinuierli-
che Modellpflege betrieben. Allein in
unserer Schmalspur-Version gab es
schon acht verschiedene Ausgaben des
911ers. Zählt man alle denkbaren Varian-
Hier ein Beispiel für eine Weg-
gabelung, die sich nun auf fast
allen Strecken befinden.
ten zusammen, könnten leicht noch mehr
Fahrzeuge dargestellt werden.
besiegbar.«
Und Vollgas
Die offizielle Zusammenarbeit mit Zuf-
fenhausen hat sich beim Fahrverhalten
deutlich ausgewirkt. Schon die Unter-
schiede zwischen dem 911 S des Jahres
1972 (2.4 Liter) und der Version von 1995
(Turbomotor, 3.6 Liter) sind
gigantisch. Das merkt man
schnell, wenn man mit bei-
den Wagen eine Testfahrt
auf ein und derselben Stre-
cke unternimmt. Beim 72 Modell wird
klar, warum der alte 911er den Beina-
men »Heckschleuder« erhalten hat. In
jeder zu schnell gefahrenen Kurve bricht
der Hintern fast ohne Vorwarnung aus
und nur Profis werden den Wagen ohne
Unfall auf der Strecke halten. Ganz
anders die neuere Variante, die bei
gleicher Geschwindigkeit problemlos
auch durch das kurvenreichste Ge-
schlängel der Pyrenäen getrieben wer-
den kann. Moderneres Fahrwerk, besse-
rer Schwerpunkt und all diese Kleinig-
keiten, die Ihnen ein richtiger Ingenieur
noch besser erklären kann, machen
eben durchaus Sinn.
Des Weiteren hat der alte 911 sicher
schon eine gute Beschleunigung. Im Ver-
gleich zur geballten Wucht des 95er- ->
Die abwechslungsreichste Strecke führt
durch den Schwarzwald. Sie bietet jede
Menge fürs Auge - sofern man nicht gar
zu schnell fährt.
:z, ' | t^wgggs^
PHR?
— „ X. * - - fe- ~g
M
"¥ ; \_. V*
m
Diese Brücke wird nach circa 25 Sekunden
erreicht. Unser Fahrzeug ist übrigens der
klassische 91 1 er (Jahrgang 1 995) mit 3,6
Liter Turbo-Power.
Der Lemke-Holzplatz. Neben den abgestell-
ten Lkws sollten Sie hier auch auf die rut-
schigere Straße (Holzsplitter!) achten.
jPWfe
Ein malerisches Schwarzwald-Dörfchen
inklusive der typischen Fachwerkhäuser.
Noch über 200 Kilometer bis nach München
(stand jedenfalls auf 'nem Schild).
PC PLAYER APRIL 2000 61
PREVIEW
Need for Speed Porsche
Karriere als Testfahrer
■
enTernam«; | Steffi
|SELECT YOUR PHIVEH:
S
U
Eine echte Neuheit ist die Möglichkeit, als
offizieller Testfahrer für Porsche zu arbeiten.
Hierzu müssen Sie sich zuallererst ein Por-
trait aussuchen.
'£)
Zu Beginn noch einfache Aufgaben dienen
vor allem dazu, sich an das zuweilen diffizile
Fahrverhalten eines Porsches zu gewöhnen.
Hey there kid. welcome to the team. Im Rolf and
J am the Test Driving Supervisor for tfie Porsche
Test team. Youre going to meet someof theotfter
test drivers here. Thev mi Qht bea littletougti
on you because you are new dont worry, tiiey II
warm np to you eventually, Show them what you are
made of and have tun out there.
Rolf leitet das Team, dass außer einigen
Fahrern auch aus Mechanikern und ande-
rem Personal besteht. Für jede Mission hat
er ein paar Tipps parat.
Nach jedem Test wird Ihre Fahrt in einem
Video noch mal abgespult. Hilfreich, wenn
Sie Ihren Stil und eventuelle Fahrfehler ana-
lysieren wollen.
Der 914 (der VW-Por-
sche) wurde vor allem
durch sein gutmütiges
Flugverhalten bekannt.
-> Modells ver
kommt seine Kraft
aber zu einem Nichts
Insbesondere in der
Cockpit-Perspektive (sehr schön wirkt
dort auch das aggressiv-sonore Schnur-
ren des Motors) tritt der 3.6-Liter-Turbo-
Onkel dermaßen aufs Gas, dass einem
schier Hören und Sehen vergehen will.
Auf den Flügeln des Sturmwinds reitet es
sich nicht spektakulärer.
Schon klasse, wie Electro-
nic Arts diese Unterschiede
herausgearbeitet hat.
»Sturmwind-
Symphonie.«
Im Blutrausch der
fehlenden Sitzpolster
Eine ständige Klage der letzten Jahre
- warum immer nur blöde Rundkurse? -
gehört der Vergangenheit an. Man fährt
jetzt auf zehn völlig unterschiedlichen
Etappen, die manchmal zwei oder sogar
drei Abzweigungen anbeiten. Im Grund-
satz sieht das etwa so aus, dass Sie zur
linken Hand der breiten Landstraße folgen
können, die einen Umweg nimmt, und zur
rechten den Pfad durchs alte Tunnelwerk
wählen. Der ist schmaler, dunkler und kur-
venreicher, aber auch viel kürzer.
Bei einigen Modellen ist uns die kurio-
se Cockpit-Perspektive aufgefallen.
Selbstverständlich soll sie noch geändert
werden, aber in ihrer jetzigen Art
macht sie überhaupt keinen Sinn
und wir fragen uns,
wie sie so über-
haupt entste-
hen konnte. Im
Boxter zum Bei-
spiel hocken Sie dermaßen
knapp über dem Boden, als wäre der Sitz
ausgebaut. Nur mit Mühe kann man das
Lenkrad ergreifen, von
der Straße sieht man
nichts mehr. Vielleicht
ein Hinweis auf einen
höhenverstellbaren Sitz, der sich in der
Preview-Version einen neckischen Scherz
mit uns erlaubt hat?
Motor aus, Schlüssel zurück
»Need for Speed 5« (auch wenn dieser
Titel offiziell nicht benutzt werden darf)
machte selbst in seiner jetzigen Verpa-
ckung schon erheblich Lust auf mehr. Der
Grund ist nicht allein in der luxuriösen
Ausstattung zu suchen, sondern in vielen
Details. Bessere Motorgeräusche und ein
erheblich anspruchsvolleres Fahrverhal-
ten erheben das Spiel zwar nicht in den
Rang einer Hardcore-Simulation, sind
aber ein deutlicher Schritt in diese Rich-
tung. Der Autor ist auf jeden Fall schon
sehr gespannt, (uh)
62 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
Praetorians
Die »Commandos«-
Entwickler haben ein
Faible für historische
Szenarien: Neben dem
Zweiten Weltkrieg
widmen sie sich jetzt
auch der Antike.
Schon mit ihrem Erstlingswerk
»Commandos: Hinter feind-
lichen Linien« setzten die Pyro
Studios Maßstäbe. Wer dach-
te, nach der Erfindung der Echtzeit-Spie-
le gäbe es keine echten Innovationen
mehr, wurde von den spanischen
Neulingen eines Besseren belehrt.
Nun wollen die Jungs
das Strategiespiel-Genre
erneut aufmischen. Über
70 Programmierer werkeln
mittlerweile an drei Projek-
ten und eines davon ist
»Praetorians«. Wie der Name schon
andeutet spielt der Titel im römi-
schen Weltreich. Dort waren die
Prätorianer einst die Elite-Einheit
des Kaisers. Doch keine Angst: Sie
müssen nicht Wachpläne für die
kaiserlichen Lustgärten ausarbei-
ten, sondern finden sich in der '
Rolle eines Feldherrn wieder, der
seine Legionen in den unter-
schiedlichsten Gegenden des
Imperiums in die Schlacht führt.
Im Auftrag Roms
Der Aufbau von Gebäu-
den und die Produktion
neuer Einheiten ent-
fällt, da sich das Spiel in
dieser Hinsicht an der
SPIELFAKTEN
■ Besonderheiten: Echtzeit-Strate-
gie mit 3D-Grafik ■ Keine Truppenpro-
duktion ■ Kein Gebäudebau ■ Histori-
scher Hintergrund ■ Kämpfe im gan-
zen römischen Weltreich
■ Hersteller: Pyro Studios/Eidos
■ Genre: Strategiespiel
■ Termin: 1. Quartal 2001
Die Belagerung
einer Stadt erfordert
viel Ausdauer und
Geschick.
' /* Ein namens-
gebender
Prätorianer.
Realität orientieren sol
Schließlich hat bisher kein
Feldherr selbst Fabrika-
tionsanlagen gebaut oder
frische Rekruten in speziel-
len Anlagen zusammenschrau-
ben können. Vielmehr kommt es
darauf an, die zur Verfügung ste-
henden Einheiten geschickt
einzusetzen. Sie kommandie-
ren nicht einzelne Soldaten,
'-¥ sondern immer feste
Trupps, die zudem in unter-
schiedlichen Formationen
durch das Gelände marschieren dürfen.
Eine Schildkröten-Formation bietet bei-
spielsweise Schutz gegen Angriffe, verrin-
gert jedoch die eigene Beweglichkeit.
In den Häfen legen Transportschiffe mit
weiteren Truppen an - auf Seeschlachten
wird jedoch bewusst verzichtet, da dieses
Element im Prinzip ein völlig eigenständi-
ges Spiel wäre, wie Projektleiter Javier
Perez Dolset betont. Zu den Aufgaben wird
auch das Erstürmen gegnerischer Städte
gehören - und die können sich sowohl auf
dem italienischen Stiefel, als auch in
Ägypten oder Gallien befinden.
±. ^
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&m}0&
1 v i^^HpB^'
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feg»
Auch nach Ägypten führen Sie
Ihre Legionen.
Bei Pyro ist man überzeugt, dass die
Spieler auch die 3D-Grafik akzeptieren
werden, zumal niemand gezwungen wird,
die Perspektive selbst zu ändern. Bei der
ersten Vorführung wirkten die Landschaf-
ten und Siedlungen in der Tat sehr anspre-
chend. Durch eine einfache, intuitive
Bedienung soll der Einstieg sehr leicht
gemacht werden. Haupttrumpf ist jedoch
das interessante historische Szenario - wie
der Erfolg von »Age of Empires« bewies,
scheinen vergangene Epochen die Men-
schen mehr zu faszinieren als sterile SF-
Roboterwelten. (tw)
64 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
Gunship!
Eine der erfolgreich-
sten Hubschrauber-
Simulationen be-
kommt Nachwuchs:
Steigen Sie in den
AH-64 und drei weite-
re Helikopter ein!
E
ines der bekanntesten Spiele von
Microprose dürfte »Gunship«
sein: Mitte der Achtziger erst für
den C-64, dann für Atari ST,
Commodore Amiga und schlussendlich für
den PC erschienen, war es hauptverant-
wortlich für den guten Ruf der Firma.
Nach »Gunship 2000«, dem ersten Spiel,
in dem Sie eine Staffel von Helikoptern
befehligten, kommt nun der dritte Teil der
Serie. Erst als »Gunship 3« betitelt, hört er
nun auf den Namen »Gunship!«.
Noch ist Polen nicht verloren
In nur wenigen Jahren bewirbt sich Polen
um die Mitgliedschaft in der NATO, die
auch prompt gewährt wird. Stante pede
regen sich verbohrte Nationalisten in der
ehemaligen Sowjetunion, gewinnen an
Einfluss, und es passiert, was passieren
muss: Die Russen marschieren in Polen
ein. Das können sich natürlich die westlich
angrenzenden Ländern nicht gefallen las-
sen, und schwups, haben wir den dritten
Weltkrieg. Auf russischer, amerikanischer
oder deutscher Seite greifen Sie nun ein.
Zwei Modelle des AH-64D-Kampfhub-
schraubers stehen im Hangar, die amerika-
nische und die britische Version. Außer-
dem können Sie den deutschen Tiger und
den russischen Mil Mi-28 Havoc fliegen.
Wie bei allen modernen Helikopter-Simu-
lationen kommandieren Sie eine Staffel,
SPIELFAKTEN
■ Termin: März 2000
■ Besonderheiten: Vier steuerbare
Hubschrauber ■ Action- oder simula-
tionslastig ■ Koppelbar mit »M1 Tank
Platoon« ■ »gläsernes« Cockpit
■ Hersteller: Microprose/
Hasbro Interactive
■ Genre: Flugsimulation
für deren Management Sie ebenfalls ver-
antwortlich sind.
Flugschein für alle!
Gemäß der neuen Marketing-Strategie
von Hasbro soll sich das Programm nicht
nur an die Hardcore-Fraktion richten, son-
dern an alle. Daher gibt es neben dem
Simulations-Modus auch eine Action-
Variante, in der weit-
aus mehr Ziele mit nie-
drigerem Intelligenz-
quotienten das virtuel-
le Schlachtfeld bevöl-
kern. Doch auch ge-
neigte Apache-Freun-
de brauchen nichts
zu befürchten: Auf
Wunsch funktionieren
die Waffen-Modi wie-
der realitätsnah und
auch der Hubschrau-
ber lässt sich wie ge-
wohnt steuern.
Das Spiel kann übrigens mit dem spä-
ter erscheinenden, vom gleichen Team
programmierten »M1 Tank Platoon!«
gekoppelt werden. Grafische Ähnlichkei-
ten sind also kein Zufall. Ein netter Einfall
ist das durchsichtige Cockpit, welches
Ihnen einen optimalen Ausblick ermög-
licht, aber trotzdem noch alle Instrumente
anzeigt, (mash)
Für die deutschen Fans: Der Eurocopter Tiger ist
ebenfalls dabei.
66 PC PLAYER APRIL 2000
us den spannet
i der Echtzc
elnden
j!yJj3üijiJUij Su
ris Taylor erfindet
nicht die besten
Genres - er verbes-
sert sie nur. Und
genau das haben er und sein
Team von Gas Powered
Games in Kirkland, Washing-
ton mit ihrem Debut-Titel
»Dungeon Siege« vor.
Bereits bestehenden Genres
frisches Leben einzuhauchen ist
nichts Neues für Chris Taylor.
Seit 15 Jahren ist er die treiben-
de Kraft hinter einer ganzen
Reihe von PC-Klassikern.
Im zarten Alter von 21 Jah-
ren gründete er Distinctive
Software (jetzt Electronic Arts
Kanada) und beteiligte sich an
zwei der ersten erfolgreichen
Accolade-Titeln, »Hardball 2«
und »Test Drive 2«. »4D
Boxing«, das nächste Spiel der
Firma, war eines der ersten
Programme, das Motion-Cap-
ture-Technologie benutzte
(Taylor sagt, er sei zu 90 Pro-
zent sicher, dass es das erste
war, und erzählt schmunzelnd:
»Wir arbeiteten damals mit
Tesafilm und Paketschnur.«).
Nachdem er an einer Reihe
anderer Baseball-Titel gearbei-
tet hatte, wandte er sich einem
völlig neuen Genre zu: der
Echtzeit-Strategie (RTS).
Wie Millionen anderer Spie-
ler verschlang Taylor »Com-
mand & Conquer« - nur um
festzustellen, dass es voller
Probleme steckte, die ihn end-
los nervten. »Ich war mir
sicher, dass Westwood alles
hinkriegen würde, worüber ich
mir Gedanken machte - Einhei-
ten, die beim Rückzug feuern
oder Terrain, das auf Beschuss
reagiert - aber sie haben nichts
davon eingebaut.«
Also packte Taylor seinen
Traum eines Echtzeit-Strategie-
Spiels an und ging damit zu
Ron Gilbert bei Humongous
Entertainment (bisher bekannt
für Kinderspiele wie »Putt-Putt
goes to the Moon«). Das Tref-
fen führte zur Gründung von
Cavedog Entertainment und
schließlich zur Veröffentli-
chung von »Total Annihilation«
(TA). 3D-Terrain brachte eine
zusätzliche taktische Kompo-
nente in die Schlachten, weil
etwa Einheiten von Höhenzü-
gen aus weiter schießen konn-
ten; Bäume ließen sich als
Deckung benutzen, aber gerie-
ten auch in Brand und zerstör-
ten so Fahrzeuge; herumflie-
gende Trümmer von Explosio-
nen verursachten Schäden an
Panzern; Einheiten, die einen
Kampf überlebten, gewannen
an Erfahrung - diese und ande-
re Features hievten TA in den
Olymp der RTS-Spiele.
Schmierter und Magie
Taylor verließ die Firma nach
diesem Erfolg, um Gas Pow-
70 PC PLAYER APRIL 2000
/ 77f
M
SPECIAL
!:««
Vi.
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Eine Schlacht entbrennt am Eingang der Zwergen-Goldmine. Achten Sie auf die unglaub-
lich akkuraten Schattenwürfe und die beeindruckenden Licht- und Partikeleffekte.
\
Ihre Party erreicht die
Stadt in der Hoffnung
herauszufinden, warum
die Krugs die Goldminen
eingenommen haben.
Nachdem Sie ein paar
Informationen aus der
Bevölkerung erhalten
haben, wäre es nützlich,
einen »Helfer« einzustel-
len, der Ihnen beim Tra-
gen der Beute hilft.
ered Games (GPG) zu grün-
den. Mit ihm gingen Jacob
McMahon und Bart Kijanka,
die eine große Rolle beim
Design von Total Annihilation
spielten. Erster Punkt auf
ihrer Tagesordnung: Ein Rol-
lenspiel, das genauso span-
nend wie TA werden würde,
sich aber einiger der lästigen
RPG-Konventionen entledigt.
»Wir finden alle Action-RPGs
weitaus aufregender als ein
traditionelles Rollenspiel, weil
man dort langsamer und
methodischer vorgehen
muss.«, bemerkt Taylor. »Also
dachten wir uns, dass es eine
tolle Idee wäre, die Intensität
und Spannung von Total Anni-
Eines der beeindruckendsten Features der Siege-Engine ist ihre Fähigkeit, massive, verti-
kale Kliffe darzustellen - perfekt, um einen Blick auf die Landschaft zu werfen oder mit
Fernwaffen anzugreifen. Scheint so, als ob unsere Party bald Gesellschaft bekäme ...
hilation mit einem action-orien-
tierten RPG zu verquicken
- Deine Truppe platzt in einen
Raum hinein, und Wham!, Kör-
per fliegen herum, Dinge fan-
gen an zu brennen, Gegner
schreien. Und hey, wir wissen,
wie wir das hinkriegen kön-
nen! Also, lasst uns die Genres
neu mischen.«
Diese Mischung aus Echt-
zeit-Strategie und Rollenspiel
wird natürlich Dungeon Siege
werden. Als Gas Powered
Games anfing, an dem Projekt
zu arbeiten, wurden drei
Hauptziele festgelegt. Der Titel
muss den Spieler schon beim
Intro komplett eintauchen las-
sen und so lange fesseln, bis
es vorbei ist. Zweiter
die Party mehrere Charakter^
umfassen, die alle unter der
Kontrolle des Spielers stehen,
um echte Rollenspiel-Atmo-
sphäre aufkommen zu lassen
- hier spielen dann auch die
Echtzeit-Strategie-Elemente
eine große Rolle. Und zuletzt
wollten die Designer ein
PC PLAYER APRIL 2000 71
Wir dachten uns, dass es eine tolle Idee
wäre, die Intensität und Spannung von Total
Annihilation mit einem action-orientierten
RPG zu verquicken. Und hey, wir wissen, wie
wir das hinkriegen können!
(Chris Taylor, Chefentwickler)
Eine Schlacht wie diese hier mag bald in ein Durcheinander ausufern, aber wenn's zu
hektisch wird, können Sie die Spielgeschwindigkeit reduzieren und es ganz anhalten,
um Befehle zu geben oder die Waffen zu wechseln.
offenes Charakter-System
schaffen, welches traditionelle
Bahnen der Weiterentwicklung
verlässt.
Taylor und Konsorten neh-
men ihre Vorgaben sehr ernst,
wichtig ist ihnen vor allem der
Punkt, den Spieler wirklich
vom allerersten Moment an in
den Bann zu ziehen. Dies ist
auch der Grund, warum man
am Anfang so gut wie nichts
über die Story erfährt. Fragen
Sie Taylor nach der Geschich-
te, und Sie erhalten ein
Lachen, gefolgt von der Ant-
wort: »Du bist in der Rolle
eines Helden, der die Welt ret-
ten muss. Bei Spielbeginn
wirst Du auf Deiner Farm ange-
griffen und hast keine Ahnung,
warum - alles was Du weißt
ist, dass ein Haufen Ork-ähn-
licher Viecher drauf und dran
ist, Dich zu töten.« Das macht
Sinn: Warum sollte man den
Bösewicht schon am Anfang
zeigen, wie er seine Schergen
herumkommanc
Technik, die bei den
»üblichen« RPGs sehr verbrei-
tet ist), wenn man den Spieler
doch im Ungewissen halten
kann?
Aber das größte Hindernis,
das einen davon abhält,
atemlos und mit offenem
Mund vor dem Computer zu
sitzen, sind - so Taylor -
Lade-Bildschirme. »Wenn ich
da so rumsitze und einen Bal-
ken ansehe, der von links
spiel.«, sagt er. »Ich mochte
aber in eine Welt eintauchen
und dort auch bleiben. Also
war es eins der Design-Ziele,
einen riesigen Fantasy-Kos-
mos zu erschaffen, durch den
man sich hindurchspielen
kann, ohne jemals darauf zu
warten, dass ein neuer Level
geladen wird. Wir sorgen für
nahtlose Übergänge zwi-
schen Innenräumen und der
Außenwelt - die Dächer ver-
schwinden einfach, wenn Du
in ein Haus gehst, oder wenn
Die Mächte der Finsten
Dungeon Siege wird
nichts weniger werden
als ein Rollenspiel mit
epischen Maßstäben,
und das umfasst ein
Bestiarium von Mon-
stern, die Ihnen auf
dem Weg durch die
gigantische Spielwelt
begegnen werden.
Selbst im frühen Ent-
wicklungsstadium sind
diese Feinde derart
Furcht einflößend, dass
wir schon nach unseren
Waffen greifen.
Igitttigitt,
ne! Dies
Kleiner Kopf,
aber große Klauen:
der Littlehead.
PC PLAYER APRIL 2000
SPECIAL
f
1
Vjt> ' / / \ \ \ i
1 ^
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^k
1 J
; '
HHH
Das Animationssystem von
Dungeon Siege benötigt keine
astronomisch hohen Polygon-
zahlen, um weiche Bewegun-
gen der Charaktere zu ermög-
lichen - eine feine Sache,
wenn man sich mal die Zahl
der gleichzeitig dargestellten
Charaktere ansieht!
Diese Idee ist eng mit der
gigantischen Größe der Dun-
geon-Siege-Spielwelt verban-
delt. »Wir wollen von dem fla-
chen Terrain weg, das man in
3D-Spielen sieht.«, stellt Taylor
klar. »Viele Spiele benutzen
heute einen Teppich aus Poly-
gonen, die gezogen werden,
um Hügel darzustellen - aber
Du wirst nie einen steilen
Abhang finden, weil es viele
technische Gründe gibt, die so
etwas ziemlich schwierig
machen. Unser Design-Ziel ist
ihängende,
Welt zu
erzeugen, in der man sich auch
vertikal bewegen kann - Du
gehst in eine Höhle, läufst run-
ter in die Tiefe, und gerade
wenn Du glaubst, dass Du
schon weit vorgedrungen bist,
wird Dir klar, dass Du gerade
mal zehn Prozent des Weges
zurückgelegt hast!«
Taylor verspricht echtes
Abenteuer-Feeling: »In der
Regel pendelt man nur zwi-
schen der Stadt und dem ört-
lichen Dungeon hin und her
- das übrigens zufälligerweise
Auch in den Konzeptzeichnungen achteten die
Designer schon auf die Möglichkeit, sehr steile Wände
in ihr Spiel einzubauen.
mittein, das dich denken lasst:
Mein Gott, ich bin wirklich weit
weg von zuhause!«
Sie sitzen am Hebel
Die Steuerung einer Party mit
fünf, sechs, sieben oder zehn
Leuten wirft ein paar Proble-
me auf - und da kommen die
Echtzeit-Strategie-Elemente
ins Spiel. Nach der Abwehr
des ersten Angriffs bekom-
men Sie die Gelegenheit,
Rüstungen können Sie
auch nach dem Kauf
wieder zurückgeben.
Sie ihnen aus brenzligen Situ-
ationen heraushelfen oder
ihnen (später) einfach Geld
zahlen. Sobald dies geschieht,
öffnet sich wegen der Optio-
nen, welche die RTS-Steue-
rung aufwirft, eine ganze
Reihe neuer Möglichkeiten.
Der erste Vorteil ist die einfa-
chere Handhabung: All die
üblichen RTS-Musterbeispiele
- Rahmen ziehen um Figuren zu
selektieren, Wegpunkte setzen,
Point-and-Click-Navigation -
sind Hunderttausenden von
Spieler schon längst in Fleisch
und Blut übergegangen.
Aber der wohl größte Vorteil
dieser Steuerung dürfte die
Möglichkeit sein, Ihre Party
aufzuteilen. Neben den offen-
sichtlichen taktischen Vorteilen
(nämlich die Gruppe im Kampf
aufzusplitten), können Sie
etwa einen Teil Ihrer Jungs voll
mit Beute beladen zur letzten
idt zurückschicken.
,>k
PC PLAYER APRIL 2000 73
Ein anderes Beispiel: Sie
sind sich nicht sicher, was hin-
ter der nächsten Anhöhe liegt?
Kein Problem - schnappen Sie
sich die Party-Mitglieder, die
am entbehrlichsten sind (Tay-
lor nennt sie übrigens gern
»Rothemden«, nach den
Sicherheitsleuten aus den
»Raumschiff Enterprise«-Clas-
sics, die dort immer ins Gras
bissen) und lassen sie die das
Terrain sondieren. Falls irgend-
was sein sollte, übernehmen
Sie sie einfach selbst.
Keine Grenzen
Wenn das GPG-Team ein Man-
tra hätte, würde es lauten:
Keine Grenzen. »Wir legen
besonderen Wert darauf, den
Spielern keine Begrenzungen
und Regeln aufzuzwingen - wir
wollen, dass er alles tun kann,
was er will.«, sagt Taylor. »Das
ist wichtig, denn wenn man
allzu viele Grenzen einbaut,
spielt jeder schlussendlich das
Spiel völlig gleich.«
Das ist auch der Grund,
warum Sie keine typische RPG-
Charakter-Generierung finden
werden - keine Fragen, keine
Auswahl der Skills Ihres Cha-
rakters, keine Erfahrungspunk-
te müssen vergeben werden,
nichts. »Du fängst mit einem
einzelnen Charakter an, männ-
lich oder weiblich, und dann
stellen wir Dich vor ein paar
Entscheidungen«, erklärt Tay-
lor. »Du findest eine magische
Schriftrolle, eine grobe Waffe,
Pfeil und Bogen - und so
formst Du Deinen Charakter.
Und ich glaube absolut daran,
Wir legen besonderen Wert darauf, dem
Spieler keine Begrenzungen und Regeln
aufzuzwingen - wir wollen, dass er alles tun
kann, was er will. Das ist wichtig, denn
wenn man viele Grenzen einbaut, spielt
jeder schlussendlich das Spiel
völlig gleich. (Chris Taylor, Chefentwickler)
_^0 -
Realistische Lichteffekte und eine komplett dreidimensionale Spielumgebung tragen
ihren Teil zum Spiel bei. Achten Sie auf die Säule in der Raummitte.
dass wir so ein Abbild des
Spielers erzeugen. Er soll keine
bewusste Entscheidung treffen
- sondern die für ihn interes-
santesten Gegenstände aussu-
chen.« Ein solches System
erreicht zwei Ziele: es erfordert
nicht das Durchklicken zahllo-
ser Menüs, Ihr Charakter ent-
wickelt sich »organisch« und
entspricht dank der Art der
Strukturierung der Spielattri-
bute Ihren Neigungen.
Alle Charaktere zeichnen
sich durch fünf Eigenschaften
aus: Stärke, Intelligenz,
Geschickli
Mana. Die er
eine direkte Verbindung zu
Ihren Skills: Die Stärke hat
einen wesentlichen Einfluss
auf Ihr Abschneiden bei
Schlachten, Intelligenz ist von
Interesse für Magier, und die
Alle Macht dem Volke!
Außer der Action und dem gut ausbalan-
cierten Spielgefühl sorgte eine Sache für
lang anhaltenden Spielspaß bei Total Anni-
hilation: Spieler konnten ihre eigenen Level
erstellen. »Bei Total Annihilation öffneten
wir der Internet-Spielergemeinde die Tür,
eigene Inhalte zu schaffen, und wir
machen das Gleiche mit Dungeon Siege -
aber in weitaus größerem Maße.«, sagt
Chris Taylor. »Du kannst unseren Siege-Edi-
tor nicht nur dazu benutzen, eigene Karten
zu generieren, sondern auch, um Dir eige-
ne magische Sprüche und Waffentypen
auszudenken. Unser System sorgt dafür,
dass der Transfer dieser Daten zu anderen
Spielern einfach und schnell ist.«
Gas Powered Games ging anders an ihren
Benutzer-Editor heran, der an Legosteine
erinnert. Die Siege-Engine besteht aus
einer Anzahl von Komponenten, die sich
Stück für Stück zusammenstecken lassen,
um eine ganze Welt von Anfang an aufzu-
bauen. »Du kannst die Teile sehr schnell
erstellen - Ich will ein Kliff, ich will ein Tal,
ich will einen großen Platz für eine Stadt,
ich will ein Schloss, in dem es einen Dun-
geon gibt - und in erstaunlich kurzer Zeit
kannst Du eine sehr große Karte
zusammenbauen«, sagt Taylor.
Als das GPG-Team uns Dungeon Siege vor-
führte, zeigte es eine große Karte, die einer
der Künstler in der vorhergehenden Nacht
innerhalb von zwei Stunden gemacht hatte.
Und weil der Siege-Editor in der Lage ist,
Objekte auf einer vertikalen Ebene realis-
tisch handzuhaben, ist Taylor davon über-
zeugt, dass man damit »das Empire State
Building bauen kann - mit richtig funktio-
nierenden Fahrstühlen!«
Vielleicht noch aufregender als das wunder-
voll einfache Level-Design-Tool sind die
Spruch- und Waffen-Möglichkeiten, die im
Siege-Editor eingebaut sind. Indem man in
die textbasierten Dateien springt, die Aus-
sehen und Effekte der Sprüche und Waffen
definieren, können die Spieler nach Lust
und Laune einen neuen grafischen Effekt
für einen existierenden Spruch erzeugen -
so kann man beispielsweise einen transpa-
renten, kreisenden Ball um den bereits
bestehenden Feuer ball hinzufügen und ihn
Feuerblitze auf ein ausgesuchtes Ziel
schleudern lassen - oder einen komplett
neuen Spruch erzeugen.
74 PC PLAYER APRIL 2000
Eine Krug-Patrouille greift
die Party an. Daneben geht
es übrigens ziemlich tief
runter ...
um ein neues Schwert oder sen zu müssen, weil Sie nicht
Rüstung zu kaufen. Also zahlen mehr genug Platz im Inventar
Ein Kämpfer, der ab und zu Sie mit schwerverdientem hatten, werden Sie Dungeon
Magie benutzt, wird ein Geld, der Gegenstand taucht in Siege lieben: hier gibt es näm-
Kampf-Magier und umgekehrt. Ihrem Inventar auf- und Ihnen lieh Packesel.
Das mag sich unbedeutend wird klar, dass Sie eigentlich
anhören, aber: Wenn Sie Ihren etwas anderes kaufen wollten. Wir treffen
Magier nie kämpfen und so Tja, das ist ziemliches Pech, Ulis im Dwifjeon
seine Stärkepunkte steigern denn die Rüstung, die Sie Eine derart präzise Kontrolle
lassen, können Sie in Schwie- genau zehn Sekunden lang über Computer-Charaktere ist
rigkeiten geraten, wenn plötz- besitzen, ist jetzt nur noch die eine feine Sache, doch jeder
rigkeiten geraten, wenn plötz- besitzen, ist jetzt nur noch c
lieh eine Horde Skelett-Krieger Hälfte wert! Dieses Design f
RPG-Fan wird Ihnen sagen,
dass keine noch so tolle Neue-
rung ein Spiel mit oder gegen
Kein Geschäft ist endgültig, bis andere Leute im Internet
Sie den Laden verlassen schlägt. Dungeon Siege
auftaucht und Sie nur Heilsprü- den Sie in fast jedem RPG, dass keine noch so tolle Neue-
che auf Lager haben! aber nicht in Dungeon Siege: rung ein Spiel mit oder gegen
Noch interessanter ist Kein Geschäft ist endgültig, bis andere Leute im Internet
jedoch der richtige Mana- Sie den Laden verlassen schlägt. Dungeon Siege
Haushalt. Jeder Charakter hat haben, und selbst dann gibt es erlaubt Spiel-Modi, in denen
eine »Mana-Aufnahme-Rate«, eine Garantiezeit, in der Sie Sie mit- oder gegeneinander
die bestimmt, wie schnell sie den vollen Kaufpreis zurücker- antreten. Sie können das Sin-
Mana aus ihrer Umgebung stattet bekommen. Und wenn gle-Player-Spiel mit mehreren
aufsaugen können. Und darauf Sie es schon immer gehasst Teilnehmern absolvieren oder
sollten Sie immer achten, haben, irgendwas liegen las- auf kleineren Karten bestimm-
wenn ein neues Mitglied Ihrer
Party beitritt. So könnte sich
beispielsweise jemand, den
Sie nur mitnehmen, um all Ihr
Zeug herumzuschleppen, bei
einer entsprechend hohen
Rate zu einem Magier mau-
sern, der unglaublich stark ist.
Was eigentlich noch cooler ist:
Sie können das Mana benut-
zen, um einem Haufen alter
Knochen neues Leben einzu-
hauchen, der sich daraufhin als
echter Goliath entpuppt - oder
als sehr, sehr böser (und übel
gelaunter) Behemoth.
Das sind aber nicht die einzi-
gen Dinge, in denen GPG mit
alten Rollenspiel-Traditionen
bricht. Ein weiteres Beispiel: ,m K * m P f m «* den Krugs, einer ziemlich aggressiven
o- , , . Spezies von Kriegern.
Sie kommen in einen Laden K *
Im Kampf mit den Krugs, einer ziemlich aggressiven
Spezies von Kriegern.
te Ziele erfüllen - wer diese
zuerst schafft, gewinnt. Da ist
zum Beispiel ein Schloss in der
Mitte der Karte, und zwei Par-
tys kämpfen darum, einen spe-
ziellen Punkt im Schloss zuerst
zu erreichen oder ein bestimm-
tes Objekt zu kontrollieren.
Andere Siegbedingungen
könnten etwa die meisten Kills
oder die höchste Zahl einge-
sammelter Artefakte sein.
Genau wie bei Total Annihi-
lation wird es wahrscheinlich
eine große Schar von Fans
geben, die eigene Szenarien
entwerfen (s.a. Kasten »Alle
Macht dem Volke!«). Aber
auch hier hat GPG den Prozess
vereinfacht, herauszufinden,
auf was man sich bei einem
selbstgebastelten Level ein-
lässt. »Wenn jemand einem
Spiel beitreten möchte, wird er
darüber informiert, dass das
Spiel modifiziert wurde«, sagt
Taylor. »Dann kannst Du das
Spiel beenden und die textba-
sierte GAS-Datei lesen, in der
genau drinsteht, was alles ver-
ändert wurde. Und ich würde
mich nicht darüber wundern,
wenn einige Spieler Front-End-
Menüs basteln würden, in
denen grafisch gezeigt wird,
was sie gemacht haben.«
Das Sahnehäubchen wird
die State-of-the-art-Grafik der
komplett dreidimensionalen
Spielwelt sein: Echte Schatten,
farbige Licht- und brilliante
Partikeleffekte, sowie ein
unglaublich hoher Detailgrad -
individuelle 3D-Modelle der
Waffen, die auf dem Boden lie-
gen, Pfeile, die in ihren Zielen
stecken bleiben, Regentropfen,
die vom Boden abprallen,
Wind, der Regen und Schnee
in die richtige Richtung weht,
und vieles mehr. Einen Pen-
+:,, m-ll mit 300 Megahertz wer-
n Sie aber wohl wenigstens
suchen. Doch obwohl die
'G-Gründer Taylor, McMa-
n und Bijanka berechtigter-
ise auf ihre Spiel-Technolo-
! stolz sind, kommt es doch
uptsächlich auf eine Sache
: Spielspaß. »Ich mag nichts
nzufügen es sei denn, es
höht den Spielspaß«, sagt
ylor. »Wir machen Spiele,
„_ine Filme, Romane oder
Shakespeare-Stücke. Gib mir
Spielspaß, oder gib mir den
Tod!« (Stephen Poole/mash)
PC PLAYER APRIL 2000 75
PREVIEW
Dark Reign 2
Mit »Dark Reign 2« soll den SD-Echtzeit-Strate-
giespielen der endgültige Durchbruch gelin-
gen. Wir konnten vor Ort Probe spielen.
Die 3D-Welle bei Echtzeit-Strate-
giespielen ist wohl nicht mehr
zu stoppen. Obwohl sich bis-
lang noch praktisch jeder Titel
eine blutige Nase geholt hat, setzen die
Entwickler weiterhin auf frei dreh- und
zoombare Schlachtfelder.
Und jeder verkündet, den Durchbruch
endlich schaffen zu wollen. Auch beim
kalifornischen Entwickler Pandemic Stu-
dios verfolgt man mit »Dark Reign 2« das
gleiche Ziel.
Immerhin haben die Jungs mit den bei-
den »Battlezone«-Teilen bereits hinrei-
chend 3D-Erfahrungen sammeln können
und die Fachwelt nebenbei mit ihren tech-
nischen Fähigkeiten verblüfft. Darüber
hinaus wurde das erste, optisch konven-
tionelle Dark Reign dank seiner Spieltiefe
und ausgezeichneten künstlichen Intelli-
genz von den Kritikern mit Lorbeer über-
häuft. Kein Wunder, dass Dark Reign 2 von
vielen mit Spannung erwartet wird.
Einen ersten tieferen Eindruck konnten
wir bei einem Besuch in Santa Monica
gewinnen. Das Domizil der Pandemic Stu-
dios wirkt von außen eher wie eine getarnte
Drogenküche, in die man nur durch eine
unscheinbare Seitentür Einlass findet. Drin-
nen wird jedoch unermüdlich an ganz ande-
ren Suchtmitteln gearbeitet.
Der Kampf um die Käufer
Bei der Vorführung von Dark Reign 2 begei-
sterte die absolut spektakuläre Optik, die von
SPIELFAKTEN
Hersteller: Pandemic/Activision
Genre: Strategie
■ Termin: 2. Quartal 2000
■ Besonderheiten: 3D-Umgebung
■ frei wählbare Perspektive ■ Traditio-
neller Spielverlauf mit Basenbau
76 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
Dark Reign 2
TT
der Qualität her eher an ein hochklassiges
Action- als an ein Strategiespiel erinnert.
Hübsche Landschaften, sehenswerte Einhei-
ten, Tag-Nachtwechsel und erstaunliche Spe-
zialeffekte umschmeicheln das Auge. Dahin-
ter verbirgt sich jedoch ein im besten Sinne
traditionelles Echtzeit-Strategiespiel, und das
betonen die Entwickler auch stolz. Pandemic
will zwar das Ganze vorantreiben, aber die
Fehler der Konkurenten nicht wiederholen:
Wie gewohnt sichert man Rohstofflager (die
Ressource heißt Taelon), errichtet Fabriken
und Kraftwerke, kurbelt die Einheitenproduk-
tion an, forscht und attackiert den Gegner. Mit
Boden-, Luft- und Wasserfahrzeugen bewegen
Sie sich durch das Gelände, ohne ständig den
Blickwinkel verstellen zu müssen. Nur wer
mag, zoomt näher an das Geschehen heran
oder verändert die Perspektive. Stolz wurde
die eingängige Bedienung der zahlreichen
Funktionen demonstriert - der Spieler soll
nicht unnötig verwirrt und überlastet werden,
sondern nur die sinnvollen Befehle angezeigt
bekommen. Chefentwickler Greg Borrud prä-
sentierte sein Baby nicht nur höchstpersön-
lich, sondern stellte sich anschließend auch
noch unseren Fragen, (tw)
Interview mit Greg Borrud
PC Player: Strategiespiele gibt es wie
Sand am Meer- warum soll ich ausge-
rechnet Dark Reign 2 kaufen?
Greg Borrud: Nun, wir wollen den Main-
stream-Spieler ansprechen, der bislang
schon zu Titeln wie Starcraft gegriffen
hat, aber auch diejenigen, die flotte Stra-
tegie mögen und dabei auf eine gute
Optik Wert legen. Wir bieten dem Spieler
die neueste Evolutionsstufe der Strategie-
spiele und haben uns daher deutlich vom
ersten Dark Reign entfernt.
PC Player: Was ist denn so revolutionär
an Dark Reign 2?
Borrud: Dark Reign 2 soll nicht ganz so
»hardcore« sein wie der Vorgänger. Daher
haben wir eine Menge verändert.
Zunächst wurde das Interface komplett
überarbeitet. Wir wollten dem Spieler das
Gefühl vermitteln, jede Einheit zu jeder
Zeit unter Kontrolle zu haben, ohne dass
er Sie ständig auf dem Bildschirm verfol-
gen muss. Zudem sieht man auf einem
Blick, welche Befehle eine angewählte
Einheit derzeit überhaupt sinnvoll ausfüh-
ren kann. Insofern soll sich Dark Reign 2
auch von »Earth 2150« unterscheiden, bei
dem die Bedienung viel zu kompliziert ist.
Die Stärkeverhältnisse des unterschied-
lichen Kriegsmaterials wurden gründlich
austariert. Schließlich soll jeder Einheiten-
Typ durch eine passende Abwehr in die
Knie gehen - also das »Stein-Schere-
Papier«-Prinzip. Dark Reign besitzt eine
ausgeprägte Hintergrundgeschichte, um
den Spieler ins Spiel hineinzuziehen.
Folglich gibt es jede Menge geskriptete
Ereignisse, also Dinge, die an einer
bestimmten Stelle im Missionsverlauf
passieren. Durch den einfach zu bedie-
nenden Editor soll Dark Reign außerdem
ein Eigenleben in der Spieleszene entwi-
ckeln. Ach, und eine aufwändige SD-Gra-
fik gibt es übrigens auch noch.
Wir bieten die
neuste Evolu-
tionsstufe der
Strategiespiele
PC Player: Aber wenn ich mir Dark
Reign 2 so anschaue, wirkt es, bis auf die
dreidimensionale Grafik, sehr konservativ
- quasi wie klassische Echtzeit-Strategie
in 3D, und nur mäßig innovativ ...
Borrud: Nun, wir packen in Dark Reign 2
alles hinein was Sinn macht, und zwar
nur wenn es Sinn macht und die Spieler
dies erwarten. Und der typische Echtzeit-
Spieler erwartet eben Rohstoff-Manage-
ment, Gebäudebau, Einheitenproduktion
und all diese Elemente. Genau das findet
man auch bei Dark Reign 2. Hardcore-
Spieler werden allerdings nach wie vor
viele tiefer gehende Möglichkeiten
haben, aber keiner wird gezwungen, die
auch zu nutzen.
PC Player: Gerade Eure aufwändige SD-
Grafik könnte jedoch viele Spieler
abschrecken - die meisten derartigen Pro-
gramme haben bislang Schiffbruch erlit-
ten. Habt Ihr davor keine Angst?
Borrud: Die Leute werden ein Spiel kau-
fen, wenn es gut ist. Wenn sie merken,
dass es trotz 3D-Perspektive prima spiel-
bar ist, werden sie zugreifen. Da mache
ich mir keine Sorgen.
PC Player: Ist denn Eure 3D-Engine
nicht zu hardwarehungrig?
Borrud: Genau solche Befürchtungen
hatten wir auch, deshalb passt sich die
Darstellung an die Leistungsfähigkeit des
Rechners an. Zudem können Sie selbst
den Detailgrad runterschalten.
PC Player: Eure Projekte, egal ob Dark
Reign oder die beiden Battlezone-Teile,
sind bislang in der Zukunft angesiedelt.
Könnt Ihr Euch vorstellen, mal etwas
anderes als einen SF-Hintergrund zu
wählen?
Borrud: Ein Science-Fiction-Szenario hat
schon durchaus seine Vorteile, denn man
hat einfach mehr Freiheiten, sich etwas
auszudenken, und muss sich nicht streng
an historische Vorgaben halten. Natürlich
sind auch andere Szenarien denkbar -
historische oder im Fantasy-Bereich -,
aber ich darf derzeit noch nicht darüber
reden. Schließlich kann ein Strategiespiel
ja in jeder Epoche angesiedelt sein, in
der es Kriege gab.
78 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
Wer hätte das
gedacht? Der Nac
ger von Shinys schrä
gern Action-
»MDK« komm
rechnet von Biow
den Schöpfern des
Ausnahme-Rollen-
spiels > > "
PREVIEW
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Abwärts mit Gebrüll: Kurt Hectic stürzt sich mit seinem Coil Suit in die
Tiefe, (alle Bilder 1024x768, TNT2)
B
aldur's Gate war nicht das erste
Spiel der kanadischen Bioware-
Entwickler. Schon 1997 produ-
zierten sie für Interplay die
Mech-Ballerei »Shattered Steel«, die sich
unverdienterweise nicht zum riesigen
Kassenschlager entwickelte.
Etwa zur gleichen Zeit veröffentlichte die
Interplay-Tochter Shiny Entertainment das
Action-Spektakel MDK. Darin machte ein
gewisser Kurt Hectic im Auftrag des wirren
Dr. Fluke Jagd auf außerirdische Invaso-
ren, die dem guten Kurt schon mal den
nackten Hintern entgegenstreckten. Kurt
wehrte sich mit einer damals innovativen
SPIELFAKTEN
Hersteller: Bioware/Interplay
Genre: Action-Adventure
Termin: Mai 2000
■ Besonderheiten: Fulminante,
sehr schnelle Grafik ■ Drei Helden, die
sich sehr unterschiedlich spielen ■
Witzige Ideen wie ein echter Sternen-
himmel ■ Neun umfangreiche Level
Waffe: dem Scharfschützengewehr,
das inzwischen in jedem anständi-
gen 3D-Shooter zu finden ist. Und
das erfolgreich genug, um die
Geschichte in einem zweiten Teil
fortzusetzen. Nur: Die Designer
haben inzwischen Shiny verlassen
und ihre eigene Firma, die Planet
Moon Studios gegründet. Dort
arbeiten sie heute am Action-Stra-
tegie-Mix »Giants«. So kam man
auf Bioware, die sich mit Freuden
der »MDK 2«-Herausforderung
annahmen.
Die Welt ist nicht genug
Die Geschichte von MDK 2 liegt
noch weitgehend im Dunkeln. Fest
steht, dass sich die Außerirdischen für die
im ersten Teil erlittene Niederlage rächen
wollen - und dass in neun sehr großen
Leveln nicht nur Kurt Hectic, sondern auch
sein Boss Dr. Fluke Hawkins und dessen
robotischer Hund Max auf Alien-Hatz
gehen.
»Sorgte in der Redaktion für staunend
geweitete Münder und Augen«
Kurt benutzt dazu wieder seinen
berühmten »Coil Suit«, einen Anzug mit
eingebautem Fallschirm, eine Knarre mit
unendlicher Munition sowie eine prakti-
sche Zielvorrichtung für sein Scharfschüt-
zengewehr. Unterwegs rüstet er sein Waf-
fenarsenal mit weiteren Schießeisen und
Sprengkörpern auf. Bonus-Gegenstände -
wie Tarnvorrichtungen oder die Schwar-
zes-Loch-Granate, die alles in ihrer Umge-
bung in einen Riss im Raum-Zeit-Konti- ->
PC PLAYER APRIL 2000 81
PREVIEW
Bahn frei: Mit vier Knarren ballert sich Roboterhund Max selbst durch die
dicksten Wände. Mit Jetpacks schwingt er sich sogar in die Lüfte.
-> nuum zieht - helfen ebenfalls gegen die
feindliche Übermacht.
Roboterhund Max besitzt zwei Beine
und vier Hände - reichlich Platz für bis zu
vier Ballermänner, mit denen er unter den
Aliens aufräumt und sogar Türen wie
Mauern niederreißt. Als mechanischer
Waldi besitzt er auch doppelt so viel
Lebensenergie wie Kurt, die er mit Batte-
rien wieder auffrischen kann. Mit Hilfe
eines Jetpacks schwingt er sich sogar in
die Lüfte, um von dort seine Widersacher
unter Beschuss zu nehmen.
Dr. Fluke Hawkins ist der ungewöhnlich-
ste Charakter. Nicht nur, weil er sehr emp-
findlich auf feindliche Treffer reagiert, son-
dern weil er selbst keine richtige Waffe
besitzt. Stattdessen setzt er seinen Grips
dazu ein, die seltsamsten Gegenstände
aberwitzig miteinander zu kombinieren. So
ergibt ein altes Handtuch und eine Pulle
Fusel einen Molotowcocktail, mit einem
Toaster und einem Laib Brot verteilt der Doc
heiße Toast-Scheiben in die Menge.
Das Omen
MDK 2 ist um einiges bunter und fixer als
der Vorgänger. Daran ist Biowares brand-
neue Omen-Engine »schuld«, die unter
anderem mit bunter, dynamischer
Beleuchtung und in Echtzeit veränderbarer
Level-Geometrie protzt. Mit der Eigenent-
wicklung sehen selbst bekannte Goodies
wie der Kurt-Täuschkörper, der die Schüs-
»Bunter und fixer
als sein Vorgänger«
Interview mit Greg Zeschuk
PC Player: Greg, Du hast als alter Biowa-
re-Hase schon am Action-Titel »Shattered
Steel« gearbeitet - was hast Du und Dein
Team dabei gelernt?
Greg: Wie viel harte Arbeit ein Spiel wirk-
lich verschlingt. Bis zum Ende der Ent-
wicklung hätten wir uns nicht träumen
lassen, dass wir Woche um Woche nach
Bugs suchen und am Feintuning schrau-
ben müssten. Darauf sind wir jetzt vorbe-
reitet. Gegen Ende des Projekts gab es so
viel zu tun, dass ein Team-Mitglied zu
schreien begann und einfach nicht aufhö-
ren wollte - da war uns klar, dass wir es
vielleicht etwas übertrieben hatten ...
PC Player: Magst Du keine Rollenspiele?
Greg: Ich liebe sie - das ist in Wahrheit
mein Lieblingsgenre. Ich mag sowohl
Konsolen- als auch PC-Rollenspiele und
nehme sie mir in meiner Freizeit zur
Brust, einige wenige Stunden nach lan-
gen MDK 2-Arbeitstagen. Mein absolutes
Traumspiel war Baldur's Gate. Noch wäh-
rend der Arbeit an Shattered Steel kam
meinem Freund Ray
Muzyka und mir die
Idee dazu, Ray über-
nahm dann das Pro-
jekt. Und wir staunen
noch heute, wie sehr
Baldur's Gate nach drei
Jahren Entwicklung
unserer Ursprungsidee
ähnelte.
PC Player: Warum
jetzt MDK 2? Warum
Bioware?
Greg: MDK war einer
unserer absoluten
Lieblinge - ich hatte es
längst durchgespielt,
als uns der zweite Teil
angeboten wurde. Wir
wollten das dann unbedingt, denn wir
mögen die Herausforderung, ein Spiel zu
machen, das keiner von uns erwartet. Bai
dur's Gate und MDK 2 sind zwei völlig
verschiedene Titel, aber am Ende des
Greg Zeschuk,
Produzent von MDK 2.
Tages sollen beide das
Gleiche zeigen: wie
sehr uns Qualität und
Gameplay am Herzen
liegen.
PC Player: Was gefiel
Dir an MDK am
besten? Was am
wenigsten?
Greg: Ich mochte die
Charaktere, die Umge-
bungen, die Musik und
den Humor. Es gibt
nichts Schöneres als
Gegner, die sich über
den Spieler lustig
machen. Wir versu-
chen, ähnliche Albern-
heiten auch in den
zweiten Teil zu packen. Nur die Story kam
bei MDK etwas zu kurz. Mit einer span-
nenden Geschichte wäre es ein riesiger
Hit geworden und das wollen wir bei
MDK 2 besser machen.
82 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
se der Fieslinge auf sich vereint, noch ein-
mal so gut aus. Und drehen Sie die Boxen
auf, verursachen heftig krachende Sound-
effekte und die treibenden Beats der
Hintergrundmusik kräftige Adrenalin-Aus-
schüttungen. Unsere Preview-Version
sorgte in der Redaktion mehr als einmal
für staunend geweitete Münder und
Augen - wir sind schon jetzt auf die ersten
Rollenspiele in Edel-Optik gespannt. »So
müsste ein heutiges LucasArts-Adventure
aussehen.«, war der Kommentar eines
Zuschauers.
Wenn in der Endversion das Level-
Design und die schon jetzt gerühmte
künstliche Intelligenz der Gegner stimmt,
steht allen Action-Freunden im Mai ein
echter Knaller ins Haus, der sich einen grö-
ßeren Erfolg als sein Vorgänger redlich
verdient hat. (ra)
PC Player: Wer kam auf die Idee, alle
drei Figuren ins Spiel zu bringen?
Greg: Das komplette Entwicklungsteam.
Die meisten Design-Vorschläge stammen
aus Diskussionsrunden - es ist sehr
schwer, eine einzelne Idee einer bestimm-
ten Person zuzuordnen oder zu sagen,
dass einer komplett für das ganze Spiel
verantwortlich ist. Ich erinnere mich noch,
wie Jim Boone, unser damaliger Inter-
play-Kontaktmann, auf unserer hässlichen
gelben Couch saß und wir gemeinsam
überlegten, was an MDK 2 einzigartig sein
sollte. Irgendjemand meinte dann: »Wie
wäre es, wenn man Kurt, Max und den
Doktor spielen würde?« Der Rest ist
Geschichte.
PC Player: Und welcher Held ist Dein
persönlicher Favorit?
Greg: Ich mag den Doktor, und das
nicht nur, weil ich selbst einer bin.
Hauptsächlich, weil er eine sehr merk-
würdige Figur ist und die neuesten wie
ungewöhnlichsten Design-Ideen seit
langem repräsentiert. Ein weiterer
Punkt: Er ist komplett verrückt - das
Gefühl kommt mir bekannt vor.
PC Player: Grünes Blut, tote Aliens, die
einfach weggebeamt werden, macht Ihr
das extra für uns Deutsche?
Greg: Nein, das ist in allen Versionen so.
Sie sind Außerirdische, oder? Die sollten
doch grünes Blut haben! Was das Bea-
men angeht - wir dachten, das wäre eine
nette Art, die Gegner verschwinden zu
lassen.
»Es gibt nichts Schöneres
als Gegner, die sich über
den Spieler lustig machen.
PC Player: Die Kritiker liebten MDK, die
Käufer reagierten eher verhalten - zumin-
dest in Deutschland. Habt Ihr keine Angst
vor dem »Fluch von Shiny«: dass Shiny-
Spiele immer ziemlich cool, aber keine
riesigen Verkaufsschlager sind?
Greg: Darüber machen wir uns keine gro-
ßen Sorgen. Unsere Philosophie ist ein-
fach: Wenn wir nur qualitativ hochwertige
Spiele produzieren,
die wirklich Spaß
machen, und sie durch
Interviews wie dieses
unterstützen, haben
die Spiele keine
schlechten Chancen.
«
PC Player: Haben schon ein paar
Gewalt-Gegner mit Transparenten vor
Euren Büros demonstriert?
Greg: Nein, wir wollen in unseren Titeln
ja auch nicht bis zum Äußersten und dar-
über hinaus gehen. Uns liegt mehr daran,
eine einzigartige und neue Erfahrung zu
erschaffen - nicht bloß eine brutale. In
manchen Spielen ist Gewalt angebracht,
doch sollten diese nur diejenigen Spieler
in die Finger bekommen, die auch damit
umgehen können.
Wir können natür-
lich keinen Men-
schen zwingen,
sie zu kaufen,
aber wir machen
alles, damit die
Kritiker auch den
zweiten Teil lieben
- und damit auch
der kommerzielle
Erfolg nicht aus-
bleibt.
PC PLAYER APRIL 2000 83
PREVIEW
Vampire:
The Masquerade
Rollenspiele erleben
gerade einen neuen
Boom, Vampire sind
mega-in, was läge
näher, als beides mit-
einander zu verbinden?
Ganz sicher ist »Vampire: The
Masquerade« schon thema-
tisch ein sehr ungewöhnliches
Spiel. Als Vampir wider Willen
agieren Sie sowohl im frühen Mittelalter
als auch in der Gegenwart.
Sie bereisen Prag, Wien, London und
New York (siehe auch PC Player 2/2000).
Wir konnten den Obervampir des Entwik-
klers Nihilistic, Ray Gresko, in einem abge-
dunkelten Raum zu einem Gespräch stellen:
PC Player: Warum habt Ihr eigentlich vor
zwei Jahren Nihilistic
gegründet - Ihr wart doch
allesamt bei renommier-
ten Spielefirmen?
Ray Gresko: Du hast
recht, wir waren in Lohn
und Brot. Ich selbst war
bei LucasArts Chefpro-
grammierer für Projekte
wie »Dark Forces« und
»Jedi Knight«. Mehrere
Kollegen waren ebenfalls
bei LucasArts, andere
waren mitverantwortlich
für »Starcraft« oder
haben bei id Software Level entworfen.
Wir hatten einfach die Arbeit in übergro-
ßen Teams satt und wollten sehen, was
sich mit einem kleinen Trupp hochtalen-
tierter Leute auf die Beine stellen lässt.
PC Player: Warum habt Ihr für Euer
erstes Projekt Vampire als Thema gewählt?
Ray Gresko: Wir wollten von Anfang
an ein düsteres Rollenspiel mit einem
Erzähler-Modus entwickeln, also mit der
Möglichkeit, dass ein Spieler selbst eine
Geschichte für andere Spieler entwerfen
und leiten kann. Wir suchten nach einem
Publisher und trafen auf Activision, die
gerade die Vampire-Lizenz erwerben woll-
ten. Das passte wie die Faust aufs Auge.
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A/k
Ray Gresko,
Chef
von Nihilistic
Software.
SPIELFAKTEN
Hersteller: Nihilistic/Activision
Genre: Rollenspiel
Termin: 2. Quartal 2000
■ Besonderheiten: Aufwändige
3D-Grafik ■ Echtzeitkämpfe ■ Zwei
Zeitepochen ■ Vier Städte als Schau-
plätze ■ Erzähler-Modus ■ Umfangrei
eher Mehrspieler-Modus
Durch die 3D-Grafik
soll der Spieler ins
Geschehen hinein-
gesogen werden.
PC Player: Und warum wolltet Ihr
unbedingt ein Rollenspiel entwickeln, die
galten doch vor zwei Jahren als tot?
Ray Gresko: Also, von einem Rollen-
spiel haben etliche Kollegen und ich schon
bei LucasArts geträumt. Doch LucasArts
wollte nicht. Dabei hatte »Diablo« demon-
striert, wie man durch hervorragende
Zugänglichkeit auch in diesem Genre gro-
ßen Erfolg haben kann. Wir wollten nun
einen anderen Ansatz wählen und die bei
LucasArts bewährten Zutaten des Ge-
schichtenerzählens, sowie ein gewisse
Tiefe in ein Rollenspiel einbauen.
PC Player: Aber warum in 3D?
Ray Gresko: Der Spieler soll sich mit-
ten im Geschehen wiederfinden, und das
funktioniert nun einmal am besten in 3D.
Wir erzählen ständig eine dramatische
Geschichte, und um die glaubhaft und
intensiv zu transportieren, muss man oft
nahe an die Handlung herangehen.
Die Kleidung der Vampire passt
sich der Mode an.
PC Player: Die Kämpfe verlaufen
zudem sehr rasant in Echtzeit, durch
Anklicken der Gegner - auch das ist nicht
der traditionelle Weg ...
Ray Gresko: Das stimmt, aber Vampire
sind nun einmal sehr schnelle, dynami-
sche Kreaturen, da wäre ein rundenbasier-
tes Kampfsystem völlig falsch gewesen.
Zugegeben, wir haben uns in dieser Hin-
sicht von den flotten Kämpfen bei Diablo
inspirieren lassen, (tw)
84 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
86 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
Hr SCHNELL, SCHNELL
ISABELL,
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SO SCHATZ,
JETZT FREU ICH '
MICH ABER AUF
EINEN RUHIGEN,
HARMONISCHEN
ABEND.
geheimer Bunker, mitten im besetzten Spanien. Ein hochdekorierter PC-Player-
Offizier knöpft sich gerade ein Mitglied des Commando-Teams vor. Der wird von einem
harten Lichtstrahl ange-leuchtet und kauert gefesselt auf einem klapprigen Holzstuhl.
Seine Kameraden wurden ringsum an die Wand gekettet, in den Händen halten die
bedauernswerten Gesellen die neueste Ausgabe der PC Player.
»Also, Gentlemen, was wollen Sie mir jetzt erzählen? Sir '- *» *** a , .f n.n Mann
der auf dem Stuhl sitzt) sind also der BurschE namens, ,.v — ■
doch bereits vor Jahresfrist begegnet, wir erwarten, dass Sie eme-t Pinp
Schlüsselrolle in den zum Jahresr- 1 - ™'«^- pAmmQnHn -
übernehmen werden. Na, dann mocnte icn micn mai vuu. vuiöic.c... mc... .,«.,.„ ,
Duy von der PC Player und ich sag das nur einmal: Die PC Player hasst hohles
Geschwätz Und vertrauen Sie mir, wir haben unsere ganz speziellen Methoden,
Sie zum Sprechen zu bringen. Schwester Stefanie, ich glaube es ist mal wieder
an der Zeit für eine ordentliche Dosis Ihrer Spezialmedizin ...«
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idos Hauptquartier: Offizielle Vernehmung von Corporal Max »Chicken*
Bücket, dem einzigen überlebenden Commando-2-Mitglied. Verant-
wortlicher Offizier des Verhörs: Colonel I. Dosse.
STRENG
GEHEIM
Dosse: Corporal, zunächst einmal müssen wir
wissen, wie viele Informationen Sie dem
Abschaum von der PC Player weitergegeben
haben. Das Commando-2-Projekt ist jetzt seit
sieben Monaten in Arbeit und ich würde mir
eher meinen imposanten Schnurrbart
abrasieren und dem Regimentstrottel Bertie
ankleben, als das ganze Unternehmen
abzublasen. Mir wurde aufgetragen, die ganze
Chose im Herbst anlaufen zu lassen. Ich weiß,
es ist eine verdammt unangenehme Sache für
einen echten Mann, über so etwas zu
sprechen, aber ... hat jemand geplaudert?
Bücket: Pyro, Sir, er ... er konnte einfach nicht
anders. Er hat ihnen fast alles erzählt.
Dosse: Verdammt nochmal, und was ist mit
unserem Commando-Spezialtraining, bei dem
Sie gelernt haben, unter Druck keine
Geheimnisse auszuplaudern und selbst
unerträgliche Folterqualen auszuhalten ...
Bücket: Sir, es war nicht sein Fehler. Die ... die
PC-Player-Bande hat ihn mit knallharten, lupen-
reinen Fragen in die Enge getrieben. Es war
ihm nicht möglich, diesem enormen Druck
lange standzuhalten. Es war fast so, als ob er
das gesamte Commando-2-Projekt an sie preis-
gegeben hat. Zu guter Letzt hat er sich dabei
fast zu Tode geplaudert.
Dosse: Knallharte Fragen - der arme Junge.
Kein Wunder, dass er die Sache vermasselt hat.
Bücket: Sir, er hat sogar das Versteck unserer
Aufklärungsfotos verraten. Es war für die PC
Player zwar schwierig, den Platz auszubaldo-
wern, aber jetzt hat die Bagage die Bilder
eingesackt und will sie für ihre Anhänger in
aller Öffentlichkeit zur Schau stellen.
Dosse: Also ist unser gesamter Bluff geplatzt,
oder wie?
Bücket: Sir, was bitte meinen Sie mit »Bluff«?
Dosse: Das ist streng geheim Corporal. Letz-
tes Jahr haben wir absichtlich so getan, als ob
es einen Maulwurf bei uns gäbe, der heimlich
einen Filmmitschnitt von Commando 2 zur E 3
geschmuggelt hat. Der Film sah so phan- b+-
PC PLAYER APRIL 2000 87
PREVIEW
TOP SECBET
• tastisch aus, dass der Feind einfach annehmen
musste, das komplette Material wäre irgendwie
getürkt gewesen. Denn das tatsächliche Pro-
gramm konnte doch unmöglich so imposante
Animationen und revolutionäre Interaktions-
möglichkeiten bieten. Jetzt aber weiß die PC
Player, dass dies alles zutrifft - ich spucke auf
deren miese Methoden. Es ist sicherlich hart
mein Sohn, aber Sie müssen sich an alles erin-
nern, was Pyro dem Gegner verraten haben kön-
nte. Der erste Schritt, einer Gefahr zu entkom-
men ist immer noch, sie überhaupt zu erkennen
- und mir scheint, dass die PC Player hier einige
Gefahrenherde für uns entzündet hat.
Bücket: Das fürchte ich auch, Sir. Zunächst mal
wissen sie über die Zusammensetzung des
Teams Bescheid. Und damit meine ich nicht nur
die bekannten Figuren wie etwa den Green Beret
Jack »Butcher« O'Hara, den Marine James »Fins«
Blackwood, den Fahrer Samuel Brooklyn, den
Pionier Thomas »Firemen« Hancock, den Scharf-
schützen Sir Francis »Duke« Woolridge und den
Spion Rene »Frenchy« Duchamp. Sie wissen auch
alles über unsere Neuankömmlinge. Pyro hat lei-
der ausgeplaudert, dass sich ein Dieb dem Team
anschließen wird, der die Fähigkeit besitzt durch
Fenster in fremde Gebäude zu spähen, und nüt-
zliches Equipment klaut. Die wissen außerdem,
dass Natasha - die bereits in früheren Einsätzen
(Anm.: Codename »Im Auftrag der Ehre«) dabei
war - wieder mitmischt. Die PC Player weiß sogar
von unseren Plänen, einen abgerichteten Hund
einzusetzen, der unseren Kommandotrupp
begleiten soll, um zwischen den Mitgliedern
Gegenstände auszutauschen oder wie ein Bern-
hardiner Erste Hilfe zu leisten.
Dosse: Naja, es hätte auch schlimmer kommen
können. Etwa wenn Pyro nicht dichtgehalten
hätte in punkto ...
Bücket: ... weitaus variablerer Ein-
satzfähigkeit der einzelnen Mitglieder?
Ich fürchte, dass sie das leider auch
schon wissen. Pyro hat deutlich erklärt,
dass die Mitglieder des Kommando-
trupps neuerdings gemeinsame
Fähigkeiten haben, dabei aber trotzdem
unterschiedliche Spezialfähigkeiten
besitzen. Sie wissen, dass beispiels-
weise nur unser Marine tauchen, aber
jeder bis zu einem gewissen Grad
schwimmen kann. Die haben auch
geschnallt, dass nun jeder einen
Führerschein besitzt, aber bestimmte
Fahrzeuge nach wie vor nur von einem
Spezialisten bedient werden können
oder Panzer sogar zwei Fahrer benöti-
gen. Pyro hat sogar verraten, dass sich
die Truppe vor dem Einsatz mit vari-
ablen Zusatzfähigkeiten ausrüsten
lässt. Er ist dabei bis ins Fahrzeug-
Detail gegangen, hat von Jeeps und
Kettenfahrzeugen gesungen. Auch über
die verbesserte Grafik-Engine und
Bedienbarkeit, die unter anderem einen
weitaus leichteren Umgang mit der
Truppe erlaubt - wissen die alles.
Jeeps, welche in die Luft hüpfen, wenn
sie über einen steinigen Weg fahren,
verräterische Spuren, die zu sehen
sind, wenn man den Panzer frei durchs
Gelände bewegt und das Zittern, das
durch so ein Stahlmonster läuft, wenn
man einen Schuss abfeuert - ist denen
alles bekannt. Die haben sogar von
GEHEIM
ERINNERN SIE SICH AN DEN KRIEG?
unserem Plan Wind bekommen, laut-
lose Fortbewegungsmittel wie etwa
Fallschirme einzusetzen.
Dosse: Überblickt der Feind auch den
ganzen Umfang der neuen Fähigkeiten
unseres Spezialtrupps?
Bücket: Auch hier befürchte ich leider
das Schlimmste, Sir. Pyro hat denen
von unseren Trainingscamps erzählt,
die vor dem Einsatz besucht werden
müssen, damit unsere Jungs ihre
Fähigkeiten verbessern und den
Umgang mit Objekten üben können, die
sich in Innenräumen befinden. Denn
wir wissen ja - und der Gegner nun
auch - dass Gebäude neuerdings
betretbar sind, und wir an einem 360-
Grad-Rundumblick basteln. Dies erlaubt
der Truppe bekanntermaßen, auch
innerhalb der Gebäude zu agieren und
sich die detaillierte Inneneinrichtung
nutzbar zu machen, etwa nach Räum-
lichkeiten mit hohen Fenstern Ausschau
zu halten, um dort einen Scharf-
schützen zu postieren. Pyro demonstri-
erte ihnen sogar, wie der Blickwinkel
vom Innenraum zur Außenlandschaft
umschaltet, wenn sich der Scharf-
schütze heimlich aus dem Fenster lehnt
und einen Feind ins Visier nimmt.
Pyro wollte beim Mis-
sions-Design sowohl ein
wiederbeleben als auch
einige historische Mis-
sionen nachstellen. Un-
ter den offensichtlich ge-
borgten Szenarien be-
finden sich: The Big
Escape, bei dem es um
den Bau eines Fluchttun-
nels geht. Die Brücke
am River Kwai ist eine
ziemlich genaue Nach-
stellung der Dschungel-
Landschaft des gleich-
namigen Films (wenn-
gleich die Brücke aus
Eisen und nicht aus
Bambus war). Bei Der
Soldat James Ryan
retten Sie alliierte Trup-
pen und organisieren
die Verteidigung eines
Dorfes vor anrückenden
Feinden. Von Hannibal
Brooks entstammen
>aar Ideen,
etwa wenn es auf den
taktischen Einsatz von
Elefanten ankommt. Die
Colditz Geschichte ist
eine historische Fes-
tung, die bis ins Detail
nachgebaut wurde. Die
Fülle an Einrichtungsge-
genständen innerhalb
des Gebäudes trieb die
Entwickler übrigens fast
in den Wahnsinn. Die
Kanonen von Nava-
rone sind hier zwar im
pazifischen Raum statt
im Mittelmeer ange-
siedelt, aber die Aufstel-
lung der zu sabotieren-
den gigantischen Kano-
nen auf überhängenden
Klippen entspricht dem
cineastischen Vorbild.
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88 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
FREUND ODER FEIND?
WAS MEINST DU
..EIGENTLICH MIT »ICH
LHATTE EINEN SCHLAG BEL
MANNERN«?
Eine neue Mehr-
spieler-Option
ermöglicht es, dass
zwei von Mitspielern
betreute Teams
gegeneinander
antreten, etwa wenn
die eine Seite einen
Hügel verteidigen
muss. Dies ist nur ein
kleines Beispiel der
sehr unterschied-
lichen Mehrspieler-
Szenarien, bei denen
auf Wunsch auch
zwei verbündete
Teams gegen die
Streitkräfte des Rech-
DIE COMMANDO-USTE
Die detaillierten Anima-
tionen und die schiere
Vielzahl möglicher In-
teraktionen gehen bei
Commandos 2 eine ide-
ale Symbiose ein. Ziel
war es, dem Spieler zu
erlauben, überall dahin
gehen zu dürfen, wo er
auch hinwill. So ist es
beispielsweise mög-
lich, Telegrafenmasten
zu erklimmen und sich
wie ein Affe an dessen
Leitungen entlang zu
hangeln. Wenn Sie
schnell aus einem Ge-
bäude flüchten müs-
"ie durchs
geschlossene Fenster
springen und dabei das
Glas zerschmettern.
Praktisch jeder Gegen-
stand besitzt einen
ungewöhnlich hohen
und die ande
diesen angre
Nfl |i||j|jji||j|i||
1
Grad an Detailge-
nauigkeit. Das Reper-
toire reicht von klap-
pernden Panzerluken
bis hin zu den Pausen
zwischen Nachladen,
Zielen und Feuern.
Das Resultat ist eine
ungewöhnlich detail-
verliebte Präsentation,
die sogar noch mehr
Authentizität atmet und
Atmosphäre versprüht
als sein populärer
Vorgänger.
Dosse: Bitte sagen Sie mir jetzt, dass die
glauben nur unser Scharfschütze wäre
dazu fähig, so eine Aktion durchzuführen.
Bücket: Sorry, Sir, aber die haben auch alles
über den Austausch von Gegenständen
herausbekommen. Ihnen wurde gezeigt, wie
zwei Spezialisten zusammenkommen, um
Gegenstände und Waffen auszutauschen -
vorausgesetzt sie haben noch etwas Stauraum
in ihren Tornistern. Pyro ist sogar noch einen
Schritt weitergegangen und hat verraten, dass
unser Team in verschiedenen Missionen unter-
schiedlich ausgerüstet werden darf. Entweder
indem die Ausrüstung vor dem Einsatz
manuell verteilt wird, oder indem die Truppe
mit vorgegebenem Standard-Equipment
seinen Einsatz angeht. Auch die andere
Möglichkeit, nämlich sich während des Ein-
satzes mit Ausrüstungsgegenständen zu
armieren blieb denen nicht verborgen.
STRENi
GEHEIM
Dosse: Und
glauben die immer
noch, dass unsere Jungs nach dem Training
kampfbereit sind?
Bücket: Sir, Pyro hat sie darüber informiert,
dass die ersten drei Missionen nach dem
Training über eine Lernkurve verfügen und
dass wir erst dann von der Truppe Höchst-
leistungen erwarten - denn die danach fol-
genden Aufgaben können nur von ganzen
Männern bewältigt werden. Natürlich führt
die pure Vielzahl der einsetzbaren Gegen-
stände und Waffen, an denen wir momen-
tan arbeiten dazu, dass mehrere unter-
schiedlich schwierige, taktische und strate
gische Vorgehensweisen möglich sind.
Dosse: Na, dann schätze ich Mal, dass der
Feind ziemlich gut über die Details
unserer Pläne im Bilde ist.
PC PLAYER APRIL 2000 89
PREVIEW
► Bücket: So ist es Sir. Die rechnen mit
Commando-Einsätzen und das nicht nur in
Nordeuropa, sondern auch in Afrika, im
pazifischen Raum und sogar in China. An
China, mit all seiner Geschichte und dem
dort einsetzbaren Spezial-Equipment
zeigten sie übrigens besonderes Interesse.
Die sind nun auch über all unsere strategi-
schen Ziele informiert, wie etwa den im Eis
steckenden Zerstörer, den funktionsfähigen
Flugzeugträger, die U-Boot-Basis, das
japanische Gefangenenlager, die Eisen-
bahnbrücke über den River Kwai und das
Schloss Colditz. Pyro war auch ganz wild
darauf, ihnen alles über die nun in vier
wählbaren Perspektiven anzeigbaren
isometrischen Außenwelten zu erzählen. Er
verriet, dass dadurch das Terrain jede
Menge landschaftliche Besonderheiten
aufweist, die sich strategisch ausnutzen
lassen - und es dadurch auch nicht mehr
vorkommt, dass sich die eigenen Leute hin-
ter Mauern, Bäumen und Häusern verse-
hentlich unsichtbar machen.
Dosse: Und was ist mit unseren geheim-
dienstlichen Berichten? Was die Gegner-Intel-
ligenz anbelangt, wissen die, was wir wissen?
Bücket: Sir, die wissen, was wir wissen.
Und dank Pyro bis in die kleinste
Kleinigkeit. Etwa dass die Außengelände
überaus detailreich und mit nützlichen
Deckungsmöglichkeiten übersät sind, dass
unsere Leute sogar obere Stockwerke von
Gebäuden in Beschlag nehmen, sich aus
Fenstern lehnen oder springen können und
die Intelligenz der Gegner erheblich
zugenommen hat. Denn durch ein neues
3D-Logik-System, bemerkt der Feind nun
auch Dinge und Aktionen, die vorher außer-
halb seiner Reichweite und Wahrneh-
mungsfähigkeit lagen. Der Gegner merkt
sich landschaftliche Besonderheiten wie
etwa ein herum je nach Modell bis zu vier andere
Spieler und sorgen dafür, dass die Umge-
bung auch immer ausreichend durch
Laserfeuer erhellt wird. Stehen nicht
genug Kollegen zur Verfügung, kann man
die Gegend auch ohne Kanoniere unsicher
machen. Ängstliche Feinde merken viel-
leicht nicht, dass man ein Riese ohne
Zähne ist und ergreifen die Flucht.
Bevor man sich als Pilot eines einfachen
Kampfschiffes (18 verschiedene Modelle)
mit einem Schlachtschiff einlässt, vertraut
man lieber auf eine große Übermacht. Wird
man abgeschossen, ist das Spiel zwar nicht
vorbei, man findet sich aber
in einer Rettungskapsel
wieder, die Kurs auf die
nächste eigene Basis
nimmt. Und ist diese weit
entfernt, kann die Heimreise lange dauern.
Das Unterhaltungsprogramm an Bord der
Kapseln soll übrigens nicht das Beste sein ...
Aufregend
Man kann die Allegiance-Missionen gera-
de im komplexesten Spiel-Modus mit
einem sportlichen Wettbewerb verglei-
Die vier Allegiance-
Gruppen
Jedes Team kann sich für eine Aus-
richtung entscheiden, die das Spiel-
vorgehen entscheidend bestimmt.
Die Gigacorp glaubt an Vorsprung durch
Wirtschaft: Mit ihr fällt es leicht, einen
ökonomischen Vorsprung zu erringen.
Die straff organisierten Militaristen der
Iron Coalition besitzen die besten Waffen.
Die Bios entsprangen einem geneti-
schen Experiment und haben besonde-
re Tarnmechanismen.
Nur auf offiziellen Microsoft-Servern
gibt es eine vierte Gruppe, die Belters.
Diese Weltraum-Piraten sind darauf
spezialisiert, feindliche Raumschiffe
oder Stationen zu kapern.
»Sportlicher
Wettbewerb.«
chen. Wie in einer Meisterschaft zieht man
von Mission zu Mission, verbessert seine
Fähigkeiten und lernt seine Teamkamera-
den besser kennen. Die Verantwortung für
die eigene Gruppe treibt den Adrenalin-
spiegel in Höhen, die in normalen Single-
Playerspielen unerreichbar sind. Wer als
Kommandant versagt, und nicht nur für
seine eigene Niederlage,
sondern auch für die sei-
ner Leute verantwortlich
ist, fühlt sich danach in
der Regel miserabel. Um
so größer ist im Gegenzug die Freude über
ein gelungenes Manöver. Zahlreiche, stan-
dardisierte Funksprüche, die auf Tasten-
druck abrufbar und alle mit Sprachausga-
be unterlegt sind, machen die Sache
außerdem erstaunlich lebendig. Kompli-
ziertere Botschaften können Sie per Tasta-
tur eintippen, (uh)
PC PLAYER APRIL 2000 93
PREVIEW
Deus
Warren Spector
schlägt wieder zu: Der
Vater von Legenden
wie »Ultima Under-
world« und »System
Shock« hatte bei einer
Stippvisite in Hamburg
sein neuestes Werk
im Handgepäck.
Glauben Sie mir, nichts
geschieht zufällig: Wenn ein
Flugzeug abstürzt, so sollen
damit bestimmte Personen
ausgeschaltet werden. Ereignet sich ein
Stromausfall, dann soll Ihnen der Erhalt
einer die Weltverschwörung erklärenden
E-Mail unmöglich gemacht werden.
Und wenn ein bekannter
Spieledesigner ein Pro-
gramm über eben solch
eine Weltverschwörung
entwickelt so geschieht
dies nur, um die Wahrheit
zu verschleiern und die Menschheit durch
solch ablenkende Unterhaltung in falscher
Sicherheit zu wiegen.
Sie meinen, solche Gedankengänge zeu-
gen von Paranoia? Richtig, denn wie sol-
len Regierungen die noch nicht einmal
Parteispenden fachmännisch in schwarzen
Kassen verschwinden lassen können, der-
artige Kunststücke koordinieren. Wenn Sie
dennoch gerne einmal eine globale Intrige
aufdecken möchten, sollten Sie sich »Deus
Ex« vormerken. Warren Spector, seines
Zeichens Projektleiter dieses Titels kommt
schließlich aus Amerika - dem Land, in
dem ein bedeutender Teil der Bevölkerung
noch immer mit einer Invasion durch
U NO-Streitkräfte rechnet, um eine allge-
SPIELFAKTEN
■ Besonderheiten: Interessanter
Genre-Mix ■ Unreal-Tournament-
Grafik-Engine ■ 13 Missionen ■ Weit-
gehende Handlungsfreiheit ■ Über 100
simulierte Personen
■ Hersteller: Ion Storm/Eidos
■ Genre: Action-Rollenspiel
■ Termin: April 2000
Ihre Kameraden
unterstützen Sie
automatisch.
Ȇber 1 00
Personen mit
Eigenleben.«
meine Krankenversicherung und ähnliches
Teufelszeug einzuführen. Er sollte also wis-
sen, mit welchem Thema er uns da
beglückt. Darüber hinaus hat Warren
Spector allerdings noch
ein paar andere Qualifika-
tionen zu bieten, die jeden
Spieler aufhorchen lassen
sollten: Als Schöpfer von
»Ultima Underworld« und
»System Shock« bewies er früh, welches
Potenzial in 3D-Spielen steckt. Zuletzt war
er lange Zeit in die Entwicklung von »Dark
Project: Der Meisterdieb« involviert.
Warren Spector gibt Fersengeld.
Alle Tauben fliegen hoch
Auch diesmal ist der Anspruch groß, den
er an sein eigenes Projekt stellt: Es möch-
te die Spielwelt möglichst realistisch simu-
lieren und dem Spieler einen großen
Handlungsspielraum lassen. Jeder Gegen-
stand soll manipuliert und auch für kreati-
ve Lösungen benutzt werden können. Das
letzte Programm mit diesem Ansatz war
das Jurassic-Park-Drama »Trespasser«
und scheiterte kläglich. Spector ist den-
noch optimistisch, zumal er viele seiner
ursprünglich besonders ambitionierten
Ideen auf ein praktikables Maß zurechtge-
stutzt hat. Zwar bereist man im Verlauf der
13 Missionen und dem Tutorial Städte auf
mehreren Kontinenten, doch wurde von
Ihm geschickt jeweils nur ein kleines Areal
gewählt und simuliert, in dem Sie sich
bewegen dürfen.
Beim ersten Einsatz findet man sich auf
»Liberty Island« wieder, jener winzigen
New Yorker Insel, auf der die Freiheitssta-
tue in den Himmel ragt. Sie stecken in der
Haut von J.C. Denton, einem talentierten
Spezialagenten im Auftrag der Regierung,
der eine seltsame Geiselnahme beenden
94 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
soll. Kurz nach der Ankunft tritt Dentons
Bruder auf Sie zu und weist Sie in die Situ-
ation ein. Zudem möchte er wissen, ob Sie
die Verbrecher lieber durch einen Blitzan-
griff überrumpeln wollen, oder sich deut-
lich gewaltloser in das Entführerlager ein-
schleichen möchten.
Gespräche sind bei Deus Ex ausgespro-
chen wichtig, und so wurde großer Wert
auf lippensynchrone Sprachausgabe
gelegt. Über 100 Personen können Sie im
Verlauf der Handlung begegnen, die
zudem ein Eigenleben besitzen. Hinzu
kommen zahllose Tauben, die öfters in
Ihrer Nähe unvermutet hochflattern - sehr
unangenehm, wenn man eigentlich nicht
gesehen werden möchte.
Jedem das Seine
Tarnen und täuschen ist ein Hauptelement,
zumal Sie zu Beginn den Umgang mit der
Schusswaffe nicht besonders gut beherr-
schen. Unfreiwillig und höchst anschau-
lich demonstrierte dies der Meister Warren
Spector bei der Vorführung von Deus Ex:
Mehrfach ergriff er vor anrückenden Geg-
nern panisch die Flucht, da er seinen
Fähigkeiten nicht traute und schon wenige
Treffer das Leben seines digitalen Alter
Egos auslöschen können. Spector erklärte
rasch, dass bei Deus Ex jeder seinen eige-
nen Stil entwickeln darf - wer gerne in der
Gegend herumballert und Probleme direkt
löst, kann dies genauso ausleben wie eine
vorsichtige Natur, die den meisten Schuss-
wechseln aus dem Weg geht.
Daher ist es
Das Mündungsfeuer der Waffen
sollten Sie nicht zu lange bewun-
dern.
Das Brecheisen können Sie bei
Kameraden ruhig wegstecken.
enorm wichtig, wel-
che der elf Fähigkei-
ten Sie im Spielver-
lauf gezielt steigern.
erzählen, eine Geschichte für Erwachsene.
Daher wählte er auch reale Schauplätze in
der nahen Zukunft als Szenario aus. Die
Spieler sollen sich rasch zurechtfinden und
mit der Geschichte identifizieren. Der Iden-
»Warren Spector ü a i' c ° h n Perspektive,
mit der die SD-Umge-
bung und das Ge-
ergriff die Flucht.«
Das Spektrum reicht
dabei vom Knacken versperrter Schlösser
über Computerkenntnisse bis hin zum
Umgang mit den etwa 20 Waffenarten. Ihr
Können lässt sich um drei Stufen steigern,
doch selbst Laien dürfen sich trotz man-
gelnder Fachkenntnisse in allen Bereichen
versuchen, wenngleich die Erfolgschancen
geringer sind. Trotz dieses rollenspielarti-
gen Einschlags beharrt Spector darauf,
kein Rollenspiel geschaffen zu haben. Viel-
mehr wollte er eine bestimmte Geschichte
schehen viel
men werden.
unmittelbarer wahrgenom-
Das Ende der Tief kühlpizza
Die Geschichte des mit Cyber-Implantaten
ausgestatteten Helden soll den Spieler laut
Warren Spector für durchschnittlich 35
Stunden in Beschlag nehmen. Bewusst
will man auch wenig erfahrene Spieler
ansprechen, die sich von der Hintergrund-
geschichte rund um ein finsteres Geheim-
nis hinter den Kulissen der fiktiven Realität
angezogen fühlen. Tatsächlich erinnert die
Rahmenhandlung rund um eine verhee-
rende Seuche und das teure Heilmittel
Ambrosia eher an eine Mischung aus
James-Bond-Filmen und »Blade Runner«.
Seien Sie übrigens beruhigt - eine Welt-
verschwörung gibt es nicht, und dass
Ihnen jedesmal einer das letzte Exemplar
Ihrer Lieblings-Tlefkühlpizza vor der Nase
wegschnappt ist wirklich Zufall - niemand
will Sie fertig machen, Ehrenwort! Ist
Ihnen übrigens schon aufgefallen, dass
man aus den in diesem Artikel verwende-
ten Buchstaben den Satz »Wir haben die
Macht« bilden kann? (tw)
PC PLAYER APRIL 2000 95
PREVIEW
F1 2000
Konkurrenz für Geoff Crammond - EA Sports
kommt noch im März mit einer Formel-1-
Simulation, die ebenfalls Anspruch auf
Authentizität erhebt.
SPIELFAKTEN
■ Hersteller: Image Space Inc./
Electronic Arts
■ Genre: Rennsimulation
■ Termin: März 2000
■ Besonderheiten: Lizenz für das
Jahr 2000 ■ Animierte Gesichtsaus-
drücke der Fahrer ■ Realistisch dar-
gestellte Fahrzeuge ■ Die wahr-
scheinlich einzige Konkurrenz für
Geoff Crammonds Grand Prix 3
Klotzen, nicht kleckern heißt
die Devise bei EA Sports:
Für die erste richtige For-
mel-1 -Simulation aus dem
Hause sicherten sich die Marketing-
Experten gleich die Lizenzrechte für
die diesjährige Saison.
So werden als Teams auch
BMW und Jaguar antreten, die
»Hoher De-
leiter ist übrigens James Hawkins,
der vorher bei Microprose Produzent
für die Titel »X-COM Apocalypse«
und »GP Manager 2« war - und
Beta-Tester für »F1 Grand Prix«. All
diese Erfahrung soll in F1 2000 einfließen;
der Detailgrad zeigt sich nicht nur im Ori-
ginalaussehen der Fahrzeuge.
Das aerodynamische Modell
Strecke Indianapolis finden Sie -fr«ij|fj KOr| tt der Autos wird für jeden Team-
ebenfalls, ^f " Typ einzeln berechnet und
unterscheidet sich somit von der bisher
Wer ist Image Space Inc.?
Entwickler Image Space machte sich einen
Namen mit »Sports Car GT«, dessen Gra-
fik-Engine für »F1 2000« in einer verbes-
serten Version benutzt wird. Entwicklungs-
existierenden Konkurrenz. Sogar die
Helme der Piloten (deren Rechte bei jedem
Fahrer einzeln liegen!) entsprechen dem
realen Vorbild, genauso wie charakteristi-
sche Fahrweisen. Wir hoffen aber, dass
Schumi sich keine Extremitäten mehr
bricht und auch nicht seinen Konkurrenten
in die Seite rauscht. Stattdessen lassen
sich die momentanen Gemütsverfassun-
gen an deren Gesichtsausdruck ablesen -
inwieweit Sie aber dafür bei heißen Zwei-
kämpfen Zeit haben, sei mal dahingestellt.
Formel 1 für alle!
Trotz des hohen Realitätsanspruchs soll
F1 2000 sich nicht nur an die Hardcore-
Fraktion unter den PC-Rennfreunden rich-
96 PC PLAYER APRIL 2000
PREVIEW
ten. Ein stark variabler Schwierigkeits-
grad wird es selbst Anfängern, die eigent-
lich schon mit dem Einparken beim ört-
lichen Supermarkt Probleme haben,
ermöglichen, die sensiblen Boliden über
die Pisten zu steuern.
Natürlich gibt es Fahrhilfen, die Ein-
fluss auf Gas oder Bremse nehmen und
somit schon mal verhindern, dass Ihnen
beim Start gleich die Räder durchdrehen
oder Sie mit 300 Sachen in eine Haarna-
delkurve hineinbrettern. Aber auf Wunsch
dürfen Sie selbstverständlich genauso
viel Kontrolle ausüben wie ein echter For-
mel-1-Pilot - machen Sie sich dann aber
auf lustige Dreher und Kontakt mit Kies-
betten oder Leitplanken gefasst.
Damit Sie nicht gleich den Mut im Ver-
gleich zu den computergesteuerten Fah-
rern verlieren, dürfen Sie über ein LAN
(und wahrscheinlich auch mit Hilfe des
Internets) 21 weitere Kontrahenten einla-
den, die alle den Vorteil haben, mensch-
lich zu sein.
Mehr Übersicht
Die Grafik-Engine stellt das Geschehen aus
allen möglichen Blickwinkeln dar, unter
anderem denen von Mini-Kameras, wie
wir sie vom Fernsehen kennen. Diese wer-
den zum Teil sogar auf Videoschirmen am
Streckenrand präsentiert. Darüber hinaus
soll es eine um das Auto frei positionier-
bare Perspektive geben - nicht uninteres-
sant, da Sie so die optimale Kombination
aus direkt am Armaturenbrett oder hinter
dem Auto gezeigter Ansicht finden kön-
nen. Eine feine Sache ist zudem das vir-
tuelle Cockpit, mit dem Sie, wie in einer
Flugsimulation, den Blickwinkel aus der
Ich-Perspektive schwenken können, als ob
Sie den Kopf drehen würden. Alle Armatu-
'fSrcfl!
A ^
Alle Daten und Werbelogos stim-
men für das Jahr 2000. Auf den
hier abgebildeten Screenshots
arbeiten die Designer allerdings
noch mit den Parametern von 1999.
ren, das Lenkrad, Pedale und so weiter
werden dreidimensional modelliert, so
dass auch hier die Optik immer stimmt.
Über Funk stehen Sie mit der Boxen-
crew in Verbindung, die Ihnen strategische
Tipps und Hilfen gibt, während Sie Ihre
Gegner aufs Korn nehmen. Fahren Sie
zum Tanken und Reifenwechseln, werden
Ihre Helfershelfer übrigens bei dieser
Aktion komplett animiert.
Wer hat die Pole Position?
Gegen Geoff Crammonds »Grand Prix 3«
steht ein interessantes Duell an: EA Sports
veröffentlicht seinen Beitrag zum Formel-
1-Zirkus voraussichtlich Ende März - drei
Monate vor dem Konkurrenten - und hat
dazu im Gegensatz zu Microprose die Sai-
sondaten von diesem Jahr, während GP 3
diejenigen von 1998 benutzt. Mit beiden
(oder drei) gedrückten Daumen und ganz,
ganz viel Glück werden wir in der nächsten
Ausgabe den EA-Aspiranten auf die haus-
eigene Teststrecke schicken können und
Ihnen klar sagen, wie F1 2000 denn genau
abschneidet, (mash)
Eine Reihe verschiedener Kamera-
Ansichten sowie eine frei positio-
nierbare Perspektive sorgt für
optimalen Überblick.
PC PLAYER APRIL 2000 97
f J ^
POLICE C
Mv *****
Special: Budget & Compilations
mvem'kC
§
reich!
x
Spielen und dabei sparen -
dank zahlreicher Budget-
Labels und Compilations
ist dieses Kunststück
möglich. Doch ist nicht
alles Gold, was billig ist!
er Qualität will, muss auch zahlen - so
' sagt man. Normalerweise müssen für
ein gepflegtes Spielvergnügen 80 bis
100 Deutsche Märker über die Theke
geschoben werden. Der pfiffige Computerspieler
jedoch weiß: Das geht auch anders!
Was im Filmgeschäft gang und gäbe ist - eine Ver-
wertungskette vom Kino über Video bis hin zur Fern-
sehausstrahlung - ist längst auch bei Computerspielen
üblich. Klar, Spiele werden im Normalfall nicht über
das Fernsehen ausgestrahlt, aber die Firmen haben
andere Wege gefunden, um möglichst viel Umsatz aus
ihren Titeln herauszuschlagen: Budget-Labels und
Compilations. Und das freut nicht nur das Manage-
ment und beschert Geld für neue Projekte, das lässt
auch Käuferherzen lachen. Denn auch Spitzentitel sind
normalerweise nach ein, maximal zwei Jahren zum
Schottenpreis zu haben. Irgendwann tauchen sie dann
meist sogar im trauten Reigen mit anderen hochklassi-
gen Produkten auf einer Spielesammlung, einer so
genannten Compilation, auf.
Der kleine Unterschied
Bei den Billigheimern gibt es jedoch einige wichtige
Unterschiede: Zunächst wären da die hauseigenen
Budget-Labels der Hersteller wie »Softprice« (Info-
grames) oder »Premier Collection« (Eidos).
Aber auch andere Hersteller kaufen ältere Titel auf
und veröffentlichen diese unter eigenem Markenna-
^
'*
dies Novitas
mit der
»Green Pep-
per «-Reihe
praktiziert,
in der teils <_' ^
schon sehr I
betagte Program-
me ihren zweiten Frühling erleben.
Andere, wie die deutsche Firma »ak tronics«, kau-
fen ebenfalls namhafte Produkte auf, aber treten nicht
mit eigenem Namen in Erscheinung. Sie erstellen
schlichtere Verpackungen und bestücken die Kauf-
haus-Ketten stapelweise mit den entsprechenden CD-
ROMs, auf denen der Kunde nur den Schriftzug des
ursprünglichen Herstellers prangen sieht.
Spielesammlungen (Compilations) vereinen zwei
oder mehr, oft sogar ein Dutzend ältere Programme
zum Preis eines normalen Einzelspiels. Es gibt sie in
unterschiedlichsten Variationen - sortiert nach Gen-
res, nach Entwicklern oder nach Qualität.
Eine ganz andere Strategie wird bei Spielen ver-
folgt, die von vornherein schon zu einem günstigen
Preis veröffentlicht werden. Sehr bekannt ist die
»Goldene Serie« von Data Becker, aber auch mit »Big
Fun« (Sierra/Havas) oder »GT Select« (GT Interactive)
sollen Käufer gelockt werden. Oft verbergen sich
dahinter jedoch nur mittelprächtige Ergüsse zweit-
rangiger Entwickler, die zum Vollpreis sonst keine
Chance hätten. Oft bekommt man für genauso wenig
oder weniger Geld schon reduzierte Top-Programme,
die besser unterhalten.
Für schlechte Spiele hingegen ist jede Mark und
auch jede Minute Ihrer kostbaren Lebenszeit zu scha-
de. Schließlich gibt es ja selbst für fleischgewordene
Sparschweinchen genügend hochwertiges Futter -
wir haben für Sie die derzeit besten Schnäppchen,
sortiert nach Genres, zusammengestellt, (tw)
Spielesammlungen
Spielesammlungen, auch Compilations genannt, gibt es wie Sand halten jedoch einfach hochwertige Programme querbeet. Bei »Gold
am Meer. Manchmal werden einfach mehrere Teile der gleichen Games« zum Beispiel findet sich vom Rollenspiel zum Flugsimula-
Spielereihe zusammengepackt (siehe »Might & Magic 1-6«), tor die ganze Bandbreite von Unterhaltungssoftware. Wir haben zu
manchmal thematisch verwandte Titel oder schlicht Spiele vom den wichtigsten Titeln der Sammlungen die Ausgabe mit dem PC-
gleichen Hersteller vereint. Die erfolgreichsten Sammlungen ent- Player-Test, sowie die ursprüngliche Wertung angegeben, (tw)
Adventure Hall of Farne
Hersteller: Interplay
Preis: 50 Mark
Enthaltene Titel: 5
Baphomets Fluch (10/96; 80)
Baphomets Fluch 2 (10/97; 85)
Die by the Sword (5/98; 78)
Fallout 1 (1/98; 83)
Stonekeep (1/96; 75)
«mt ^* ^ >/*
Game Gallery Vol. 1
Hersteller:Swing Entertainment
Preis: 70 Mark
Enthaltene Titel: 15
Anstoss2 (10/97)
Castrol Honda Superbikes (8/98; 69) 1 FS RS P !j| tj]
Constructor (10/97; 82)
Forsaken (5/98; 85)
Heroes of Might an Magic 2 (1/97; 80)
Jack Nicklaus 5 (3/98;82), Rent-A-Hero (12/98; 72)
Turok (11/97; 78), Uprising (1/98; 79) -, und weitere
Gold Games 3
Hersteller: Topware
Preis: 30 Mark
Enthaltene Titel: 20
Bundesliga Manager 97 (4/97; 75)
Imperialismus (10/97; 62)
Links LS 98 (10/97; 88)
N.I.C.E. (3/97; 79)
Panzer General 3D (12/97; 82)
Pafizik Admiral (10/97; 78), Sub Culture (12/97; 81),
Tomb Raider (1/97;81), War Wind 2 (2/98; 70) - und weitere
Gold Games 4
Hersteller: Topware
Preis: 70 Mark
Enthaltene Titel: 21
Conflict Freespace (8/98; 84)
Diablo (2/97; 88)
Die by the Sword (5/98; 78)
Fallout 1 (1/98; 85)
Fallout 2 (1/99; 85)
Knights & Merchants (10/98; 77), Leisure Suit Larry 7 (1/97; 73)
Might & Magic 6 (6/98; 68), Pro Pilot 98 (8/98; 67) - und weitere
<^föfti«l
GAMES'
^:?Tft -üjuüssa los» "ü
B ' TBpUlW
GT Collect
Hersteller: GT Interactive
Preis: 70 Mark
Enthaltene Titel: 6
Carmageddon - deutsch (9/97; 71)
Destruction Derby 2 (1/97; 69)
Formula 1 97 (4/98; 72)
Grand Theft Auto (12/97; 79)
Rollcage (3/99; 76)
Wipeout 2097 (8/97; 58)
3
IE
1
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I!
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Collect €1
11
■k> 1
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■JLA
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(itFi
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fci
Might & Magic Gold
Hersteller: Ubi-Soft
Preis: 50 Mark
Enthaltene Titel: 6
Might & Magic 1
Might & Magic 2
Might & Magic 3
Might & Magic 4 (1/93; 79)
Might & Magic 5
Might & Magic 6 (6/98; 68)
Play the Games Vol. 1
Hersteller: Infogrames/Electronic Arts
Preis: 65 Mark B 3
Enthaltene Titel: 15
Bleifuss Fun (11/97; 75)
Command & Conquer (8/95; 91)
Der Industriegigant (9/97; 65)
Dungeon Keeper (7/97; 85)
FIFA 98 (1/98; 89)
KKND2 (7/98; 76)
Lands of Lore 2 (11/97; 71)
Need for Speed 2 (6/97; 79),
Seven Kingdoms (12/97; 77) - und weitere
Play the Games Vol. 2
Hersteller: Infogrames/Electronic Arts
Preis: 70 Mark
Enthaltene Titel: 15
Airline Tycoon (10/98; 60)
Command & Conquer 2 (12/96; 90)
Dark Omen (4/98; 76)
Flight Unlimited 2 (2/98; 74)
Gangsters (1/99; 77)
Heart of Darkness (8/98; 70)
Sid Meier's Gettysburg! (12/97; 70)
Superbike World Championship (4/99; 87)
Tomb Raider 2 (12/97; 81) - und weitere
Tycoon Collection
Hersteller: Microprose/
Hasbro
Preis: 80 Mark
Enthaltene Titel: 3
Railroad Tycoon 2 (12/98; 81)
Rollercoaster Tycoon 2 (4/99; 83)
Transport Tycoon Deluxe (12/95; 88)
War Collection
Hersteller: Microprose/
Hasbro
Preis: 70 Mark
Enthaltene Titel: 3
Apache Havoc
Falcon 4.0 (2/99; 90)
M1 TankPlatoon 2 (5/98; 83)
■•■ w« ,'3^- i*m
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PC PLAYER APRIL 2000 99
ACTION &
SPORT
Erstaunlich hochkarätige Titel gibt es in
diesen Genres zum Sparpreis. Egal ob es in
den Weltraum gehen soll (»Star Wars: X-
Wing Alliance«; »Conflict Freespace«) oder
man gegen Fantasy-Gegner antreten möch-
te (»Heretic 2«, »Hexen 2«), die Auswahl ist
in jedem Fall sehr gut. Bemerkenswert ist,
dass sogar mehrere hervorragende Spiele
darunter sind, die noch nicht einmal ein
Jahr auf dem Buckel haben. Auch Sportfans
werden ihre wahre Freude an den Schnäpp-
chen haben, (tw)
Battlezone
Hersteller: Activision
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: Pepper Pack 3
Siehe: PC Player 4/98
Damalige Wertung: 90
Heutige Wertung: 86
Der revolutionäre Action-Stra-
tegie-Mix von Battlezone avan-
cierte bei seinem Erscheinen
zum Kritikerliebling. Sie rasen
über Planetenoberflächen und
müssen gleichzeitig kämpfen
und das weitere Vorgehen
koordinieren.
Conflict Freespace
Hersteller: Interplay
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: Gold Games 4
Siehe: PC Player 8/98
Damalige Wertung: 84
Heutige Wertung: 84
Obwohl die Grafik des inzwi-
schen erschienenen Nachfol-
gers noch einen Tick schöner
ausschaut, ist auch das erste
»Conflict Freespace« dank
gelungener Missionen und
Story noch immer erste Wahl
für Raumpiloten.
Delta Force
Hersteller: Novalogic
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/98
Damalige Wertung: 80
Heutige Wertung: 78
Als Mitglied der Spezialeinheit
»Delta Force« stoßen Sie bis in
die Weiten Russlands vor. Zum
Einsatz kommt die Novalogic-
typische Voxelspace-Technolo-
gie, dank der man meilenweit
in die Landschaft blicken kann.
Descent 3
Hersteller: Interplay
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 8/99
Damalige Wertung: 89
Heutige Wertung: 89
Sie folgen Ihrer Robotersonde
mit einem Spezialgefährt durch
enge Gänge verwinkelter
Basen und sammeln dabei
allerlei Gegenstände ein. Klas-
se Grafik, anspruchsvolle Mis-
sionen - guter Orientierungs-
sinn ist ein Muss.
FIFA 98
Hersteller: EA-Sports
Preis: ca. 20 Mark
Compilation: Play the Games Vol. 1
Siehe: PC Player 1/98
Damalige Wertung: 89
Heutige Wertung: 86
Zwar hat FIFA 98 schon zwei
Jahre auf dem Buckel, doch
wirkt es auch im Vergleich mit
den beiden inzwischen erschie-
nenen Nachfolgern kaum ver-
altet. Ein Superangebot für alle
Fussball-Fans die nicht jede
kleine Verbesserung brauchen.
Forsaken
Hersteller: Acclaim
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: Game Gallery Vol. 1
Siehe: PC Player 5/98
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 83
Auf futuristischen Schwebe-
Motorrädern sausen Sie durch
zahlreiche Tunnel und ballern,
was das Zeug hält. Die zahlrei-
chen Gegner vermiesen Ihnen
dabei gerne die Tour. Lange
Zeit die Action-Referenz und
noch immer sehr spaßig.
Game, Net & Match
Hersteller: Blue Byte
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 7/98
Damalige Wertung: 71
Heutige Wertung: 65
Trotz Qualitätsmängel bei Prä-
sentation und Gegnerintelli-
genz noch immer das beste
derzeit erhältliche Tennis-Spiel
am PC. Besonders bei Partien
gegen einen menschlichen
Gegner (am gleichen Rechner)
kann es punkten.
Gex 3D
Hersteller: Gex 3D
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 7/98
Damalige Wertung: 82
Heutige Wertung: 78
Gex, grüner Reptil-Agent,
begleitet Sie durch dieses SD-
Hüpfspiel. Dabei wird nebenbei
die TV- und Kinowelt auf die
Schippe genommen. Das faire
Level-Design lässt auch die
unglücklichen Kamera-
schwenks verschmerzen.
Grand Theft Auto
Hersteller: Take 2
Preis: ca. 50 Mark
Siehe: PC Player 12/97
Compilation: GT Collect
Damalige Wertung: 76
Heutige Wertung: 71
Lustig ist das Verbrecherleben
- besonders wenn man sich
wilde Verfolgungsjagden mit
der Polizei liefert, während
man die Aufträge erfüllt.
Extrem witzig, leider gilt das
nicht für die misslungene Spei-
cherfunktion.
Heretic 2
Hersteller: Activision
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/99
Damalige Wertung: 82
Heutige Wertung: 82
Lassen Sie sich von der
Außenansicht auf den Helden
nicht täuschen: Dieses Spiel
basiert auf der Quake 2-Engine
und nutzt diese für ansehnliche
Spezialeffekte. Ein Klassespiel
voller Magie und Untoter das
in jede Sammlung gehört.
100 PC PLAYER APRIL 200C
SPECIAL
Hexen 2
Hersteller: Activision
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/97
Damalige Wertung: 80
Heutige Wertung: 75
Em 3D-Shooter im Fantasy-
Bereich, gewürzt mit zahlrei-
chen kleinen Rätseln - das
klingt nicht nur interessant, das
spielt sich auch atmospärisch.
Wegen hohem Schwierigkeits-
nichts für Einsteigen
Jedi Knight
Hersteller: LucasArts
Preis: ca. 45 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 4/98
Damalige Wertung: 84
Heutige Wertung: 83
Obwohl »Jedi Knight« nicht
mit den prachtvollen Spezialef-
fekten neuerer Shooter mithal-
ten kann, stimmt hier das
Spieldesign. Zum angegebe-
nen Preis gibt es Jedi Knight
und die hervorragende Zusatz-
CD »Mysteries of the Sith«.
Klingon Honor Guard
Hersteller: Microprose
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 10/98
Damalige Wertung: 70
Heutige Wertung: 70
Em faszinierender 3D-Shooter
im Star-Trek-Universum. Zwar
hält sich die Gegnervielfalt hier
in engen Grenzen, dennoch ist
dieser Titel ein Muss für alle
Trekker, die einmal ins Herz
des Klingonischen Reiches vor-
dringen wollen.
Links LS 1998
Hersteller: Eidos
Preis: ca. 35 Mark
Compilation: Gold Games 3
Siehe: PC Player 10/97
Damalige Wertung: 88
Heutige Wertung: 80
Die jahrlich neu aufgelegte
Golf-Referenz konnte auch in
der 1998er-Ausgabe überzeu-
gen. Keine andere Golfspielrei-
he ist so realistisch und gleich-
zeitig so schön anzusehen.
Auf jeden Fall preiswerter als
reales Golfen.
A>"Mfc
NBA Live '99
Hersteller: EA-Sports
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/99
Damalige Wertung: 90
Heutige Wertung: 88
Keine Frage, wer sich für Bas-
ketball interessiert, der hat zu
dieser EA-Sports-Reihe keine
Alternative. Wie gut, dass es
einen fast aktuellen Titel aus
der Reihe auch zum Sparpreis
gibt - der Nachfolger bietet nur
wenig mehr.
NHL Hockey '99
Hersteller: EA-Sports
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 11/98
Damalige Wertung: 91
Heutige Wertung: 89
Der Star auf dem Eis hat kaum
gelitten, zumal der nächste
NHL-Teil nur unwesentlich
mehr als sein Vorgänger bietet.
Wer sich gerne mit Männern
auf Kufen beschäftigt, für den
wird preisgünstig ein Traum
Rouge Squadron
Hersteller: LucasArts
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 2/99
Damalige Wertung: 72
Heutige Wertung: 72
Eigentlich besteht Rouge Squa-
dron aus mehreren verschiede-
nen Spielen, die geschickt
aneinander gefügt wurden. Vor
sehenswerter Kulisse müssen
Sie Ihre Geschicklichkeit als
Pilot beweisen. Keine Simula-
Unreal
Hersteller: GT Interactive
Preis: 20 bis 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 8/98
Damalige Wertung: 87
Heutige Wertung: 85
Ein Ego-Shooter, der Maßstäbe
setzte. Sie stranden auf einem
fernen Planeten voller finsterer
Gefahren und verteidigen sich
in gelungenen Leveln gegen
gerissene Gegner. Wer Unreal
noch nicht besitzt, sollte
zuschlagen.
Wing Commander Prophecy
Hersteller: Electronic Arts
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 2/98
Damalige Wertung: 84
Heutige Wertung: 85
Die einstige Referenz unter den
Weltraum-Ballerspielen weiß
durch zahlreiche optische Le-
ckereien zu begeistern. Taktik
ist selten notwendig, es zählen
rasche Reaktionen -Zwischen-
sequenzen sorgen für Ver-
schnaufpausen.
Worms 2
Hersteller: Hasbro
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/97
Damalige Wertung: 78
Heutige Wertung: 75
Kleine Würmer versuchen, die
gegnerischen Kriecher mit
allerlei unterschiedlichen Waf-
fen in Bedrängnis zu bringen.
Das macht mehr Spaß als man
nun denken mag - besonders
bei Partien gegen menschliche
Mitspieler.
X - Beyond the Frontier
Hersteller: THQ
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 8/99
Damalige Wertung: 78
Heutige Wertung: 78
Handeln und kämpfen im Welt-
all: Als Pilot pendeln Sie zwi-
schen den Gestirnen hin- und
her und verticken Waren. Lei-
der ist die Anfangsphase etwas
zäh geraten und auch die Welt-
raumkämpfe haben kleine
Macken.
X-Wing: Alliance
Hersteller: LucasArts
Preis: 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 5/99
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 85
Keine Frage, andere Weltraum-
spiele haben eine beeindru-
ckendere Grafik, doch dafür
besitzt »X-Wing: Alliance« den
Star-Wars-Bonus. Ein bemer-
ckenswertes Missions-Design
lässt das Pilotenherz vorr Freu-
de abheben.
PC PLAYER APRIL 2000 101
ACTION -
ADVENTURES
Action-Adventure, das heißt in erster Linie
»Lara Croft«. Der agilen Archäologin kann in
diesem Genre niemand entkommen, und so
finden sich gleich drei »Tomb Raider«-Titel in
unserer Sparliste wieder. Allerdings gibt es
auch hochwertige Alternativen: Als Drachen-
reiterin machen Sie im leider etwas unterge-
gangenem »Drakan« Lüfte und Oberfläche
einer Fantasy-Welt unsicher. Wer es
anspruchsvoll mag, erhält mit »Dark Project«
eines der innovativsten Spiele der letzten
Jahre, (tw)
Dark Project - Meisterdieb
Hersteller: Eidos
Preis: ca. 45 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 2/99
Damalige Wertung: 91
Heutige Wertung: 91
Keine Frage, das innovative
»Dark Project« gehört zu den
Höhepunkten des letzten Jahres.
Als hoffnungsvoller Jungeinbre-
cher durchstöbern Sie eine
mittelalterliche Welt. Tarnen und
Täuschen ist dabei Trumpf um
nicht entdeckt zu werden.
Die by the Sword
Hersteller: Interplay
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: Gold Games 4;
Siehe: PC Player 5/98
Damalige Wertung: 78
Heutige Wertung: 76
Vor Beginn dieses Fantasy-
Abenteuers führt ein gelunge-
nes Tutorial in die Feinheiten
des Schwertkampfes ein.
Experten erfreuen sich an den
zahlreichen Hieb- und Stichva-
rianten, aber die muss man
Drakan
Hersteller: Psygnosis
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 10/99
Damalige Wertung: 81
Heutige Wertung: 81
Als schmucke Drachenreiterin
versuchen Sie, das Böse
zurückzudrängen. Dabei stehen
neben Luftschlachten gegen
andere Drachen auch ausführli-
che Erkundungen von monster-
durchseuchten Höhlensyste-
men auf der Tagesordnung.
King's Quest 8
Hersteller: Sierra
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/99
Damalige Wertung: 84
Heutige Wertung: 80
Der vorerst letzte Teil der legen-
dären Adventure-Reihe erschien
nicht nur in 3D, sondern wech-
selte auch das Genre. Sie hüp-
fen und kämpfen als einzige
Hoffnung der Menschheit in
einer durch böse zauberische
Kräfte erstarrten Welt.
Oddworld: Abe's Exoddus
Hersteller: GT Interactive
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/99
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 85
Obwohl Oddworld ganz auf
2D-Grafik setzt, sehen einige
3D-Konkurrenten im Vergleich
ganz schön blass aus. Sie las-
sen ihren putzigen Helden her-
ausfordernd schwere Rätsel
lösen und Artgenossen Anwei-
sungen geben.
Oddworld: Abe's Oddysee
Hersteller: GT Interactive
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/98
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 80
Die erste Episode des auf fünf
Teile angelegten Oddworld-
Zyklus macht sie erstmals mit
dem sympathisch-tapsigen
Helden und seiner originellen
Sprache vertraut. Retten Sie Ihr
Volk vor dem schaurig drohen-
den Fleischwolf!
:t;;w
Silver
Hersteller: Infogrames
Preis: ca. 35 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 5/99
Damalige Wertung: 72
Heutige Wertung: 72
Diese Mischung aus Action-
Adventure und japanischem
Rollenspiel weiß besonders
durch die hübsch gezeichneten
Schauplätze zu verzaubern. Die
Echtzeit-Kämpfe mit mehreren
Kameraden hingegen sind
etwas schwer zu kontrollieren.
Tomb Raider
Hersteller: Eidos
Preis: ca. 20 bis 40 Mark
Compilation: Gold Games 3
Siehe: PC Player 1/97
Damalige Wertung: 81
Heutige Wertung: 75
Schon der erste Teil des Spiels
rund um die attraktive Archäo-
login schlug bei den Käufern
ein wie eine Bombe - und das
lag nicht nur an den Kurven
der Hauptfigur, sondern am
damals sehr innovativen Spiel-
prinzip.
Tomb Raider 2
Hersteller: Eidos
Preis: ca. 20 Mark
Siehe: PC Player 12/97
Compilation: Play the Games Vol. 2
Damalige Wertung: 81
Heutige Wertung: 75
Viele Fans schätzen den zweiten
Teil wegen seiner hervorragen-
den Spielbarkeit und betrachten
ihn als einen Höhepunkt der
Serie. Es geht unter anderem
nach Tibet und Venedig, wo die
gewohnten Rätsel gelöst wer-
den.
Tomb Raider 3
Hersteller: Eidos
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/99
Damalige Wertung: 81
Heutige Wertung: 74
Ganz ohne große Veränderun-
gen kommt Lara Crofts dritter
Auftritt aus. Obwohl die typi-
sche »Tomb Raider«-Kost
geboten wurde, schreckte es
etliche Spieler durch den frus-
trierend-hohen Schwierigkeits-
grad ab.
102 PC PLAYER APRIL 200C
SPECIAL
ADVENTURES &
ROLLENSPIELE
Im Budget-Bereich ist das Verhältnis zwi-
schen Adventures und Rollenspielen genau
umgekehrt wie bei den brandneuen Titeln:
Während derzeit kaum noch Abenteuerspiele
erscheinen, erleben Rollenspiele derzeit
einen zweiten Frühling. Dafür hat die Fange-
meinde ihre liebe Not, preiswert an hochwer-
tige Rollenspiele zu kommen. Immerhin
wurde der Verkaufspreis des hervorragenden
»Baldur's Gate« mittlerweile reduziert, »Fal-
lout 1 und 2« sowie »Diablo« und die »Might &
Magic «Reihe versprechen Kurzweil, (tw)
Bad Mojo
Hersteller: Impulse
Preis: ca. 35 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 5/96
Damalige Wertung: 78
Heutige Wertung: 70
Durch die ungewöhnliche Hand-
lung - Sie spielen aus der Sicht
einer Küchenschabe - reizt die-
ses Adventure noch heute. Die
Entwickler haben geschickt Rät-
sel entworfen, die sich selbst
von einem winzigen Insekt
bewältigen lassen.
Baldur's Gate
Hersteller: Interplay
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 2/99
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 83
Interplay setzte auf ein schein-
bar totes Genre - und gewann.
»Baldur's Gate« erweckte die
Rollenspiele wieder zum
Leben, denn die Spieler waren
angesichts der Hintergrundge-
schichte und des guten
Designs begeistert.
Baphomets Fluch
Hersteller: Virgin
Preis: ca. 15 bis 25 Mark
Compilation: Adventure Hall of Farne
Siehe: PC Player 10/96
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 76
Im modernen Paris wandeln Sie
auf den Spuren des mysteriösen
Templerordens und decken eine
weltumspannende Verschwö-
rung auf. Sie reisen dabei sogar
nach Spanien, Schottland und
Syrien wo überraschende
Erkenntnisse zu gewinnen sind.
Baphomets Fluch 2
Hersteller: Virgin
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: Adventure Hall of Farne
Siehe: PC Player 10/97
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 79
Die Fortsetzung des packenden -
wenngleich etwas laberlastigen
-Adventures entführt Sie unter
anderem nach Südamerika, in
die Karibik, nach London und
auch wieder nach Paris. Diesmal
dreht sich die Story um einen
alten, gefährlichen Maya-Kult.
Diablo
Hersteller: Blizzard
Preis: ca. 20 bis 40 Mark
Compilation: Gold Games 4
Siehe: PC Player 2/97
Damalige Wertung: 89
Heutige Wertung: 80
Der Action-Rollenspiel-Renner
»Diablo« ist wahlweise zum
Super-Sparpreis in einer
schlichten CD-Hülle oder zusam-
men mit der Zusatz-CD »Hellfi-
re« erhältlich. Zumindest ein
Diablo sollte in jedem gutsor-
tierten Spieler-Haushalt stehen.
Fallout
Hersteller: Interplay
Compilation: Adv. Hall of
Farne, Gold Games 4
Siehe: PC Player 1/98
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 80
Allenfalls als Restposten findet
man noch Einzelexemplare die-
ses Endzeit-Rollenspiels. Dafür
ist »Fallout« gleich auf zwei
aktuellen Spielesammlungen
präsent. Trotz kleiner technischer
Schwächen noch immer sehr
spaßig.
Fallout 2
Hersteller: Interplay
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: Gold Games 4
Siehe: PC Player 1/99
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 82
Das schwarzhumorige Endzeit-
Szenario in einer wüsten
Zukunftswelt, das gute Kampf-
system und die lobenswerte
Charaktererschaffung ergeben
zusammengenommen ein
noch immer herausragendes
Rollenspiel mit Stil.
Floyd
Hersteller: Adventuresoft
Preis: ca. 20 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/97
Damalige Wertung: 78
Heutige Wertung: 65
Ein grüngesichtiger Außerirdi-
scher als Held eines Abenteu-
erspiels - ja sicher! Nicht alle
Gags treffen bei diesem von
englischem Humor geprägten
Werk ins Schwarze, doch ins-
gesamt wird der Käufer leidlich
unterhalten.
Grim Fandango
Hersteller: LucasArts
Preis: ca. 50 Mark
Siehe: PC Player 1/99
Compilation: -
Damalige Wertung: 89
Heutige Wertung: 89
Abenteuer im Totenreich: Wäh-
rend die frisch verstorbenen auf
ihr Ticket für die Weiterreise
warten, geschehen merkwürdi-
ge Dinge. Maßarbeit aus
schwarzem Humor, gelungenen
Rätsel und wunderbarer
Geschichte.
Lands of Lore 3
Hersteller: Westwood
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 6/99
Damalige Wertung: 70
Heutige Wertung: 70
Der jüngste Teil ist zwar nicht
mehr ganz so enttäuschend
wie der zweite Teil der Rollen-
spiel-Saga, doch Grafik und
Spielverlauf sind wenig beein-
druckend. Zum Budget-Preis
allerdings durchaus eine Über-
legung wert.
PC PLAYER APRIL 2000 103
SPECIAL
Leisure Suit Larry 7
Hersteller: Sierra/Havas
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: Gold Games 4
Siehe: PC Player 1/97
Damalige Wertung: 75
Heutige Wertung: 68
Der Frauenheld Larry ist nicht
mehr solo zu haben: Entweder
man greift zur »Leisure Suit
Larry Collection« mit den Teilen
1 bis 7 und seinem Casino, oder
wirft einen Blick auf den
Gemischwarenladen »Gold
Games 4«.
Little Big Adventure 2
Hersteller: Electronic Arts
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 9/97
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 75
Der niedliche Twinsen kehrt
zurück, um abermals die Welt
zu retten. In ungewohnter Per-
spektive knacken Sie nicht nur
diverse Problemchen, sondern
haben zudem Kämpfe und eini-
ge Hüpfeinlagen zu überste-
hen.
Might & Magic 6
Hersteller: Ubi-Soft
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: Might & Magic Gold
Siehe: PC Player 6/98
Damalige Wertung: 68
Heutige Wertung: 65
Nicht mehr alleine, sondern nur
im Verbund mit seinen fünf
Geschwistern ist das actionorien-
tierte »Might & Magic 6« zu
haben. Für rund 50 Mark erkau-
fen Sie sich damit zwar eine
lange Spieldauer, jedoch auch
eine antiquierte Präsentation.
Monkey Island 3
Hersteller: LucasArts
Preis: ca. 45 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/98
Damalige Wertung: 88
Heutige Wertung: 83
Eine der erfolgreichsten
Adventure-Serien der Spiele-
geschichte fand mit diesem
Teil ihren vorläufigen
Abschluss. Im Zeichentrickstil
werden haufenweise humorige
Einlagen im Piratenambiente
geboten.
Myst
Hersteller: Red Orb
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: Ages of Myst
Siehe: PC Player 5/94
Damalige Wertung: 73
Heutige Wertung: 68
Dieser höchst erfolgreiche
Klassiker gehört zu den meist-
verkauften PC-Spielen und
begründete seinerzeit das
Genre der Render-Adventure.
Sicherlich kein Titel für Profis,
aber für Einsteiger durchaus
empfehlenswert.
Red Jack
Hersteller: THQ
Preis: ca. 20 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 3/99
Damalige Wertung: 74
Heutige Wertung: 74
Die witzige Piraten-Persiflage
versuchte, aus der Monkey-
Island-Welle Profit zu schlagen
- und das gelingt auch über
weite Strecken. Grafisch ist es
jedoch nicht ganz auf der Höhe
der Zeit und zudem ein eher
kurzes Vergnügen.
Rent-A-Hero
Hersteller: THQ
Preis: ca. 20 Mark
Compilation: Game Gallery Vol. 1
Siehe: PC Player 12/98
Damalige Wertung: 72
Heutige Wertung: 68
Hübsche Grafik und drollige
Charaktere lassen zunächst
den Spieler aufmerken. Gemin-
dert wird die Lust auf dieses
Abenteuer jedoch durch unlogi-
sche, eher flaue Rätsel, die
deutlich gemischte Gefühle
hinterlassen.
Ring des Nibelungen
Hersteller: Cryo
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 11/98
Damalige Wertung: 71
Heutige Wertung: 71
Wenn das kein originelles
Thema für ein Abenteuerspiel
ist: Die Sage vom Ring des
Nibelungen wurde Wagners
Griff entwunden und in ein
ungewöhnliches Szenario kata-
pultiert. Ansehnliches Spiel mit
bizarrem Charme.
Riven
Hersteller: Red Orb
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: Ages of Myst
Siehe: PC Player 12/97
Damalige Wertung: 80
Heutige Wertung: 70
Zweifellos besitzen das legen-
däre »Myst« und der Nachfol-
ger »Riven« ihre Qualitäten.
Der einfache Einstieg und die
reizvolle Render-Grafik lockt,
und da es beide Titel günstig
gibt, können Sie getrost einen
Selbstversuch wagen.
Stonekeep
Hersteller: Interplay
Preis: -
Compilation: Adventure Hall of Farne
Siehe: PC Player 1/96
Damalige Wertung: 75
Heutige Wertung: 65
Nicht mehr einzeln, aber dafür
zusammen mit anderen Inter-
play-Tlteln ist dieses damals
über mehrere Jahre angekündig-
te Rollenspiel erhältlich. Sie lau-
fen durch Gangsysteme und ver-
prügeln hauptsächlich Unmen-
gen von Monstern.
Die Versuchung
Hersteller: THQ
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 6/98
Damalige Wertung: 79
Heutige Wertung: 77
Mit reichlich Psychologie
gespickt ist dieser interaktive
Film. In Schlüsselszenen treffen
Sie Entscheidungen, durchstö-
bern ansonsten ein Anwesen
und entdecken so die Facetten
Ihrer eigenen Persönlichkeit.
Abgefahren!
Zork: Der Großinquisitor
Hersteller: Activision
Preis: 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/98
Damalige Wertung: 78
Heutige Wertung: 75
In dieser Mischung aus »1984«
und »Monty Python« finden
sich Selbstironie und zahlrei-
che Anspielungen. Die Atmo-
sphäre ist ausgesprochen
dicht, wenngleich die Optik
nicht ganz mit diesem Stan-
dard mithalten kann.
104 PC PLAYER APRIL 200C
SPECIAL
STRATEGIE &
AUFBAU
Das beliebteste Genre bietet gleichzeitig
auch das größte Spektrum an Budget-Titeln.
Egal ob Sie lieber Schlachten schlagen,
Städte aufbauen, Firmen leiten oder einen
Fußballverein an die Spitze führen - alles
geht. Auch bei den Szenarien herrscht völli-
ge Wahlfreiheit - je nach Ihren Vorlieben
geht es in die Antike, ins Mittelalter, in die
Gegenwart, die Zukunft oder eine Fantasy-
Welt voller Monster und Magie. Sie sehen:
Strategen steht die Welt offen, und das
noch preiswert, (tw)
Age of Empires
Hersteller: Microprose
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/97
Damalige Wertung: 86
Heutige Wertung: 83
Von der Steinzeit bis zu den
verschiedenen Kulturen der
Antike sind genügend Heraus-
forderungen für alle Möchte-
gern-Strategen vorhanden. Ein
echter Knaller, dem es weder
an Atmosphäre, noch an liebe-
vollen Details mangelt.
Alpha Centauri
Hersteller: Electronic Arts
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 3/99
Damalige Wertung: 88
Heutige Wertung: 88
Die neue Firma des Civihza-
tion-Schöpfers Sid Meier über-
zeugte mit diesem Meister-
werk, bei dem es um die
Besiedlung eines Planeten
geht. Freunde gepflegter Run-
denstrategie erwerben hiermit
eine monatelange Aufgabe.
Anstoss 2
Hersteller: Ascaron
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: Game Gallery Vol. 1
Siehe: PC Player 10/97
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 70
Obwohl diese Version des Fuß-
ballmanagers inzwischen der
Zeit hinterher hinkt, werden Fans
des Genres solide unterhalten,
wenngleich sie - anders als beim
soeben erschienenen Nachfolger
- auf in Echtzeit berechnete
Partien verzichten müssen.
Caesar 3
Hersteller: Sierra
Preis: ca. 45 Mark
Compilation: Legenden der Antike
Siehe: PC Player 12/98
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 83
Städtebau im römischen Reich:
Sie legen Siedlungen an, sor-
gen für deren reibungsvolles
Funktionieren und steigen so
im Ansehen des Kaisers. Die
Schwierigkeit der Missionen
steigt allerdings sehr rasch an.
Bekömmliche antike Wuselei.
Command & Conquer
Hersteller: Westwood
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: Play the Games Vol. 1
Siehe: PC Player 8/95
Damalige Wertung: 91
Heutige Wertung: 65
Dieser Klassiker war zwar nicht
das erste Echtzeit-Strategie-
spiel, es führte jedoch das vor-
malige Sub-Genre zum endgül-
tigen Durchbruch. Die fast fünf
Jahre seit der Erstveröffentli-
chung sind allerdings deutlich
zu spüren.
Commandos - Premier Coli.
Hersteller: Eidos
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 7/98
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 85
Im zweiten Weltkrieg befehli-
gen Sie einen kleinen Trupp
aus Spezialisten, um den Nazis
das Leben schwer zu machen.
Geniales Echtzeit-Strategiespiel
mit hohem Knobelfaktor, jetzt
zusammen mit der knackigen-
Zusatz-CD.
Dark Omen
Hersteller: Electronic Arts
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: Play the Games Vol. 2
Siehe: PC Player 4/98
Damalige Wertung: 76
Heutige Wertung: 76
Zu Unrecht ging dieser War-
hammer-Ableger seinerzeit lei-
der fast unbemerkt unter.
Dabei begeisterte nicht nur die
3D-Optik, auch das clevere
Kommandieren ganzer Verbän-
de und die dichte Atmosphäre
waren beachtlich.
Dark Reign
Hersteller: Activision
Preis: ca. 20 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 11/97
Damalige Wertung: 87
Heutige Wertung: 78
Eine erstaunliche Befehlsviel-
falt und die für ein Echtzeit-
Strategiespiel erstaunlich
brauchbare künstliche Intelli-
genz ließen Freude aufkom-
men. Nur die Präsentation und
belanglosen Story blieben eher
Mittelmaß.
Dune 2000
Hersteller: Westwood
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 9/98
Damalige Wertung: 74
Heutige Wertung: 74
Die Neuauflage des Urvaters
aller Echtzeitstrategie bot zwar
keine Überraschungen -
geschweige denn irgendwel-
che Innovationen - dennoch
stimmt das Ambiente auf dem
gefährlichen Wüstenplaneten.
Ein Klassiker.
Dungeon Keeper
Hersteller: Electronic Arts
Preis: ca. 20 bis 30 Mark
Siehe: PC Player 12/97
Compilation: Play the Games Vol. 1
Damalige Wertung: 86
Heutige Wertung: 78
Bauen Sie als böser Kerker-
meister ein Labyrinth aus Gän-
gen und Kammern, die Sie mit
Monstern und Fallen bestü-
cken, um allzu unvorsichtigen
Heldengestalten Saures zu
geben. Ein höchst origineller
Geniestreich.
PC PLAYER APRIL 2000 105
SPECIAL
Gangsters
Hersteller: Eidos
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/99
Damalige Wertung: 77
Heutige Wertung: 73
Sie erhalten bei diesem engli-
schen Titel die Chance, sich in
einer Gangsterbande nach
oben zu arbeiten und schließ-
lich die Kontrolle über eine
gesamte Stadt zu übernehmen.
Komplex und etwas zu kompli-
Heroes of Might and Magic 2
Hersteller: Ubi-Soft
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: Game Gallery Vol. 1
Siehe: PC Player 1/97
Damalige Wertung: 80
Heutige Wertung: 75
Obwohl (oder vielleicht gerade
weil) dieser Strategietitel auf
basiert - Monster bekämpfen,
Schätze einsammeln und
Gegenstände finden, entfaltet
dieses Spiel ein erschreckend
hohes Suchtpotenzial.
Incubation
Hersteller: Blue Byte
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 11/97
Damalige Wertung: 79
Heutige Wertung: 75
Auch die für ein Rundenstrate-
giespiel bemerkenswerte,
gelungene 3D-Präsentation
und das gute Missions-Design
verhalfen dem SF-Titel nicht zu
mehr Umsatz. Tragen Sie den
Kampf Aliens gegen Weltraum-
Marines jetzt aus.
Der Industriegigant
Hersteller: Infogrames
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: Play the Games Vol. 1
Siehe: PC Player 9/97
Damalige Wertung: 65
Heutige Wertung: 60
Diese ansehnliche Wirtschafts-
simulation sorgte auch beim
Hersteller für erstaunliche
Umsätze. Auf einer isometri-
schen Karte besorgen Sie Roh-
stoffe, produzieren und vertei-
len die Produkte im Wettlauf
mit dem Computer.
Jagged Alliance 2
Hersteller: Topware
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 6/99
Damalige Wertung: 87
Heutige Wertung: 87
Stellen Sie ein Team von Söld-
nern zusammen, um damit ein
unterdrücktes Entwicklungs-
land zu befreien. Die dynami-
sche Kampagne dieses kom-
plexen Rundenstrategiespiels
lässt sich weitgehend frei
angehen.
Kurt
Hersteller: Heart-Line
Preis: ca. 35 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 3/99
Damalige Wertung: 81
Heutige Wertung: 77
Bei der Veröffentlichung
erstaunten vor allem die in
Echtzeit berechneten Partien -
damals völlig neu bei Fußball-
managern. Für Abzug sorgten
Bedienungsmängel des Menü-
Dschungels und die verspielte
Comic-Optik.
Knights and Merchants
Hersteller: Topware
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: Gold Games 4
Siehe: PC Player 10/98
Damalige Wertung: 77
Heutige Wertung: 77
Bei diesem erfreulich gelunge-
nem Siedler-Klon liegt der
Schwerpunkt zwar auf Echtzeit-
Kämpfen, doch zunächst muss
auch hier eine florierende Wirt-
schaft aufgebaut werden. Ein
hoher Wusel-Faktor ist festzu-
Mech Commander
Hersteller: Microprose
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 8/98
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 82
Auf den isometrischen Karten
stapfen kleine Einsatztrupps,
bestehend aus riesigen robo-
terartigen Mechs über die Pla-
netenoberflächen. Taktisches
Feingefühl und schnelle Reak-
tionen sind vonnöten. Tolle
Animationen!
Myth 2
Hersteller: GT Interactive
Preis: ca. 20 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 2/99
Damalige Wertung: 75
Heutige Wertung: 75
Trotz frei drehbarer 3D-Grafik
und einer gelungenen Fanta-
sy-Hintergrundgeschichte
hatte »Myth 2« es schwer.
Nicht zuletzt die unübersicht-
lichen Kämpfe vereiteln takti-
sche Winkelzüge und sorgen
so für Frust.
Panzer General 3D
Hersteller: Mindscape
Preis: ca. 10 Mark
Compilation: Gold Games 3
Siehe: PC Player 12/97
Damalige Wertung: 82
Heutige Wertung: 80
Die Panzer-General-Serie
besticht durch eingängige
Bedienung, ein verständliches
Regelwerk, den raschen Ein-
stieg und eine hübsche Prä-
sentation. Genau diese Tugen-
den fanden sich auch hier wie-
Pizza Syndicate
Hersteller: Software 2000
Preis: 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 4/99
Damalige Wertung: 82
Heutige Wertung: 79
Dank hoher Komplexität
genau das richtige Kaliber für
alle Liebhaber von Wirt-
schaftssimulationen. Die zahl-
reichen Funktionen haben
jedoch auch eine Schattensei-
te: Der Spieler wird von ihnen
fast erschlagen.
Populous: The Beginning
Hersteller: Electronic Arts
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/98
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 80
Die zeitgemäße dreidimensio-
nale Variation des legendären
»Populous«-Themas bietet
nicht ganz die Tiefe des gro-
ßen Vorbilds. Leider sind die
Missionen einzeln sehr kurz,
dafür aber höchst amüsant
und sehr unterhaltsam.
106 PC PLAYER APRIL 200C
SPECIAL
Railroad Tycoon 2
Hersteller: Take 2
Preis: 50 Mark
Compilation: Tycoon Collection
Siehe: PC Player 12/98
Damalige Wertung: 81
Heutige Wertung: 81
Die Neuauflage von Sid Meiers
bekanntem Klassiker bietet
nicht nur eine ansprechendere
Präsentation und coole Blues-
Klänge. Auch die Bedienung
wurde verbessert, außerdem
sorgen etliche spannende Mis-
sionen für zusätzliche Kurzweil.
Rollercoaster Tycoon
Hersteller: Microprose
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: Tycoon Collection
Siehe: PC Player 4/99
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 83
Auf zum fröhlichen Achter-
bahnbau - als Vergnügungs-
park-Leiter bauen Sie vielerlei
Fahrgeschäfte, besonders auch
Achterbahnen auf, um Scharen
von Besuchern anzulocken -
die dann dort hoffentlich ihr
Geld abliefern.
Seven Kingdoms
Hersteller: Interactive Magic
Preis: 30 Mark
Compilation: Play the Games Vol. 1
Siehe: PC Player 12/97
Damalige Wertung: 77
Heutige Wertung: 74
Eine Mischung aus Wirtschaft,
Aufbau und Echtzeitstrategie
soll »Seven Kingdoms« sein,
doch die zahlreichen Möglich-
keiten sind nur für Hardcore-
Spieler wirklich interessant.
Die allerdings bekommen viel
geboten.
Sid Meier's Gettysburg!
Hersteller: Electronic Arts
Preis: 30 Mark
Compilation: Play the Games Vol. 2
Siehe: PC Player 12/97
Damalige Wertung: 70
Heutige Wertung: 67
Eine Schlacht aus dem ameri-
kanischen
zeit-Strategiespiel - das stieß
hierzulande nur auf verhaltene
Resonanz. Die historische
Akkuratesse bis hin zur klein-
sten Einheit ist jedenfalls faszi-
nierend.
Die Siedler 2
Hersteller: Blue Byte
Preis: 30 Mark
Compilation: Play the Games Vol. 1
Siehe: PC Player 6/96
Damalige Wertung: 80
Heutige Wertung: 75
Die Wuselkönige aus Mülheim
an der Ruhr verkauften bis vor
kurzem selbst von diesem älte-
ren Titel noch immer bemer-
kenswerte Stückzahlen. Ein
Fest jedenfalls für alle Aufbau-
freunde mit Liebe zu drolligen
Wichtelmännern.
SimCity 2000
Hersteller: Electronic Arts
Preis: 20 bis 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 4/94
Damalige Wertung: 90
Heutige Wertung: 75
Obwohl es mittlerweile eine
deutlich hübschere Neuauflage
des Städtebau-Klassikers gibt,
ist »SimCity 2000« nach wie
vor ein Renner. Schließlich
funktioniert die Stadtplanung
auch bei dieser Budget-Version
problemlos.
Star Trek: Birth of the Federation
Hersteller: Microprose
Preis: 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 7/99
Damalige Wertung: 75
Heutige Wertung: 68
Schon Ende März dürfte auch
dieser noch recht junge Titel
preislich reduziert werden.
Dann können Sie zum Spar-
preis die verschiedenen Reiche
aus dem Star-Trek-Universum
ner aufbauen.
Starcraft
Hersteller: Blizzard
Preis: ca. 45 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 6/98
Damalige Wertung: 88
Heutige Wertung: 84
Das Ringen dreier Rassen auf
fernen Planeten, die Sie zudem
noch abwechselnd überneh-
men, hatte verdientermaßen
großen Erfolg. Trotz deutlicher
Unterschiede der Kriegspar-
teien sind diese prima ausbal-
Theme Hospital
Hersteller: Electronic Arts
Preis: 40 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 4/97
Damalige Wertung: 79
Heutige Wertung: 70
Bei dieser originellen Wirt-
schaftssimulation betreiben Si<
Krankenhäuser unterschied-
licher Größe, bauen diese
gezielt aus und versuchen, die
Versorgung der Patienten kos-
tengünstig zu organisieren.
Lustig, trotz veralterter Grafik.
Total Annihilation
Hersteller: GT Interactive
Preis: 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 11/97
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 78
Klar, die Karten von »Total
Annihilation« lassen sich nicht
beliebig drehen oder schwen-
ken, aber dafür enthält es etli-
che Fahrzeugtyen, viele Missio-
nen und eine ausgesprochen
solide Gestaltung der Kampag-
Total Annihilation: Kingdoms
Hersteller: GT Interactive
Preis: 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 8/99
Damalige Wertung: 77
Heutige Wertung: 74
Nach dem Achtungserfolg von
Total Annihilation speziell in
Amerika verlagerten die Ent-
wickler das Geschehen in eine
mittelalterliche Fantasywelt.
Die Landschaften sind hübsch,
das Missions-Design jedoch
stümperhaft.
Warcraft 2
Hersteller: Blizzard
Preis: 40 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/96
Damalige Wertung: 87
Heutige Wertung: 79
Der Fantasy-Kampf zwischen
Orks und Menschen wurde von
Blizzard so zeitlos gelungen
inszeniert, dass es noch heute
Spaß macht, dieses mittlerwei-
le betagte Echtzeit-Strategie-
spiel zur Hand zu nehmen und
zu spielen.
PC PLAYER APRIL 2000 107
I SIMULATIONEN
Am Boden, im Wasser und in der Luft wim-
melt es nur vor simulierten Fahrzeugen.
Besonders Kriegsgerät unterschiedlicher
Typen und Epochen steht für Sie bereit, aber
auch der zivile »Microsoft Flightsimulator« ist
in einer älteren Version preiswert zu haben.
Bei den U-Boot-Simulationen müssen Sie
einige Jahrgänge zurückgehen, um ein ver-
nünftiges Programm zu finden, während die
anderen hier vorgestellten Simulationen
spürbar jünger sind. Bald wird übrigens auch
»Falcon 4.0« preiswert zu haben sein, (tw)
688 (I) Hunter/Killer
Hersteller: Electronic Arts
Preis: ca. 15 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 9/97
Damalige Wertung: 73
Heutige Wertung: 58
Als Kommandant eines moder-
nen U-Bootes der Los-Angeles-
Klasse kämpfen Sie gegen Dro-
genbarone und verrückt gewor-
dene russische Militärs. Realis-
tisch-trocken, daher nur etwas
für wahre Hardcore-Spieler und
Ortungs-Spezialisten.
Asse der Tiefe
Hersteller: Dynamix/Sierra
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/94
Damalige Wertung: 78
Heutige Wertung: 60
Ganz klar, man sieht das hohe
Alter dieser Simulation auf den
ersten Blick. Dennoch gibt es
bislang kein besseres, histori-
sches U-Boot-Spiel rund um
den Zweiten Weltkrieg. Sie
kommandieren übrigens einen
deutschen Tauchzylinder.
European Air War
Hersteller: Microprose
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/98
Damalige Wertung: 84
Heutige Wertung: 84
Die Luftschlachten des Zweiten
Weltkriegs fechten Sie bei die-
sem Referenzspiel erneut aus.
Sowohl auf alliierter wie auf
deutscher Seite steht Ihnen das
wichtigste Fluggerät der dama-
ligen Zeit für die Einsätze zur
Verfügung.
Flightsimulator '98
Hersteller: Microsoft
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/97
Damalige Wertung: 72
Heutige Wertung: 61
Wer bereit ist, grafische Abstri-
che hinzunehmen, erhält für
unter 50 Mark eine ältere, den-
noch für Freizeitpiloten völlig
ausreichende Version des Refe-
renzproduktes im Bereich zivi-
ler Flugsimulationen. Ein ech-
ter Dauerbrenner.
Flight Unlimited 2
Hersteller: Eidos
Preis: ca. 40 Mark
Compilation: Play the Games Vol. 2
Siehe: PC Player 2/98
Damalige Wertung: 74
Heutige Wertung: 63
Obwohl »Flight Unlimited« von
Looking Glass/Eidos bisher nicht
der gleiche Erfolg beschieden
war wie dem Microsoft-Flug-
simulator, ist dieser der 98er-
Ausgabe des MS Flightsimu-
lators leicht überlegen.
Unser Tipp für Hobby-Flieger.
Longbow 2
Hersteller: Electronic Arts
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/98
Damalige Wertung: 86
Heutige Wertung: 84
Trotz der beachtlichen Komple-
xität ist diese Hubschrauber-
Simulation sehr leicht zugäng-
lich. Acht moderne Kampfheli-
kopter-Typen stehen zur Aus-
wahl, um die actionreichen
Missionen erfolgreich zu absol-
M1 Tank Platoon 2
Hersteller: Microprose
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: War Collection
Siehe: PC Player 5/98
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 78
Nehmen Sie Platz in einem
modernen Kettenfahrzeug der
amerikanischen Armee! Wer
die Schlachten und Gefechte
gewinnen will, sollte jedoch
auch die anderen Fahrzeuge
seiner Einheit taktisch
geschickt koordinieren.
Red Baron 2
Hersteller: Dynamix/Sierra
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 2/98
Damalige Wertung: 80
Heutige Wertung: 76
Düsenjäger werden zwar mas-
senweise simuliert, aber die
Doppeldecker des Ersten Welt-
kriegs erhalten nur bei »Red
Baron 2« die ihnen eigentlich
zustehende Aufmerksamkeit.
Trotz mäßiger Optik ein Flug-
Schleichfahrt
Hersteller: Blue Byte
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/96
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 71
Seinerzeit heimste Blue Bytes
»Schleichfahrt« Lorbeeren für
seine beeindruckende Grafik
ein. Heute kennt man natürlich
noch ansehnlicheres, doch das
SF-Unterwasser-Szenario kann
nach wie vor fesseln. Das der-
zeit beste U-Boot-Spiel.
Total Air War
Hersteller: DID/Infogrames
Preis: ca. 35 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 11/98
Damalige Wertung: 85
Heutige Wertung: 81
Die komplexen Einsätze dieser
Simulation erfordern Ihre
ganze Konzentration, denn
eine F22 donnert schließlich
mit Düsenjäger-Geschwindig-
keit durch die Stratosphäre.
Abstriche gibt es bei der ange-
staubten Präsentation.
108 PC PLAYER APRIL 200C
Wer gerne gepflegt über den Asphalt bret-
tert, der hat auch im Budget-Bereich eine
reichhaltige Auswahl. Fast alle Formel- 1-
Klassiker sind mittlerweile im Preis redu-
ziert, und selbst Rallye-Fans kommen auf
ihre Kosten. Die Qual der Wahl haben aber
auch alle Liebhaber von Fun-Rennspielen,
denen es vor allem auf die phantasievolle
Gestaltung der Strecken ankommt. Wer darü-
ber hinaus noch Wert auf spannende Missio-
nen und Musik legt, sollte sich für »Nitro
Riders« entscheiden, (tw)
Colin McRae Rally
Hersteller: Codemasters
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 10/98
Damalige Wertung: 82
Heutige Wertung: 79
Tatsächlich war »Colin McRae«
bis vor kurzem das beste
Rallye-Rennspiel auf unserem
Hühnerhof. Auch jetzt ist es
noch immer ein Kauf ohne Reue
für alle Freunde dieses Motor-
sports - einen Beifahrer gibt es
gratis dazu.
Dethkarz
Hersteller: Melbourne House
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/98
Damalige Wertung: 80
Heutige Wertung: 78
Rasante Flitzer, fulminante
Optik und ein gutes Fahrver-
halten kennzeichnen dieses
australische Rennspiel. Mit
Phantasievehikeln sausen Sie
im Affentempo über zahlrei-
che, geschwindigkeitsopti-
mierte Strecken.
F1 Racing Simulation
Hersteller: Ubi-Soft
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/98
Damalige Wertung: 90
Heutige Wertung: 87
Wer Formel-1-Atmosphäre
schnuppern möchte, für den ist
die »F1 Racing Simulation«
immer noch erste Wahl. Der
gebotene Realismusgrad von
Benzinschleudern, Fahrgefühl
und Streckenführung wurde
von keinem übertrumpft.
Grand Prix 2
Hersteller: Microprose
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 4/96
Damalige Wertung: 87
Heutige Wertung: 84
Fast zwei Jahre lang war
»Grand Prix 2« ungeschlagene
Referenz in seinem Genre,
und auch heute noch schwö-
ren zahlreiche Fans auf diese
packende Rennzirkus-Simu-
lation der Extraklasse. Die
Legende lebt!
Grand Prix Legends
Hersteller: Sierra/Havas
Preis: ca. 45 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 11/98
Damalige Wertung: 84
Heutige Wertung: 84
Zu einer Reise in die Formel-1-
Vergangenheit brechen Sie mit
diesem hervorragenden Renn-
spiel an. Allerdings sind die Tou-
ren in historischen Oldtimer-
Rennwagen nur etwas für erfah-
rene Könner und überfordern
Einsteigen
Need for Speed 2
Hersteller: Electronic Arts
Preis: ca. 15 bis 30 Mark
Compilation: Play the Games Vol. 1
Siehe: PC Player 6/97
Damalige Wertung: 79
Heutige Wertung: 69
Der zweite Teil der »Need for
Speed«-Reihe verursachte
schon ähnliche Fahrspaßanfälle
wie die fesselnden Nachfolger.
Inzwischen wirkt die Grafik
allerdings veraltet und gerade
die ist bei einem Fun-Racer ja
durchaus wichtig.
N.I.C.E. 2
Hersteller: Magic Bytes
Preis: ca. 50 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 12/98
Damalige Wertung: 81
Heutige Wertung: 81
Ein wahrhaft abwechslungs-
reiches Rennspiel: Sie können
über interessante Strecken
überall auf dem Globus rasen,
Ihr Auto mit Gewinnen aus
erfolgreichen Rennen auf-
rüsten und sogar Waffen
Nitro Riders
Hersteller: Activision
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 5/98
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 81
Basierend auf dem abgehobe-
nen »Interstate '76« reisen
Sie zurück in die 70er-Jahre -
fiktive 70er Jahre voller Gewalt
auf den Straßen. Sie erledigen
gefährliche Missionen und
lauschen der coolen Musik.
Groovy!
Powerslide
Hersteller: GT Interactive
Preis: ca. 30 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 1/99
Damalige Wertung: 83
Heutige Wertung: 83
Ein rasantes Rennvergnügen
vom fünften Kontinent. In die-
sem Debüt-Titel von einem
neuen australischen Entwickler
geht es durch die freie Natur in
einer Endzeitwelt mit Mad-Max-
Touch. Faszinierende, temporei-
che Raserei!
Speed Busters
Hersteller: Ubi-Soft
Preis: ca. 25 Mark
Compilation: -
Siehe: PC Player 2/99
Damalige Wertung: 84
Heutige Wertung: 82
Dieses prächtige Action-Renn-
spiel gibt mit einem tollen
Schadensmodell, originellen
Rennstrecken und aufrüstbaren
Fahrzeugen Vollgas. Wegen
hohem Schwierigkeitsgrad
jedoch nur ein Fall für echte
Profis.
110 PC PLAYER APRIL 200C
Firmenhistorie: Shiny Entertainment
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J*-
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Glänzende
Aussichten
112 PC PLAYER APRIL 2000
SPECIAL
Max, Dr. Hawkins und Kurt sorgten für Furore. MDK war das erste PC-Pro-
dukt von Shiny Entertainment.
Shiny Entertainment er-
scheint auf den ersten Blick
sicher nicht als der am
besten geeignete Kandidat
für eine unserer Firmenhistorien.
Denn offiziell hat die Firma mit
»MDK« bisher nur einen einzigen PC-
Titel veröffentlicht.
David Perrys Spiele-Galerie
David Perry hat zwar mit Messiah und
Sacrifice zwei potenzielle Hits auf Lager,
dennoch sollte man nicht vergessen, dass
der Star-Designer auf eine glorreiche Ver-
gangenheit zurückblicken kann. Als Ent-
wickler für MicroGen, Probe Software und
Virgin Interactive produzierte er bereits
lange vor seiner Shiny-Zeit Bestseller am
laufenden Band für die damals populären
Computersysteme Sinclair, C64 und Amiga.
Einige der älteren Titel für den Spectrum
können Sie in einer Java-Version auf Dave
Perrys Webseite (www.dperry.com) kom-
plett spielen. Der Sinclair ZX Spectrum
(auch bekannt als TS2000) wurde erstmals
1982 von der britischen Firma Sinclair Re-
search vorgestellt. Getaktet war der Z80-
Chip mit stolzen 3,5 MHz. Der Computer
verfügte über 48 Kilobyte RAM-Speicher
und benutzte Audiokassetten als Speicher-
medium. Es folgt eine Auswahl von Perrys
bekanntesten Frühwerken.
In diesem Monat sollte zwar noch Mes-
siah erscheinen und Sacrifice wurde für
diesen Sommer versprochen. Dennoch ist
Shiny im Grunde genommen ein Entwick-
ler für Konsolenspiele.
Doch wer Shiny sagt, muss auch David
Perry sagen, und der ist bekannterweise
einer der Pioniere der PC-Spielegeschich-
te. Perry begann seine Programmierkarrie-
re im zarten Alter von 13 Jahren in Belfast.
Seine ersten Spiele erschienen für den
Sinclair ZX81, heute ein populärer Briefbe-
schwerer. Von Belfast führte ihn seine Kar-
riere zunächst nach London, wo er diverse
erfolgreiche Spiele für MicroGen entwi-
ckelte. 1985 landete er mit Pyamarama
für den Sinclair Spectrum seinen ersten
Hit. Der unternehmungslustige Teenager
veröffentlichte sogar ein Buch für ange-
hende Designer. Von »Astounding Arcade
Games« - so der Titel - wurden immerhin
13 000 Exemplare verkauft. Leider ist das
Buch heute nicht mehr erhältlich. Perrys
Talent für rätsellastige Plattformspiele ->
3 Weeks in
Paradise
Wally, Wilma und Herbert machen Urlaub
auf einer einsamen Insel und müssen sich
gegen die kan-
nibalistischen
Eingeborenen
verteidigen.
Hersteller:
MicroGen
Erschei-
nungsjahr:
1986
1 ^P^j I^^^^^H
Stainless
Steel
Superheld Ricky Steel
besiegt in seinem
futuristischen Kampf-
wagen die Androiden-
truppen des bösen
Doktor Vardos, der die
Herrschaft über die
Erde an sich reißen
will.
Hersteller: MicroGen
Erscheinungsjahr: 1986
Trantor
Held Trantor steuert sein Raumschiff zu
einem fremden Planeten, legt eine Bombe
und findet sein Schiff nicht mehr. Wettlauf
gegen die Zeit. Übrigens die Vorlage des
berühmten Comichelden, der mit Starkiller
und der bezaubernden Ultima haarsträu-
bende Abenteuer
besteht.
Hersteller: Probe
Software
Erscheinungsjahr:
1987
PC PLAYER APRIL 2000 113
SPECIAL
Firmenhistorie: Shiny Entertainment
»Trrra
LIJÜL
H LL-lM
Stil'
%
JC.
Coolspot - ein Riesenhit für Virgin
mit dem Maskottchen der hier eher
unbekannten Getränkemarke 7 Up.
tere talentierte Desi-
gner folgten Perry
und Bruty in das neue
Designer-Paradies im
verschlafenen Küs-
tenstädtchen Laguna
Beach, das solch
»glänzende Unterhal-
tung« versprach. Der
Name des Unterneh-
mens stammt übri-
gens von dem REM-
Song »Shiny, Happy
People«.
->und seine Fähigkeit gute
Spielcharaktere zu entwickeln,
führte zu zahlreichen weiteren
Topspielen, darunter Stainless
Steel, Smash TV und der
Amigahit Supremacy.
Zu neuen Ufern
Perry entwickelte sich schnell
zum Geheimtipp der Branche,
und so ist es nicht weiter ver-
wunderlich, dass man in Ame-
rika schnell auf ihn aufmerk-
sam wurde. Virgin Interactive
umwarb den mittlerweile 23-
jährigen und lockte ihn ins son-
nige Irvine im Bundesstaat Kali-
fornien. Dort schuf Perry mit
Cool Spot, Aladdin und Glo-
bal Gladiators Hits am Fließ-
band und spielte eine entschei-
dende Rolle in der Erfolgsstory
des Sega Genesis Systems
(hier zu Lande Sega Mega
Drive). Sowohl Sega als auch
Virgin taten ihr Bestes, um den
Star-Designer zu halten - doch
der hatte andere Pläne. Zusam-
men mit Freund, Kollaborateur
und Grafik-Genie Nick Bruty
löste er sein Angestelltenver-
hältnis auf und gründete 1993
Shiny Entertainment. Acht wei-
Wurm drin
Bereits das erste Spiel
brach sämtliche Rekorde.
Earthworm Jim begann einen
Siegeszug ohnegleichen, der
nicht nur durch Konsolen und
Computer, sondern auch durch
die Spielwarenindustrie, Co-
mic-Hefte und selbst eine Zei-
chentrickserie führte. Auch am
PC erkämpfte sich der zum Su-
perhelden mutierte hamsterrei-
tende, glubschäugige, kuhja-
gende Regenwurm die Sympa-
thien der Spieler. Die Konvertie-
rung stammte allerdings nicht
von Shiny, sondern wurde von
Activision durchgeführt.
Gleich zu Beginn gelang
Shiny mit Earthworm Jim
der Durchbruch.
Interview mit
Dave Perry
! PC Player: Wie geht's nach
den beiden Spielen Mes-
siah und Sacrifice weiter?
Dave Perry: Es gibt bisher
noch keine weiteren Pläne.
^m^ ^^ ^K
Wir wollen zunächst die
Reaktion der Spieler
f ym (&
abwarten, bevor wir uns
entscheiden.
.^fl ^A **^_^^^^^^l
PC Player: Wann wird
^k ^L
Sacrifice herauskommen?
Dave: Schwer zu sagen.
Wir glauben wirklich, dass
das Spiel schon sehr bald
erscheinen wird. In der
^-*
Zwischenzeit veröffent-
lichen wir alle Sacrifice-
News auf der Internetseite
www. sacrifce.net.
PC Player: Was sind Deine
! ersten persönlichen Ein-
drücke von MDK2?
Dave Perrys Kurzbio
Dave: Das sieht bisher alles
sehr gut aus. Bioware
Geburtsort:
knüpft an den Vorgänger
Belfast, Nord-Irland
an, bringt aber darüberhin-
Geburtsdatum:
aus auch genug eigene
Ideen ins Spiel.
April, 1968
Größe:
! PC Player: Du bist als gro-
Fast zwei Meter
ßer Film- und Comic-Fan
Hobbies:
bekannt. Wenn Du eine
Modellfahrzeuge und -heli-
Film- oder Comic-Lizenz
kopter, schnelle Autos
umsetzen könntest, welche
Erster Job:
wäre es?
MicroGen, London
Dave: Spiderman, Predator
Karriere-Höhepunkte:
und Blade Runner. Ich habe
Gründet 1993 Shiny Enter-
mich sogar schon um
tainment, entwickelt Earth-
diese Lizenzen bemüht,
aber das ganze Urheber-
worm Jim
rechts-Gerangel wurde mir
Finanzstatus:
schließlich zu viel.
Millionär mit 27 Jahren
Savage
P
Der Held
kämpft sich
mühsam sei-
nen Weg aus
einem Laby-
rinth, bevor
er merkt,
dass er sein
Mädel dort
v
ir
:
11
vergessen hat. Daher das ganze noch mal
in umgekehrter Reihenfolge.
Hersteller: Probe Software
Erscheinungsjahr: 1989
Teenage
Mutant Hero
Turtles
Die drei karatelnden
Renaissance-Schild-
kröten waren damals
die begehrteste
Lizenz überhaupt. In England wurde das
martialische »Ninja« durch das familien-
freundlichere »Heroes« ersetzt.
Hersteller: Konami
Erscheinungsjahr: 1989
Paperboy 2
Radfahrender Zeitungsjunge muss seine
druckfrischen Produkte zum zweiten Mal
zielgenau abliefern.
Hersteller: Mindscape
Erscheinungsjahr: 1991
114 PC PLAYER APRIL 2000
SPECIAL
Hier lässt es sich leben und arbeiten.
Shiny residiert am Strand von Lagu-
na Beach.
Schaffte es leider nie auf den PC: RC
Stuntcopter. Eine Demo kursiert
angeblich im Internet.
»Wir waren nichts weiter als eine kleine,
unbekannte Firma, die Spiele für Segas
Mega Drive entwickeln wollte«, erinnert
sich Perry. »Wir hatten ein Treffen mit
Sega, und ohne das Spiel überhaupt gese-
hen zu haben, wollte man uns abwim-
meln. Ich steckte einfach die Cartridge in
den Schacht und den Burschen fiel die
Kinnlade runter. Innerhalb von ein paar
Minuten lag der Vertrag auf dem Tisch und
zwei Wochen später zierte Jim die Titelsei-
te des Sega Magazins.«
Natürlich musste gleich ein Sequel her.
Und Earthworm Jim 2 stand dem Vor-
gänger in nichts nach. Eine Kompilation
beider Titel mit neuen Zwischensequenzen
erschien übrigens in Deutschland unter
dem Funsoft-Label.
Als Nächstes machte sich Shiny daran
den PC-Markt zu erobern. Das sollte mit
Hilfe des Roboterhundes Max, des exzen-
trischen Dr. Hawkins und dem pistolen-
köpfigen Helden Kurt geschehen. Der
Wir hatten ein Treffen mit Sega,
und ohne das Spiel überhaupt
gesehen zu haben, wollte man
uns abwimmeln.
Titel des Spiels war MDK. MDK steht nicht,
wie vielfach angenommen für Murder-
Death-Kill, sondern repräsentiert lediglich
die Initialen der Protagonisten. Mit MDK
ging man ein großes Risiko ein. Als Konso-
lenfirma hatte man einen Ruf als Hitliefe-
rant, in der PC-Branche hingegen war Shiny
eine unbekannte Größe. Dieser Markt ist
und war unberechenbar, hoffnungslos
überladen und verfügt über eine ungleich
wählerischere Fangemeinde. Shiny schaffte
es problemlos, auch die schärfsten Kritiker
zu überzeugen. MDK ging innerhalb von
drei Monaten nach seiner Veröffentlichung
eine halbe Million mal über die Ladenthe-
ken; hier zu Lande lag der Titel allerdings
erstaunlicherweise wie Blei in den Regalen.
Kurt flog, sprang und segelte sich in der
Restwelt dagegen in die Herzen der Spieler
und setzte ein vorher nie dagewesenes Bei-
spiel: Trotz des Erfolges wird es keine Fort-
setzung geben! Zumindest nicht gleich.
Oder zumindest nicht von Shiny. Zwischen-
zeitlich ist nämlich ein Sequel in Arbeit
(siehe Seite 80), allerdings wird dieses bei
Bioware und Interplay entwickelt.
Wild 9 war der letzte reine Konsolen-
Titel bevor man sich bei Shiny wie-
der auf PC-Spiele konzentrierte.
DanDare 3
Ursprünglich geplant als »Crazy Jet Racer«,
aber Virgin taufte es kurzerhand in DanDare
3 um. Der Held ist ein Astronaut, der auf
einem Einrad durch das Weltall düst.
Hersteller: Virgin Mastertronic
Erscheinungsjahr: 1991
Smash TV
Actionrei-
ches Jump-
and-Run als
TV-Show
getarnt.
Erinnert
daher an
den
Schwarzenegger-Film »The Running Man«
aus den 80ern.
Hersteller: Ocean/US Gold
Erscheinungsjahr: 1991
Mit Wild 9 und RC Stuntcopter folgten
zwei weitere Konsolen-Hits, bevor man sich
wieder dem PC zuwandte. Über Messiah
(siehe auch Test in der PC Player 2/2000)
wurde bereits so viel geschrieben, dass sich
jedes weitere Wort erübrigt. Weniger weiß
man über Sacrifice, Shinys erstes Spiel mit
Multiplayer-Kapazitäten.
Das doch sehr vielversprechend aus-
sehende Sacrifice soll noch in diesem
Jahr erscheinen. Erstmals experimen-
tiert Shiny mit Mehrspieler-Funktion.
Und jetzt alle ...
Dave Perry erwähnte Sacrifice erstmals vor
etwa drei Jahren, und bis heute ist relativ
wenig bekannt über diesen Titel. Es handelt
sich dabei um ein 3D-Echtzeitstrategiespiel
in einem Fantasy-Universum, das sich nicht
einfach kategorisieren lässt. Ein Hauch von
»Command & Conquer«, ein bisschen
»Populous«, etwas »Ultima Ascension«,
und der Rest ein typisches Shiny-Eigenge-
wächs. Selbst Anleihen von Schach lassen
sich nicht verleugnen. Ihr Hauptcharakter
ist der Wizard, dessen Aufgabe darin
besteht eine Kreatur auf dem Altar des Fein-
des zu opfern, während der eigene Altar vor
gegnerischen Attacken geschützt werden
muss. Erfolgreiche Opfergaben über- ->
Extreme
Perry zog noch einmal alle Register
für sein letztes Spiel auf dem Spec-
trum Computer. Das Jump-and-Run
war der letzte Verkaufserfolg für den
Sinclair bevor er von den neuen
Systemen endgültig verdrängt wurde.
Hersteller:
Digital Inte-
gration
Erschei-
nungsjahr:
1991
PC PLAYER APRIL 2000 115
SPECIAL
Firmenhistorie: Shiny Entertainment
Konzeptzeichnung für eines der zahl-
reichen Monster in Sacrifice.
zeugen den Gott des
Opponenten davon auf
Ihre Seite überzuwech-
seln. Dadurch erhalten
Sie neue Zaubersprüche
und ein wesentlich
schlagkräftigeres Waffe-
narsenal. Zauberer müs-
sen sich in der Nähe
einer Manna-Quelle
befinden, um ihren
Angriffen die nötige Stär-
ke zu verleihen. Um die
Reichweite eines solchen
»Manna-Brunnens« zu
erweitern, können Sie
darüber einen Generator
installieren.
Ihr Wizard muss immer gut beschützt
sein. Hierzu stehen eine Reihe von Kreatu-
ren mit unterschiedlichen Fähigkeiten zur
Verfügung. Im Gegensatz zu herkömm-
lichen RTS-Spielen wird in Sacrifice keine
ein, was für ein
üßes Kerlchen. Ist
s Dave Perry oder
am das Bild mit
em neuen Geld-
eutel?
Zeit mit der Konstruktion von Gebäuden
verplempert. Der Zauberer ruft Kreaturen
herbei, die ohne Umschweife in den Kampf
ziehen. Je mächtiger der Wizard, desto stär-
ker die Kreaturen. Die Grafiken für Sacrifice
werden mit der Messiah-RT-DAT-Technik
entwickelt, der gesamte Rest der Engine ist
jedoch brandneu. RT-DAT ist eine Skalier-
Technologie, bei der jedes Objekt zunächst
in der höchstmöglichen Auflösung geren-
dert wird. Das Spiel verändert dann selbst-
ständig die Detail-Levels abhängig von der
Anzahl der sichtbaren Objekte und deren
Aktionen. Theoretisch bedeutet dies, dass
das Spiel nie langsamer wird, da die Engine
die grafischen Details solange dezimiert,
bis wieder genug Ressourcen zur Optimie-
rung verfügbar sind.
Die Zaubersprüche verleihen dem Wizard
gottähnliche Kräfte, mit denen er im Popu-
lous-Stil die Umgebung verändern kann.
Erdbeben, Vulkanausbrüche und
andere Naturkatastrophen dienen
somit als zusätzliche strategische
Optionen. Gold und Silber werden
Sie in Sacrifice vergeblich suchen
- die Währung besteht aus den
Seelen erlegter Gegner. Sie kön-
nen eine Seele in eine neue Krea-
tur verwandeln oder sie Ihrem
Gott opfern. Dieser belohnt Sie im
Gegenzug mit neuen Zaubersprü-
chen. Womit auch der Name
Sacrifice (Opfer) erklärt wäre.
Sacrifice soll mit demselben
Level-Editor auf den Markt kom-
men, den das Shiny-Team zum
Design der Missionen benutzt
hat. Shiny hofft damit eine aktive Inter-
net-Kommune ins Leben zu rufen, die
einen endlosen Fluss neuer Karten produ-
zieren wird.
Spiele für uns
Seit seiner Gründung vor sechs Jahren ist
Shiny Entertainment auf rund 40 Mitarbei-
ter gewachsen. Es könnten problemlos
mehr sein, doch Perry ist bei der Einstel-
lung neuer Talente äußerst wählerisch. Shi-
nys Mission bleibt dieselbe: »Wir machen
Spiele, die wir selbst spielen wollen«. Bis-
her scheint es sich dabei aber auch um
Spiele zu handeln, die jeder andere spielen
will. Mit den zwei neuen Titeln und der
ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit, dass
man sich in Zukunft verstärkt auf PC-Titel
konzentrieren wird, sollte es Shiny Enter-
tainment sicher gelingen auch in Zukunft zu
glänzen. (Markus Krichel/mash)
Helikopter und Sportwagen sind neben Spielen
Perrys große Leidenschaft.
Ein Wurm geht um die Welt
Earthworm Jim 3D von Virgin war
bisher der Tiefpunkt in der Karriere
des Wurms Jim.
Earthworm Jim ist trotz seines hohen
Alters immer noch mächtig aktiv. Virgin
England bescherte ihm unlängst in »Earth-
worm Jim 3D« einen zeitgemäßeren Look,
doch selbst die Popularität des bekanntes-
ten Kriechtiers aller Zeiten konnte dieses
Machwerk nicht über die Mittelmäßig-
keit hinausheben. Eine wesentlich bes-
sere Umsetzung schaffte Crave mit
»Earthworm Jim: Menace 2 the Galaxy«
für den Nintendo Color GameBoy. Als Plas-
tikspielzeug machte Jim eine gute Figur
und selbst in seiner eigenen, von Marvel
produzierten Comicserie verstand er zu
glänzen. Zwei Jahre lang flimmerte er über
die TV-Bildschirme und gewann Kultstatus
unter seinen Fans - selbst ein Kinofilm war
zeitweise im Gespräch. Sogar eine Serie
von Sammelkarten fehlte nicht. Derartige
Absprünge in die Welt der Massenmedien
sind normalerweise Unternehmens-Ikonen
wie dem latzhosigen Klempner Mario oder
dem blauen Igel Sonic vorbehalten. Umso
Die Sammelkarte zur TV-Serie.
erstaunlicher, dass es einer solch kleinen
Firma wie Shiny Entertainment gelang, in
diese eifersüchtig bewachten Domänen
vorzudringen.
Immerhin
zwei Jahre
lang konnte
sich die
Zeichentrick-
serie halten.
£ PHTR POPPY
TG THE RKdÜE.i
Auch als
Spielzeugfi-
gur wurde
Jim verewigt.
i
116 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
PClühViiil
Unabhängig, unbequem, unbestechlich - bei Spieletests kennt unsere Redaktion kein
Pardon. Wir verraten Ihnen außerdem, was diesen Monat bei uns privat angesagt ist.
RETTUNGSHELFER
DAMIAN
KNAUS
"^ I In der guten alten
^^ H Computerspielzeit galt
\ -^^r ein Programm schon
als umfangreich,
wenn man neben dem
Standard-Feuerknopf
am Joystick noch drei
Tastaturkommandos
hatte. Bis heute brei-
teten sich die Befehle für Spiele auf fast
jede freie Taste aus. Schön und gut:
Steigert die zunehmende Komplexität
doch meist auch den Spaß. Das Pro-
blem ist nur, dass jeder Hersteller so
seine eigenen Vorstellungen hat, was
Feuerknöpfe, Ziffern und Buchstaben zu
bedeuten haben. Mal aktiviere ich mit
der Taste S meine Strahlenkanone,
beim anderen Titel begeht meine Spiel-
figur so mir nichts dir nichts Selbst-
mord. Im Menü-Dschungel ist es um so
verwunderlicher, dass es über die Jahre
hinweg eine Standardfunktion gab,
deren Aufgabe niemand zu verändern
wagte: Die Escape-Taste. Selbst der
provinziellste Computerlaie weiß, dass
er die lästigen Videosequenzen seiner
Spiele damit sofort über den Jordan
schicken kann. Einsam in der Ecke der
Tastatur platziert befreit sie aus ver-
drahteten Menüfunktionen oder bringt
uns sofort ins rettende Speichermenü.
Da behaupte doch noch jemand, dass
es außer dem Stromkabel auf dem PC
keine anderen Standards gebe, (dk)
Bei den vertrackten Menüs
vieler Spiele ist die Escape-
Taste oft der einzige Ausweg.
1 \
j
f l
X F
\-yCf
\C^j Ö" 7
\ 1
# J^Ll.
V,
fi 1
\
ROLAND AUSTINAT (ra)
MANFRED DUY (md)
UDO HOFFMANN (uh)
■ Lieblings-Genre ■ Lieblings-Genre ■ Lieblings-Genre
kennt doch jeder: Strategie, Wirtschaftssimu- Rennspiele, Diverses
(Action-)Adventures, lationen, Aufbauspiele ■ In meinem CD-Spieler
Rollenspiele, Jump'n'Runs ■ In meinem CD-Spieler The Doors:
■ In meinem CD-Spieler Radiohead: My Iron Lung Light my Fire
Natalie Merchant: ■ Auf der Privat-Festplatte ■ Auf der Privat-Festplatte
Tigerlily Planescape Torment Planescape: Torment
■ Auf der Privat-Festplatte Panzer General 4 Final Fantasy 8
Planescape: Torment Theme Park World Powerslide
NES-Emulator Anstoss 3 ■ Auf meinem Nachttisch
(für Final Fantasy 1-3) ■ Auf meinem Nachttisch Leo Tolstoi:
■ Auf meinem Nachttisch Glen Cook: Krieg und Frieden
Hanns Dieter Husch: Die Schwarze Schar ■ Ich freue mich auf
Wir sehen uns wieder ■ Ich freue mich auf Baldur's Gate 2
■ Ich freue mich auf Warcraft 3 Colin McRae Rally 2
herrliche Sommertage Black & White Black and White
118 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
So werten wir
Um ein geflügeltes Wort zu stra-
pazieren: Auch und gerade bei
unseren Tests ist letztlich ent-
scheidend, was hinten heraus-
kommt. Denn dort, sprich am
Ende eines jeden Spieletests,
prangt unser Wertungskasten,
der darüber Auskunft gibt, ob
das zuvor besprochene Produkt
sein Geld auch wert ist.
[JEPLAYER
WERTUNG
Grafik 70
Einstieg 70
Steuerung 80
Sound 30
Komplexität 70
Multiplayer 50
SPIELSPASS ~J
GRAFIK
Schöne Aussichten oder
hässliches Geruckel? Die
»Grafik«-Wertung verrät
Ihnen, wie es um die visuel-
len Reize des besprochenen
Spiels bestellt ist.
EINSTIEG
Aller Anfang ist schwer. Das
muss aber nicht sein. Je
höher die »Einstieg«-
Wertung, desto schneller
kommen Sie mit dem Pro-
gramm zurecht.
STEUERUNG
Idealerweise ist sie so le-
cker-leicht, dass sich das
Programm fast von selbst
spielt. Undurchsichtige
Options-Wüsten ernten hin-
gegen wenig Punkte.
SOUND
Hier gibt es Punkte für
spannende Soundeffekte
und mitreißende Musik, die
zum Geschehen passt.
Komposition und Technik
beeinflussen die Punktzahl
mächtig.
KOMPLEXITÄT
Viele abwechslungsreiche
Level, Varianten oder ein
Editor sind die Schlüssel zu
einer hohen Wertung in
Sachen »Komplexität«.
MULTIPLAYER
Wie hoch ist der Zusatz-
Lustgewinn, wenn mehrere
menschliche Spieler antre-
ten? Unsere »Spielspaß«-
Wertung bezieht sich expli-
zit auf die Solo-Spielfreude!
SPIELSPASS
Die sechs oben genannten objektiven Bewertungskrite-
rien haben natürlich einen gewissen Einfluss auf die
Gesamtwertung. Noch viel wichtiger ist allerdings, ob
ein Spiel letztlich Spaß macht oder eben nicht. Daher ist
für uns der Spielspaß auch das ausschlaggebende
Bewertungskriterium.
wksmnms
PRÄDIKAT
Was für die Filmindustrie der »Oscar«,
ist für uns der »Gold Player«. Mit dieser
Trophäe würdigen wir all jene Spiele,
die eine Spielspaß-Wertung von 85 an
aufwärts erreicht haben. Um diese Kan-
didaten entbrennen in aller Regel die
heißesten Rededuelle innerhalb der Red-
aktion. Denn vor der Vergabe dieser
begehrten Auszeichnung muss sich
neben dem Haupttester zumindest noch
ein zweiter Redakteur für die Vergabe
des »Gold Player« stark machen. Einen
kleinen Einblick in die aktuellen spieleri-
schen Sympathien der Redakteure
gewährt übrigens unsere Index-Seite.
PC Player Wertet generell auf einer Skala von 1 bis 100. Bei den kleineren
Sub-Wertungen Grafik, Sound, Einstieg, Komplexität, Steuerung und Multiplayer beschränken
wir uns auf Zehner-Schritte. Die Spielspaß-Wertungen werden hingegen in unseren Redak-
tionskonferenzen auf den Punkt genau zurechtgeschmirgelt - wobei dort natürlich der Haupt-
tester das letzte Wort hat. Bei hochklassigen Kandidaten schaut sich stets ein zweiter oder
gar noch ein dritter Redakteur das Spiel an. In diesem Fall prangen oftmals gleich mehrere
Meinungskästen in einem Artikel. Die können (und sollen) sich durchaus widersprechen,
denn bekanntlich sind die Geschmäcker ja verschieden - und dies gilt nicht nur für die einzel-
nen Leser, sondern im gleichen Maße auch für die PC-Player-Redakteure.
Wertungsskala
katastroph al
schlech t
mäßig
aurchschni ttlich
^orde ntlich
_gut_
sehr gu t
genial
DAMIAN KNAUS (dk)
■ Lieblings-Genre
(Aufbau-)Strategie,
Adventures, Rollenspiele
■ In meinem CD-Spieler
Tarzan: Soundtrack
■ Auf der Privat-Festplatte
Rayman 2
Age of Empires 2
■ Auf meinem Nachttisch
Mein CD-Player und
zahlreiche Taschentücher
■ Ich freue mich auf
Vampire: The Masquerade
Halo
Simon the Sorcerer 3D
Black & White
JOCHEN RIST (jr)
■ Lieblings-Genre
Ego-Shooter,
Action-Adventures
■ DVD des Monats
Natural Born Killers:
Director's Cut
■ Auf der Privat-Festplatte
Nox
Radiospy
Starsiege: Tribes
■ Auf meinem Nachttisch
Kettensäge, Shotgun ...
■ Ich freue mich auf
Need for Speed Porsche
Voodoo 5-6000
Die X-Box
MARTIN SCHNELLE (mash) STEFAN SEIDEL (st)
I Lieblings-Genre
Simulationen, Ego-
Shooter, Rennspiele
I In meinem CD-Spieler
Billy Idol: Rebel Yell
I Auf der Privat-Festplatte
Ultima 9
The Sims
Unreal: Tournament
I Auf meinem Nachttisch
David Feintuch:
Sternenkadett
Nick Seafort
I Ich freue mich auf
C&C: Renegade
Duke Nukem Forever
I Lieblings-Genre
Action-Rollenspiele,
Rennspiele
I In meinem CD-Player
Meat Loaf: Bat out of Hell
I Auf der Privat-Festplatte
Nox
Planescape: Torment
Pharao
I Auf meinem Nachttisch
Eine Tonne Taschentücher,
Bonbons und Hustensaft.
I Ich freue mich auf
Diablo 2
Halo
TechnoMage
THOMAS WERNER (tw)
■ Lieblings-Genre
Strategie, 3D-Action
■ In meinem CD-Player
Star Wars: Episode 1
(Soundtrack)
■ Auf der Privat-Festplatte
Ultima 9
Planescape: Torment
Nox
■ Auf meinem Nachttisch
Noch mehr Spiegel-
Ausgaben
I Ich freue mich auf
Black & White
Vampire: The Masquerade
Commandos 2
PC PLAYER APRIL 2000 119
SPIELE-TEST
Wirtschaftssimulation für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis
Der Verkehrs-
gigant
■ Hersteller: JoWood/Infogames ■ Testversion: Beta vom Februar 2000
■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer:
bis 4 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pen-
tium/266 MMX, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen-
tium 11/350, 64MByte RAM
SimVerkehrsbetriebe: Nehmen Sie den Kampf
gegen Verspätungen und um möglichst viele zah-
lende Passagiere selbst in die Hand.
Ihre Verkehrsplanung zeigt erste Auswirkungen auf die Einwohner,
(alle Bilder 1024x768)
FAKTEN
I 30 Orte für Endlos-
spiel
I Eine Kampagne
mit 15 Städten
I Über 500 verschie-
dene Gebäude
I Realistisch simu-
lierte Bevölkerung
I Wahl zwischen ein-
fachem oder realis-
tischem Verkehrs-
modell
ussten Sie schon
mal auf die heiße
Party verzichten,
I weil S-Bahn-
Schaffner gern früh zu Bett
gehen? Jetzt schlägt Ihre
Stunde: Zeigen Sie Ihrer
Stadt, dass Verkehrsplanung
auch funktionieren kann.
Experten wagen sich gleich an
ein »Endlos-Spiel« mit einem von
30 Orten, den Sie entweder flä-
chendeckend mit Bus und Bahn
versorgen oder sich kapitalistisch
gewinnmaximierend auf einige
wenige Routen beschränken
Als frischgebackener Verkehrs-
planer wählen Sie die Kampagne,
die schrittweise in das Spiel ein-
führt. Ihr Arbeitgeber stellt Ihnen
aber harte Bedingungen: Inner-
halb von vier Spieljahren muss Ihr
Nahverkehrsnetz eine bestimmte
Größe erreichen und Ihr Unterneh-
men einen vorgeschriebenen
Wert. Schon wenn Sie die niedrig-
ste Anforderung erreicht haben,
ist der Level gewonnen. Schaffen
Sie dennächst höheren Wert, dür-
fen Sie den darauffolgenden Level
überspringen.
SimVerkehr
Kleine Menschen wuseln zu Fuss
ins Büro und inhalieren die Abga-
se, die Autofahrer mit ihren rosti-
gen Karossen in die Luft wirbeln.
Nicht gerade umweit- oder
gesundheitsförderlich. Entspre-
chend dröhnt statt lauschiger
Fahrstuhl-Musik nur unangeneh-
mer Verkehrslärm aus den Laut-
sprechern. Sie scrollen weiter über
die Stadtkarte. Was ist denn das?
Sieht aus wie eine Fabrik. Ein
Druck auf den Info-Knopf verrät
Ihnen, dass dort fast 400 Men-
schen ihre Brötchen verdienen.
Alle fahren mit ihrem Pkw zur
Arbeit. Über die Landkarte verteilt
leuchten jetzt auch einige Wohn-
häuser rot auf. Hier wohnen also
die Arbeiter. Gleich neben der
Fabrik steht ein Kaufhaus. Noch-
mal geklickt: Aha, die Wohnhäuser
der potenziellen Kunden über-
schneiden sich zum Teil mit denen
der Fabrikarbeiter oder liegen
nicht weit davon entfernt. Hm,
120 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Sachen gibt's: Diese frechen Einwohner haben doch einfach
den Eiffelturm nachgebaut.
auf und Linie 1 ist fertig. Moment,
da fehlt doch noch was. Genau,
Busse. Wieder blättern Sie sich
durch ein Einkaufsmenü. Preisbe-
wusst entscheiden Sie sich für
zwei der kleinsten Modelle. Jetzt
noch die Busse der entsprechen-
den Linie zuordnen. Hach, wun-
derbar, sie fahren, aber leider
ohne Insassen. Doch keine Panik:
Das Angebot muss sich ja erst
einmal herumsprechen.
Natürlich dürfen Sie Reklame in
verschiedenen Medien schalten,
doch in den ersten Leveln will der
Verkehrsgigant Sie ja nicht gleich
mit Optionen erschlagen. So ste-
hen schon nach kurzer Zeit die
ersten Kunden ganz von selbst an
den Haltestellen. Über jedem Ihrer
Wartehäuschen leuchtet ein klei-
nes Menü: Ganz links steht die
Nummer der Linie, in der Mitte die
derzeitige Anzahl der Fahrgäste
und ein Smilie rechts illustriert die
wenn Sie das alles mit einer Busli-
nie verbinden, sollte eigentlich
nicht viel schief gehen.
Einen Mausklick später sehen
Sie eine Auswahl von Haltestellen.
Am günstigsten ist ein einfaches
Schild. Doch das genügt Ihren
gehobenen Ansprüchen nicht. Sie
wissen ja aus eigener Erfahrung,
wie frustrierend das Warten auf
den Bus im strömenden Regen ist.
Viel besser ist da natürlich eine
überdachte Haltestelle- oder wäre
ein beheiztes Wartehäuschen nicht
noch attraktiver? Nein, für den
Anfang viel zu teuer. Vor dem end-
gültigen Positionieren der Warte-
häuschen leuchten die umliegen-
den Wohnhäuser auf, was den
möglichen Einzugsbereich ver-
deutlicht. Stopfen Sie aber nicht
alles mit Wartehäuschen zu, denn
jeder Bus verbringt Zeit an der Hal-
testelle und zwingt alle anderen
Fahrzeuge zum Stopp. Das kann
später Staus auslösen.
Alles nach Fahrplan
Der erste Schritt ist getan. Jetzt
legen Sie den Verlauf der Buslinie
fest. Mit der Maus ziehen Sie Pfei-
le die Straßen entlang, die alle
Haltestellen zu einer geschlosse-
nen Route miteinander verbin-
den. Alle Pfeile leuchten jetzt grün
Zufriedenheit Ihrer Kunden. Ein
Kreis-Symbol über Ihren Bussen
zeigt den »Füll-
stand« der Vehikel
an. Auch die
Anzahl wartender
Fahrgäste steigt
allmählich, also
kaufen Sie besser
noch ein paar
Fahrzeuge. Eine
neue Fahrlinie, die andere Berei-
che abdeckt und außerdem noch
die Möglichkeit zum Umsteigen
anbietet, wäre auch nicht schlecht.
Vorteil einer solchen Alternativ-
Route: Der immer noch immense
Autoverkehr wird nicht noch wei-
ter durch vollgestopfte Buslinen
behindert.
Läuft Ihr Busunternehmen gut,
dürfen Sie ruhig mal das Gehalt
Ihrer Fahrer anheben. Denn gut
bezahlte Fahrer behandeln Ihre
Kunden freundlicher und das
schlägt sich natürlich positiv auf
das Image Ihrer Firma nieder.
Geld dafür bekommen Sie bei-
spielsweise durch ein Herabset-
zen der laufenden Wartungskos-
ten, doch dann müssen Sie früher
oder später mit Aus- und Unfällen
rechnen. Wenn Sie die Löhne ein-
frieren, streiken die Jungs zwar
nicht, aber werden unfreundlicher
- was sich wieder auf die Passa-
gierzahlen auswirkt.
Hohes Verkehrs-
aufkommen
Die virtuellen Einwohner werden
schon bald anspruchsvoller und
wollen nicht immer mit dem ->
»Bis Sie sich
eine Schwebe-
bahn leisten
können, müssen
Sie viel sparen.«
Plattenbauten wie in Ostdeutschland. Sicherlich nicht der
feinste Ort der Stadt.
Bus: billig, einfach zu
planen. Ausreichend für
frühe Level und ver-
kehrsarme Strecken
Strassenbahn: Benötigt
Schienen, für Fahrgäste
attraktiver und umwelt-
freundlich.
S-Bahn: Ohne freie Flä-
che keine Schienen,
dafür keinerlei Staupro-
bleme. Schnell.
ISA
Schwebebahn: Noch
schicker, noch teurer,
noch schneller.
<*Uft
Magnetschwebebahn:
die Krönung. Platz satt,
edles Ambiente, doch
extrem hohe Kosten.
PC PLAYER APRIL 2000 121
SPIELE-TEST
Der Verkehrsgigant
v\,.--^
' (^Kampagne
',
f Finkerleiten :
KailEncrijDE: Klein Ein*ntaer: +.RH hin-ior : ;.
-
Si# hbsF- nm ta^irier. dat ^hj C»lri imib» komm. Di^M M put* :l rll 1
Sl« cfacr tat kk llcr:L;):J:- jr qcn ll j'.nt J Je Gn ir nirh wichtig
Epul, 4b Sie Jr jr -r Jinr i mji Ml, iifor-^'w rai u, defl n^tJiihH
i>lclo Bc i"-:hr-jr Ihr Anp-jtoi rw frfiit iu L,:feulc Einlud-; reniren md
Fi rixei 1 nrlicn.
■ 1. 1 5 jL fr :
IbfdkJilM^
Eirinnil: " Bilhftig f " B[li*Mg f — 4Q
l^E^t""^*:/ .
FlEilEil^BdliEbip.' "«.' "'+0
Spielen Abbrechen
Am Anfang eines Levels gibt's eine kurze
Beschreibung der Stadt und der gewünschten
Spielziele.
JSPLAYER GESAMTWERTUNG IM VERGLEICH
Diese drei Vehikel neh-
men den Kampf gegen
das Auto auf.
Achtung
Beta-
version!
In unserer Testver-
sion funktionierte der
Mehrspieler-Modus
noch nicht. In der vol-
len Version können
dann bis vier mensch-
liche Mitstreiter in
einer Stadt sich
gegenseitig die Fahr-
gäste abspenstig
machen. Auch einige
Zwischensequenzen
soll das Programm
noch spendiert
bekommen. Sollten
diese Änderungen
wertungstechnische
Auswirkungen haben,
berichten wir Ihnen
im nächsten Heft
darüber.
->Bus im Stau festhängen. Kein
Problem, denn dafür gibt es
prompt die richtigen Fahrzeuge:
Entscheiden Sie sich für eine
Straßenbahn, müssen Sie nicht
groß umdenken - nur Ihr Geld-
beutel leert sich beim Verlegen
der erforderlichen Schienen ein
wenig. Wählen Sie die S-Bahn,
wird die Sache schon komplizier-
ter: Die Gleise dürfen im Gegen-
satz zur Tram nicht auf Straßen
verlegt werden. Ein Glück, dass
es in manchen Städten noch
etwas Natur gibt. Die darf man
nämlich ohne finanziellen Auf-
wand planieren und mit Schie-
nen zupflastern.
Ein wenig schwieriger ist es,
wenn doch ein Gebäude Ihrer
künftigen Strecke im Weg steht.
Bei einem Wohnhaus hat der
Schöner als bei Impressions
Pharao baut es sich zur Zeit
nirgendwo. SimCity 3000 von
Maxis bietet komplexes Futter
für Städtebauer, ist allerdings
nicht mehr als ein Update des
Vorgängers. Experimentier-
freudige Spieler wagen sich
an The Sims (ebenfalls von
Maxis), in dem sich alles auf
Der Verkehrsgigant (JoWood
schafft es durch seine nicht
sonderlich vielen Städte und
die recht monotone Vorge-
hensweise nicht ins Aufbau-
Oberhaus. Immerhin macht
das Verlegen von Bus und
Bahn mehr Spaß als der kor
plizierte Industriegigant.
■i
Der Verkehrs-
40
Abriss wenig Konsequenzen,
sofern Sie den Bewohnern eine
angemessene Entschädigung
zahlen. Richtige Probleme gibt
es, wenn Sie eine Fabrik oder ein
Dienstleistungsgebäude ins Jen-
seits befördern.
Mal davon abgesehen, dass
eine höhere Entschädigung fällig
wird, fallen mit dem Verlust des
Bauwerks auch Arbeitsplätze oder
Dienstleistungen weg. Frustriert
über Ihre unüberlegte Maßnahme
wandern die verärgerten Bewoh-
ner aus und hinterlassen verfalle-
ne Gemäuer. Andererseits schin-
det ein modernes Transportsys-
tem doch mächtig Eindruck auf die
Bewohner. Spätestens wenn eine
Schwebebahn oder eine Magnet-
schwebebahn Ihre Stadt ziert,
gehört der Proletenschlitten so
DAMIAN KNAUS
Kann es wirklich interessant sc
zu planen? Macht nicht sogar e... -,,.-< .... _.....v,....^.
meldeamt mehr Spaß? Beruhigen Sie sich: Das Spiel-
prinzip ist nicht so monoton, wie es vielleicht klingt.
Probleme wie überfüllte Busse, Verkehrsstaus oder
Kostenexplosionen bringen Sie schnell ins Schwitzen,
und Sie haben jede Menge damit zu tun, die Strecken
zu verbessern und in Schuss zu halten. Und es macht
einfach Spaß, das rege Treiben der Einwohner zu
beobachten. Ärgerlicher als jede Verspätung Ihrer
Busse ist die umständliche Handhabung der Menüs
Schade auch, dass ich keine weiteren Aufbauele-
mente außer
meinen Fahrstre- PRO & CONTRA
meinen Fah
cken besitze.
Alles in allem
wird der Ver-
kehrsgigant bei
Freunden wuseli
ger Spiele für
Unterhaltung
sorgen.
O Lebendige Spielewelt
O Zahlreiche, unterschied-
liche Gebäude
O Bedienungsschwächen
O Wenig Abwechslung
50
tJ i
60
70
80
90
manchen Einwohners schnell zum
alten Eisen.
Strahlende Städte
Sie blicken in traditionell isome-
trischer Ansicht, also von schräg
oben auf das Verkehrsspektakel.
Durch rund 500 verschiedene
Gebäudetypen werden die etwas
grau daherkommenden Städte
abwechslungsreich. Damit Sie
nicht die Übersicht verlieren, zoo-
men Sie in drei Stufen von einer
Übersicht der Stadt bis hin zum
Treiben einzelner Bewohner. Die
dürfen sich freuen, denn in Ihrer
Welt herscht 24 Stunden am Tag
strahlender Sonnenschein. Eine
schicke Hintergrundmusik gibt es
leider nicht, und auch auf Kata-
strophen und UFOs müssen Sie
verzichten.
Angehende Verkehrsplaner grü-
beln zu Beginn erst über den
Menüs, die eine gewisse Einarbei-
tungszeit erfordern - leider gibt es
kein Tutorial, das den Spieler
behutsam in die Bedienung ein-
führt. Ein Editor zum Designen
eigener Städte gibt es nicht, (dk)
JSPLAYER
WERTUNG
Grafik 70
Sound 60
Einstieg 70
Komplexität 70
Steuerung 60
Multiplayer -
PIELSPASS 74
122 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Wirtschaftssimulation für Einsteiger und Fortgeschrittene
RTL Boxen
Extra
■ Hersteller: Silver Style/RTL Playtainment ■ Testversion: Verkaufs-
version 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch
■ Multiplayer: bis 4 (nacheinander an einem PC) ■ 3D-Grafik: Direct3D
■ Hardware, Minimum: Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware,
Empfehlung: Pentium/200 MMX, 64 MByte RAM, 3D-Karte
Auf Ihrem PC blei-
ben Sie ohne TV-Karte
von den Sendun-
gen verschont, aber
manchmal tauchen sie
auch dort auf. Nach
dem verhunzten »RTL
Skispringen« küm-
mern Sie sich bei »RTL
Boxen Extra - Der
Boxmanager« um die
Belange eines Box-
stalls, um mit Ihren
Prügel-Ottos selbst
viel Kohle zu schef-
feln. Ein Mal ein Trai-
ningsprogramm aufstellen,
danach regelmäßig einen
Sponsorenvertrag abschlie-
ßen, alle paar Jahre eine
größere Trainingshalle
anmieten und dazu öfter
mal einem mäßig animier-
ten Kampf zuschauen
beschreibt die gesamte
Palette Ihres Tuns.
(Alex Brante/md)
Auch wenn es Iris
Berben lieber beim
Pay TV macht, die
meisten von uns gucken
sich Boxen immer noch
beim Privatsender RTL an.
[JBPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS^J
ALEX BRANTE
Der RTL- Manager ist bis auf minimal bessere
Grafik und einem geringeren Schwierigkeits-
grad mit »Sports TV: Boxing!« (siehe PC Player
11/98) identisch.
Dabei hatte ich sie schon erfolgreich verdrängt,
die guten alten Standbildmenüs, in denen so
viel Leben wie in einer Leichenhalle herrscht.
Ein Abstellen der nervtötenden Hintergrundmu-
sik verstärkt noch die gespenstische Atmo-
sphäre. Sonderlich viel zu tun bleibt hernach
ohnehin nicht mehr. Da können weder die halb-
wegs ordentli- -— Ä o *%***m*A
che Bedienung PRO & CONTRA
noch die akzep-
table (aber höl-
zerne) Kampf-
Grafik ein frühes
k.o. verhindern.
O Übersichtliche
Menüstruktur
O Verliert schnell
seinen Reiz
PC PLAYER APRIL 2000 151
SPIELE-TEST
Adventure für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis
The longest
Journey
■ Hersteller: Funcom/Egmont Interactive ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem:
Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum:
Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/266, 64 MByte RAM, 3D-Karte
Jung und
ahnungslos:
April Ryan
stürzt Hals
über Kopf ins
Abenteuer.
FAKTEN
Reinrassiges
Point-and-Click-
Abenteuer
Zwei völlig ver-
schiedene Welten
Rund 150
Schauplätze auf
4 CD-ROMs
3D-Polygon
Figuren vor
2D-Hintergründen
Alle Unterhal-
tungen zum
Nachlesen
Erlebnisse und
Kommentare
landen im witzigen
Tagebuch
Schicke Licht-
und Schatten-
effekte in Echtzeit
Über 30 Minuten
fein gerenderte
Zwischen-
sequenzen
100 Spielstände
Ein echtes Point-and-Click-Adventure in 2D,
dazu noch mit einer Frau als Heldin - da muss
es doch einen Haken geben, oder?
n
wie vwd denn eesrielt?
leg los.
nir Leid, ich habe kein Geld
Glück im Spiel? Der Herr mit dem Schlapphut verspricht April Preise wie die
Krähe mit einem extrem losen Mundwerk, (alle Bilder Direct3D, 640x480)
Die 10000-
Mark-Preis-
frage: Wel-
ches Genre
befällt im Moment leichte
Existenzangst? Gut, nicht
sonderlich schwer - das klas-
sische Adventure.
Umso wagemutiger, dass Fun-
com, norwegischer Entwickler von
PlayStation-Rennspielen (!), ein
zweidimensionales Abenteuer
produziert. »The longest Journey«
heißt das gute Stück, dass mit
einer 18-jährigen Hauptdarstelle-
rin namens April Ryan und einer
Geschichte fernab der üblichen
Klischees aufwartet. Sicher, die
Welt steht auch diesmal wieder
auf der Kippe, aber wollten Sie das
Leben eines Finanzbeamten nach-
spielen? Wir auch nicht.
Die Studentin April Ryan
Kleiner Sprung ins Jahr 2209:
April Ryan buchst just nach ihrem
18. Geburtstag von zu Hause aus
- wer will schon in einem öden
Kaff auf dem Land herumhängen,
sich mit zwei Brüdern und den
Eltern rumärgern, wenn man
stattdessen als angehende Künst-
lerin in einer aufregenden Groß-
stadt wohnen könnte?
W fl M
Barkeeper Charlie jobbt
wie April im Cafe Fringe.
124 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Mit ein paar Habseligkeiten lan-
det April in Venice, einem Vorort
der leicht heruntergekommenen
US-Metropole Newport, in der die
Polizisten nebenher für Pistolen
und Softdrinks Werbung machen.
In Venice geht April auf die VAVA,
die Venice Academy for Visual
Arts, kellnert abends im Cafe Frin-
ge und investiert ihren Lohn in
Farbe und Leinwand.
Doch irgendwas geht nicht mit
rechten Dingen zu: Während April
manchmal tagelang keinen Pin-
selstrich aufs Papier bekommt,
träumt sie nachts die wildesten
Phantasien von Drachen und ver-
wunschenen Welten. Eines
Abends tanzt sogar ein musizie-
render Gnom durch das Cafe
Fringe - und dort schläft nun
wirklich niemand.
Magie und Technik
Wir wollen Ihnen nicht zu viel ver-
raten, doch so viel sei uns erlaubt:
Nach einigem Hin und Her öffnet
der zwielichtige Cortez für April
das Portal in eine Paralleldimen-
sion. Dort leben die Menschen
ohne hochentwickelte Technik
wie einst im Mittelalter. Dafür ist
der Gebrauch von Magie alltäg-
lich und exotische Geschöpfe,
mal mehr, mal weniger friedlich,
spazieren bei-
läufig umher.
Von einem
alten Wächter
namens Tobias
erfährt April,
dass sie sich in
Arcadia befin-
det und ihre Heimat hier unter
dem Namen Stark bekannt ist. Vor
Urzeiten bildeten die zwei eine
Einheit. Weil sich die Menschen
jedoch zu Herren des Universums
aufschwingen wollten, verfrach-
GEWINNE, GEWINNE, GEWINNE!
April-Modell Katja Koopmann.
Außerdem verlosen wir noch
drei Mal das Spiel mit der
eigens dafür aufgenommenen
Remix-CD des Depeche-Mode-
Klassikers »Get the Balance
right«. Und hier unsere Frage:
Wer lieh April Ryan die deut-
sche Stimme?
1. Stephanie Kindermann
2. Katja Koopmann
3. Stefanie Kindermann
4. Monika Sundermann
Bitte schreiben Sie neben Ihrer
Antwort noch Ihr Alter auf eine
Postkarte und schicken Sie die
an den Future Verlag, Redak-
tion PC Player, Stichwort: Lan-
ger Marsch, Rosenheimer Str.
145h, 81671 München. Einsen-
deschluss ist der 8.4.2000.
Future- und Egmont-Interactive-
Mitarbeiter sowie deren Angehörige
dürfen leider nicht mitmachen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
April packt schon die
Koffer: Fliegen Sie mit
ihr nach Norwegen.
■ Noch schöner als »The lon-
gest Journey« auf dem PC ist
nur eine echte Reise nach Nor-
wegen: Egmont Interactive
lädt den Gewinner unseres
Preisrätsels zu einem Trip zu
den Funcom-Entwicklern ein.
April Ryan ist natürlich auch
mit von der Partie. Auch der
zweite Preis kann sich sehen
lassen: Ein Abendessen mit
»Wollten Sie das
Leben eines
Finanzbeamten
nachspielen?«
tete der Hüter-Orden die Magier
und Technokraten in zwei Welten
- eben Arcadia und Stark - und
teilte auch sich selbst in beide
Dimensionen auf. Damit diese
auch dauerhaft getrennt bleiben,
errichteten die Hüter einen Turm,
in dem einer von ihnen jeweils
1000 Jahre nach
dem Rechten
sieht. Doch der
aktuelle Hüter
ist schon seit
200 Jahren
überfällig und
die Ordensmit-
glieder in Stark, die sich selbst
Neuerer nennen, wollen eine
Wiedervereinigung der beiden
Welten herbeiführen, um die
Menschheit wieder zu alter Macht
und Größe zu führen.
Probleme satt
Sie merken schon, das wird keine
leichte Aufgabe für April, die jetzt
gleich vor vier Problemen steht.
Erstens muss sie den Hüter fin-
den, zweitens das Tor zu dessen
Reich. Im Turm sollte normaler-
weise eine Steinscheibe mit vier
Edelsteinen liegen, die beide
Dimensionen auf Abstand hält.
Natürlich fehlt die Scheibe und
die Klunker sind in Arcadia und
Stark verstreut - der dritte Auf-
trag. Vierte und letzte Mission:
Das Wirken der Neuerer stoppen,
die in Stark als getarnte Organisa-
tion die Voltec-Kirche gegrün- ->
Seltsame Typen - und
April Ryan mittendrin.
PC PLAYER APRIL 2000 125
SPIELE-TEST
The Longest Journey
Verglei-
chen Sie:
Sieht Katja
ihrem Spiel-
Vorbild nicht
frappierend
ähnlich?
->det haben, der ganze
Armeen, Weltkonzerne und Pla-
neten gehören.
Zum Glück gibt es Typen
wie Cortez oder Tobias, die
April immer wieder Tipps für
ihr weiteres Vorankom-
men geben. So unter-
nimmt sie Botengänge
für einen Kartenhändler
in Arcadia, klaut einem
Polizisten sein Kunstau-
ge, um in ein Archiv zu
gelangen, hantiert mit
magischen Essenzen
herum und macht sich
sogar auf in den Welt-
raum.
Wie in alten Zeiten
The longest Journey ist in 13
Kapitel und einen Pro- bezie-
hungsweise Epilog unterteilt.
Das macht die epische
Geschichte einen Tick über-
schaubarer und hilft Ihnen, sich
zum Schlafen vom PC loszueisen.
Das bedeutet gleichzeitig, dass
die Handlung relativ linear
abläuft, doch weil es so viel zu
sehen und auszuprobieren gibt,
fällt das nicht weiter auf.
Die Bedienung lehnt sich eng
an alte LucasArts-Klassiker an:
Die rechte Maustaste ruft ein klei-
nes Menü auf, über das Sie Dinge
ansehen, benutzen/kombinieren
oder sich mit Personen unter-
halten können. Außerdem
beschleunigen Sie mit einem
Rechtsklick Gespräche: Eilige
überfliegen die optionalen
Untertitel und springen gleich
zum nächsten Satz.
Die Dialoge laufen im bewähr-
ten Multiple-Choice-Verfahren ab,
wobei gelegentlich ein schon
gesprochener Satz nicht ver-
schwindet. Das mag sich in der
Verkaufsversion noch ändern. Ein
Links-Doppel- _. _ _
klick beschieu- »Die deutsche
nigt Aprils
Spaziergänge
zwischen zwei
Schauplätzen.
Übersetzung ist
erfreulich gut.«
Schau'n mer mal
Den Grafikern von Funcom ist das
Kunststück gelungen, die Stim-
mung der zwei Dimensionen
optisch rüberzubringen: Stark wirkt
technisch unterkühlt und herunter-
gekommen, während Arcadia mit
warmen Farben die märchenhafte,
magische Szenerie zum Leben
erweckt. Zwar handelt es sich bei
den Schauplätzen um 2D-Standbil-
der, doch fast immer sind ein paar
Kleinigkeiten animiert oder es lau-
fen ein paar Typen umher. Eine SD-
Karte verbessert die Darstellung
der Polygon-Per-
sonen übrigens
nur minimal.
Meist wechseln
die Umgebungen
ohne Übergang,
manchmal wandert April jedoch
durch in mehreren Ebenen scrol-
lende Gebiete - schick! Ähnlich
schön sind die Videos, die an wich-
tigen Momenten der Handlung ein-
geblendet werden.
UDO HOFFMANN
Lange hatte das 2D-Adventure
gehockt und die vor seinem Gucklo
de Parade der 3D-Action-Adventure betrac
de Gecken, so dünkte es ihm, oberflächlich und eitel.
Jetzt hat es sich noch einmal aufgerafft und zeigt den
neureichen Grafikwundern, was wirklich ein gutes
Spiel ausmacht.
Zwar gibt es auch in diesem Song typische Adven-
ture-Disharmonien: Rätsel, bei denen man partout
nicht weiterkommt (es hat ewig gedauert, bis ich end-
lich ins Theater kam), zum Teil ausufernde Gespräche.
Belohnt wird man aber mit einer faszinierenden
Geschichte. Und die ist so gut, dass sich schon fas
eine Verfilmung anböte. Ich persönlich komm
den angenehmen
Hintergrund-Gra- PRO & CONTRA
fiken von »The
longest Journey«
und seiner sym-
pathischen und
etwas scheuen
Hauptfigur phan-
tastisch zurecht.
O Klassisches Adventure
O Äußerst atmosphärisch
O Viele Gespräche
O Einstieg etwas zäh
126 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
[jEplayer GESAMTWERTUNG IM VERGLEICH
Grim Fandango behauptet
sich ehern gegen alle anderen
Konkurrenten: Spielwitz, Rät-
sel und Stimmung sind nach
wie vor unübertroffen. The
longest Journey von Newco-
mer Funcom schafft mit feiner
Atmosphäre und guter Prä-
sentation den Sprung auf
Platz zwei der Adventure-
Charts. Den teilt es sich
mit Discworld Noir, einer
Mischung aus Film-Noir
und Pratchett-Posse. Gabriel
Knight ist der einzige echte
3D-Vertreter in diesem
Vergleich. Faust ist hingegen
so intellektuell abgedreht,
dass nur Feuilleton-Stamm-
The longest
Gabriel
W>
i
50
60
70
80
90
100
Rätseln mer mal
Sicher fragen Sie sich: Wie ist das
Puzzle-Design? Tja, eigentlich gut.
Um beispielsweise in ein Kino zu
kommen, müssen Sie eine Heer-
schar von Gegenständen einsam-
meln und richtig kombinieren.
Manchmal sind die Rätsel aller-
dings einen Tick obstrus: Oder
würden Sie eine Isolierzange mit
einer aufgeblasenen Gummiente
fixieren und das Gebilde dann an
einer Wäscheleine zum »Angeln«
benutzen? Solches »extrem um
die Ecke Denking« hält sich
jedoch in Grenzen.
Eine geniale Idee: Um ewige
Ausprobier-Klickorgien zu ver-
meiden, blinkt der ausgewählte
Gegenstand nur, wenn Sie ihn
einsetzen können, beispielsweise
ein Geldstück bei einem Kauf-
mann. Ansonsten passiert nichts,
blöde »Das kann ich nicht
machen«-Sätze entfallen. So
bleibt auch das »Drehbuch«, in
dem alle Wortwechsel nachzule-
sen sind, entsprechend schlank.
Hör'n mer mal
Ein Spiel mit vielen Dialogen steht
und fällt mit seiner Übersetzung.
Die gelang dem deutschen Ver-
ROLAND AUSTINAT
Aprils längste Reise ist große Klasse: IM
Warmspielphase besitzt die anfangs eher schüchtern,.
Anti-Heldin deutlich mehr Flair als ein 08/15-Abenteu-
rer. Obendrein machen Arcadia und Stark schon
optisch einfach Lust aufs Spiel. Dazu kommt die her-
vorragende Synchronisation mit tollen Sprechern und
nur gelegentlichen Aussetzern (»Mit dir hatte ich gar
nicht gerechnet.« - »Ich auch nicht.«).
Selbst das Puzzle-Design verkneift sich übliche »bring
Gegenstand A zu Person B«-Strickmuster - ist in der
Folge jedoch manchmal etwas zu abgehoben. Dafür
ist das Tagebuch eine prima Idee: Oft ertappe ich
mich, wie ich mal wieder auf die Seiten linse und nach
einem neuen Ein-
trag schaue. Hey, PRO & CONTRA
wenn Funcom so
weitermacht,
kann LucasArts
von mir aus bis
zum jüngsten Tag
Star-Wars-Krü-
cken produzieren.
O Flippige (Anti-)Heldin
O Witziges Tagebuch
O Edle Musik
O Hölzerne Animationen
trieb Egmont Interac-
tive erfreulich gut.
Aprils Kommentare
sind herrlich zynisch,
ebenso launig die
Tagebuch-Notizen,
frei nach dem Motto:
»Rette ich eben die
Welt - womöglich
soll ich auch noch
meine Wäsche
waschen!« Ewig
lange Unterhaltungen wie in
»Discworld Noir« oder »Gabriel
Knight 3« gibt es nur sehr selten.
Zudem werden Ihnen einige
Sprecher bekannt vorkommen:
Klaus Kindler alias Clint East-
wood, Jack Nicholsons Stimme
Joachim Kerzel, aber auch die
Sprecher von Lt. Uhura oder
Bösewicht Khan aus Raumschiff
Enterprise gaben sich im Syn-
chron-Studio die Ehre. Etwas Ver-
wirrung herrschte um die Stimme
von April Ryan: Erst sollte die
Sängerin von Mr. President die-
sen Part übernehmen, doch aus
gesundheitlichen Gründe blieb es
nur bei der Demo-Version. Für sie
sprang Stephanie Kindermann
ein, die sich für ihr burschikoses,
verschmitztes Mundwerk ein
Extralob einfängt, (ra)
HSplayer
WERTUNG
Grafik 80
Sound 90
Einstieg 80
Komplexität 80
Steuerung 80
Multiplayer -
PIELSPASS M
Erste
Hilfe
■ Nehmen Sie alles
mit, was nicht niet-
und nagelfest ist.
Reden Sie mit
jedem. Eigentlich
klar, oder?
■ Lesen Sie das
Tagebuch regelmä-
ßig durch, darin
verstecken sich oft
Informationen.
Spaßig ist es
außerdem.
■ Wenn Sie schein-
bar in einer Sack-
gasse hängen:
Haben Sie mit
jedem geredet?
■ Schauen Sie sich
alle Objekte an, die
der Mauszeiger
erkennt. Oft ver-
steckt sich hier der
eine oder andere
Jux, der nichts mit
dem Spiel zu tun
hat. Wir sagen nur:
Todesstern.
■ Sie können zwar
nicht sterben, aber
ab und zu sollten
Sie trotzdem spei-
chern.
■ Einige Entschei-
dungen haben auf
den Spielverlauf
keine Auswirkung.
Sie sehen dann nur
ein anderes Video.
PC PLAYER APRIL 2000 127
SPIELE-TEST
Adventure für Fortgeschrittene
Dracula
Resurrection
■ Hersteller: Microids/Havas Interactive ■ Testversion: Verkaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows
95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: -■ 3D-Grafik: -■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte
RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium 11/233, 64 MByte RAM
Seit einigen Jah-
ren ist 3D in und
es sieht nicht so
aus, als würde
sich die Spiele-
branche von
diesem Fimmel
jemals erholen.
So kommt auch
das Adventure
»Dracula« als
dreidimensionaler
Anachronismus
daher.
FAKTEN
2 CDs
Vierseitiges
Booklet-Handbuch
360-Grad-
Perspektive
Etwa 100
verschiedene Orte
Basierend auf
Bram Stokers
»Dracula«
*-*-■: ^aKJ-JS
Zu den schaurigen Spaziergängen durch transsilvanische Gemäuer gibt es im
Spiel die passende Begleitmusik.
Wenn in Transsilva-
nien ein Bürger
den blutarmen
Scherz wagte,
durch die Straßen zu laufen und
»Der Graf ist tot, lang lebe der
Graf« zu rufen, bliebe es im Zwei-
fel nicht bei bis-
sigen Kommen-
taren, er würde
gepfählt.
Zum Lachen
ist nämlich kei-
nem zu Mute, wenn das
Gespräch mal wieder auf Vlad IM.
kommt. Denn der blutrünstige,
unsterbliche Adelige mit einem
Hang zur Hämophilie, Spiegel-
bild und Sargnagel der transsil-
vanischen Gesellschaft, erklärter
»Die Rätsel
bleiben durch-
aus logisch.«
Solarium- und Dönerhasser, bes-
ser bekannt unter dem Namen
»Dracula« verbreitete Angst und
Schrecken unter seinen Lands-
leuten. Zwar dachten die dum-
men Westeuropäer, dass der
mächtige Nosferatu-Vorsitzende
Ende des 19.
J a h rh u nderts
von wagemuti-
gen Engländern
in das Land des
ewigen Knob-
lauchs geschickt wurde, doch in
Rumänien weiß man es besser.
Der Graf ist zurück. Als Erster
bekommt dies Jonathan Harker
zu spüren, dessen Frau Mina der
steinalte Fledermaus-Charmeur
mit telepathischen Kräften von
London in sein rumänisches
Schloss lockt. Sie erleben die
Geschichte aus der Sicht des jun-
gen Jonathan und erretten das
mehr oder weniger holde Weibs-
bild. So zumindest die Theorie.
Alle Charaktere sind sehr
detailliert ausgearbeitet
und animiert.
128 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
So rasant wie in dieser Zwischensequenz geht es im eigent-
lichen Spiel nicht zu.
Ja wo flattern sie denn?
Wie bei Cryos »Atantis« erleben
Sie die Spielwelt scheinbar dreidi-
mensional. Allerdings können Sie
sich immer nur an bestimmten
Fixpunkten um die eigene Achse
drehen und die Umgebung, eine
Art Panorama-Bitmap, bewun-
dern. Mit kleinem Aufwand zu
großem 3D-Effekt täuscht hier die
fürstliche Darstellung über ein
schlichtes Grundgerüst hinweg.
Genau wie bei Dracula selbst, der
ist bei Licht betrachtet schließlich
auch nur ein Häufchen Asche. Der
Weg zwischen den einzelnen Bil-
dern wird entweder mit kleinen
Render-Filmchen oder einfach per
Überblende zurückgelegt. Der
Sinn des Ganzen besteht wie bei
allen Adventures im Aufsammeln
und Verwenden von Gegenstän-
den. Ein Inventar finden Sie logi-
scherweise auch vor, allerdings
hat dies den großen Schwach-
punkt, dass gefundene Objekte
nicht wie üblich näher durch
einen beschreibenden Text erläu-
tert werden. Jeder Gegenstand
wird nur noch einmal in größerer,
VOLKER SCHUTZ
Dracula sieht nett aus, auch wenn die verblüffend an
Atlantis erinnernde Engine keine Fledermaus aus dem
Dachgebälk haut. Die Atmosphäre ist dank Schauer-
schunkelhorror-Gedudel recht dicht und einem Vam-
pirspiel angemessen. Die Rätsel bleiben durchgehend
logisch und sind jeweils durch eine kurze Render-
Sequenz in Szene gesetzt.
Das größte Problem liegt in den zu verwendenden
Objekten. Deren Optik verhält sich nämlich zu 90 Pro-
zent äquivalent zur ostfriesischen Nationalflagge: wei-
ßer Adler auf weißem Grund. Nur dass sich bei Dracula
die Gegenstands- wie Umgebungsfarben genrerichtig
eher im braunen Camouflage-Spektrum aufhalten. Die
begrenzt logische und äußerst umständliche Navigatu
durch die Pixelkulisse ist die Silberkugel für den Sp" '
spaß. Jetzt wer-
den Sie empört PRO & CONTRA
fragen: »Silber-
kugel? Waren
das nicht Werwöl-
fe?!« Eben: Sie
bringt ihn ja auch
nicht um, sie
schmerzt nur
ganz gewaltig.
O Feine Animationen
O Rätsel logisch, ...
O.
aber Rätselobjekte
schlecht sichtbar
O Begrenzt umfangreich
gerenderter Form dargestellt. Das
erweist sich als wenig tragisch,
da die Rätsel durchaus logisch
sind: eine Schleuder schießt
Vögel, eine Lampe erhellt vorher
nicht zu betretene Durchgänge,
eine Skeletthand hilft beim Errei-
chen einer durch Gitter versperr-
ten Bohle, welche wiederum das
Überqueren einer zerstörten Brü-
cke ermöglicht. Schön hierbei,
dass jede korrekte Verwendung
eines Gegenstandes zu einer net-
ten Zwischensequenz führt, wel-
che das Geschehen darstellt. Der
Nachteil ist offensichtlich: Auf die
zwei CDs von Dracula passt nicht
allzu viel Spiel, deshalb ist es
möglich, das ganze Adventure an
einem langen Nachmittag durch-
zuzocken.
Wo die wilden Kerle
hausen
Neben den einzelnen Rätseln
bewohnen zu befragende Charak-
tere die finsteren Lande des Gra-
fen Draculas. Diese sind hervorra-
gend animiert und glücklicher-
weise ebenso gut informiert, um
Ihnen das Rätselleben einfacher zu
gestalten. Zwar kann die Synchro-
nisation nicht voll befriedigen,
dafür ist die Mimik und Gestik der
einzelnen Gesprächspartner sehr
beeindruckend.
Jeder einzelne wirkt wie ein Ori-
ginal, direkt aus »Nosferatu« (oder
vielleicht doch eher »Tanz der
Vampire«) entlaufen. Schon abge-
hakte Dialogpunkte stellt das Pro-
gramm auch als solche dar, so
dass ewige Wiederholungen von
Konversationen nur dann stattfin-
den, wenn Sie es wollen. Spei-
chern dürfen Sie Ihr Voran-
kommen an jeder beliebigen Stel-
le auf einem von acht Spielstän-
den. (Volker Schütz/mash)
HSPLAYER
WERTUNG
Grafik 70
Sound 70
Einstieg 70
Komplexität 60
Steuerung 60
Multiplayer -
PIELSPASS
OÜ
Finstere
Charaktere
^^^^k Jonathan,
B»fA der Haupt-
V Charakter ist
so ecken-
^^fc und kanten-
los wie seine Render-
Herkunft vermuten lässt.
Der König jeder Party.
Bei dieser
leicht
erschro-
cken
dreinblickenden Dame
handelt es sich um
Jonathans Gattin Mina.
Sie ist mal wieder dem
Bann des alten Grafen
verfallen. Frauen ...
tk
Dieses
char-
mante
»Etwas«
ist Jonathans Wirtin
Barina. Wenn sie nicht
an »Tanz der Vampire«
erinnert, dann wohl kein
anderes Wesen westlich
der Karpaten.
Von
wegen,
Alkohol
schadet
den Gehirnzellen ... er
macht nur mehr Platz für
die übrigbleibenden! Alt-
Alki Micha beweist dies
als wichtigste Informa-
tionsquelle im Spiel.
fYuri, Scher-
ge des Dra-
cula, macht
Ihnen das
Adventure-Leben nicht
unbedingt leichter. Aber
was möchte man von
solch einem gut ausse-
henden Zeitgenossen
auch anderes erwarten.
Die Damen
= des Dracula
^^^J erweisen
V sich als
unglaublich gestylt. Vor
allem, wenn man jahr-
hundertlange Dienste
bedenkt, ohne dass der
Meister ihnen auch nur
eine Ausgabe der Vogue
spendiert hat.
Der olle
Graf selbst
als Konkur-
rent von
Clint Eastwood: Die
Frauen fliegen auf das
alte Ledergesicht Dracu-
las. Wir fragen uns wirk-
lich warum.
PC PLAYER APRIL 2000 129
SPIELE-TEST
Actionspiel für Einsteiger
Geschicklichkeitsspiel für Einsteiger
Top Shot
■ Hersteller: Logicware/HeadGames ■ Testversion: Verkaufsversion
1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multi-
player: - ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/90,
16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/200, 32 MByte RAM
N
a endlich - der erste
virtuelle Schieß-
stand für den PC
ist da! Machen Sie es ame-
rikanischen, naturverbun-
denen Jägern nach, ...
... trinken Sie Dosenbier
und holen Sie Ihre Kanone
hervor - es geht auf den
Schießplatz. Ob stehende,
sich bewegende oder gar
fliegende Scheiben von
Hasen, Bären oder Übel-
schergen: Mit einer von vie-
len verschiedenen Kanonen
müssen Sie möglichst gut
das Ziel treffen. Die Waffe
wählen Sie frei, wobei es
wenig Sinn macht, mit einem
Maschinengewehr auf Bären-
scheiben zu feuern. Mit der
Maus bewegen Sie dabei ein
Zielfadenkreuz über den Bild-
schirm, das auf Grund von
Atmung und Rückschlag
immer ein wenig zittert. Ist
nicht sonderlich interessant,
dafür kostet der Spaß nur 30
Mark - echte Munition ist
wesentlich teurer, (mash)
[JBPLAYER
WERTUNG
Extreme Boards & Blades
■ Hersteller: Silverfish Studios/HeadGames ■ Testversion: Verkaufs-
version 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch
■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum:
Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/300,
64 MByte RAM, Direct 3D-Karte
Für Freunde
der Sportar-
ten, zu denen
man Dockers-Turn-
schuhe und weite,
bauchige Hosen
braucht, hat Head
Games die Lösung.
Bewaffnet mit
einem Skateboard
oder Rollerblades
begeben Sie sich in
eine von 15 Arenen,
von denen neun zu
Beginn des Spiels noch nicht
zugänglich sind und erst
erspielt werden müssen. Auf
Parkplätzen, Flächen vor
Bürogebäuden und speziel-
len Skate-Parks zeigen Sie,
was Ihre Spielfigur, die aus
maximal 20 Polygonen be-
steht, so alles drauf hat. Die
restliche Grafik ist wie die
Musik abscheulich, die Steu-
erung krude - hier sind selbst
30 Märker zu viel, (mash)
[JEPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS J -J
Geschicklichkeitsspiel für Einsteiger
Sportsimulation für Einsteiger
Skydive
■ Hersteller: Gonzo Games/Electronic Arts ■ Testversion: Verkaufsver-
sion 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch
■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: Glide ■ Hardware, Minimum: Pen-
tium/200, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/300, 64
MByte RAM, 3Dfx-Karte
it Macromedia
geht alles! Denkt
sich jedenfalls
Gonzo Games bei dieser
Fallschirmspringer-Simu-
lation.
In sechs verschiedenen
Absprung-Gebieten (unter
anderem der Normandie)
müssen Sie aus einem
fliegenden Flugzeug sprin-
gen. Außer freiem Fall dür-
fen Sie sich in den Diszipli-
nen Punktspringen und Sky-
Slalom üben. In ersterer Ver-
sion sollten Sie genau auf
einem bestimmten Punkt lan-
den, bei der anderen Variante
hängen große Kreise in der
Luft, die bei Berührung Ihr
Punkte-Konto auffüllen. Gra-
fisch erwartet Sie ein schlich-
tes Terrain und einfache
Männchen. Ein Bildschirm-
| ^ SCORE: 825 J)
Im Sky-Slalom müssen Sie wäh-
rend des Falls Punkte aufsam-
meln. (Glide, 640x480)
schöner liegt dem Programm
ebenfalls bei, außerdem läuft
es auch auf dem Macintosh.
(mash)
[JSPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS :
Extreme Tennis
■ Hersteller: HeadGames ■ Testversion: Verkaufsversion 1.061
■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multi-
player: bis 2 (Modem, Netzwerk) ■ 3D-Grafik: Glide ■ Hardware,
Minimum: Pentium/166, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung:
Pentium N/300, 32 MByte RAM
Filzkugel-Dreschen ist
out? Für HeadGames
kein Grund, nicht
trotzdem eine Tennis-Si-
mulation auf den Markt zu
werfen.
Sie wählen einen von 16
namensverfremdeten Spieler
(Vorys Fecker!), greifen sich
Schuhe und Schläger, und ab
geht's auf den Court (Gras,
Sand, Halle oder Hartplatz).
Sie üben an der Ballmaschi-
ne, bevor Sie ein einfaches
Match (Einzel oder Doppel)
oder sogar ein Turnier
bestreiten. Die Grafik wirkt
teilweise leider ebenso
schlecht wie die Ballphysik:
Die Kugel kommt schon mal
vom Gegner zurück, auch
wenn dieser sie gar nicht
mehr erreichen konnte ... Mit
den Schlagvarianten (Top-
Die Figuren sehen nicht
schlecht aus, aber die Ani-
mationen wirken hölzern.
spin, Lob, Stop) können Sie
immerhin ein abwechslungs-
reiches Spiel aufziehen und
Ihrem Gegner die Filzkugel
um die Ohren hauen, (st)
3BPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS :
130 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Wirtschaftssimulation für Profis
Championship
Manager 99/00
■ Hersteller: Sport Interactive/Eidos Interactive ■ Testversion: Import-
version 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch
Multi player: bis 16 (nacheinander an einem PC, Netzwerk) B3D-Grafik:
- ■ Hardware, Minimum: Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware,
Empfehlung: Pentium N/200 MMX, 64 MByte RAM
E
s heißt, Engländer tei-
len nicht sehr gern
- wenn aber etwas,
dann die Liebe zum
Fußball.
Und diese bringt
auch immer wieder
Managerspiele auf den
PC. Während bei uns
»Anstoss 3« gerade die
Tabellenspitze erklim-
men konnte, dominiert
auf der Insel seit Jah-
ren der »Champion-
ship Manager«: Den
ersten Platz in den briti-
schen Verkaufscharts
hält momentan die Version
»99/00«. Typisch ist der Ver-
zicht auf Managertätigkeiten
tierung des Kaders nach die-
sen Attributen genauso
schlecht wie alle anderen
Menüpunkte.
(Alex Brante/md)
[JEPLAYER
WERTUNG
wie Sponsorensuche oder
Marketing. Sie fungieren nur
als Trainer, dem ein be-
stimmtes Budget vom Vor-
stand zur Verfügung steht.
Alle Profi-Ligen aus 16 Län-
dern der Welt stehen zur Aus-
wahl, und jeder Spieler
besitzt bis zu 28 offene und
20 versteckte Attribute (vom
Dribbling bis zur Loyalität).
Leider funktioniert eine Sor-
ALEX BRANTE ^^^^^
Irgendwo in der Tiefe eines Marianengrabens soll
sich hier eine komplexe Simulation verbergen.
Mein U-Boot hielt den Druck jedoch schon nach
wenigen Minuten Tauchzeit nicht mehr stand.
Wirre Pull-Down-Menüs, die eine Flut an unver-
ständlichen Fakten offenbaren, eine völlig indis-
kutable Optik sowie eine unbrauchbare Bedie-
nung führen hinunter in den Abgrund - auch,
was die Wertung betrifft. Engländer sind halt nun
iS-SÄ* «?* CONTRA
lieben die briti-
sche Küche eben-
so wie den Cham-
pionship Manager
- jedem das Seine! —
O Spieler besitzen viele
Attribute
O Extrem unübersichtlich
O Schwer zugänglich
PC PLAYER APRIL 2000 131
SPIELE-TEST
Schachspiel für Einsteiger und Fortgeschrittene
Sportsimulation für Einsteiger
Schach 2000
■ Hersteller: Nova Media ■ Testversion: Verkaufsversion 1 .0
■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multi-
player: bis 2 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Mini-
mum: 486 DX2/66, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium
N/200, 32 MByte RAM
it »Schach
2000« hei-
ßen wir ei-
nen Neuzugang in der
Rubrik »Schachspiele,
die keiner braucht«
willkommen.
Sie fragen sich,
warum? Kein Pro-
blem: Der Eröfnungs-
und Endspielbehand-
lung fehlt es an Präzi-
sion, die analyti-
schen Fähigkeiten sind be-
schränkt, die lästige Pieps-
Akustik nervt und selbst
Durchschnittsspieler Duy bie-
tet dem Programm problem-
los Paroli. Schachprofis pfei-
fen daher auch auf die hier
gebotenen 2D- und SD-
Bretter samt den sechs ge-
speicherten Miesterpartien,
und greifen besser auf weit-
-
IM
* 4
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ja
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ü a! lü.ri h it
7 fc \"" '" H
E*
r
Die Anordnung der einzelnen Fen-
ster ist alles andere als ideal.
aus gehaltvollere digitale
Schachpartner wie »Fritz 6«
oder »Chessmaster 7000«
zurück, (md)
[JBPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS 3-y
Tie Break Tennis 2
■ Hersteller: Nova Media/Hammer Technologies ■ Testversion:
Verkaufsversion V 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache:
Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (an einem PC) ■ 3D-Grafik: Glide (nur
Voodoo 1!) ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 16 MByte RAM
■ Hardware, Empfehlung: Pentium/266, 32 MByte RAM, 3Dfx-Karte
■m ieses lennisspiei
■ enthält zum einen
Wk^F eine Multimedia-Da-
tenbank mit vielen Bildern
und Statistiken, zum ande-
ren eine selbstständige Si-
mulation.
Geübt wird an einer Ballma-
schine, bevor man an einem
Freundschaftsspiel oder einer
Saison teilnimmt.
Die Steuerung erweist sich
als großes Manko. Man kann
die Kontrahenten nicht völlig
frei über den Platz bewegen.
Oftmals bleiben sie mitten im
Ballwechsel grundlos stehen
und setzen dann unnötiger
Weise zu einem Hechtsprung
an. Ungeheuerliches leistet
auch der Stuhlschiedsrichter:
Es steht 0:30, der Aufschla-
gende macht ganz klar zwei
Punkte und verliert dennoch
. Z'. — ■ -'■^i^^HI
* I
Egal, wer den Punkt macht, 1
der Schiedsrichter entschei- 1
det sowieso ganz anders. 1
sein Aufschlagsspiel. Da fal-
en die solide Aufmachung
und die vielen Spiel-Modi
(etwa einer gegen zwei)
caum noch ins Gewicht.
[Thierry Miguet/md)
[JHPLAYER
WERTUNG
SPIELSPASS -J 3
Flipper-Simulation für Kugelstoßer
Geschicklichkeitsspiel für Fingerfertige
Passion Pinball
■ Hersteller: Cherrysoft/Blackstar Interactive ■ Testversion: Verkaufs-
version 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch
■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pen-
tium/133, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen-
tium/233 MMX, 64 MByte RAM
Alle PC-Voyeure stöh-
nen begeistert auf,
denn es gibt einen
neuen Erotik-Flipper.
Ein einzelner Spieltisch mit
festgelegter Tastatur-Steue-
rung und ohne Tilt-Möglichkeit
befindet sich auf der CD, dazu
ein paar nicht-animierte Co-
mic-Videos aus der Feder von
Carsten Wieland (»Wet«).
Zwar gibt es berechnete Spie-
gelungen auf der Kugel, aber
deren Rollgeschwindigkeit
variiert doch heftig, und der
Tisch bietet wenig Abwechs-
lung - kein Vergleich mit der
»Pro Pinball«-Serie. Und so
rechtes Erotik-Feeling will
angesichts der gezeichneten
drallen Damen auch nicht auf-
kommen ... (mash)
[JSPLAYER
iU WERTUNG
Lohnt es sich dafür zu
flippern?
SPIELSPASS
Ibiza Comic Poker
■ Hersteller: interactive strip/Blackstar Interactive ■ Testversion: Ver-
kaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache:
Deutsch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum:
Pentium/166, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/233
MMX, 64 MByte RAM
An selige 64er-
Tage erinnert
dieses Spiel:
Das waren noch Zeiten,
als man auf pixelige
Digi-Schönheiten ge-
starrt hat, die sich per
Strip-Poker ausziehen
ließen.
Ob's am mittlerweile
reiferen Alter liegt oder
nur an den mäßig
interessanten Comic-
Tussis - ich weiß es nicht,
aber so rechte Begeisterung
kommt nicht auf. Oder viel-
leicht stört auch nur die man-
gelhafte bis nicht vorhande-
ne Kl, mit der sich jede der
drei Figuren ziert, bis sie sich
dann doch ausziehen muss.
Nein, nein, das muss nicht
sein. Gegen einen Alters-
nachweis können Sie auch
eine Hardcore-Version be-
stellen, von der wir gar nicht
wissen wollen, wie sie aus-
sieht, (mash)
HHPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS 1 7
132 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Simulation für Einsteiger und Mitfahrer 7^?^
U-Bahn-Raser
■ Hersteller: Subway Systems/MW Interactive ■ Testversion: Verkaufs-
version 8.- ■ Betriebssystem: Siemens 2000 ■ Sprache: Deutsch (meh-
rere Dialekte in Vorbereitung) ■ Multiplayer: bis 2 (Hotseat), bis 74 (pro
Wagon) ■ 3D-Grafik: Monatskarte ■ Hardware, Minimum: Pentium/133,
16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: U3 zum Olympia-Zentrum
R
äsende Abverkäufe
des Konsolen-Origi-
nals in Japan - jetzt
gibt es auch einen lokalisier-
ten U-Bahn-Simulator für
heimische PCs.
Wer hat als Kind
nicht davon ge-
träumt, Lokführer
zu werden? Diesen
Wunsch können
Sie sich nun zu-
mindest unterir-
disch in Zusam-
menarbeit mit dem
MW (Münchener
Verkehrsverbund)
erfüllen. Als U-
Bahn-Fahrer steu-
ern Sie einen Zug
durch den Mün-
Untergrund. Sie
beschleunigen, bremsen
rechtzeitig ab und müssen
mit dem mitgelieferten USB-
Mikrofon Ansagen machen
wie etwa »Zurücktreten,
chener
lassen. Gefährlicher ist schon
ein Tunnelbrand und in extre-
men Fällen müssen Sie sogar
Selbstmörder von der Wind-
schutzscheibe kratzen. (mash)
[JEPLAYER
WERTUNG
Das ist übrigens der Gesamt-
fahrplan von München.
bitte!«. Zuweilen gibt es ran-
dalierende Fahrgäste (be-
sonders zu Zeiten des Okto-
berfests), die sich nur durch
die Polizei wieder eindämmen
MARTIN SCHNELLE
Keine schlechte Sache - U-Bahn-Fahren ist nämlich
weitaus schwerer, als man denkt. So ein Zug
beschleunigt recht träge und bremst auch nur
widerwillig. Dann gleichzeitig die Geschwindigkeit
(bis maximal 80 km/h) im Auge zu behalten und
die nächste Haltestelle anzusagen sorgt für echten
Stress. Eher unappetitlich fällt die Darstellung der
Selbstmörder aus - hier wäre etwas weniger Rea-
lismus mehr gewesen. Doch die Darstellung der
Tunnel kann sich
wirklich sehen las-
sen: Nirgends wird
München so detail-
reich und intensiv
gezeigt wie hier.
PRO & CONTRA
O Klasse Tunnel-
Darstellung
O Unappetitliche Details
PC PLAYER APRIL 2000 135
SPIELE-TEST
Strategiespiel für Fortgeschrittene und Profis
Metal Fatigue
Riesige Kampfroboter beharken
sich auf fremden Planeten - und
das nicht nur in Farbe, sondern
sogar in echtem, frei drehbarem 3D!
■ Hersteller: Psygnosis ■ Testversion: Beta vom Februar 2000
■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multi-
player: bis 2 (Modem), bis 8 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: Direct3D,
Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 32 MByte RAM, 3D-Karte
■ Hardware, Empfehlung: Pentium 111/333, 128 MByte RAM, 3D-Karte
FAKTEN
I Frei drehbare
3 D- Karten
I 3 Kampagnen
I 3 parallele Schau-
plätze: Orbit, Erd-
oberfläche und
Untergrund
I 30 Missionen
I 3 Kriegsparteien
I 30 Solo- und Mehr-
spieler-Karten
I Roboterkolosse
zusammenbauen
I Forschung
I Einstellbarer
Schwierigkeitsgrad
Die Combots dreschen ganz apart aufeinander ein. (alle Bilder Direct3D)
etalle in jeglicher
Form waren schon
immer der Krieger
liebster Werkstoff.
Waffenschmiede schufen daraus
nicht nur schmucke Schwerter,
später gössen sie Kanonen und
bauten Panzer. »Metal Fatigue«
geht sogar noch einen Schritt
weiter: Neben den üblichen
Kettenfahrzeugen staksen vier
Stockwerke hohe Kampfkolosse,
»Combots« genannt, zweibeinig
durch die Gegend.
Diese Idee ist an sich nicht neu,
schließlich gibt es unter anderem
das BattleTech-Universum, in
»Der Krieg ist
kein Selbst-
zweck.«
dem sich alles um ganz ähnliche
Gefährte dreht. Auch im Echtzeit-
Strategiespiel »Mech Comman-
der« hatten sie schon einmal einen
Auftritt. Während Sie damals
jedoch nur eine kleine Gruppe aus
BattleMechs durch verschiedene
Einsätze kommandierten, dürfen
Sie nun auch die Stützpunkte
selbst erbauen und ganze Armeen
aufstellen. Und da derzeit SD-
Umgebungen angesagt sind, kön-
nen Sie auch hier die Ansicht nach
Belieben zoomen, drehen und kip-
pen. Wer bei diesem Schnick-
schnack rasch die Orientierung
verliert, sollte jedoch getrost die
Finger von den entsprechenden
136 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Elektro Grip K-Scriild
BasisTorso LaserBeine
O Verstrichene Zeit
© Energie
© Lagerkapazität für Energie
O Arbeitskräfte übrig
O Arbeiter im Einsatz
© Orbit wählen
O Oberfläche
Unterirdisch
© Karten aller Ebenen
© Übersichtskarte
fl> Zustand des gewählten Combots
Abwerfen von Armen/ Besatzung
CE) Kampf- und Bewegungsbefehle
(£) Informationen zur Einheit
© Neuer Combot wird gebaut
CD Kampf zwischen einem Combot und Panzern
Tasten fernhalten und kommt auch
ohne solche Perspektiven-Akroba-
tik prima zurecht.
Geschwisterzwist
Natürlich sind auch bei Metal
Fatigue die kriegerischen Ausein-
andersetzungen kein reiner
Selbstzweck: Drei sektenähnliche
Konzern-Nationen versuchen, die
Überreste einer außerirdischen
Zivilisation von derem Heimatpla-
neten einzusammeln und für sich
nutzbar zu machen. Von den ehe-
maligen Bewohnern fehlt anson-
sten jede Spur, aber das kümmert
Sie zunächst nicht. Um der gan-
zen Geschichte einen persön-
lichen Touch zu verleihen, ist jede
Kampagne dem Werdegang eines
von drei Brüdern gewidmet, die
durch Launen des Schicksals auf
unterschiedlichen Seiten stehen.
Jede Partei verfügt über eine
andere Philosophie, Kampftaktik
und Technologie. Zwar sind die
Gebäude und Bodenfahrzeuge
weitgehend identisch, doch die
Combots unterscheiden sich
spürbar voneinander.
Die insgesamt dreißig Missio-
nen verlaufen nach einem ähn-
lichen Schema: Nach der ein
wenig lieblos gestalteten Einsatz-
besprechung - immerhin gibt es
eine Sprachausgabe - beginnen
sie mit dem Aufbau der Basis.
Einige Fahrzeuge und Gebäude
stehen bereits, oft wird sogar eine
spezielle Vorbereitungszeit ge-
währt, in der Sie ungestört eine
Auch unter der Erde wird
fleißig gekämpft.
bestimmte Energiemenge in wei-
tere Anlagen und Einheiten
ummünzen können.
Was ihr wollt
Sobald die normale Missionszeit
läuft, sollten Sie zügig handeln.
Der Computergegner ist fix und
versucht, mit unterschied- ->
PC PLAYER APRIL 2000 137
SPIELE-TEST
Metal Fatigue
Die
wichtigsten
Fahrzeuge
[1
Schwebe-Lkw:
Bauen, Reparieren,
Energiegewinnung
Schwebe-Born
effektiv gegen
Bodenziele
ber:
H
Combot: Die
Hauptwaffe - a
Einzelteilen ge
^^
Panzer: Sind a
im Untergrunc
einsetzbar
US
3aut
uch
1
H
Artillerie: Grof
Kaliber, große
Reichweite
>es
y
Raketenwerfer
Auch gegen Fli
Objekte einsetz
jg-
bar
%
Bohrer: Schaff
Fahrstühle, be
tigt Gestein
t
sei-
H
Schwebe-Jet:
Funktioniert in
Orbit und auf
Oberfläche
11
der
-Glichen Taktiken Ihre Schwach-
stellen erst auszuloten und dann
auszunutzen. Zunächst sollte eine
Fahrzeugfabrik entstehen. Jeder
Bauauftrag kostet Energie, die in
Materie verwandelt wird. Gebäude
werden übrigens von Schwebe-
Lkws hochgezogen, die wegen der
Vielseitigkeit sozusagen das
Schweizer Armeemesser dieses
Spiels sind. Außerdem beherr-
schen sie noch die Reparatur von
Fahrzeugen und Häusern sowie
den Transport von Fundstücken
und das Anzapfen von Wärmee-
nergie aus Lava-Vorkommen.
Gliedmaßen-Klau
Um den Energieausstoß zu erhö-
hen, konstruiert man rasch weite-
re dieser Schwebefahrzeuge und
setzt sie auf die nächste Lava-
Austrittsstelle an. Panzer, Rake-
tenwerfer und Abwehrtürme ver-
bessern die Sicherheitslage, aber
richtig spannend wird es erst
durch die Combot-Produktion.
Jeder Combot besteht aus vier
Komponenten: dem Torso, den
Beinen und den beiden Armen.
Sie wählen aus, welche Einzel-
teile produziert werden. Dazu
zählen auch Abwehrschilde
sowie Nah- und Fernwaffen,
die außerdem in mechanische
und Energiewaffen unterteilt wer-
den. Später locken Zuckerl wie
sichtbar funktionierende Tarnvor-
richtungen, mit denen der Gegner
hinterrücks überfallen werden
Die Ansicht lässt sich frei drehen und zoomen.
kann. Sie kombinieren diese
Bestandteile entsprechend Ihren
Vorstellungen von gutem Design.
Der erste Kampf naht, und
zusammen mit einigen Panzern
sind auch zwei feindliche Com-
bots im Anmarsch. Die lästigen
»Ein kräftiger
Hieb trennt glatt
den Arm ab.«
Kettenfahrzeuge werden von
Ihren Combots mit einem lässi-
gen Schlag zerschmettert, wozu
sind diese schließlich mit giganti-
schen Schwertern ausgerüstet.
Neben dieser Nahkampfwaffe
UDO HOFFMANN
Irgendwie interessiert mich diese auf den ersten Blick
krude Mischung mehr als alle anderen Echtzeitstrategie-
spiele der letzten Zeit; als da etwa wären »Age of Empi-
res 2« oder »Earth 2150«. Das liegt ganz sicher an den
geschmeidigen Bewegungen, mit denen meine Axtkrie-
ger vom Stamme der Mil-Agro die Feinde in den Staub
schleudern. Hähähä. Sowas sieht mein schwarzes Herz
doch immer gern.
Auch weniger zynische Naturen dürfen sich an der
unverbrauchten Ideen-Mischung erfreuen. Genre-Ein-
steigern dagegen wird viel zuviel zugemutet, denn die
Gegnerballung ist deutlich zu stark, und die Zahl der zu
überwachenden Parameter einfach zu gewaltig. Roi
nierte Echtzeitler
pro & CONTRA
aber, die ein
ble für Neuerun-
gen und C&C 3 in
zwei Tagen durch-
gespielt haben -
also derartige
Leute dürfen die-
ses Teil nicht links
liegen lassen.
O Viele nette Ideen
O Schicke Riesenroboter
O Schlechte Landschafts-
Grafik
O Anfangs etwas verwirrend
werden Raketen zum Abschuss
gebracht und versetzen dem Geg-
ner einen ersten Schock. Wäh-
rend einer der Combots noch
leicht taumelt, holt einer der Ihren
zu einem kräftigen Hieb aus und
trennt ihm glatt den rechten Arm
ab. Eine Minute später explodiert
dann auch der klägliche Rest. Aus
den Trümmern bergen Ihre
Schwebe-Lkws die rauchenden
Überreste und befördern diese
zurück zur Basis. Die Forschungs-
einrichtung begutachtet die
Beute, auf dass in Bälde identi-
sche Nachbauten entstehen
mögen. Noch auf dem Schlacht-
feld wirft einer Ihrer Combots
einen Arm ab, um eine tödliche
Elektroschock-Kralle aufzusam-
meln und diese statt des Armes
am Schultergelenk einzurenken.
Jede Seite besitzt übrigens eine
eigene Technologie und unter-
schiedlich aussehende Combots,
deren Bestandteile jedoch prakti-
scherweise frei miteinander kom-
biniert werden dürfen.
Unter der Oberfläche
Dieses Baukasten-Prinzip ist aller-
dings nicht die einzige Besonder-
heit: Die Auseinandersetzungen
finden bei den meisten Missionen
auf drei Ebenen statt. Im Orbit um
den Planeten kreisen Plattformen,
auf denen sich besonders gut
energieliefernde Sonnenkollekto-
ren platzieren lassen. Eine spe-
zielle Beam-Technologie beför-
dert Fahrzeuge zwischen Himmel
und Erde, falls diese nicht selbst
fliegen können.
Unter der Oberfläche befinden
sich ebenfalls einige interessante
138 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Energiequellen, doch sollten Sie
mit Ihrem Bohrer zunächst einen
Aufzug in die Unterwelt erstellen.
Anschließend schafft das Bohrge-
rät auf Wunsch unterirdische Hin-
dernisse aus dem Weg. Auf allen
drei Ebenen werden auch Ihre
Gegner aktiv sein, daher dürfen
Sie sich nicht nur mit dem Schutz
und der Eroberung der Oberflä-
che zufrieden geben. Mitunter ist
fleißiges Hin- und Herspringen
angebracht, um die Aktionen
parallel zu koordinieren. Immer-
hin warnt eine Stimme, wenn auf
einer der Ebenen Kampfhandlun-
gen stattfinden.
Echtzeit-Taktiker werden sich
über das durchaus planvolle Vor-
gehen sowohl der eigenen Leute
wie der Gegner freuen. Dieses
Verhalten kann zudem reguliert
werden: soll ein Combot auf einer
Stelle verharren oder den Gegner
aggressiv verfolgen - es liegt in
Ihrer Hand. Andere, Echtzeit-typi-
sche Standards wie das Bilden
von Gruppen und das Setzen von
Wegpunkten wurden ebenfalls
implementiert. Sie dürfen einem
Fahrzeug sogar eine Kette aus
mehreren unterschiedlichen Be-
fehlen vorgeben, die der Reihen-
folge entsprechend abgearbeitet
werden. Ärgerlich, aber durchaus
für solche Spiele typisch ist, dass
vereinzelt andere Einheiten den
Weg blockieren und nicht von
alleine frei machen.
Die Mischung macht's
Leider passten die deutschen
Bezeichnungen einiger Befehle
nicht mehr komplett auf die Aus-
wahlflächen; generell hätte die
Befehlsleiste ruhig liebevoller
gestaltet werden dürfen.
Deutlich missraten ist die Dar-
stellung des Untergrunds, aber
auch die Orbit-Ebene verdient kei-
nen Schönheitspreis. Sogar die
Gebäude wirken eher schlicht, ->
WER GEGEN WEN: DIE RIVALEN
Die idealistischste und visio-
närste der drei Gesellschaf-
ten. Rimtech glaubt an einen
Ehrenkodex und setzt auf
eine balancierte Mischung
aus Nah- und Fern kämpf Waf-
fen: Säbel und Energiekano-
nen sind sehr häufig.
Der Stärkste überlebt - auf
diese schlichte Formel lässt
sich die Philosophie von Mil-
Agro bringen. Sie lieben den
Kampf und sind besonders
mit effektiven Nahkampfwaf-
fen wie gigigantischen Häm-
mern und Äxten ausgerüstet.
Tarnen und täuschen, so ope-
riert Neuropa, in der Politik
wie auch im Kampf. Das Waf-
fenarsenal enthält die fortge-
schrittenste Technik -
besonders gerne werden
Tarngeneratoren verwendet
um sich anzuschleichen.
METAL FATIGUE IM VERGLEICH
Metal Fatigue (Spielspaß 82; Test in 4/2000)
Schauplatz:
Darstellung:
Rivalen:
Kampagnen:
Missionen insg.:
Spielebenen:
Earth 2150 (Spielspaß 87; Test in 12/99)
Einheitenbaukasten:
Spielen wegen:
Fremder Planet
Echtes 3D
3 (unterschiedlich)
3
30
Orbit, Oberfläche,
Untergrund
Ja
Der beeindruckenden
Kampfkolosse
S^B Hf '
Schauplatz:
Darstellung:
Rivalen:
Kampagnen:
Missionen insg.:
Spielebenen:
Einheitenbaukasten:
Spielen wegen:
Zukünftige Erde
Echtes 3D
3 (unterschiedlich)
3
75
Oberfläche,
Untergrund
Ja
Der toll gestalteten
Kampagnen
Command & Conquer 3 (Spielspaß 83; Test in 1 1/99)
Mech Commander (Spielspaß 82; Test in 8/98)
Schauplatz:
Darstellung:
Rivalen:
Kampagnen:
Missionen insg.:
Spielebenen:
Einheitenbaukasten:
Spielen wegen:
Zukünftige Erde
Isometrisch, starr
2 (unterschiedlich)
2
ca. 40
Oberfläche
Nein
Solider Gestaltung
und netter Videos
Schauplatz:
Darstellung:
Rivalen:
Kampagnen:
Missionen insg.:
Spielebenen:
Einheitenbaukasten:
Spielen wegen:
Fremder Planet
Isometrisch, starr
2 (unterschiedlich)
1
30
Oberfläche
Ja
Fast einmaliger
Taktik-Möglichkeiten
Eorü'Erä'ä «ta
Warzone 2100 (Spielspaß 80; Test in 5/99)
Schauplatz: Fremder Planet
Darstellung: Echtes 3D
Rivalen: 2 (gleich)
3
34
Oberfläche
Ja
Praktischer, durch-
dachter Befehle
Thandor (Spielspaß 74; Test in 2/2000)
Kampagnen:
Missionen insg.:
Spielebenen:
Einheitenbaukasten:
Spielen wegen:
Schauplatz:
Darstellung:
Rivalen:
Kampagnen:
Missionen insg.:
Spielebenen:
Einheitenbaukasten:
Spielen wegen:
Fremder Planet
Echtes 3D
2 (gleich)
1
20
Oberfläche
Ja
Dem Mehrspieler-
Modus
PC PLAYER APRIL 2000 139
SPIELE-TEST
Metal Fatigue
DIE WICHTIGSTEN GEBAUDE
Materiewandler:
Energieumwand-
lung - Kernstück
jeder Basis
Cyrofarm: Enthält
40 Arbeiter, Vor-
aussetzung für
Arbeitskraft
Combot-Werkstatt:
Hier werden Com-
bots aus Teilen
zusammengebaut
Außenposten:
Transport zwi-
schen Oberfläche
und Orbit
Fahrzeugfabrik:
Bau vieler Boden-
fahrzeuge (Panzer,
Hover-Lkws)
G
Hangar: Fertigung
und Reparatur
aller Flugobjekte
(Bomber, Jets)
Combot-Teile-Pro-
duktion: Fertigung
einzelner Teile für
Combots
Energiespeicher:
Nimmt zusätzliche
Energieüberschüs-
se auf
K.I. -Einrichtung:
Erforscht Rationa-
lisierung durch
Künstl. Intellig.
Mobiler Wall: Blo-
ckiert den Weg,
eventuell mit
Geschützen
Forschungseinrich-
tung: Unbekannte
Combot-Teile wer-
den erforscht
Sonnenkollektor:
Energiegewin-
nung; besonders
effektiv im Orbit
»Eine Fülle
strategischer
Möglichkeiten.«
->wenn nicht gar trist. Fast selt-
sam mutet diese nachlässige
Gestaltung im Kontrast mit den
aufwändigen, geschmeidigen
Animationen der Kampfroboter an
- offenbar musste
man auch einen
oder zwei unfähi-
ge Grafiker im Ent-
wicklerteam mit-
schleppen.
Die zu absolvierenden Aufträge
sind durchaus spannend - nicht
immer geht es nur darum, den
Gegner auszuschalten. Manchmal
muss einfach eine bestimmte
Stelle erreicht oder etwas gefun-
den werden. Nach bestandenem
Einsatz werden Sie mit Ausrüs-
tungspunkten belohnt, die sich
anschließend für Verbesserungen
verwenden lassen.
Erst nach und nach begreift
man, welche Fülle an strategi-
schen Möglichkeiten in Metal Fati-
gue steckt. Wer mag, nutzt unterir-
dische Gänge, um sich bis zum
feindlichen Lager hin durchzugra-
ben. Gerade durch den Umstand,
dass Combots nicht in die Höhlen
vordringen können, muss dort
völlig anders vorgegangen wer-
den. Auch in himmlischen Höhen
lassen sich Angriffe vorbereiten
oder Gegner piesacken. Die lusti-
ge Kombination der vom Gegner
einkassierten Bauteile lässt den
ursprünglichen Besitzer späte-
stens dann blöd aus der Wäsche
schauen, wenn seine Geheimwaf-
THOMAS WERNER
Als während der ersten Minuten die l
ewöhnliche Echtzeit, nur eben in 3D. Doch dann hatten
die ersten Combots ihren Auftritt. Tatsächlich sind sie
mehr als einfach nur große Einheiten. Nicht nur, dass die
Animationen echte Hingucker sind - sie verwandeln
Metal Fatigue auch in ein anderes Spiel. Schließlich erfor-
dern sie spezielle Kampftaktiken und auch das Einsetzen
erbeuteter Komponenten reizt. Durch die verschiedenen
Ebenen - Orbit, Oberfläche, Untergrund - wird der Spie-
ler auf eine ganz neue Weise herausgefordert. Die K.l. ist
guter Echtzeit- t%w%*\ o /*/mi-tda
Durchschnitt und PRO & CONTRA
die Bedienung
zweckmäßig.
Wenn einige klei-
ne Schönheits-
mängel nicht
wären, hätte man
sogar über einen
Goldplayer reden
können.
O Combots selbst bauen
O Tolle Animation
O Spezielle Taktiken
notwendig
O Drei Ebenen
OÖde Einsatzbesprechung I
fen gegen ihn eingesetzt werden.
Viel Dramatik bieten die drei Kam-
pagnen bereits durch die Helden,
die Sie um jeden Preis schützen
sollten, um nicht zu verlieren.
Selbst die Hintergrundgeschichte
ist erstaunlich interessant, wenn-
gleich leider auf das Geschehen
illustrierende Zwischensequenzen
verzichtet wurde.
Die meisten Bestandteile dieses
Programms sind für sich alleine
genommen nicht originell, son-
dern wurden deutlich von ande-
ren Titeln inspiriert. Aber wie bei
einem gut zusammengestellten
Kampf-Combot kommt auch hier
der Erfolg durch die kluge
Mischung. Untermalt wird jede
Kampagne von ihrer eigenen,
hörenswerten Hintergrundmusik,
die im Charakter von orchestral
bis hin zu fetzig reicht.
Ein Editor ist nicht vorhanden,
doch sollten die 30 Einzelkarten
genügend Stoff für Partien gegen
Computergegner oder Freunde
liefern, (tw)
^PLAYER
Grafik 70
Sound 70
Einstieg 70
Komplexität 80
Steuerung 80
Multiplayer 80
PIELSPASS m
140 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Simulation für Einsteiger
Strategiespiel für Einsteiger und Fortgeschrittene
Duck Hunter Pro
■ Hersteller: Diversions Software/HeadGames ■ Testversion:
Verkaufsversion 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache:
Englisch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum:
Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/166,
32 MByte RAM
E
in Mann in erdfarbe-
nen Klamotten liegt
zu gottloser Zeit in
einem Boot auf der Lauer.
Vorsichtig holt er sein
Scharfschützen-Gewehr her-
vor, legt an, zielt - und
jemand muss sein Leben las-
sen! Kaltblütiger Mord? Wie
man's nimmt ...
Der Mann ist Jäger und hat
gerade eine Schneegans
erlegt. Das ist auch Ihre
Hauptbeschäftigung in die-
sem stupiden Jagdspiel des
Billigspiel-Anbieter Head-
Games. Sie warten auf das
Federvieh, ködern mit Attrap-
pen und Lockpfeife, nehmen
Ihr Gewehr und machen le-
cker Brustfilet oder Daunen-
jacken aus den arglosen
Wasservögeln. Schon braust
Ihr treuer Wau-Wau los und
apportiert die Beute. Stilecht
dürfen Sie nur bestimmte
Arten abknallen, dafür kön-
nen Sie sich Waffe und Jagd-
gebiet aussuchen, (mash)
HEPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS^O
Warcraft 2
Battle.net Edition
■ Hersteller: Blizzard Entertainment/Havas Interactive
■ Testversion: Verkaufsversion 2.00 ■ Betriebssystem:
Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 8
(Modem, Nullmodem, Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: -
■ Hardware, Minimum: Pentium/100, 16 MByte RAM
■ Hardware, Empfehlung: Pentium/200, 64 MByte RAM
ZWEIT-TEST
DEUTSCHE
VERSION
Trotz seines Alters von
über vier Jahren macht
»Warcraft 2« immer
noch einen Heidenspaß.
Die »Battle.net-Edition« er-
halten Sie nun auch auf
Deutsch, die Lokalisierung ist
gewohnt hervorragend. Auf
der Scheibe finden sich das
Original, die Zusatz-CD
»Beyond the Dark Portal«
sowie zusätzliche 100 Mehr-
spieler-Karten. Dank des kos-
tenfreien Online-Spielediens-
tes www.battle.net
von Blizzard spielen Sie über
das Internet mit Gott und der
Welt. Das funktioniert auch
ganz wunderbar, in Gefech-
ten mit mehr als vier Spielern
kommt der Ablauf aber doch
ins Ruckein. (mash)
ZEPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS f >/J
PC PLAYER APRIL 2000 141
SPIELE-TEST
Wirtschaftssimulation für Fortgeschrittene und Profis
Grand Prix
World
■ Hersteller: Microprose/Hasbro Interactive ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Win-
dows95/98 ■ Sprache: Englisch (Deutsch in Vorb.) ■ Multiplayer: bis 4 (an einem PC) ■ 3D-Grafik: Direct3D
■ Hardware, Minimum: P/166, 32 MByte BAM ■ Hardware, Empfehlung: P M/300, 64 MByte BAM, 3D-Karte
Millionen Formel- 1 -Fans fiebern sonntags vor der
Glotze mit ihren Favoriten mit. Für die restlichen
Wochentage bietet sich »Grand Prix World« an.
■ AIVTcN ^ Schumi ist nach einem schlechten Start beim Australien Grand
Prix nur Achter. (Direct3D, 800x600)
Originaldaten der
Saison 1998/99
Entwicklung der
Fahrzeuge über
mehrere Jahre
Aufgaben vom
Testen einzelner
Komponenten bis
zum Anwerben
neuer Sponsoren
Fahrer können
spezifische Einze-
lanweisungen ent-
gegennehmen
Regularien ändern
sich jährlich
V
or drei Jahren er-
schien der »Grand Prix
Manager 2« (Test in PC
Player 2/97). Erst jetzt
kommt mit »Grand Prix World«
ein Nachfolger.
Trotz der langen Entwicklungs-
zeit und dem abgeänderten
Namen hat sich beim Spiel kaum
was getan. Wieder schlüpfen Sie
in die Rolle eines Formel-1-
Managers, um einen Rennstall
auf Gedeih und Verderb zu leiten.
Die Wahl des Teams beeinflusst
den Schwierigkeitsgrad. Nicht,
dass es mit Ferrari eine leichte
Angelegenheit wäre, aber mit
Minardi könnten Sie sogar Pro-
bleme bekommen, für jedes Ren-
nen zwei fahrbare Untersätze zur
Verfügung zu be-
kommen »Der Rennablauf dau-
Besitzer des Vor- ^^ u ^ _
gängers erkennen BIT gilt eilie StUIICle.«
die etwas unglückliche Menü-
Führung sofort wieder. Rund 80
Untermenüs wurden in halbwegs
logische Grüppchen zusammen-
gefasst. Zwischen diesen hin und
her zu manövrieren (wobei es
durchaus auf die Reihenfolge
ankommt), ist kein leichtes Unter-
fangen.
Die Arbeit beginnt in der Ent-
wicklungsabteilung. In einem
zusammenfassenden Tableau
sehen Sie Leistung und Zuverläs-
sigkeit einzelner Teile Ihres
aktuellen Wagens. Diese können
Sie durch das Techniker verbes-
sern lassen. Manchmal werden
gravierende Fehler erst auf der
Teststrecke ersichtlich und schon
bald müssen Sie Prioritäten set-
zen. Gleichzeitig sollten Sie näm-
lich auch das Chassis für die kom-
mende Saison in Angriff nehmen.
Die Geldbeschaffung erweist
sich als ähnlich kompliziert. Für
die erste Saison stehen bereits
alle Verträge, für die Zeit danach
sind Sie verantwortlich. Es ist
nicht leicht, einen bestehenden
Vertrag zu verlängern, dies bedarf
komplizierter Verhandlungen. Je
nachdem, wie viele Angestellte
Sie zur Betreuung eines Sponsors
abstellen, desto größer ist die
Aussicht auf einen Erfolg.
Vor jedem der 16 Rennen
haben Ihre Arbeitskräfte nur
begrenzt Zeit, Sie sollten sie also
so effizient wie möglich einset-
zen. Das beginnt beim Test der
Wagen: Wie viele Techniker set-
zen Sie dafür ein, wie viele Kilo-
meter sollen es sein, legen Sie die
Präferenzen auf das Setup, den
Motor, das Design? Ähnliche Ent-
scheidungen haben Sie überall zu
treffen. Konkret bedeutet dies,
dass Sie einen Großteil der Zeit
zwischen den Rennen mit der
Zuweisung von immer den glei-
chen Aufgaben verbringen.
Nachdem alle Vorbereitungen
getroffen sind, geht es zum Ort
des Renn-Geschehens. Ohne wei-
142 PC PLAYER APRIL 2000
tere Vorbereitungen finden Sie
sich sofort in der Qualifikation.
Der Bildschirm ist in mehrere
Fenster aufgeteilt, deren Inhalt
Sie bestimmen können. Im Ange-
bot sind viele Seiten, die den
Zustand der Fahrzeuge und das
Klassement durchleuchten. Die
Fenster dienen auch der Renn-
Darstellung, die ebenso einfach
wie effektiv ist:
Über Standbilder
werden die Fahr-
zeuge projiziert.
In einer Leiste weiter unten
können Sie den Fahrern spezifi-
sche Anweisungen geben. In der
Qualifikation handelt es sich
dabei nur um das Ein- und Aus-
fahren der Pits. Im Rennen ord-
ALEX BRANTE
Ran an die Maus, rein ins Cockpit, los? Mitnichten! Vor-
her heißt es fleißig Herumprobieren, denn sonst kön-
nen Sie eine Saison mit Grand Prix World in der Pit-
Lane stehen lassen. Nach der langen Wartezeit seit
dem Vorgänger hätte ich mir zumindest eine Verbesse-
rung der komplizierten Bedienung gewünscht. Doch es
ist immer noch fast unmöglich, jedes der Untermenüs
in der richtigen Reihenfolge zu besichtigen, ohne dabei
immer wieder schwerwiegende Fehler zu begehen. Da
der Rennablauf zudem gut eine Stunde beansprucht,
erhöht sich der Frustfaktor schnell. Fraglos hat Micro-
prose hier eine sehr realistische, spannende und inter-
essante Wirt-
schaftssimulation PRO & CONTRA
auf die Strecke
gestellt, aber mit
dem Setup von
verkorkster
Bedienung und
hohem Schwie-
rigkeitsgrad ist es
kein echter Ren-
ner geworden.
O Komplexität nahe an
der Realität
O Rennen verlaufen
meist spannend
O Maue Menüstruktur
O Arg langer Rennverlauf
»Realistisch,
aber kein
Renner.«
nen Sie dann vielleicht riskante
Überholmanöver und gnadenlose
Blockaden an.
Der Rennablauf, mit seinen
wechselhaften Wetterbedingun-
gen und unvorbereiteten Pit-
Stopps, sorgt für viel Spannung.
Dafür dauert er auch extrem
lange: Eine Beschleunigung ist
nur bis zu 150 Prozent der norma-
len Geschwindigkeit möglich,
was einer Stunde entspricht.
Natürlich haben Sie die Möglich-
keit, nur das Resultat zu sehen.
Sie können auch während des
Rennens die Geschwindigkeit
noch weiter beschleunigen,
haben aber damit keinerlei Ein-
flussmöglichkeiten mehr.
Im Saisonverlauf verbessern
sich Ihre Wagen dank der Arbeit
der Entwicklungsabteilungen
ständig, durch Merchandising-
Verträge (Videospiele, Uhren,
Kleidung, etc.) fließt frisches Geld
in die Kasse. (Alex Brante/md)
HSPLAYER
WERTUNG
Grafik 60
Sound 70
Einstieg 50
Komplexität 90
Steuerung 50
Multiplayer 70
PIELSPASS -y
McLaren (MP4/13)
Sauber (C17)
\1
Arrows (A19)
Steward (SF02)
Tyrrell (026)
Minardi (198)
PC PLAYER APRIL 2000 143
SPIELE-TEST
Rennspiel für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis
Superbike
■ Hersteller: Milestone/Electronic Arts ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows
95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (an einem PC, Modem), bis 6 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Gra-
fik: Direct3D, Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen-
tium 11/400, 64 MByte RAM, 3D-Karte
Es gibt sie noch, diese Tage: Plötz-
lich und unerwartet (!) bricht das
blanke Erstaunen über den Renn-
spiel-Tester herein.
L_k^^3 ~«äi|gg^
Runde 00:23:65
^Gesamt 05:44:12
Beste 01:43:36 j
f Runde 10:02:96
Runde
Runde 00:00:00
{J {J
Diese beiden Blitz-Kuriere überbringen erfreuliche Botschaft: Ein extrem gutes
Motorradrennspiel ist erschienen! (alle Bilder Direct3D, 800x600)
FAKTEN
Runderneuerte
Version des ein
Jahr alten
Superbike
In allen wichtigen
Bereichen stark
verbessert
Derzeit das mit
Abstand beste
Motorradrennspiel
Auf mancherlei würde
unsereins ja gerne
wetten. Etwa: Auch in
diesem Jahr wird
Michael Schumacher nicht am
Hungertuch nagen. Ralf Wald-
mann versucht sich wieder
erfolglos als Weltmeisterschafts-
Aspirant. Und, die Superbike-
Meisterschaft wird in Deutsch-
land nicht populärer werden.
Mit einem aber, da hätten
wir niemals nicht gerechnet: Dass
die neue Version von Superbike
so drastisch besser ausfallen wird
als der bereits gelungene Vor-
gänger.
Pauken und Trompeten
Was ist dran an der 2000er-Ver-
sion, dass wir mit solchen Hym-
nen beginnen? Wird mit jeder CD
ein nagelneues Motorrad ausge-
liefert? Nein, auch im neuen Teil
fahren Sie lediglich am Computer
auf diesmal dreizehn Rennstre-
cken um Punkte und Siege. Die
Unterschiede liegen, wie zu
erwarten, in vielen kleinen De-
tails.
Noch am wenigsten wirkt sich
das neue Motorrad aus:
Eine Aprilia, wie die Ducatis
mit 1 -Liter-Motor ausgerüs-
tet, stemmt sich nun mit
Es ist gar nicht so einfach,
nach einem Sturz schnell
wieder aufzusitzen.
ihren italienischen Schwestern
gegen die japanische 750er-Über-
macht. Aber schon im Fahrverhal-
ten der einzelnen Maschinen wird
ein gewaltiger Unterschied deut-
lich: Das Handling ist nahezu per-
fekt. Wurde im Vorgänger ein weg-
rutschender Reifen angedeutet,
kann diesmal von Andeuten keine
Rede mehr sein. Jede zu schnelle
Beschleunigung, jedes zu straffe
Anbremsen wirkt sich deutlich
aus. Hierdurch wird das Zweirad
aber nicht schwieriger zu handha-
ben, Sie merken statt dessen ein-
fach viel früher, wann Sie sich dem
Grenzbereich nähern und haben
mehr Zeit zu reagieren. Wegrut-
schende oder quietschende
Hinterreifen sind dabei ebenso
deutliche Warnsignale wie kleine
Rauchwölkchen, die man auch
zuhauf bei den Computergegnern
sehen kann. Etwas übertrieben hat
man es nur mit den Quietschern:
Die klingen teilweise zu deutlich
und haben außerdem einen Hall,
als wären sie in einer Garage auf-
»Ein nahezu perfektes
Handling.«
144 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
2000
Nur kurz geträumt - und schon schnuppern die lieben Kolle-
gen gleich in rauhen Mengen am würzigen Asphalt.
genommen worden. Wo man
doch im Freien fährt.
Fahrverhalten,
Fahrverhalten
Weitere Merkmale des verbesser-
ten Handlings: Fahren Sie zu
langsam in eine Kurve, können
Sie ohne Probleme mit der gan-
zen Kiste umkippen und dann
gleich die überarbeitete Sturz-
und-wieder-Weiterfahr-Animation
bewundern. Freund Computer-
ego strampelt gewaltig, bockt
sein Arbeitsgerät mühsam auf,
schiebt an und schwingt sich erst
bei genügend Tempo auf den
Fahrersitz. Wenn ihm dabei nicht
ein Konkurrent ins Gebein don-
nert. Zum Glück steht er selbst
nach 100-Meter-Flügen unbescha-
det wieder auf, im Gegensatz zu
seiner Maschine, die nach zu vie-
len Crashs den Dienst verweigert.
Außerdem können Sie sich jetzt
die Reifen ruinieren, falls Sie die
Zustandsanzeige in der Ecke
rechts unten nicht beachten. Als
neben dem Motor wichtigsten
Renn-Bestandteil benötigen die
Pneus Schonung: Zuviel Abrieb
durch brutale Fahrweise mindert
die Siegeschancen.
Als weitere Neuerung wurde
eine Motorradfahrer-Steuerung
eingebaut, die in Grundzügen bei
»GP 500« geklaut wurde. Anders
als dort können Sie Ihren Heinz
aber nur nach vorne und hinten,
jedoch nicht zur Seite bewegen,
das macht er ganz automatisch.
Reicht aber schon. Wir empfehlen
Profis ganz unbedingt, diese Bewe-
gung nicht vom Computer über-
nehmen zu lassen, da Ihnen sonst
viel typisches Flair entgeht. Whee-
lies, wenn Sie Ihren Körper beim
Beschleunigen nicht nach vorne
legen, sowie im Extremfall ein
leicht über dem Boden schweben-
des Hinterrad, wenn Sie ihn beim
Bremsen nicht nach hinten wer- ->
DURCHBLICK IM COCKPIT
Die Cockpit-Perspektive ist schlichtweg
phänomenal; in der realistischsten Einstellung
bewegt sich Ihr Kopf ohne Unterlass. Außer-
dem sind alle Original-Instrumente der Vorbil-
der übernommen worden.
Yamaha: Um Bremsvorgänge zu verstärken, wird der ganze Körper
aufgerichtet, wodurch der Luftwiderstand steigt. Die Anzeigen
werden deutlich kleiner. Ganz klar sieht man außerdem, wie Ihre
Hände die einzelnen Gänge durchschalten.
Honda: In Kurven neigt sich der Kopf aus Gleichgewichtsgründen
weit in Richtung Boden. Diese Schräglage ist übrigens noch kei-
neswegs besonders extrem. In anderen, geruhsameren Cockpit-
Perspektiven befindet sich Ihr Kopf zentral über den Anzeigen.
/Mfe. ^ W
mmm warn *-* w;5P;*r
il P>J t.™ ES: 11:73
■ JHÜ-lll-UUM tIÄ
'AI* DItDItnD
H PQÜMW
i ; ;. ■ _^ **>J0**4&^j2BnslABm
Hlr W*w
- j
&
u u
Ducati: Zur Beschleunigung muss der Kopf hinter das Visier in
Richtung Lenker gepresst werden. Reagieren Sie zu spät, erfolgt
meist ein Wheelie, was hier gerade ansatzweise passiert.
PC PLAYER APRIL 2000 145
SPIELE-TEST
Superbike 2000
->fen. Fahren Sie außerdem nur
l-, mal probehalber über Strecken-
begrenzungen oder ähnliche
Hindernisse: Das Krad hüpft
da dermaßen real drüber,
dass es nur so in den Stoß-
dämpfern scheppert. Oder Sie hüp-
fen vom Fahrersitz in den Dreck. In
der Ich-Perspektive mit Körpersteu-
erung und Hand-Schaltung ist das
Erlebnis sowieso unübertrefflich:
Besseres (und Anstrengenderes)
wird dieses Jahr bei Motorrädern
kaum eine andere Firma mehr
abliefern. Auf die automatische
Schaltung sollte man dann viel-
leicht doch wieder zurückgreifen,
funzt auch so noch genug.
SUPERBIKE CONTRA SUPERBIKE
2000: ETWAS STATISTIK
Superbike (Spielspaß 82)
Hersteller: Milestone/Electronic Arts
Test in Ausgabe: 4/99
Saison: 1997 mit 18 Fahrern
Motorradtypen: 5 Superbikes (Ducati, Honda, Kawasaki, Yamaha, Suzuki)
Strecken: 12
Fahrperspektiven: 4 (2 Cockpit, 2 von hinten)
Split-Screen: Nein
Wertung damals: 87
Superbike 2000 (Spielspaß 89)
Hersteller: Milestone/Electronic Arts
Saison: 1999 mit 25 Fahrern
Motorradtypen: 6 Superbikes (die alten + Aprilia)
Strecken: 13 (Sental fehlt, neu hinzugekommen sind Kyalami und
der Nürburgring)
Fahrperspektiven: 8 (3 Cockpit, 1 ohne alles, 4 von hinten)
Split-Screen: Ja
DIE WICHTIGSTEN KONKURRENTEN
IM VERGLEICH
Castrol Honda
Superbikes 2000 (Spielspaß 70)
Hersteller: Interactive Entertainment/Swing
Test in Ausgabe: 10/99
Motorradtypen: Ein Superbike (Honda)
Strecken: 20
Fahrperspektiven: 4 (1 Cockpit, 3 von hinten)
Split-Screen: Ja
Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis
Besonderheiten: Einfach zu handhaben, leichter Einstieg
Wertung damals: 72
Extreme 500 (Spielspaß 74)
Hersteller: Ascaron
Test in Ausgabe: 12/98
Motorradtypen: 3 Klassen (125cc, 250cc, 500cc)
Strecken: 19
Fahrperspektiven: 5 (1 Cockpit, 2 von hinten, 2 TV)
Split-Screen: Nein
Anspruch: Einsteiger und Fortgeschrittene
Besonderheiten: Hervorragendes Telemetrie-Menü
Wertung damals: 78
GP 500 (Spielspaß 77)
Hersteller: Microprose
Test in Ausgabe: 10/99
Motorradtypen: 7 mal 500cc (Yamaha, Honda in drei Versionen,
Modenas, Suzuki, Muz)
Strecken: 14
Fahrperspektiven: 6 (2 Cockpit, 3 von hinten, 1 TV)
Split-Screen: Nein
Anspruch: Fortgeschrittene, Profis
Besonderheiten: Auf Wunsch besonders anspruchsvolle Steuerung
Wertung damals: 79
Kawacati contra Honrilia
Desweiteren haben die Unter-
schiede der einzelnen Fabrikate
zugenommen. Die Honda ist die
schnellste, schon klar, aber mit
derlei Oberflächlichkeiten er-
schöpft's sich nicht. So gelang es
uns zum Beispiel in Kyalami, mit
der einsteigerfreundlichen Yama-
ha nur eine Sekunde unter dem
Rundenrekord zu bleiben; mit der
Kawasaki klappte das unmittelbar
danach trotz aller Versuche nicht,
weil sie sich anders fährt. Woran
das liegt? In der Redaktion sind
keine Motorrad-Fahrer. Aber die
Kawasaki verlangt, so scheint's,
einen wesentlich sanfteren Um-
gang mit dem Gas, da ihr Hinter-
reifen einfach schneller weg-
rutscht als bei der Yamaha.
Die Motorgeräusche sind wie
ehedem vortrefflich: Die Ducati
bestätigt nach wie vor die Theorie,
dass auch Rasenmähermotoren in
Zweirädern gute Dienste leisten.
Die Yamaha klingt ganz besonders
aggressiv und die Kawasaki im
Gegensatz zu ihrem tückischen
Fahrverhalten samtweich. Wenn
Sie längere Zeit gefahren sind,
können Sie schon allein am Motor-
geräusch erkennen, welches Fabri-
kat gerade hinter Ihnen liegt. Fast
i
Wie geschmeidig sich die
Fahrer auf ihren Maschinen
herumlümmeln, zeigen
diese Großaufnahmen.
146 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Gras oder Staub abseits der Piste verschmutzt die Reifen;
erst etliche Streckenmeter rubbeln sie wieder sauber.
wie ein Jäger, der ein Gewehr am
Schuss erkennt.
Unterstützt wird das Ganze von
einem realistischen Szene-Geflüs-
ter: Beim Training hört man ande-
re Fahrer auf der Gegengeraden,
aus der Boxengasse schalt Rumo-
ren und während des Rennens
unterstützt einen das Publikum mit
Applausgeschrei oder auch elektri-
schen Fanfaren wie bei einem
Fußballspiel. Vor allem die hollän-
dischen Fans in Assen kamen uns
ganz besonders jubelig vor.
Meisterschafts-Grafik
Da es um die 99er Saison geht,
werden nicht nur zwei Qualifika-
tionen, sondern auch eine Super-
Pole-Runde abgehalten: die
besten 16 Fahrerfahren dort noch
einmal eine einzige fliegende
Runde. Nur diese Zeit zählt als
Ergebnis für die Startposition.
Nach wie vor gibt es außerdem
zwei Rennen hintereinander.
Viel aufregender sind die Ver-
änderungen in der Grafik. Die
Engine ist kaum wiederzuerken-
nen; dass es noch die alte, stark
überarbeitete, ist, erkannten wir
nur am Begleitschreiben zur Test-
CD. Auswirkungen gibt es unter
anderem in der Sichtweite. Als
Beispiel sei die Hügelstrecke von
Donnington ins Tal hinab
MARTIN SCHNELLE
Tja, was soll man da sagen? So ziemlich
bike 2000 ist im Vergleich zum Vorgänger «_ M ^.
geworden. Die Grafik hat, obwohl damals schon die
schönste, nochmal deutlich zugelegt. Viele Details am
Streckenrand und hohe Polygonzahlen an Mensch und
Maschine machen die Superbikes zu einem optischen
Genuss. Auch die Fahrphysik ist noch besser gewor-
den, jetzt haben Sie mit Wheelies und Reifenabrieb zu
kämpfen. Während des Rennens erhalten Sie nun viel
mehr Informationen, etwa, wie eng die nächste Kurve
wird oder ob Sie mit Geschwindigkeit und Drehzahl
aufpassen sollten. Einzig die Mechaniker-Einstellungen
könnten umfangreicher sein, hier liegt Ascarons »Extre-
me 500« vorn.
Aber wer auf sol PRO & CONTRA
ches Hardcore-
Zeug verzichten
kann, wird
bestens bedient:
Superbike 2000
ist eine Zierde
des Genres.
O Super-Grafik
O Super-Fahrphysik
O Super-Fahrhilfen
Wenig Mechaniker-Kram
genannt. Aber auch die Accessoi-
res abseits der Piste (parkende
Streckenfahrzeuge, Zuschauertri-
bünen) sind schöner als früher.
Die Bäume und Häuser sind aller-
dings immer noch relativ traurige
Bitmaps; dass aber alles in Echt-
zeit berechnet wird, werden wir
vermutlich erst in einigen Jahren
erleben. Wenn überhaupt.
Dafür ist die Motorrad-Grafik
klasse (siehe Bilder). Weiterhin
auf der Positivliste befinden sich
die großen Texturspeicher für
Gummiabrieb auf der Rennstre-
cke und atmosphärische Kleinig-
keiten wie Begrenzungshütchen
als Fahrbahnmarkierung. Fahren
Sie die über den Haufen, kippen
sie um und bleiben für den Rest
des Rennens in exakt dieser Posi-
tion liegen. Das gilt übrigens auch
für abrasierte Markierungsschil-
der: Vorsicht, ohne fährt es sich
schwerer.
Und der ganze Rest
Superbike 2000 besitzt noch etli-
che, bisher nicht erwähnte Gim-
micks. Besonders lobenswert er-
scheinen uns die Hinweisschilder,
die nun beständig erscheinen.
Auf Ihnen wird die nächste Kurve,
die empfohlene Geschwindig- ->
Jeder Fah-
rer besitzt
neben sei-
ner Startnummer
auch individuelle
Arbeitskleidung; mit
etwas Übung können
Sie im Rennen sofort
jeden erkennen.
Warnung:
Technik-
probleme
Der dickste Kritikpunkt
im Extrakasten: Unsere
Testversion war noch
recht empfindlich. Auf
einem sonst gut laufen-
dem Test-Rechner mit
Voodoo2-Karte stürzte
das Programm alle paar
Minuten ab. Höhere
Auflösungen als 800 x
600 wurden überall mit
Grafik-Fehlern quittiert,
mit exotischeren Grafik-
karten wie etwa der
Maxi Gamer Cougar von
Guillemot lief das Spiel
überhaupt nicht. Wir
gehen aber davon aus,
dass diese Mängel in
unserer Beta-Version
begründet sind, die
noch nicht alle Hard-
ware-Checks der EA-
Tester durchlaufen hat.
Sollten wir uns täu-
schen, werden Sie
Näheres in zukünftigen
Bug-Reports erfahren.
Die Einflussmöglichkeiten auf Ihre Maschine
sind überschaubar und ausreichend.
PC PLAYER APRIL 2000 147
SPIELE-TEST
Superbike 2000
Power-Pack
Höchst-
geschwindigkeit:
297 km/h
170 PS
998 ccm Hubraum
Höchst-
geschwindigkeit:
300 km/h
170 PS
749 ccm Hubraum
-> keit und sogar der Kurvenna-
me angezeigt; mit diesen Hilfen
ernt man eine Strecke
wesentlich schneller und
besser auswendig, als
wenn man sich auf die
zuschaltbaren Fahrhilfen (Brems-
kraftverstärker, Beschleunigungs-
hilfe oder sogar allgemeine Um-
die-Kurve-komm-Hilfe) verläßt,
die natürlich auch wieder in rau-
hen Mengen zur Verfügung ste-
hen. Um jetzt aber nicht nur rum-
zujubeln, wollen wir auch einige
Mankos ansprechen, die wir nach
mühevoller Suche gefunden
haben.
So kommen uns die Superbikes
ein wenig zu schmal vor, wenn
man den dicken Hubraum
bedenkt. Die Qualifikationszeit
lässt sich zwar zwei-, vier- oder
achtfach beschleunigen, aber
nicht 16-fach. Die Statistikanzei-
gen sind bei »NBA Live 2000«
Position
2ö
Runde
25
Runde 00:11:80
Gesamt 00: 11 :80
Beste 00:00:00
Runde 00:00:00
Runde 00:00:00
Runde 00:00:00
Höchst-
geschwindigkeit:
313 km/h
158 PS
749 ccm Hubraum
Höchst-
geschwindigkeit:
313 km/h
180 PS
749 ccm Hubraum
Höchst-
geschwindigkeit:
304 km/h
163 PS
996 ccm Hubraum
zum Beispiel vielfältiger. Und der
Reifenschmutz nach Ausritt in die
Pampa verschwindet nicht konti-
nuierlich, sondern in vier- oder
fünf Unterstufen, die man deut-
lich verfolgen kann. Unrealis-
tisch!
Und jetzt noch
richtige Kritikpunk-
te: Das Telemetrie-
Menü des Vorgän-
gers ist ganz ent-
fallen. Das Mechaniker-Menü
könnte etwas umfangreicher sein.
Beim Umschalten zwischen den
einzelnen Menüs gibt es häufiger
UDO HOFFMANN
Wenn kleine Kinder am Strand spiele
bürg bauen, dann kann diese wirklich
Wenn aber plötzlich im Hintergrund eine große Villa
errichtet wird, dann schrumpft die Sandburg wieder zu
dem zusammen, was sie ist: ein Haufen Tand!
So oder ähnlich müssen sich mit dem Erscheinen von
Superbike 2000 alle anderen Motorrad- und auch viele
andere Rennspiel-Programmierer fühlen: wie Bubis, die
noch viel zu lernen haben. Auch wenn wir jetzt nur zwei
Punkte mehr geben als beim Vorgänger, so ist die
2000er- Edition doch viel, viel besser als der Vorgänger.
In sich ist das Spiel praktisch perfekt und ich frage n '
was da in den nächsten Jahren, von der Grafik mal
abgesehen, noch ■%■*** o s*s\litda
verbessert wer- PHO & CONTRA
den soll. Um die
Relation zu wah-
ren, sollten Sie im
Geiste alle direk-
ten Konkurrenten
(inklusive Super-
bike) gehörig
nach unten
abwerten.
»Echte Kri-
tik fällt mir
schwer.
O Fast perfekt
O Einfach geil
O Ich krieg die Krise
O Keine Formel 1
O Gewisse Hardware-
Probleme
kleine Ladezeiten. Außerdem
wird nicht die Formel 1 simuliert.
Tja, und das war's auch schon
fast. Gelegentlich kracht einem
mal ein Computergegner in
unübersichtlichen Kurven in den
Wanst. Wenn wir aber
bedenken, wie wenig
ein Motorradfahrer in
einem Rennen sehen
kann, könnte das
Absicht sein: Auch in
der Realität gibt es ja haufenweise
Stürze. Ach ja, einen noch: Auf
Schwierigkeitsstufe 3 fahren die
Computergegner etwa eine Sekun-
de schlechter als in echt. Auf Stufe
4 fahren Sie noch Mal eine halbe
Sekunde besser. Eine Stufe 3,5
(fahren wie in der Realität) hätte
nicht geschadet. Kann man aber
mit einem allgemeinen Schwierig-
keitsgrad (Motorrad reagiert je
nachdem empfindlicher oder
nahezu narrensicher) auch noch
feinjustieren, (uh)
JSPLAYER
WERTUNG
Grafik 90
Sound 90
Einstieg 70
Komplexität 70
Steuerung 90
Multiplayer 80
PIELSPASS
148 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Strategie-Actionspiel für Profis
Battlezone 2
■ Hersteller: Pandemic/Activision ■ Testversion:
Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Win-
dows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis
2 (Modem), bis 8 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik:
Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pentium/200,
32 MByte RAM, 3D-Karte ■ Hardware, Empfeh-
lung: Pentium 111/450, 128 MByte RAM, 3D-Karte
ZWEIT-TEST
DEUTSCHE
VERSION
Hält das eingedeutschte
»Battlezone 2«, was uns
die englische Beta
iiU^ * = — 7^1^ einst versprach?
Ganze vier Monate mus-
sten wir auf eine deut-
sche Version von
»Battlezone 2« warten.
Nun steht nicht nur eine Überprü-
fung der Übersetzungs-Qualität
an, auch Mehrspieler-Modus und
Sound wurden beim Haupttest (PC
Player 12/99) noch nicht bewertet.
Am eigentlichen Spiel hat sich
- bis auf das Ausmerzen einiger
Bugs - nichts geändert: Nach wie
vor rauschen Sie mit futuristi-
schen Gefährten durch eine phan-
tastische 3D-Landschaft, kämpfen
und bauen eine Basis. Geblieben
ist ein kleiner Programmierfehler
bei der Kollisionsabfrage, denn Ihr
Gleiter besitzt die seltsame Fähig-
keit, durch Drahtzäune einfach hin-
durchschweben zu können. Inzwi-
schen untermalen orchestrale
Klänge das Geschehen, die fast
schon Kino-Atmo-
sphäre aus den Laut-
sprechern zaubern.
Acht Feinde
sollt ihr sein
Bis zu acht Spieler können sich im
Netzwerk oder Internet miteinan-
der messen, oder aber zwei Per-
sonen per Modem/Nullmodem.
Zur Verfügung stehen fünf Mehr-
spieler-Modi, die sowohl in
Teams als auch gegeneinander
absolviert werden dürfen. Dazu
gehört die bekannten Varianten
»Capture the Flag« und »King of
the Hill«, aber auch actionreiche
Deathmatches sind möglich. Ori-
ginell ist die »Loot«-Variation, bei
der Sie in einer Großstadt eine
Bank zu plündern.
Wer nicht gegen andere antre-
ten mag , darf sich bei acht Solo-
THOMAS WERNER
Auch wenn es abgegriffen klingt:
sich gelohnt! Die vorliegende deut
Battlezone 2 ist wirklich ansehnlich. Zwar sind einige
Texte der Briefings etwas uninspiriert übersetzt, aber
das fällt angesichts der wirklich sehr sensiblen, pas-
senden deutschen Sprachausgabe absolut nicht ins
Gewicht. Sehr ansprechend sind auch die fulminan-
ten Orchesterklänge, die gut die Stimmung unterma-
len und an Film- /%/\mtoa
musik erinnern. PRO & CONTRA
Als Krönung des
Ganzen gibt es
noch den
abwechslungs-
reichen Mehr-
spieler-Modus,
der fast jedem
Spieler etwas zu
bieten hat.
O Professionelle
Sprachausgabe
O Abwechslungsreicher
Mehrspieler-Modus
O Einige uninspirierte
Texte
Ein Großstadt-
Szenario aus dem
Mehrspieler-Modus.
Gefechten mit den Fähigkeiten
der Computer-K.l. messen.
Sämtliche Texte und besonders
die Sprachausgabe wurden er-
staunlich brauchbar übersetzt,
Veränderungen im Spielablauf
gab es keine. Ein Kauf der engli-
schen Version ist daher nicht
nötig, (tw)
HHPLAYER
WERTUNG
Grafik 90
Sound 80
Einstieg 70
Komplexität 80
Steuerung 80
Multiplayer 80
FAKTEN
Deutsche
Sprachausgabe
23 Kampagnen-
Missionen
8 Sologefechte
30 Mehrspieler-
karten
5 Mehrspieler-
Modi
PIELSPASS
PC PLAYER APRIL 2000 149
SPIELE-TEST
Strategiespiel für Fortgeschrittene
Space Clash
Das letzte Imperium
■ Hersteller: Enigma/Dinamic ■ Testversion: Verkaufsversion 1 .0 ■ Be-
triebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 4
(Internet) ■ 3 D-Graf ik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte
RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/200, 64 MByte RAM
Dieses ungewöhnliche
Echtzeit-Strategie-
spiel setzt auf eine
komplizierte Mixtur aus Hän-
del und Handel - und sich
dabei zwischen alle Stühle.
Bei den zwei Feldzügen, 22
Solo-Einsätzen und 12 Sonder-
missionen haben Sie den gen-
reüblichen Auftrag: Basen mit
Gebäuden wie Minen, Kaser-
nen, Werkstätten, Werften und
Flughäfen müssen aufgebaut
werden, um dort eine artenrei-
che Vielzahl schwimmender,
fliegender, laufender und fah-
render Einheiten zu produzie-
ren. Darüber hinaus schließen
Sie Bündnisse mit Ihren maxi-
mal drei Gegnern ab und dea-
len in Ihren Handelszentren
mit Rohstoffen. So manche
Mission lässt sich nur mit
sig animierten Bieder-Einhei-
ten, den vier öden Land-
schaftstypen und dem funk-
tionsuntüchtigen Mehrspieler-
Modus wollen wir besser gar
nicht erst reden, (md)
ZEPLAYER
WERTUNG
diplomatischen Mitteln gewin-
nen, indem Sie etwa Handels-
verträge abschließen. Klingt
alles recht nett, auch die Teil-
nahme von vier unterschied-
lich befähigten Rassen hört
sich zunächst ganz gut an. In
der spielerischen Praxis je-
doch dämpfen eine überkom-
plizierte Bedienung, etliche
Bugs und ein schlechtes Weg-
findungssystem den Kampf-
Eifer enorm - und von den lau-
MANFRED DUY ^^^^^
ermeintliche Plus dieser verquasten Mixtur
ch die vielen Spielelemente - entpuppt
ils sein größtes Manko. Die Steuerungsde-
fizite und die magere Optik könnte ich ja noch
verkraften. Aber wer mag sich schon durch ein
undurchschaubares Gestrüpp von Handelsme-
nüs und diplomatischen Anfragen hangeln, wäh-
rend gerade die Basis von feindlichen Truppen
überrannt wird? Nicht ohne Grund sind es eben
immer noch die ein-
fach strukturierten pRQ & CONTRA
Echtzeit-Strategie-
spiele, die den
meisten Spaß
bereiten.
O Viele Spielelemente ...
O ... die alle enttäuschen
Rennspiel für Fortgeschrittene und Profis
Demolition
Racer
■ Hersteller: Pitbull Syndicate/Infogrames ■Testversion: Beta vom Januar
2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch
■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: Direkt 3D, Glide ■ Hardware, Minimum:
Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/300,
32 MByte RAM, 3D-Karte
Dieselbe Firma, die uns
»Test Drive 6«
schenkte (siehe PC
Player 2/2000), erfreut uns
mit dem »Demolition Racer«.
Und siehe da: außer-
halb der konventio-
nellen Zwänge, in der
Wildnis, wo noch das
Recht des dickeren
Autos gilt, fühlt sich
das Pitbull Syndicate
gleich ein ganzes
Stück wohler. Sie
fahren auf bis zu
dreizehn Strecken
mit bis zu acht ver-
schiedenen Autos in
fünf verschiedenen Spiel-
Modi. Das Ziel ist meist
simpel: Rammen Sie alles,
was Ihnen vor die Kühler-
haube gerät. Dabei gilt es
aufzupassen, dass Ihr
Wagen nicht in Brand gerät
und abfackelt. Wenn Sie
viele Crash-Punkte haben,
gibt's zur Belohnung neue
Autos oder Strecken. In
anderen Spiel-Modi betäti-
gen Sie sich als Geisterfah-
rer oder müssen in einer
Arena mit 15 anderen am
längsten überleben. Heißt
natürlich: Ihr Auto muss
überleben, (uh)
SEPLAYER
WERTUNG
UDO HOFFMANN
Wenn ich jetzt mal davon absehe, dass die Spiel-
idee gnadenlos bei »Destruction Derby« abgekup-
fert wurde, die Grafik ziemlich destruktiv geraten
ist (farbarm, grob) und sich die Wagen eigentlich
nur per Tastatur gut steuern lassen, dann, ja nur
dann kann auch Demolition Racer noch massig
Spaß machen. Ein gutklassiges Zweite-Reihe-Spiel,
welches niemals auch nur den Anschein erwecken
will, im Konzert der Großen mitzumischen. Die 17
zum Teil ultraharten Songs von Gruppen wie Cirrus
oder Empirion
(kennt die PRO & CONTRA
jemand?) passen
sich dem nahtlos
an. Crash dich frei,
kleiner Rocker. Ja,
auch du willst
leben ...
O Primitiv macht Laune
O Coole Hardrock-Musik
O Teils peinliche Grafik
O Primitiv ist nicht alles
150 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Geschicklichkeitsspiel für Profis
Missile
Command
■ Hersteller: meyer glass interactive/Hasbro Interactive ■ Testversion:
Verkaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache:
Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (an einem PC, per Modem, Netzwerk, Internet)
■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte
RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/350, 64 MByte RAM, 3D-Karte
Im klassischen Missile Command er-
ledigen Sie heransausende Raketen.
Zeitzeuge Computer-
spiel: 1980 brach der
Golfkrieg zwischen
den Ländern Iran und Irak
aus, und in den Spielhallen
erschien kurz darauf »Missile
Command«.
Als Kommandant dreier
Raketenabwehrstationen
mussten Sie Welle um Welle
von Einfach- und Mehrfach-
sprengköpfen über einer Vek-
torgrafik-Stadt abfangen.
Im Remake gibt es neben
dem klassischen Missile Com-
mand in aufgefrischtem Bild
und Ton (Maus zielt auf Rake-
te, A, S oder D aktiviert die
nächstgelegene Abwehrbatte-
rie) einen Modus namens
»Ultimatives Spiel«. Darin zie-
hen drei Piloten rund um den
Globus. Nach einem erfolg-
reich verteidigten Kontinent
wartet ein Mutterschiff auf
seine Demontage, anschlie-
ßend flicken Sie Ihre Flieger
wieder zusammen, (ra)
HHplayer
WERTUN G
SPIELSPASS 33
ROLAND AUSTINAT
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase i
sehr schwere Spiel nur halb so knifflig, denn
dann haben Sie den Dreh raus, eine Abfangrake-
te immer leicht vor den Angreifern zu platzieren.
Ein netter Gimmick ist das Ultimative Spiel,
welches die klassische Formel behutsam mit
Radar und minimal scrollbarem Bildschirm
erweitert. Die Hintergründe sind nett gemalt,
die Musik haut rein - ein ideales Spiel für
Zwischendurch. Erwarten Sie allerdings nicht zu
viel - wer das Spiel-
hallen-Original p R o & CONTRA
hallen-Original
nicht mehr kennt,
wird sich schon
nach kurzer Zeit
köpf seh ü**^*" 1
abwende
O Wuchtiger Sound
O Schult Reaktionssinn
O Schon leicht monoton
Geschicklichkeitsspiel für Nostalgiker
Atari Arcade
Hits 1
■ Hersteller: Digital Eclipse/Hasbro Interactive ■ Testversion: Verkaufsver-
sion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch
Multiplayer: bis 3 (an einm PC) ■ 3 D-Graf ik: - ■ Hardware, Minimum:
P/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: P/200, 32 MByte RAM
Asteroids gehört zu den besse-
ren Titeln der Sammlung.
Dieses Six-Pack ist
absolut alkoholfrei:
Sechs Atari-Automa-
tenklassiker emulieren auf
Ihrem Computer um die
Wette.
Selbst wenn Sie eine Atari-
VCS-Konsole nur aus Erzäh-
lungen kennen: Asteroids,
Centipede, Missile Com-
mand, Super Breakout,
Tempest und Pong haben Sie
mit Sicherheit schon gehört.
Nach diversen Updates ver-
tickt Hasbro nun die authen-
tisch emulierten Titel gesam-
melt auf einer CD, die in der
Vollinstallation satte 100
MByte Plattenplatz belegen.
Als Goodies dabei: eine Highs-
core-Liste im Internet, Desk-
top-Themen, Bildschirmscho-
ner, eingescannte Atari-Wer-
bebroschüren und -Hand-
bücher sowie knapp 40 Minu-
ten lange, deutsch synchroni-
sierte Interviews mit Atari-
Gründer Nolan Bushneil, (ra)
[JEPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS 60
ROLAND AUSTINAT
Leute, mal im Ernst: Wer braucht eim
lung von sechs antiken Spielautomat
für den Emulator MAME auch kostenlos im
Internet gibt? Retro-Fans, die schon jedes
Remake wie Asteroids oder Centipede gekauft
haben? Nö, denn in denen sind die allermeisten
Originale versteckt. Und warum ruckein die auf
einer CPU mit 400 MHz?!?
Sicher, die Videos mit Nolan Bushnell sind eine
nette Dreingabe, aber so weltbewegend si
seine Ausführun-
gen nicht, als dass
jeder in den Laden
stürmen und die
Sammlung kaufen
sollte. Nur für rei-
che Sammler.
O Sechs Spiele
O Historisch wertvoll
O Gibt's alle gratis im
Internet |
PC PLAYER APRIL 2000 151
SPIELE-TEST
Strategiespiel für Profis
Rising Sun
■ Hersteller: Talonsoft ■ Testversion: Importversion 1 .0 ■ Betriebssys-
tem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multiplayer: bis 2 (Modem,
an einem PC) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 32
MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/400, 64 MByte RAM
Die 3D-Ansicht und die Truppen
können sich durchaus sehen lassen.
An dieses rundenba-
sierte Strategiespiel
sollten sich nur Profi-
Taktiker heranwagen, denn
in punkto Komplexität lässt
sich »Rising Sun« von kaum
jemandem die Butter vom
Kommissbrot klauen.
Der neueste Ableger der
Campaign-Serie beordert Sie
zu den pazifischen Kriegs-
schauplätzen des Zweiten
Weltkriegs, wo sich Englän-
der, Amerikaner und Japaner
in den Haaren liegen. In sie-
ben gigantischen, teils mit-
einander kombinierbaren
Kampagnen und 40 Szena-
rien schieben Sie weit mehr
als hundert Waffengattungen
über eine zoombare Hexfeld-
karte, die sich wahlweise in
2D oder 3D anzeigen lässt.
Besonderen Wert legten die
Programmierer von Talonsoft
auf historische Präzision,
daher treten hier auch nur
die Truppentypen an, die
zum jeweiligen Zeitpunkt tat-
sächlich verfügbar waren.
See- und Luftstreitkräfte spie-
len eine Nebenrolle, und
beschränken sich auf ein
paar indirekt zu ordernde
Luftschläge und eine Hand-
voll Landungsboote. In der
spielerischen Praxis kämpfen
Sie allerdings nicht nur
gegen den klugen Gegner,
sondern vor allem mit dem
zähflüssigen und schwerfäl-
lig animierten Spielverlauf
und der überkomplizierten
Bedienung. Daher empfehlen
wir Ihnen dringend, sich vor
dem Erwerb von Rising Sun
erst mal die Demo unserer
aktuellen Begleit-CD-C anzu-
schauen, (md)
ßSPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS va
MANFRED DUY
viel hat Talonsoft in den letzten J«
dazugelernt. Sicherlich bietet das mit
n Editor und einem Schlachten-Generat
ausgerüstete Armeen-Geschiebe monatelange
Beschäftigung. Aber der Spielfluss wird halt
von einer überalterten Grafik-Engine erheblich
ausgebremst. Auch sollte Talonsoft endlich die
überkomplizierte Bedienung ihrer Strategietitel
überarbeiten und 90 Prozent der Steuerbefehle
ausmustern. Dass
es auch einfacher PRO & CONTRA
geht, hat schließ-
lich erst unlängst
Panzer General 4
bewiesen.
O Taktisch tiefgründig
O Schwerfällig
Rennspiel für Schlammhüpfer
Silkolene Honda
Motocross GP
■ Hersteller: Dawn Interactive/Swing Entertainment ■ Testversion: Beta
vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch
■ Multiplayer: bis 2 (Modem), bis 8 (Netzwerk) ■ 3D-Grafik: Direct3D,
Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 16 MByte RAM ■ Hardware,
Empfehlung: Pentium M/300, 64 MByte RAM, 16MB-Direct3D-Karte
So viele Motorräder sehen Sie nur zu
Beginn. (Direct3D, 1024x768)
Gepflegt durchs
Gelände brettern,
sich von oben bis
unten mit Schlamm besprit-
zen lassen - das
sind Motocross-
Rennen. Die
Honda-Gelände-
maschine von
Swing bleibt
jedoch im Dreck
stecken.
Über Stock und
Stein fahren Sie
hier mittels eines
guten Dutzend
Parcours, Motor-
räder mit 125, 250
und 500 Kubikzen-
timetern stehen zur Wahl.
Großartige Unterschiede
lassen sich da nicht feststel-
len, da Sie sich sowieso die
meiste Zeit mit der viel zu
empfindlichen Steuerung
herumärgern. Dazu fallen
Sie bei Verlassen der Stre-
cken sofort aus dem Sattel
oder prallen von unsichtba-
ren Grenzen an den Seiten
ab. Außerdem können Sie
den Oberkörper nicht be-
wegen. Ärgerlich auch, dass
Sie sich schon vor der Instal-
lation für die Direct3D- oder
Glide-Version entscheiden
müssen, (mash)
ZEplayer
WERTUNG
SPIELSPASS
-J-J
MARTIN SCHNELLE
Das Spiel mit dem superlangen Namen hält den
Vergleich mit der Konkurrenz nicht stand. Zwar
benötigen Sie kein Spitzensystem, um in den
Genuss flüssiger Grafik zu kommen, doch die Steu-
erung ist eine mittlere Katastrophe. Eine ewig
große, nicht änderbare Totzone des Joysticks ver-
bunden mit nachgeschalteter übernervöser Emp-
findlichkeit sorgt dafür, dass Sie sich hauptsächlich
rutschenderweise fortbewegen. Das allein wäre ja
nicht so schlimm,
wenn nicht nach pRQ & CONTRA
wenn nicht nach
einem Fahrfehler
das komplette Feld
schon hinter der
nächsten Kuppe
verschwunden
O Moderate System-
anforderungen
O Massive Steuerungs-
probleme
152 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Rennspiel für Einsteiger und Fortgeschrittene
Renegade
Racers
■ Hersteller: Promethean Designs/1 nterplay ■ Testversion: Ver-
kaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache:
Deutsch ■ Multiplayer: bis 8 (nacheinander an einem PC), bis 4 (Netz-
werk) ■ 3D-Grafik: Direct3D, Glide ■ Hardware, Minimum: Pen-
tium N/266, 64 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen-
tium N/350, 96 MByte RAM, 3D-Karte
Dem Übermut betrunkener,
englischer Adeliger verdanken
wir den Rennrodelsport, einem
digitalen Selbstmordversuch
dieses Action-Rennspiel.
Minen und ein gefro-
renes Mammut vor-
aus: Holzauge, sei
wachsam! (Direct3D)
Der des Lebens über-
drüssige Bück Billio-
naire springt von einer
Brücke, schlägt auf
einer Jacht namens Renegade
auf, überlebt irgendwie und grün-
det im Anschluss eine neue Renn-
serie: die Renegade Racers. Ah ja.
Passend zur Gründungsidee
fahren deshalb in diesem Sport
die verzweifeltsten Gestalten.
Aber das ist nur Tarnung: Die
Rennstrecken sehen aus wie
Wildwasserbahnen in Vergnü-
gungsparks und auch sonst hat
man das Gefühl, sich
in einer kunterbunten
Zeichentrickwelt zu
befinden.
Nicht weiter drüber
nachgedacht: Sie fah-
ren mit Rennbooten die besagten
Bahnen rauf- und runter. Manch-
mal gabeln sich die Strecken,
manchmal fliegen Ufos oder Ge-
spenster über den Kurs oder es
wird das Gleis einer Achterbahn
gekreuzt. Nett. Treffen Sie einen
Gegner mit Raketen, sieht er für
ein paar Sekunden Vöglein zwit-
UDO HOFFMANN
Bei diesem Spielchen dürfen Sie ke
den Begriff Fahrphysik verschwend
Boot fährt es sich nämlich überhaupt nicht. So brutal,
wie es der Titel verheißt, geht's ebenfalls nicht zu. Ich
bin selten so entzückenden Raketen begegnet. Die
Renegade Racers sind deshalb das ideale Rennspiel
für die Kinder der BPJs-Vorsitzenden, die ihr schon
seit Monaten die Ohren vollnörgeln, auch sie wollen
mal ein Spiel haben, in dem geschossen wird. Die
Gegner fahren ganz intelligent, die (wenigen) Bonus-
waffen verlangen
überlegten Ein- PRO & CONTRA
satz, wenn man
gewinnen will.
Gerade Einstei-
ger haben mit
diesem Spiel
bestimmt viel
Freude.
O Niedlich
O Nette Musik
O Miese Motorgeräusche
O Etwas banal
schern. Außerdem fahren alle
Charaktere etwas anders. Etwa:
Sie halten weniger aus, sind lang-
samer, aber stabiler, oder sie igno-
rieren Extrawaffen. Bemerkens-
wert sind außerdem acht Spiel-
Modi, die für relativ viel Abwechs-
lung sorgen. So müssen Sie in
einem Rennen (nebenbei den Sieg
nicht vergessen) möglichst weit
über Sprungschanzen hüpfen.
Andere Spielarten sind: Auf der
Strecke verteile Bälle fangen oder
Hindernissen ausweichen, (uh)
HHPLAYER
WERTUNG
Grafik 60
Sound 60
Einstieg 70
Komplexität 60
Steuerung 70
Multiplayer 60
PIELSPASS 3-J
FAKTEN
Kunterbunt
8 verschiedene
Spiel-Modi
5 Extra waffen
6 Startfahrer
6 Bonusfahrer
3 Schwierigkeits-
stufen
Major General
Jessip Ergertain
Der Ex-Marine (US
Army? Alles Memmen!)
findet immer den
kürzesten Weg.
Franklin Stein
Sehr stark, lässt sich
von Raketen oder Minen
wenig beeindrucken.
PC PLAYER APRIL 2000 153
SPIELE-TEST
Rennspiel für Einsteiger
Käfer Total
■ Hersteller: Xpiral/Infogrames ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98
■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (an einem PC), bis 8 (Netzwerk) ■ 3 D -Graf ik: Direct3D ■ Hardware,
Minimum: Pentium/166, 32 MByte RAM, 3D-Karte ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/300, 32 MByte RAM,
3D-Karte
Der Dauerläufer schlägt wieder zu! Es soll sogar
Leute geben, die behaupten, der Käfer wäre noch
populärer als Porsche.
Fast zu schön fürs harte Rennsportgeschäft. Zum Glück ist dieser traumhaft
weiße Karmann aber unzerstörbar, (alle Bilder Direct3D, 800x600)
FAKTEN
3 Spiel-Modi (Ein-
zelrennen, Meis-
terschaft, Pokal)
5 Wettbewerbe
(Speed, Cross,
Buggy, Monster,
Jump)
Pro Wettbewerb
drei unterschied-
liche Fahrzeug-
klassen
3 Fahrperspektiven
3D-Karte Pflicht
Geben wir's ruhig zu:
Insgeheim sympathi-
sieren wir doch alle
mit dem Underdog,
dem bebrillten Verlierertyp
Marke Woody Allen, der sich
schüchtern und linkisch neben
den gutgebauten Modellathleten
am Strand behaupten muss, dem
die blonde Traumfrau aber trotz
aller Bemühungen
abfärbt - wer einen Käfer sein
Eigen nennt, gilt in seinem
Umfeld als netter Kerl.
Kombiniere, kombiniere
Also, überlegte Infogrames:
»Wer den Käfer mag (also jeder),
wird auch ein Rennspiel mit ihm
in der Hauptrolle mögen. Und wir
sind fein raus! Freu!« Und so viel
n ^IfÄf^— Oinrl vornewe g - diesen
niemals auch nur "■VciTtJI olllU Bonus kann das Pro-
einen Blick schenkt. A(*|it llf^h « gramm auch gut
gebrauchen.
Wie sonst wäre
das Phänomen Käfer zu erklären:
ein kleiner, kugeliger Wagen, leis-
tungsschwach, rostanfällig, mit
laut-kreischendem Boxermotor.
Und doch fliegen ihm alle Herzen
zu, was sogar auf den Fahrer
Nach herzigem »Unser Lieb-
lingsauto fährt öttelnd durch die
Gegend«-Vorspann erwartet Sie
folgende Entscheidung: Lieber
ein Einzelrennen, eine von drei
(Mini-)Meisterschaften gegen
Höhepunkt des Spiels ist
die Fahrt mit dem New
Beetle. Na ja.
härtere Gegner oder gleich der
richtige Käferpokal? Die ersten
zwei Möglichkeiten sind zur Ein-
gewöhnung, so richtig zur Sache
geht es erst im Pokal. Da stehen
fünf Wettbewerbe bereit, denen
die Entwickler eine möglichst
unterschiedliche Aufmachung
gegeben haben.
In der »Speed«-Meisterschaft
fahren Sie auf einer recht lang-
weiligen Strecke, auf der ebenso
gut Tourenwagenrennen statt-
finden könnten, gegen bis zu
sieben Gegner. Im »Cross« sind
die Ziele die gleichen, nur dass
Sie hier durch eine große, mit
Sand gefüllte Halle rasen, die
wie beim Motocross in verschie-
dene Bahnen eingeteilt wurde.
Und als »Buggy« geht's kurz am
Strand entlang und dann durch
das angrenzende Städtchen.
So richtig ungewöhnlich sind
nur die Wettbewerbe »Monster«
und »Jump«. In Monster gibt es
keine Gegner, sondern Sie müs-
sen wieder durch die Cross-
Halle, die diesmal mit eng
nebeneinandergesteckten Pfäh-
len, Sprungschanzen und be-
dauernswerten Schrottautos
154 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Kein guter Tag für diese Schrottautos. »Brutal«, der dicke
Monstertruck, macht seinem Namen mal wieder alle Ehre.
bepflanzt wurde. Innerhalb
eines Zeitlimits müssen Sie
zweimal durch den Parcours,
möglichst ohne die Pfähle zu
berühren, weil es sonst Zeitab-
züge gibt. Und im abschließen-
den »Jump« geht's in einer Art
Dragstermobil über den großen
Bruder der Sprungschanze von
»Monster«, diesmal mit dem
Ziel, eine gewisse Mindestweite
zu überspringen (siehe Extrakas-
ten).
Renn-Systematik
In jedem Wettbewerb gibt es
jeweils vier Schwierigkeitsgrade.
Die Sprungschanze wird noch
größer oder kurviger, der Cross-
Wettbewerb bekommt zwei Bah-
nen mehr, bei Monster werden
die Stangen ein wenig enger
gesteckt. Außerdem verdienen
Sie sich mit Siegen Punkte, die
Sie in bessere Fahrzeuge investie-
ren. In jedem Rennen gibt es drei
Fahrzeugklassen, bei Speed ->
MARTIN SCHNELLE
■er Total hat einen sehr niedlichen Ansatz: Welche
ilteren Semester verbinden keine nostalgischen
Erinnerungen mit Käfern, Bullys oder Kübelwagen?
Somit geben die Boxermotor-Boliden eigentlich ideale
Rennfahrzeuge ab.
Und was die Designer alles in das Spiel gequetscht
haben! Monster-Trucks, Strandrennen, Geländepar-
cours - ein echter Redaktionsfavorit ist der Weit-
sprung. (»Ich will auch mal!« - »Mach Dich weg, erst
bin ich dran.«) Allerdings ist das Kurvenverhalten von
Herbie weder realistisch noch einem Action-Rennspiel
angemessen. Auch die sich bald wiederholende Mus"
hätte etwas Überarbeitung nötig gehabt. Aber eg
Spaß macht das
allemal, allein PRO & CONTRA
schon wegen der
vielen verschie-
denen Autos -
der »neue« Käfer,
also der Beetle,
ist natürlich auch
mit von der
Partie.
O Sehr umfangreich
O Niedliches Design
O Fahrverhalten könnte
besser sein
O Musik nervt irgendwann
SPRUNG INS BLAUE
Der beliebteste aller Wettbewerbe ist der Sprung
mit einer Art Dragster-VW über eine große Schanze.
Ready for
Take-off?
Bevor es zur
Schanze geht,
gilt es,
genügend
Geschwindig-
keit aufzu-
nehmen.
Dummer-
weise ist die
Strecke zur
Schanze recht
kurvenreich.
Eine waghal-
sige Fahr-
weise ist
unbedingt
erforderlich.
Endlich ist er
erreicht, der
Lift in den 5.
Stock. Noch
schnell den
Nachbrenner
gezündet und
- Banzai!
Um das
Angenehme
(Aussicht) mit
dem Nütz-
lichen (Sieg)
zu verbinden,
müssen Sie
eine Mindest-
weite errei-
chen.
Klappt das
nicht, kann
man immer
noch Tante
Hilda oder
sonst wem
die abgespei-
cherte Flug-
show vorfüh-
ren.
PC PLAYER APRIL 2000 155
SPIELE-TEST
Käfer Total
WERT: 38900*
Gleich zwei Afterburner
bringen »Big Joe« der
Flug-Ekstase näher.
Vernichtet »Brutal« nicht gerade arme, unschuldige Autos,
muss er sich durch enge Stangen quetschen.
*****
WERT: 39000*
Der gewaltigste Schlit-
ten, den Sie auf Asphalt
fahren können, dürfte
»Tech 22« sein.
->zum Beispiel Käfer, Speedster
oder Roadster. Und jede Klasse
hat noch verschiedene Ausfüh-
rungen, die von 1-Stern- bis hin
zu 5-Sterne-Kisten reichen. Grü-
beln Sie nicht zu viel über diese
kompliziert klingende Beschrei-
bung, die 5-Sterne-Wagen fahren
schneller als die Einzelstern-Boli-
den und Unterschiede im Fahr-
verhalten gibt es sonst kaum zu
vermelden.
Immerhin, die Grafik sowohl
der Fahrzeuge als auch der Renn-
strecken ist eigentlich ganz put-
zig. Vor allem die dicksten Käfer-
varianten wirken wie hormonbe-
handelte, Implantat-verstärkte,
kraftstrotzende Woody Aliens, die
den Strandgecken jetzt aber mal
zeigen, was ne Harke ist. Vor
allem auf kurvenreichen Cross-
Strecken befriedigen Rennsiege
mit ihnen zunächst ungemein.
Käfer-Flair?
Damit man auch merkt, dass man
nicht in einer X-beliebigen Mühle
sitzt, dudelt im
Hintergrund die
ganze Zeit über
60er-Jahre-Mu-
sik im Stil der Beach-Boys. In den
guten Momenten. Hat die Musik
gerade mal einen Aussetzer,
klingt's auch nicht anders als
Truck-Stop und jeden Moment
meint man, den sich die Hände
*****
WERT: 36500*
»Four Sys« ist die
Karmann-Variante des
Monster-Trucks
»Brutal«.
UDO HOFFMANN
Anders als »Setz heute meine
Martin bin ich enttäuscht. Im Gege
tion Racer« (siehe Test Seite 150) handelt es sich bei
Käfer Total nämlich um ein B-Klasse-Programmm,
welches sich mit aller Gewalt einen A-Klasse-Anstrich
verpassen will. Denn wenn ich mal von Jump und
Monster absehe, bleiben drei höchst durchschnittliche
Rennspiele übrig, die sich zudem auch noch alle ähn-
lich schlecht fahren.
Na gut, na gut, die Grafik ist nett, die Optionsmenüs
sind witzig, Käfer ist Kult. Und der Sprungwettbewe
ist originell und
macht auch PRO & CONTRA
Der beliebte Split-Screen-
Modus ist auch wieder
dabei.
reibenden Michael Schanze
(wahlweise auch Karl Moik in
Western-Outfit) um die Ecke eiern
zu sehen, der die tolle Nummer
ankündigen will. Darüber hinaus
wiederholen sich die kurzen
Loops zu oft. Passt aber gut zu
den durchschnittlichen Motorge-
räuschen.
Das Fahrverhalten zählt zu die-
ser besonderen Gattung von
Rennspielen, bei denen man,
auch wenn die Kurve schon lange
zu Ende ist, den Wagen immer
noch in Schräglage halten muss,
weil das Programm den Wechsel
noch nicht bemerkt hat. Unser
Schnuckel fährt dann in einem
_-- - 30-Grad-Winkel
»WlinderSameS schnurgerade
weiter, bis das
Spiel den Fehler
korrigiert. Wen dieses physikali-
sche Wunder nicht irritiert, der
wird sich vielleicht am im Grunde
viel zu leichten Ablauf stören.
Innerhalb eines halben Tages hat
man alle Pokale und Bonus-Spie-
le gemeistert und dabei zur
Belohnung mindestens zehn
Mal die drei verschiedenen Ich-
freu-mich-Renderfilme gesehen.
Schwierigkeitsgrade gibt es näm-
lich ebenso wenig wie ein Scha-
densmodell, (uh)
Fahrverhalten.«
einen ganzen
Party-Abend lang
Spaß. Ich persön-
lich werde dieses
Spiel aber bis
auf weiteres in
der Garage
lassen.
O Detailreiche Grafik
O Für Einsteiger spaßig
O Keine Schwierigkeits-
grade
O Für Profis gehaltlos
JSPLAYER
WERTUNG
Grafik 70
Sound 50
Einstieg 80
Komplexität 60
Steuerung 70
Multiplayer 70
PIELSPASS
156 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE- 1
Denkspiel für Fortgeschrittene
Puzzle
Trouble
■ Hersteller: Soft Enterprises ■ Testversion: Beta vom Februar 2000
■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplay-
er: bis 2 (an einem PC) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pen-
tium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/133, 32
MByte RAM
Soft Enterprises'
»Puzzle Trouble« hat
mit »Tetris« ein gro-
ßes Vorbild: Quadrate mit
verschiedenen Motiven fal-
len in eine Wanne und sol-
len dort vom Spieler im
wahrsten Sinne des Wortes
»auf die Reihe gebracht«
werden.
Mindestens drei oder
mehr Vertreter derselben
Art müssen waage- oder
senkrecht sortiert werden.
Das einzig neue daran:
Nicht nur das fallende
Steinchen kann manipuliert
werden, sondern auch die
bereits in der Wanne
II befindlichen. Die
I Aufräumaktion er-
folgt stückweise,
wobei ein Klötzchen
mittels Leertaste
markiert und an-
schließend per Pfeil-
taste in die ge-
wünschte Richtung
verschoben wird. Da
3er- und 4er-Grup-
pen verschwinden,
plumpst der Rest
nach unten und
schafft so Platz für
die herabsinkenden Nach-
kömmlinge. Je mehr Blö-
cke pro Zug verschwinden,
desto mehr Punkte gibt es.
Der Schwierigkeitsgrad
steigt mit der Zahl der
getilgten Vierecke. Im Duell
am Split-Screen erscheint
ein Teil der gelöschten Stei-
ne beim Gegner.
(Monika Lechl/ra)
HHPLAYER
WERTUNG
MONIKA LECHL
Zugegeben: Mortal Moni's unaufgeräumter
Redakteursschreibtisch ist legendär, hat aber
nichts mit meiner eher mäßigen Begeisterung
für die Räumorgie Puzzle Trouble zu tun. Gut,
man dreht die Steine nicht, sondern verschiebt
sie, aber das ist auch schon alles Neue, was
dieser Tetris-Klone zu bieten hat. Das Erschei-
nen gelöschter Klötzchen beim Gegner kennt
man vom GameBoy-Tetris, das Formen vorge-
gebener Steingebilde aus »The Next Tetris
Optik und
Akustik sind pRO & C oNTRA
Akustik sind
eher beschei-
den, so dass
Puzzle Trouble
das Prädikat
»mittelprächtig
verdient.
O Geringe Hardware-
anforderungen
O X-ter Tetris-Klon
O Kein Pepp
PC PLAYER APRIL 2000 157
SPIELE-TEST
Strategiespiel für Fortgeschrittene und Profis
Theocracy
■ Hersteller: Philos Laboratories/ Ubi Soft ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Win-
dows 95/98 ■ Sprache: Englisch (Deutsch in Vorbereitung) ■ Multiplayer: bis 6 (Netzwerk) ■ 3D-Grafik: -
■ Hardware, Minimum: Pentium 11/200, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium 11/300, 64
MByte RAM
Gemeinsamkeit macht bekanntlich stark. Aus
diesem Grund müssen Sie hier gleich einen gan-
zen Sack voller Völker unter einem Hut bringen.
mmmmm
FAKTEN
2 thematisch
verschiedene
Kampagnen
Über 40 zu
erobernde
Provinzen
Mischung aus
Echtzeit-Kämpfen
und rundenbasie-
rendem Aufbau
3 Zoomstufen
Lange bevor die ersten
Europäer einen Fuß auf
den amerikanischen
Kontinent setzten,
bevölkerten verschiedenste Kul-
turen die Neue Welt. Sehr fried-
lich ging es dabei auch nicht zu.
Zahlreiche Provinzen stritten sich
gegenseitig um die Ländereien.
Wie gut, dass Sie es sich zur Auf-
gabe gemacht haben, dieses
Chaos zu beenden.
Sicherlich ist das pure Machtin-
teresse mit ein Grund für Ihr ehr-
geiziges Vorhaben. Doch auch Ihr
Volk profitiert eventuell von Ihrer
Herrschaft, denn irgendwann im
Laufe des Spiels besuchen Sie die
spanischen Eroberer - und die
lassen sich nur mit vereinten
Kräften bezwingen.
Ein paar Videos weisen in die
Grundkenntnisse ein. Wollen Sie
sich anfangs nicht gleich mit den
zeitaufwändigen Eroberungen be-
schäftigen, wählen Sie im Menü
Zeitgeschichte
Nun machen Sie sich ans
»richtige« Spiel heran: Sie
sind der Herr über eine Provinz,
ausgestattet mit einer kleinen
Armee, einer Hand voll Sklaven
und einigen Farmen. Ihre leibeige-
nen Schergen sind wahre Multi-
Talente. Problemlos lassen sie sich
als Bauarbeiter, Holzfäller oder
Bauern einsetzen. Ihre ungelern-
ten Arbeiter geben zwar überall ihr
Bestes, nutzen die entsprechen-
den Einrichtungen auf Grund ihrer
mangelnden Schulbildung leider
nur zu einem Bruchteil aus. Also
158 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
*- J- t .-*
IS ■<-*.♦*>*;
-1
35
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fangen Sie am besten damit an,
ein paar Bildungseinrichtungen zu
bauen. Für den Anfang vielleicht
eine Farmerschule und eine Schu-
le zum Erlernen des Maurerhand-
werks, denn einige Gebäude, etwa
eine Waffenschmiede, können nur
gelernte Zimmermänner errichten.
Also gut, Bau-Menü anklicken, die
Gebäude auswählen, platzieren
und schließlich die Sklaven für die
Jobs einteilen. Aber irgendwie
kommen die Gebäude nicht voran.
Was jetzt? Da, es erscheint ein Hin-
weis: Das Spielgeschehen läuft -
während Sie Gebäude errichten
und Rohstoffe abbauen - nicht in
Echtzeit ab. Soll etwas Zeit ver-
streichen, müssen Sie zur Provinz-
karte überwechseln. Dort überbli-
cken Sie alle 40 Regionen des Rei-
ches. Sie deaktivieren die Pause-
Funktion und warten, bis Ihre
neuen Gebäude errichtet werden.
Politisches Engagement
Ihre Provinz hat in der Zwischen-
zeit sogar etwas Nachwuchs
gekriegt. Jetzt entscheiden Sie ent-
weder »von Hand«, wie viele Skla-
ven Sie an welchen Orten einsetz-
ten oder Sie ernennen einen Gou-
verneur. Sobald ein Politiker die
Hände im Spiel hat, wird alles
gleich viel einfacher: Sie stellen in
einem Menü eine bestimmte
DAMIAN KNAUS
Ein paar frische Ideen - wie der rundenbasieren.
Aufbau - tun dem angegrauten Standard-Konzep
meisten Echtzeit-Strategiespiele sicherlich gut.
Jedoch reichen neue Geistes-Blitze alleine nicht aus,
wenn die Umsetzung nur mäßig vonstatten geht.
Ständig muss der Spieler zwischen Provinzkarte und
Nahansicht hin und her wechseln, dauernd wartend,
bis die Gebäude errichtet sind. Die Eroberung der
Regionen ist außerdem ein sehr langwieriger Prozess,
der wenig Abwechslung bietet. Auch grafisch ist nicht
allzu viel im alten Amerika los. Gebäude und Gebiete
sind immer im gleich schlichten Grafikstil gehalten.
Unterscheiden können Sie die Regionen nur auf der
großen Übersichtskarte. Auch wenn der Runden-Auf-
bau nicht ganz
ohne Reiz daher- PRO & CONTRA
kommt, im Zeit-
alter von Age of
Empire 2 müsste
jenseits des gro-
ßen Teiches
schon mehr
geboten werden.
O Neue Ideen im Genre, ..
O ... die leider nicht sehr
motivationsf ordernd sindl
O Umständliche Bedienung!
Menge Nahrungsmittel ein. Das
geht dann etwa zu Lasten der Holz-
produktion. Weiter entscheiden
Sie, ob und wie
viele Sklaven Sie
in Schulen schi-
cken oder in
Baracken zu Krie-
gern ausbilden.
Ihr Gouverneur kümmert sich nun
um die Details und koordiniert das
gesamte Geschehen.
Feindkontakt
Der Kampf ist weitgehend iden-
tisch mit den üblichen Echtzeit-
Strategiespielen: direkte Steue-
rung Ihrer Soldaten auf das Ziel.
Die Schlacht verläuft relativ
schnell. Bei einem Sieg ergeben
sich die feindlichen Arbeiter und
Sklaven, die Region ist Ihre.
Doch nicht nur Gewalt
führt zum Sieg. Auch hohe
Tributzahlungen oder ein
ausgiebiger Handel be-
wegen benachbarte Pro
vinzen zum Anschluss an Ihr
Reich. Besitzen Sie genug
Rohstoffe, errichten Sie
Pyramiden, in denen Sie
Soldaten oder Priester mit magi-
schen Fähigkeiten entwickeln, die
Ihren Feinden entweder mächtig
einheizen oder zum Überlaufen
bewegen, (dk)
»Geistes-Blitze
allein reichen
nicht aus.«
Sobald Sie einen Gouver-
neur haben, teilt dieser
Ihre Arbeiter ein.
HSPLAYER
WERTUNG
Grafik 60
Sound 70
Einstieg 60
Komplexität 70
Steuerung 60
Multiplayer 70
PIELSPASS v'J
Später erbauen
Sie mächtige
Harpunen.
PC PLAYER APRIL 2000 159
SPIELE-TEST
Strategiespiel für Einsteiger und Fortgeschrittene
Risiko
■ Hersteller: Deep Red Games/Hasbro Interactive ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem:
Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 8 (an einem PC, Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: -
■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: P N/233, 32 MByte RAM
Das nennt man wohl einen Dauerbrenner, denn
seit über 40 Jahren begeistert das unverwüst-
liche Brettspiel eine weltweite Fangemeinde.
Arktischer
Ö7,EA.N
FAKTEN
Basiert auf dem
klassischen Brett-
spiel
Origineller Simul-
tan-Modus
Kampagne mit
unterschiedlichen
Spielzielen
Sechs aktivierbare
Zusatzländer
Abschaltbare auto-
matische Kampf-
sequenzen
Tschaikowsky-
Musik
Optionsreich
Tutorials
Wohngemeinschaf-
ten wurden schon
an den Rand des
Zerfalls gebracht,
Freundschaften wortwörtlich
aufs Spiel gesetzt, Nächte zum
Tag gemacht, Schulstunden und
Vorlesungen verpennt - und
Schuld daran war nicht selten
eine suchterregende Würfelei, die
ebenso einfach wie genial ist.
Erfunden hat das Armeenge-
schiebe der französische Regis-
seur Albert Lamoriss, und das
bereits 1957. Bis zum heutigen
Tag wurde Risiko weder optisch
noch spieltechnisch großartig
verändert. Null Grund also für
den stolzen Lizenzeigner Hasbro,
dieses Erfolgsrezept bei »Risiko
2« in irgendeiner Weise zu ver-
wässern. Da es aber vielleicht
doch noch den einen oder ande-
ren Brettspiel-Verächter unter
Ihnen gibt, folgt nun eine kleine
Beschreibung des Spielprinzips.
Risiko-Kenner können den ersten
Abschnitt hingegen getrost über-
springen.
Regelgerecht
»Risiko 2« lässt sich mit maximal
acht Mit- oder besser gesagt
Gegenspieler betreiben. Gegen-
spieler deshalb, weil hier stets
jeder gegen jeden antritt und
Bündnisse zwar abgeschlossen
werden dürfen, letztlich aber nur,
um sie irgendwann wieder zu bre-
chen. Als Spielfläche dient eine
nicht animierte Weltkarte, auf der
insgesamt 42 Länder eingezeich-
net wurden. Jeder Mitspieler
bekommt zu Beginn etwa zehn
Steinchen (=Armeen) seiner
Farbe, um diese in Länder seiner
Wahl setzen, die er damit automa-
tisch besetzt.
Danach gilt nur noch eins:
angreifen. Denn es gibt zwar ver-
schiedene Spielziele wie etwa
drei Kontinente zu besetzen oder
einen bestimmten Gegner auszu-
schalten, dies klappt aber nur,
wenn Sie sich möglichst große
Teile oder gleich die gesamte
Weltkarte einverleiben. Sie dürfen
stets nur direkt angrenzende Län-
der attackieren und das - je nach
vorhandener Armeegröße - mit
bis zu drei Würfeln. Der Verteidi-
160 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
ger bekommt maximal zwei Wür-
fel, wobei die höchsten Augen-
zahlen einzeln gegenübergestellt
werden und die höhere Zahl
jeweils gewinnt. Wirft der Angrei-
fer etwa die Kombination 6-3-1
und der Verteidiger 5-4, so verliert
jeder Kontrahent eine Armee, bei
gleicher Augenzahl obsiegt der
Verteidiger. Sie können angreifen
so lange Sie wollen und zum
Abschluss noch ein paar Armeen
verschieben, bevor die Gegner an
die Reihe kommen. Vor jeder
neuen Runde erhalten Sie Nach-
schub, deren Höhe sich nach der
Anzahl der von Ihnen besetzten
Länder und Kontinente bemisst.
Auch sollten Sie in jeder Runde
zumindest ein neues Land beset-
zen, um eine so genannte Trup-
penkarte zu bekommen, denn für
drei davon erhalten Sie ein paar
Extratruppen.
Wie hätten Sie's
denn gern?
Über dieses wohlbekannte klassi-
sche Spielprinzip hinaus bietet
»Risiko 2« noch eine Vielzahl wei-
terer Spiel-Modi, die sich größten-
teils miteinander kombinieren las-
sen. Am interessantesten ist
sicherlich der Simultan-Modus. In
MANFRED DUY
Ich geb's ja zu, ich verehre das
WG-Zeiten und Risiko 2 ist sich_.,
erhältliche Digi-Version, und damit für Fans ein schlich-
tes Muss. Denn die Würfelei verzichtet auf spielfluss-
hemmenden optischen Firlefanz und lässt sich dank der
mustergültigen Menüanordnung und der intuitiven
Steuerung perfekt bedienen. Optisch und akustisch
wird natürlich herzlich wenig geboten, die Computerin-
telligenz lässt zu wünschen übrig und auf die lausigen
Kampfsequenzen und die drei, vier Render-Szenen ist
letztlich gepfiffen. Das ist mir aber piepegal, denn vi*» 1
wichtiger ist, dass das Brettspiel werksgetreu digit«
siert und kongenial variiert wurde. Originelle f
Modi wie die
Kampagne und PRO & CONTRA
der Simultar
Modus sind auf
dem Brett einfach
nicht drin - und
sorgen hier sogar
im Mehrspieler-
Modus für Gaudi.
O Vorzüglich bedienbar
O Variantenreich
O Übersichtlich
O Nur eine Weltkarte
dem planen sämtliche Spieler ver-
steckt ihre Angriffe, die dann
simultan ausgeführt werden. Eine
Spielart mit Tücken übrigens,
denn falls Sie mit Ihrer gesamten
Streitkraft ein Land erobern wol-
len, das im selben Zug auch von
einigen Kontrahenten angegriffen
wird, können Sie den Marschall-
stab eigentlich gleich wieder ein-
packen. Originell ist auch die Kam-
pagne, bei der Sie eine zuneh-
mend schwieriger werdende Staf-
fel von Szenarien (etwa die Erobe-
rung von 60 Prozent der Weltkarte
im Simultan-Modus oder die Ver-
nichtung zweier gegnerischer Par-
teien) gewinnen müssen.
Darüber hinaus lassen sich
auch sechs weitere Länder (bei-
spielsweise die Falklands oder
Hawaii) zuschalten und eine
Menge Spieloptionen verändern,
wie etwa die Anzahl der Armeen,
die es für die Besetzung eines
Kontinents gibt, ob die Länder zu
Beginn per Zufallsprinzip verteilt
werden, ob nach Auftragskarte
oder Weltherrschaft gespielt wird
oder die Anzahl der Armeen für
eingetauschte Truppenkarten
steigt. Und damit bietet »Risiko
2« weitaus mehr Spiel-Modi, als
das klassische Brettspiel und all
seine digitalen Konkurrenten.
(md)
HSplayer
WERTUNG
Grafik 40
Sound 50
Einstieg 80
Komplexität 60
Steuerung 90
Multiplayer 80
PIELSPASS-yf
)
Erste
Hilfe
■ Konzentrieren
Sie zu Beginn Ihre
Streitkräfte auf
zwei bis drei Län-
der, die einerseits
genügend Angriffs-
möglichkeiten und
andererseits gute
strategische Aus-
gangspositionen
für die Eroberung
von kleinen Konti-
nenten bieten wie
beispielsweise
Nordafrika, Ostafri-
ka, Brasilien oder
Neuguinea.
■ Versuchen Sie
bis kurz vor Schluß
erst gar nicht,
große Erdteile wie
Asien oder Europa
zu erstürmen. Denn
selbst wenn Sie
das schaffen, kön-
nen Sie unmöglich
die vielen Grenzen
mit Ihren paar Han-
seln abdecken. Die
frühe Einverleibung
von Südamerika
und Australien
macht dagegen
schon eher Sinn.
■ Greifen Sie nicht
zu viele Länder in
einer Runde an,
wenn Sie nicht ein
strategisches Ziel
damit verfolgen.
Sparen Sie lieber
Ihre Truppen für
spätere Konflike.
Zumeist genügt
eine einzige Inva-
sion pro Runde.
Hauptsache, Sie
sacken jedesmal
eine Karte ein.
■ Im fortgeschritte-
nen Spielverlauf
sollten Sie verhin-
dern, daß die Geg-
ner gemeinsame
Grenzen haben und
sich so gegenseitig
die Karten zuwür-
fein. Auch den
Besitz eines großen
Kontinents durch
den Feind darf nie-
mals hingenom-
men werden. Da
empfiehlt sich die
altbewährte War-
zentaktik: Halten
Sie in jedem größe-
ren Erdteil zumin-
dest eine Bastion
wie etwa China,
die Ukraine oder
Grönland.
PC PLAYER APRIL 2000 161
SPIELE-TEST
Rollenspiel für Einsteiger
Satan ica
■ Hersteller: Blackstar Interactive ■ Testversion: Verkaufsversion
1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch
■ Multiplayer: bis 4 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - ■ Hard-
ware, Minimum: Pentium/120, 32 MByte RAM ■ Hardware,
Empfehlung: Pentium/233 MMX, 32 MByte RAM
Von »Diablo« zu »Satanica«
scheint es ein kurzer Weg.
Wie endlos der sein kann,
zeigt der folgende Test.
Seit »der Dämon« ins
»Land« zurückkehrte,
herrscht dort nur noch
Hass und Zwietracht.
Als einer von vier Helden (Zwerg,
Krieger, Barbar, Elf) versuchen Sie
das Monster auszulöschen.
Leser, die sich noch an lang
vergangene Amiga-Tage erin-
nern, werden ein Spiel namens
»Cadaver« kennen. In diesem
ging es darum, den Bildschirm-
helden durch rätsei- und mons-
terverseuchte Dungeons zu diri-
gieren. Eigentlich handelte es
sich schon um einen »Diablo«-
Vorläufer, wäre da nicht die gar-
stige Eigenschaft gewesen, dass
zwischen jedem Teilstück umge-
blendet werden musste. Bei »Sat-
anica« ist es genauso. Technisch
FAKTEN
Deutsch nur
nach Update
4 verschiedene
Charaktere
7 Level mit
5 Sub-Leveln
9 Quests
11 unterschied-
liche Monster
20 verschiedene
Waffen
100 Rätsel
1000 Räume
hat sich zwar einiges getan: dyna-
mische Lichteffekte, Sprachaus-
gabe und Mehrspieler-Modus.
Doch die typische Hack-and-Slay-
Action hat über die Jahre wenig
Veränderungen durchgemacht.
Noch immer stehen erschlagene
Monster und Minirätsel ä la
»Boulderdash« ganz oben auf der
Tagesordnung, während Rollen-
spielelemente wie Dialoge, Erfah-
rungspunkte oder ein vernünfti-
ges System für spezielle Fertig-
keiten, wenn überhaupt, nur am
Die Monster: Auch im
Mehrspieler-Modus
düsen eigenartige
Kreaturen durch die
Dungeons.
VOLKER SCHUTZ
Wir werden nichts anders, aber vie.
machen. Das könnte das Motto der .
hinsichtlich der diabolischen Konkurrenz gewesen sein.
So gesehen haben sie teuflisch gute Arbeit geleistet:
Nur elf verschiedene Monster, kein Scrolling, zu wenig
unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände, ein Charak-
tersystem, gegen das »Heroe's Quest« komplexer wirkt
als ein unkompilierter Linux-Kernel, Gegner, deren
Sprachausgabe klingt wie Pacman auf Crack ... die Liste
ließe sich beliebig fortsetzen. Die einzige Stärke li
der relativ hohen Dichte der Rätsel. Die sind zwar
Gegensatz zu »Planescape: Torment« nict
»net.book/
riddles« geklaut, PRO & CONTRA
aber auch nicht
so originell, dass
sie allein Satanica
vom Dämon der
Durchschnittlich-
keit befreien
könnten.
O Viele feine Rätsel
O Nur elf Gegner
O Winzige Spielabschnitte
O Figuren nicht ansprechend!
Rande vorkommen. Cadavers
Fluch sozusagen. Helden und sol-
che, die es noch werden wollen,
dürfen sich allerdings über eine
ordentliche Speicherfunktion und
einen unterhaltsamen Mehrspie-
ler-Modus namens »Goldrush«
freuen. (Volker Schütz/mash)
■ i
J£L-^-^
Die Rätsel: Hier entzünden
Sie den Kamin und werfen
ein magisches Buch hinein.
JSPLAYER
WERTUNG
Grafik 50
Sound 60
Einstieg 60
Komplexität 70
Steuerung 60
Multiplayer 70
PIELSPASS --W
162 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Simulation für Profis
Eisenbahn.exe
■ Hersteller: Software Untergrund ■ Testversion: Verkaufsversion 1.0
■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer:
- ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/1 66, 16 MByte RAM
■ Hardware, Empfehlung: Pentium/200, 32 MByte RAM
nl^M wj «IHM-H~I -IMpHI«! T-l-el-l lI*I £j.t ;
odellbahn-Fans
ohne Hobbykel-
ler für eine Anla-
ge hoffen schon seit Jahren
auf ein Programm, mit dem
sie ihr Hobby platz- und
Kosten sparend am Compu-
ter ausüben können.
Eisenbahn.exe
verspricht genau
dieser Zielgruppe
die Erfüllung Ihrer
heimlichen Träu-
me: Mit einem Edi-
tor lässt sich,
wenngleich im
spröden Fenster-
charme eines
CAD-Programms,
eine eigene Mo-
dellbahn-Anlage
erstellen. Sie ver-
legen Gleise, verändern das
Gelände, bauen Brücken, pla-
nen Straßen und errichten
schließlich noch unterschied-
lichste Gebäude auf dem
Gelände. Zu guter Letzt wäh-
len Sie noch unter rund einem
Dutzend Lokomotiven, sowie
etlichen Wagon-Typen, das so
genannte rollende Material
aus und legen los. Was nun
folgt, ernüchtert noch mehr
als der schlichte Editor. Zwar
wäre die eher unansehnliche
Grafik verzeihlich, zumal die
Züge erkennbar durch das
Gelände brausen, doch verei-
telt die umständliche Wahl der
Perspektiven und die be-
scheidene Programmsteue-
rung fast jeglichen Spielspaß.
Selbst eine winzige Anlage in
der Miniatur-Spurweite »Z« ist
diesem Programm in punkto
Vergnügen haushoch überle-
gen, (tw)
^PLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS f.
THOMAS WERNER
Als alter Modellbahn-Fan musste ich
natürlich sofort auf dieses Programm stürz
- und wurde bitterlich enttäuscht. Der erste
Blick auf eine Beispielanlage macht ja noch
Spaß, doch angesichts der kruden Perspekti-
ven und der nur mit viel Mühe möglichen
Veränderung des Blickwinkels verliert man
praktisch sofort den Überblick. Warum kann
ich nicht per Maus oder Tastatur frei über c '
Landschaft gleiten
oder einem Zug pRQ & CONTRA
oder einem Zug
ständig folgen?
Ein originelles Pro-
gramm - leider
nicht ausgereift.
O Originelle Simulation
O Leider nicht ausgereift
PC PLAYER APRIL 2000 163
SPIELE-TEST
Geschicklichkeitsspiel für Profis
■ Hersteller: Argonaut/Fox Interactive ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows
95/98 ■ Spreche: Englisch ■ Multipleyer: - ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Herdware, Minimum: Pentium/166,
32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/350, 64 MByte RAM, 3D-Karte
Reptilienpflege ist ein gefährliches Geschäft
- erst recht, wenn besagtes Schuppentier Croc
heißt und seine Freunde befreien muss.
FAKTEN
4 plus eine
geheime Welt
44 Level
7 Zwischengegner
Speichern nur
nach beendetem
Level
Gewöhnungs-
bedürftige
Quäker-Stimmen
Croc lieb. Croc gut.
Gobbos gut. Gobbos
und Croc Freunde.
Dantinis böse. Danti-
nis keine Freunde von Gobbos.
Croc helfen Gobbos. Alles gut.
Hilft nichts - an solche Gaga-
Sprüche müssen Sie sich gewöh-
nen, wenn Sie den kleinen Kroko
Croc in seinem zweiten Abenteu-
er begleiten wollen. Für Aufsehen
sorgte »Croc« bereits vor rund
zwei Jahren. Inzwischen sehen
die Dinger auf dem PC sogar noch
besser als auf Konsole aus - den-
ken Sie nur an »Rayman 2« oder
»Tonic Trouble« von Ubi Soft. Da
wollen auch die Entwickler von
Argonaut nicht zurückstecken und
schicken unerschrocken »Croc 2«
an den Start.
Worum es geht
Wie schon im ersten Teil haben
der finstere Dante (nein, nicht der
mit dem Inferno) und seine Danti-
ni-Schergen wieder zugeschla-
gen. Die Bösen klauen den herzal-
lerliebsten Gobbos allerhand
wertvolle Schätze oder sperren
die Flauschbällchen kurzerhand in
Käfige ein. Also Croc, mach dich
auf die Socken! Für zusätzliche
Motivation sorgt, dass Crocs
Hangel, hangel: Croc muss
gleich drei Etagen über glü-
hender Lava bewältigen.
Wasserschlacht: Leider
weit lahmer, als das Bild
suggeriert.
Grünling bekanntlich nie gese-
hen, wuchs er doch als Findelkind
bei den Gobbos auf.
So springt und rennt Croc
erneut durch vier Welten - ein
Piratenstädtchen, eine Siedlung
im ewigen Eis, ein Dorf vor 20 000
Jahren und eine Inka-Stadt.
Schnappt sich unser Kroko alle
fünf Bonus-Diamanten der vier
Welten, öffnet sich die fünfte, ein
Cowboy-Szenario. Jede Welt ist
in mehrere Mini-Aufgaben unter-
teilt, von denen es insgesamt 44
gibt. Sie fahren beispielsweise
gegen ein paar Dantinis ein Ren-
nen, suchen Schlüssel zu Gobbo-
Käfigen, Gobbo-Schätze oder
hüpfen mit einem Gobbo auf dem
Trampolin um die Wette. Für jede
erledigte Aufgabe gibt es Bares,
das Sie bei Swap Meet Pete,
einem wirren Krämer, gegen
Superhochsprung-Drops und
andere Bonus-Gegenstände ein-
tauschen.
Wie es sich spielt
Zu Beginn des Spiels besitzt Croc
fünf Leben und haucht eins nach
einem Sprung in giftige Sümpfe,
Dornen oder bei Feindberührung
aus. Und das passiert nicht zu
knapp: Die Steuerung ist super-
sensibel und macht das Gehüpfe
Eltern angeblich in
der Gewalt des »Wehe, Sie beißen am
Schurken sind m _ _ ^ _ ■ ^
und die hat der falschen Ort ins Gras.«
164 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
wie schon im ersten Teil sehr oft
zur Glückssache. Immerhin gibt's
für 50 eingesammelte Diamanten
ein Extraleben; mehrere 100
Stück und fünf Bonus-Steine lie-
gen in jeder Welt herum.
Wehe, Sie beißen am falschen
Ort ins Gras: Da nur in der aktuellen
Stadt gespeichert wird, müssen Sie
nach dem Verlust aller Leben per
Continue dort weitermachen.
Wenn Sie unterwegs ein Leben las-
sen, springen Sie oft elend weit im
Level oder gar an dessen Anfang
zurück. In Sachen Spielbarkeit
haben die Grafikwunder von Ubi
Soft ganz klar die Nase vorn.
Was noch auffiel
Tolle Sache: Croc beherrscht nun
ein paar neue Tricks wie »sich
ROLAND AUSTINAT
Tief durchatmen. Croc 2 hätte so ein gutes Spiel v
den können. Die Level sind groß und moderat ab-
wechslungsreich, die Hauptfigur ist superniedlich und
lockt wie schon im ersten Teil kleine Schwestern und
die Freundin vor den PC. Doch der Schwierigkeitsgrad
ist nicht bloß herausfordernd, sondern schon nervig
schwer. Wenn ich zum fünften Mal eine fiese Ecke
nicht packe und wieder die davor liegenden Abschnit-
te meistern muss, weil es viel zu wenig Level-interne
Startpunkte gibt, möchte ich am liebsten wie ein ge-
fristeter Fußballfan den Monitor aus dem Fenster
werfen.
Wenn Sie hart und zäh sind oder das Leben Ihnen
zu wenige Herausforderungen präsentiert, könnte
Sie mit Croc 2
glücklich werden. PRO & CONTRA
Alternativ scha-
ren Sie eine
Gruppe Freunde
um sich, die
Ihnen beim 99.
Sprung ins Leere
seelischen Bei-
stand leisten.
O Putziger Croc
O Viele Level, ...
O ... aber wenig
Speicherpunkte
O Ätzende Quäk-Stimmen
hängen lassen« oder »an einer
Liane schwingen«. Die sind aller-
dings nicht wirklich revolutionär,
den Tarzan-Schwung konnte
schon Pitfall-Harry vor knapp 20
Jahren. Gelegentlich schwingt
sich Freund Kroko auch in ein
Vehikel wie eine Draisine, ein
Boot oder einen Gleitdrachen, fet-
zige Mini-Spielchen sind das
allerdings nicht. Gegen Dantinis
und die Zwischengegner wehrt er
sich noch immer mit einem
Schwanzwirbel oder einem
Power-Sprung, der auch Holzkis-
ten unter sich zermalmt.
Die Grafik ist mittlerweile deut-
lich veraltet. Texturen pixeln, eher
schlichte Objekte tauchen schlag-
artig aus Nebelbänken auf. Ärger-
lich, besonders vor heiklen
Sprüngen: Die Kamera ist nicht
frei positionierbar, nur mit einem
Fernglas schaut Croc leidlich gut
nach oben oder unten, (ra)
Gobbo in Not: Klar, dass
Croc den Schlüssel sucht.
HSPLAYER
WERTUNG
Grafik 70
Sound 60
Einstieg 70
Komplexität 70
Steuerung 70
Multiplayer -
PIELSPASS -y
SCHRÄGE
TYPEN
Croc ist
immer auf Achse.
'p"<?r>
Gobbo:
Ahoi, Seemann!
Hippo hilft
Freund und Feind.
^*$f
,:,
*"i
Swap Meet Pete
verkauft Nützliches.
PC PLAYER APRIL 2000 165
RUBRIKEN
Was soll ich
spielen?
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M4JMJ
JH
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Battlezone 2 88
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Superbike 2000 89
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Driver 86
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Need for Speed 4 85
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Sport (Action)
SPIELENAME
WERTUNG
TEST IN
FIFA 2000
90
12/99
NHL 2000
90
11/99
NBA 2000
1/2000
Strategie (Runden)
SPIELENAME WERTUNG
TEST IN
Jagged Alliance 2 87
6/99
Panzer General 4 86
11/99
Hernes of M&M 3 85
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Action-Adventures
Messiah
SPIELENAME
WERTUNG
TEST IN
System Shock 2
92
10/99
"ätä^fc^^
Messiah
86
2/2000
Indiana Jones 5
85
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Adventures & Rollenspiele
X^&L'd*^ *'£{
SPIELENAME WERTUNG
TEST IN
Planescape ^
Planescape: Torment 89
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Baldur's Gate 83
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The longest Journey 82
4/2000
Simulationen
"-'-^ÖRSfSTrH'
SPIELENAME
WERTUNG
TEST IN
Falcon 4.0
90
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Mech Warrior 3
86
7/99
Falcon 4.0
Panzer Elite
81
12/99
Strategie (Echtzeit)
. : ... v': ' .
?| SPIELENAME WERTUNG
TEST IN
1 Age of Empires 2 88
11/99
| Earth 2150 87
12/99
Earth 2150
H Homeworld 85
11/99
Wirtschaft & Aufbau
SPIELENAME
WERTUNG TEST IN
Civilization Call to Power ■
5/99
Pharao
87
12/99
Die Siedler 3
1/99
Top oder Flop
Jeder Redakteur darf an dieser Stelle
per Pfeilwertung ausdrücken, ob ihn
ein Spiel privat interessiert. Diese
Wertungen sind völlig subjektiv und
spiegeln daher auch Genrevorlieben
wieder. Bei Ausgaben mit einem
umfangreichen Testteil beschränken
wir uns auf die wichtigsten Titel.
«*
&
Superbike 2000 89 144
Battlezone 2 (deutsch) 88 152
Longest Journey, The 82 124
Metal Fatigue 82 136
Nox (deutsch) 82 167
Warcraftbattle.net 82 141
Risiko 2 78 160
Age of Wonders (deutsch) 76 167
Verkehrsgigant, Der 74 120
Croc2 70 164
Grand Prix World 70 142
Theocracy 69 158
Dracula - Resurrection 68 128
Käfer total 68 154
Missile Command 65 151
Rising Sun 63 152
Renegade Racers 61 153
Axis & Allies: Iron Blitz Edition 58 168
Flughafen Manager 58 170
Demolition Racer 57 150
LiveWire 55 171
Satanica 52 162
Atari Arcade Hits 1 50 151
Puzzle Trouble 50 157
Space Clash 48 150
Sikolene Honda Motocross GP 44 149
Metal Knight 41 169
RTL Box Manager 41 123
Championship Manager 99/00 38 131
Schach 2000 37 132
Extreme Tennis 35 130
Skydive 32 130
Michelle Kwan Figure Skating 30 169
TopShot 25 130
Eisenbahn.exe 24 163
Extreme Wintersports 24 169
Passion Pinball 23 132
Duck Hunter Pro 20 141
Extreme Boards & Blades 17 130
Ibiza Comic Poker 17 132
Tie Break Tennis 2 13 132
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o
Die besten Spiele der letzten drei Ausgaben
Spielename
Genre
Punkte
Ausgabe
Freespace 2 (deutsch)
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Links LS 2000
Sport
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2/2000
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Theme Park World
Wirtschaftssimulation
82
1/2000
166 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Strategiespiel für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis
Age of
Wonders
ZWEIT-TEST
DEUTSCHE
VERSION
■ Hersteller: Triumph Studios/Take 2 ■ Testversion: Verkaufsversion
1.30.0038 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch
■ Multiplayer: bis 12 (an einem PC, Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: -
■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware,
Empfehlung: Pentium N/266, 32 MByte RAM
tiert sich klar an
Werken wie »Mas-
ter of Magic« oder
»Hernes of Might
and Magic«, be-
sitzt aber etliche
eigene, originelle
Ideen.
Sie werden in
eine Auseinander-
setzung tolkin-
scher Dimension
versetzt, in der
sich Dunkel- und
Lichtelfen bis aufs
(rote?) Blut bekämpfen. Die
Übersetzung ist sorgfältig,
nur Zauberer in Magiertür-
men haben manchmal gram-
D
ieses etwas schwer-
blütige Rundenstra-
tegiespiel (siehe Test
in PC Player 1/2000) orien-
matikalische Probleme, was
aber kaum stört. Angenehm
auch die Sprachausgabe des
Vorspanns, in der ein pas-
sabler Sprecher eine ange-
messene Prise Ergriffenheit
zeigt.
Wie Sie an der Versions-
nummer erkennen können,
haben die fleißigen Program-
mierer von Triumph Studios
noch etliche Patches einge-
fügt, was sich auch deutlich
aufs Spielgeschehen aus-
wirkt. Sehr lobenswert, (uh)
[JSPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS 7 !
UDO HOFFMANN
Das große Manko unserer ersten Testversion
(miserable K.l.) ist weitgehend behoben. Auf der
strategischen Karte versteht es Kollege Compu-
ter nun, seine Kräfte zu bündeln und startet ab
und zu aggressive Gegenangriffe. In taktischen
Kämpfen (Stadtverteidigung) stürmt er leider
immer noch unmotiviert aus den Stadtmauern.
Insgesamt aber ist die Schlacht ums Elfenreich
jetzt deutlich herausfordernder als noch ehe-
dem und verlangt für jeden Zug angestrengtes
Grübeln. Im Ver-
bund mit der PRO & CONTRA
meist guten Über-
setzung haben wir
die Wertung des-
halb um drei Punk-
te erhöht.
O Gut übersetzt
O Verbesserte K.l
O Etwas umständliche
Bedienung
H
indliche
Action-Rollenspiel für Einsteiger und Fortgeschrittene
Nox
■ Hersteller: Westwood/Electronic Arts ■ Testversion:
Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows
95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 32 (Netz-
werk, Internet) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Mini-
mum: Pentium/200 MMX, 48 MByte RAM ■ Hardware,
Empfehlung: Pentium N/300, 64 MByte RAM
ZWEIT-TEST
DEUTSCHE
VERSION
Jack,
Willen.
ein gemütlicher
Fernsehabend mit-
samt Freundin für
den Helden wider
Ein versehent-
lich des Weges
kommendes
Dimensionsloch
zieht ihn in die
Parallelwelt
»Nox«, wo die
hübsche Hexe He-
cubah gerade ihre
Pläne zur Welt-
herrschaft aus-
arbeitet.
Es gibt Pro-
gramme, die drin-
gender einer
Übersetzung be-
wird in Nox doch
gesprochen, dafür
aber umso mehr geknüppelt.
Schreie von Kobolden oder
Trollen sind wie im engli-
dürfen,
wenig
sehen Original, da die Mon-
ster ja sowieso alle noxisch
sprechen, was unübersetz-
bar ist. Aber wo es ange-
bracht war - erstaunte Aus-
rufe von Passanten, Hecu-
bahs Schmähreden bei
Ihrem Ableben und natürlich
sämtliche Stadt-Schilder
und Zauberbücher - hat
Electronic Arts eine akzepta-
ble Übersetzung hingelegt.
(uh)
[JBPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS f W
UDO HOFFMANN
Es kann nicht schaden, die jeweilige Kapi
Einstimmungsrede in Deutsch zu hören. Die
Sprecher sind echte Profis, hervorheben
möchte ich insbesondere Hecubahs Stimme,
die Begriffen wie Größenwahn und Gehässig-
keit überzeugend Leben einhaucht.
Etwas schade sind kleine Grammatikfehler in
den Monsterbeschreibungen. Ein, zwei
Objekte hat man außerdem zu übersetzen
vergessen. Nun ist mein Beruf aber nicht Erb-
senzähler, deshalb __- ^^ M -p OA
als Fazit: Wer des PRO & CONTRA
Englischen nicht
kundig ist, hat
keinen Grund,
sich über das
deutsche Nox zu
O Hervorragende Sprecher |
O Sorgfältig transponiert
O Kleine Grammatikfehler
O Einige Objekte unüber-
setzt
PC PLAYER APRIL 2000 167
SPIELE-TEST
Strategiespiel für Einsteiger
Axis & Allies
Iran Blitz Edition
■ Hersteller: Hasbro Interactive ■ Testversion: Importversion
1 .0.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch
■ Multiplayer: bis 5 (Hotseat, Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: -
■ Hardware, Minimum: Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hard-
ware, Empfehlung: Pentium/233 MMX, 32 MByte RAM
FAKTEN
Zweiter-Weltkrieg-
Szenario
Brettspiel-
umsetzung
5 Parteien
Jede Kombination
Computer -
menschlicher
Spieler möglich
7 neue Szenarien
2 neue Einheiten
Einheiten- und
Terrain-Editor
Zweiter Weltkrieg
leicht gemacht:
Werden Sie Feldherr
bei allen Beteiligten
und schreiben Sie
die Geschichte neu.
or gut
einem Jahr
erschien die
PC-Umset-
zung des Brettspiels
»Axis & Allies«. Nun
gibt es den Zusatz »Iron Blitz«
mit einigen Erweiterungen.
Der Schachtel liegt neben der
Original-Axis&Allies-Version eine
zweite CD bei, von der Sie Iron
Blitz separat installieren und spie-
len. Generell ähnelt das Spielprin-
zip dem Klassiker »Risiko«: Je
mehr Ländereien Sie besitzen,
desto höher ist die Wirtschafts-
kraft, desto mehr Truppen können
Sie ausheben. Jede Einheit hat
einen Angriffs- und Verteidigungs-
wert, und bei einer Konfrontation
rollen die Würfel. Dem Ergebnis
fi,^'
Wichtige Ereignisse wie
etwa Siege werden mit
kleinen Videoschnipseln
unterlegt.
MARTIN SCHNELLE
Auch in der Iron-Blitz-Edition bleiben
teile von Axis & Allies erhalten. Der E
leicht, das Spiel selbst kurzweilig. Leider tappt die
Künstliche Intelligenz selbst auf der höchsten Stufe noch
in simpel vorbereitete Fallen und ersetzt menschliche
Mitspieler nur mangelhaft. Außerdem ist am Spielablauf
mit der Zusatz-CD nichts geändert worden: Nach wie
vor sieht die Karte genauso aus und sogar die Musik i
Videos sind exakt gleich. Falls Sie simple Strategies
chen mögen und
Axis & Allies noch PRO & CONTRA
nicht haben, ist
Iron Blitz ein Fall
für Sie. Alle ande-
ren sollten vor
dem Kauf noch
einen zweiten
Blick auf das Pro-
gramm werfen.
O Schnelles Spielchen
für zwischendurch
O Leichter Einstieg
O Immer noch miese Kl
O Wenig Neuerungen
entsprechend gewinnen
oder verlieren Sie.
Vor 60 Jahren ...
... kämpften fünf Natio-
nen um die Vormacht-
stellung in der Welt.
Außer dem Original-
Brettspiel können Sie
sieben Szenarien aus-
wählen. Hier starten Sie
auf Wunsch bereits 1939
und müssen als Deut-
scher zunächst die be-
kannt folgenschweren Eroberun-
gen in Angriff nehmen. Oder Sie
heizen den Kalten Krieg an, bei
dem Deutschland, Russland und
Japan gegen England und Ameri-
ka dafür sorgen, dass es heiß her-
geht. Zwei neue Einheiten, der
Zerstörer und der Marine, erhöhen
die Komplexität, außerdem lassen
sich nun Terrain wie Einheiten edi-
tieren und vor dem eigentlichen
Spiel nach Wahl sogar Bündnisse
schließen, (mash)
JSPLAYER
WERTUNG
Grafik 40
Sound 40
Einstieg 80
Komplexität 30
Steuerung 80
Multiplayer 70
PIELSPASS
168 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Rennspiel für Einsteiger
Sportspiel für Einsteiger
Extreme Wintersports
■ Hersteller: Head Games ■ Testversion: Importversion 1.0
■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multi-play-
er: bis vier (Modem, Netzwerk) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum:
Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/200,
32 MByte RAM
E
in großer Misthaufen
riecht nicht besser
als drei kleine. Eher
schlimmer. Beweis: die drei
Wintersportarten Ski-,
Snowboard- und Schneemo-
bilfahren von »Extreme Win-
tersports«.
Die Snowboardfahrerei ist
eine abgespeckte Variante
(weniger Spiel-Modi) des
mittlerweile ein Jahr alten
»Snow Wave«, die beiden
anderen Design-Unfälle be-
dienen sich der gleichen Gra-
fik-Engine und spielen sich
auch fast identisch. Ebenfalls
übereinstimmend mies ist
die geringe Sichtweite, eine
unzuverlässige Steuerung
und die detailarme Mager-
grafik. Der nervige Sound-
track (gerade mal ein sich
ständig wiederholendes
Michelle Kwan
Figure Skating
■ Hersteller: Gonzo Games/Electronic Arts ■ Testversion: Verkaufsver-
sion 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch
■ Multiplayer: - ■ 3D-Graf ik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pen-
tium/200, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/300,
64 MByte RAM
B
Lied) und die penetrante
Werbeberieselung bekräfti-
gen den Entschluss, diese CD
fortan nur noch als Klorollen-
Stütze zu nutzen, (uh)
HEPLAYER
WERTUN G
SPIELSPASS 24
eim realen Eislaufen
zu oft auf den Hintern
gefallen? Probieren
Sie den Sport mal virtuell.
Im mitgelieferten Gen-
Labor kreieren Sie Ihre per-
sönliche Eisprinzessin. Dazu
wählen Sie verschiedene
Körper, Kleidchen und kön-
nen sogar Ihr eigenes
Gesicht einscannen. Dann kli-
cken Sie im entsprechenden
Menü Ihre Kür zusammen.
Das Spiel selbst entsetzt aber
auch totale Computer-Laien:
Sie müssen lediglich zur
rechten Zeit die Maustaste
drücken, damit Ihre Figur bei
Kunststückchen nicht auf den
vier Buchstaben landet. Bei
derart wenig Interaktion
trösten auch die netten
Na, ob da die Eisfläche
hält? Jedenfalls tanzt die
dralle Magd recht gut.
Animationen nicht über eine
spieltechnische Nullnummer
hinweg, (dk)
ZEPLAYER
WERTUNG
Strategiespiel für Einsteiger
Metal Knight
■ Hersteller: Overmax Studio ■ Testversion: Verkaufsversion 1.0
■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multiplayer:
bis 3 (Modem, Netzwerk) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum:
Pentium/100, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/166, 32
MByte RAM
Zurück in die Zukunft.
Die eifrigen Designer
des Echtzeit-Strate-
giespiels »Metal Knight« brü-
teten an Ideen, mit welchen
interaktiven Unterhaltungs-
möglichkeiten sie
al dem neuen Jahr-
I tausend am ehes-
ten gerecht wer-
den.
Hm, Zukunft?
Was könnte man da
machen? Viele,
viele Roboter
wäre doch eine tolle
Idee für ein Echtzeit-
Strategiespiel ...
Und da hinter
Robotern meist
auch menschliche
Wesen stecken, suchen Sie
sich am Anfang eine von drei
verschiedenen Gruppen aus.
Als da wären: die gute Earth
Union, das aggressive Fire
Hawk Corps oder die futuris-
tischen Cyber-Anarchisten
von Empire of Adonia.
Schließlich stehen Sie dann
endlich da mit Ihren Robo-
tern. Ihre metallischen Freun-
de ballern auf Wunsch alles
aus dem Weg, was Ihnen
irgendwie auf die Nerven
geht. Die anderen rostigen
Restbestände der volkseige-
nen Armee basteln auf Befehl
nette Gebäude, wie Kraftwer-
ke und Roboterfabriken. Das
Getümmel läuft so lange, bis
Sie oder Ihr Gegner reif für
die Metallverwertung sind.
Hat der Spieletester jetzt
ein Dejä-Vu-Erlebnis oder
gab es nicht schon mal ein
oder zwei Spiele in ähnlicher
Form? (dk)
[JSPLAYER
WERTUNG
SIEI
^ DAMIAN KNAUS
Bei Metal Knight gewinnt man den Eindru
Designer konnten beim Abkupfern die Handschrift
der Konkurrenz nicht richtig entziffern: Die schlecht
animierten Roboter-Einheiten bewegen sich wie ein
Schwärm verhaltensgestörter Fliegen über den
Monitor und wenn ich die triste Landschaft so sehe,
frage ich mich, warum um dieses Gebiet eigentlich
gekämpft werden
soll. Kleiner Tipp:
Schalten Sie den
Monitor aus und
erfreuen Sie sich
am Soundtrack.
PRO & CONTRA
O grausige Grafik
| O primitives Spiel |
PC PLAYER APRIL 2000 169
SPIELE-TEST
Wirtschaftssimulation für Fortgeschrittene und Profis
Flughafen
Manager
■ Hersteller: Krisalis/Take 2 Interactive ■Testversion: Verkaufsversion 1.0 ■ Betriebs-
system: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik:
Direct3D, Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 16 MByte RAM ■ Hardware,
Empfehlung: Pentium/350, 64 MByte RAM, 3D-Karte
Abenteuer Airport: Beim Verwalten
Ihres Flughafens sind Verspätungen
und schwindende Finanzen Ihre Feinde.
FAKTEN
Etwa 20 Gebäude
3 Schwierig-
keitsgrade
Wirtschafts-
simulation mit
Aufbauelementen
Unterschiedliche
Witterungs-
bedingungen
Abschaltbare
Katastrophen
Sie können sich
auf Passagier-
oder Frachtflüge
spezialisieren
Die Eisenbahn ist out.
Heute fliegt der Mann
von Welt. Und da sich
in den letzten Jahren
immer mehr Himmelstürmer in
die Lüfte erheben, lässt sich doch
bestimmt mit einem lauschigen
Airport eine schnelle Mark
machen.
Mit stattlichem Startkapital
suchen Sie sich zunächst einen
Platz irgendwo auf dieser Welt
aus. In kleinen Ländern, steigt
intern höchstens mal eine mickri-
ge Propellermaschine in die Lüfte.
Jedoch hat ein attraktiver Stand-
ort natürlich seinen Preis. Im Bau-
Menü picken Sie sich dann die
nötigsten Gebäude heraus. Sehr
empfehlenswert für einen Flug-
hafen ist
eine Start-
und Lande-
bahn. Hier
gilt, je län-
ger, desto
teurer, dafür
aber können
dann auch
noch größe-
re Flieger Ihrem kleinen Reich
einen Besuch abstatten. Je nach-
dem, ob Sie einen Fracht-, einen
Passagier-Flughafen oder beides
haben möchten, müssen Sie
auch entsprechende Gebäude
hinstellen. Ein Terminal ist zum
Befördern von Fluggästen uner-
lässlich. Schon bald trudeln die
ersten Angebote der Fluggesell-
DAMIAN KNAUS
Was nützen mir 1200 Reiseziel
die Möglichkeit, um den Flugh
Sorten zu pflanzen, wenn der Spielablauf immer der-
selbe ist. Verträge durchklicken, Terminal erweitern,
noch mehr Verträge durchklicken, neue Startbahn
bauen ... Da bringen auch einige Katastrophen nichts,
die zumindest ein Minimum an Abwechslung garan-
tieren. Hinzu kommt noch die jämmerliche Grafik, di
wohl kurz nach der Erfindung der Propellermaschine
erstellt wurde.
Trotzdem: Wer PRO & CONTRA
seine Erfolge
gern in Diagram-
men verfolgt und
auch auf Statisti-
ken abfährt,
könnte hier viel-
leicht seine Erfül-
lung finden.
O Viele Diagramme und
Statistiken
O Zahlreiche Bau-Optionen
O Armselige Grafik
O Wenig Abwechslung
schaften ein. Reichen Ihnen die
Einnahmen immer noch nicht,
vermieten Sie in Ihren Terminals
Flächen für Geschäfte oder ver-
langen von den Passagieren
Gebühren. Die meiste Zeit ver-
bringen Sie damit, Ihre Fracht-
räume und Terminals zu erwei-
tern. Ist es Ihnen zu langweilig,
schlagen Sie sich die Zeit mit
zwei Szenarios um die Ohren, in
denen Sie beispielsweise einen
Airport komplett umstrukturieren
müssen, ohne dass der Flugver-
kehr darunter leidet, (dk)
JSplayer
WERTUNG
Grafik 40
Sound 70
Einstieg 60
Komplexität 70
Steuerung 60
Multiplayer -
PIELSPASS
170 PC PLAYER APRIL 2000
SPIELE-TEST
Geschicklichkeitsspiel für Fortgeschrittene und Profis
Live Wire
■ Hersteller: SCI ■ Testversion: Verkaufsversion 1 .0 ■ Betriebssys-
tem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 4 (an
einem PC, Netzwerk) B3D-Grafik: Direct3D, Glide ■ Hardware, Mini-
mum: Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen-
tium/200, 32 MByte RAM, 3D-Karte
mna
Aus der Zeit in der
ein Brotkasten
nicht automatisch
ein Backwarengefäß sein
mußte, stammt »Qix«, der
Urahn von »Live Wire«.
Dem am C64 zuerst
gesichteten Spielprinzip
vom quadratweisen Einfär-
ben großer Schachbrettflä-
chen hat SCI ein neues Out-
fit verpasst. An Gitternetz-
linien entlang düsen Sie
mit Ihrer Spielfigur um die
einzelnen Vierecke herum
und bemühen sich darum,
ein größtmögliches Areal
mit Ihrer Farbe zu markie-
ren und somit zu besetzen.
Ihre andersfarbigen Gegen-
spieler versuchen natürlich
das Gleiche. Um gegen
Widersacher und Widrig-
Der Mee-
res-Level
ist am PC
genauso
kunter-
bunt, wie
schon vor
einem
Jahr in
der Play-
Station-
Version.
(640x480)
keiten anzukämpfen, sam-
meln Sie Waffen oder nut-
zen die Power-Ups diverser
Spezialfelder und akti-
vieren Sonderfähigkeiten,
Ventilatoren, Bomben oder
andere Nettigkeiten.
Im Team oder solo absol-
vieren Sie fünf frei anwähl-
bare 3D-Welten (Wilder
Westen, Kirmes, Meer, All
und Gruselwelt) mit insge-
samt 50 Leveln, wahlweise
aus der Ego- oder Aussen-
perspektive.
(Monika Lechl/ra)
HSplayer
WERTUN G
SPIELSPASS -1-1
MONIKA LECHL
Quadratisch - hektisch - Wut:
lautete mein Motto nach wenigen ivunuien Live
Wire. Selbst in herabgesetzter Geschwindigkeit
artet das Spiel durch die gewöhnungsbedürf-
tige Steuerung in ein arges Herumgewusel zwi-
schen vielen Objekten bei teils ungünstiger Per-
spektive aus. Noch unübersichtlicher wird's im
Mehrspieler-Modus am Splitscreen. Bonbongra-
fik und Musik sind zwar ganz witzig, trösten
aber nur leicht über steuerungsbedingte Mis-
serfolge hin-
weg, die selbst p RO & CONTRA
weg, die selbst
Joystick-Akro-
baten ereilen.
Eher etwas für
frusterprobte
Genre-Fans.
O Schön bunt
O Hakelige Steuerung
O Unübersichtlich
PC PLAYER APRIL 2000 171
RUBRIKEN
Diablo
A
Unser
1
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Held
bekämpft
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P
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Als Blizzard 1996 das kleine Entwickler-Team
Condor übernahm, werkelte dieses gerade an
einem Spiel mit den schlichten Namen »Diablo«.
N
ach der Veröffentlichung waren
die Meinungen geteilt: Toll, ein
actionreiches Rollenspiel, jubel-
I ten die einen. Ach was, nur hek-
tisches Dauergeklicke, reines Hack-and-
Slay, murrten die anderen. Nichtsdesto-
trotz entstand durch das äußerst erfolgrei-
che »Diablo« das neue Genre »Action-Rol-
lenspiel«.
Der Spieler musste sich durch 16 mit
Monstern vollgestopfte Level kämpfen,
kleine Quests absolvieren und am Ende
den Oberbösewicht Diablo vernichten. Der
besondere Clou des Spiels war ein Zufalls-
generator, der die isometrisch dargestell-
ten Dungeons, die darin lauernden Biester,
Waffen und Rüstungen bei jedem Spiel-
start neu erschuf. Die Langzeitmotivation
war somit enorm, da die Suche nach wert-
vollen magischen Gegenständen immer
wieder neu beginnen konnte. Viele Gegner
hinterließen bei ihrem Ableben Gold oder
nützliche Ausrüstung, mit denen der Spie-
ler seine Chance steigern konnte, die
dämonischen Attacken zu überleben. Mit
jedem erschlagenen Monster gewann der
Held an Erfahrung und konnte so später
schwerere Rüstungen tragen, bessere Waf-
fen verwenden und mächtigere Zauber
aussprechen. Besondere Popularität er-
langte Diablo auch durch die Möglichkeit,
V^Hi *m.<
5£4**
■'S*-
/
Überblick: Die Oberflächenwelt
war klein und statisch, dafür
hatten es die Dungeons in sich!
mit bis zu drei anderen Gleichgesinnten
auf Blizzards kostenlosem Internet-Server
battle.net der Monsterhatz zu frönen.
Getrübt wurde der Spaß allerdings durch
Cheater, die mit übermächtigen Charakte-
ren anderen, »ehrlichen« Spielern das
(Über-) Leben schwer machten. Dennoch
finden sich noch heute täglich bis zu 50 000
Zocker für eine gemütliche Diablo-Partie im
battle.net ein. Daher enttäuschte auch
das von Sierra veröffentlichte offizielle
Add-on »Hellfire« viele Fans: Es brachte
zwar einige Neuerungen (unter anderem
den Mönch als vierten Charakter), diese
konnten aber leider nur im Einzelspieler-
Modus benutzt werden.
WUSSTEN SIE...
... dass es auf www.glorious.de/
vkmods sowohl (inoffizielle!) Diablo-,
als auch Hellfire-Modifikationen gibt?
Beachten Sie aber unbedingt die dorti-
gen Erläuterungen!
... dass es Diablo und Diablo+Hellfire
inzwischen zum Budget-Preis gibt
(siehe auch Seite 103)?
... dass auch Diablo-Produzent Bill
Roper im Spiel zu hören ist (er spricht
den Wirt Ogden!)?
Höhere Rüs-
tungsklasse -
verbessertes
Aussehen.
Hier Diablo, klont mich!
Einige Hersteller versuchten in
der Folgezeit, mit mehr oder
weniger gelungenen Diablo-Klo-
nen im neu entstandenen Action-
Rollenspiel-Genre Fuß zu fassen.
Bis heute dient die Spielidee von
Diablo vielen Titeln als Vorbild
(»Darkstone«, »Revenant«, »Sat-
anica«, »Nox«). Der beste Diablo-
Nachahmer dürfte jedoch das
von Blizzard momentan entwi-
ckelte »Diablo 2« werden. Leider
verschiebt sich der Erscheinungs-
termin des Kultspiel-Nachfolgers
immer weiter nach hinten - oder
auch nicht (Lesen Sie auch Seite
48). Bis dahin können sich Fans
aber mit Diablo-Modifikationen
(siehe Extrakasten) die Zeit ver-
treiben. Neue Grafiken, Monster
und geänderte Waffe nattribute
lassen jeden Diablo-Veteranen er-
neut mit Freude durch die düste-
ren Dungeons ziehen, (st)
Diablo
■ Erstveröffentlichung: 1996/1997
■ System: PC, PlayStation
■ Hersteller: Blizzard Entertainment
■ Historisch wertvoll, weil ...
... Diablo das Genre Action-Rollen-
spiel begründet und die Spielidee
noch heute für viele Neuerschei-
nugen Pate steht.
m-
172 PC PLAYER APRIL 2000
RUBRIKEN
Budgets & Spielesammlungen
Sparschwein
Knapp bei Kasse? Schonen Sie Ihren Geldbeutel und
werfen Sie einen Blick auf unsere Billigheimer des
Monats. Weitere Spartipps finden Sie übrigens in
unserem Schnäppchen-Special auf Seite 96.
Friedliche
Flieger
Der
Rake-
tenwer-
fer
bleibt
hier
kalt:
Flight
Unlimi-
ted 2.
icht jeder, der auf dem Computer
gerne Flugzeuge steuert, will unbe-
dingt mit dreifacher Schallgeschwin-
digkeit böse Buben ins Jenseits befördern.
Flight Unlimited 2 von Eidos bietet Ihnen
die Möglichkeit, mit einer Propellermaschine
friedlich über fotorealistische 1 1 000 Qua-
dratmeilen der San Francisco Bay Area zu
schweben. Nicht Raketen oder Maschinen-
gewehre bereiten Ihnen Probleme, sondern
plötzliche Wetterwechsel. Hobbypiloten
schwingen sich für 20 Mark in die Lüfte.
N
Gleich drei Sier-
ra-Titel: Nascar
Racing 1999 Edi-
tion, 3D Ultra
Pinball Creep
Night und Lei-
sure Suit Larry 7.
Virnrnm
Angegrautes
Oldie-Trio
Sierra knallte uns in diesem Monat gleich drei Titel ins Sparschwein:
Am aktuellsten ist die Nascar Racing 1999 Edition. Technisch
etwas angegraut, bietet das Rennspiel zwar die Fahrer und Kurse
der 98-er Saison, dafür nur 3Dfx-Karten-Unterstützung. Auch etwas älter,
aber mit mehr Spielspaß kommt die Flipper-Simulation 3D Ultra Pinball
Creep Night daher. Sie hält sich zwar nicht genau an physikalische Geset-
ze, bietet dafür aber einige Ideen, die man sonst nicht von Flippern erwar-
tet. Schließlich macht Leisure Suit Larry im Comic-Adventure Yacht nach
Liebe. Alle drei Titel sind für jeweils 20 Mark zu haben.
Antike Völker
■ dieH
SIEDLER
GOLD ?
EDITION _L
Der deutsche Aufbau-Hit mit
allen Missionen: Die Siedler
3 Gold Edition.
Vor knapp einem Jahr
brach in Deutschland
erneut das Wuselfieber
aus. Die knuddeligen Männchen
aus »Die Siedler 3« eroberten
im Nu die Herzen der Spieler.
Das brachte Blue Byte natürlich
dazu, dem Spiel zuerst eine Mis-
sions-CD und kurz danach ein
viertes, diesmal weibliches Volk
nachzureichen. Nun gibt es alle
Stämme zusammengeschnürt in
Die Siedler 3 - Gold Edition.
Für den stolzen Preis von etwa
110 Mark gibt es noch als Bon-
bon 70 neue Karten, ein siedler-
typisches Windows-Theme,
sowie ausführliche Tipps und
Tricks zu allen Kampagnen, (dk)
Die Römer
kommen
K;
napp ein Jahr
hat die antike
Aufbausimula-
tion Caesar 3 auf dem
Buckel. Als römischer
Stadthalter haben Sie
die Aufgabe, aus dem
Nichts eine florierende
Siedlung zu errichten.
Dabei gilt es durch ent-
sprechende Bauten, Ihre
Götter bei Laune zu hal-
ten, da die ansonsten
schon mal für uner-
wünschte Katastrophen sorgen. Für knapp 50
Mark können Sie das SimCity im Mittelalter käuf-
lich erwerben.
174 PC PLAYER APRIL 2000
RUBRIKEN
Sex am PC. Ha, rein-
gefallen. War ja klar,
dass Sie diesen Satz
nicht einfach über-
sehen konnten.
E
rotik im deutschen Fernse-
hen bekannte spätestens mit
der Verbreitung des Kabel-
fernsehens endlich Farbe.
Nun wurde endlich unterm Dirndl
gejodelt und die Erotik-Spielshow
Tutti Frutti bewies eindrucksvoll,
dass sich Euro-Stumpfsinn nicht
unbedingt auf die EU-Bürokratie
beschränken muss.
Doch dann kam eine Sendung, die frus-
triert verheiratete Frührentner einmal die
Woche dazu brachte, nicht nach der Tages-
schau ins Bett zu gehen: das Erotikmagazin
»Peep«. Der Göttergatte legte den zur Tar-
nung aufgeschlagenen Spiegel zur Seite, da
er seine Hände für andere Tätigkeiten -
ähem, etwa Bier trinken - benötigte. Zuerst
bewies eine alternde Düse namens Aman-
da Lear, dass Blondinenwitze nicht auf Vor-
urteile beruhen müssen. Ihre Nachfolgerin,
Bohlens Verflossene Verona Feldbusch,
unterstrich, dass auch dunkelhaarige weib-
liche Wesen gelegentlich Schwierigkeiten
mit der deutschen Spra-
che haben. »Schlimmer
geht's nimmer.«, dachte
sich so mancher Germa-
nistik-Student im neun-
zehnten Semester. Doch
er sollte sich irren. Dieter Bohlen bastelte
schon vor Feldbusch an einem Roboter
herum. In Verbindung mit intensiver UV-
Bestrahlung und jeder Menge Silikon trat
Busenwunder Nadja »Naddel« Abdel Far-
rag ins Rampenlicht. Angesichts von Nad-
dels Auftritten kamen die Zuschauer schnell
zu der Einsicht, dass Veronas Leistungen so
schlecht nun auch wieder nicht waren.
Während »Peep-Matz« Verona es noch
fertig brachte, die Mängel der Erotik-Show
mit ihrem geschickt inszenierten Dumm-
chen-Getue zu übertünchen, brachte das
raubauzige Gesülze von Naddel die Sen-
dung erst so richtig ins Quotentief. Aber es
soll ja noch Peep-Fans mit Computern
geben. Eventuell hatte sogar Naddel selber
Peep, Peep,
ich hab dich lieb
»Man wartet
vergebens auf
Naddel-Fleisch.«
diesen genialen Einfall. Vielleicht steckte ihr
aber auch Dieter, dass Computer irgendwie
cool sein müssen. Lässt sich doch so eine
Multimedia-CD teurer verkaufen als die 43.
Auskopplung von »You're my Heart, you're
my Soul«. Also war die Geburtsstunde der
Peep CD-Kollektion
beschlossene Sache.
Jedoch enthält das Pro-
gramm nicht den sexis-
tischen Inhalt, den man
sich von einem Titel mit
diesem Namen erhofft hatte. Noch nicht
einmal im intergrierten Glücksrad-ähn-
lichen Knobelspiel tauchen irgendwelche
schweinischen Begriffe auf und auch beim
Schiebepuzzle wartet man vergebens auf
nacktes Naddel-Fleisch.
Voller Hoffnung machte sich der Tester
ans Geschicklichkeitsspiel. Nachdem er sei-
nen Namen eingegeben hatte, ertönte Nad-
dels Stimme aus dem PC-Lautsprecher:
»SEX ... hahahahaha« Der Pulsschlag ver-
dreifachte sich. Alle weiblichen Future-Mit-
arbeiter (ja, es gibt tatsächlich welche)
waren für den schüchternen Redakteur auf
einmal bedeutungslos. Sollte dieser
schlichte Kommentar etwa eine direkte Auf-
forderung sein? Hat Naddel (schon dieser
Name!) vielleicht eine Standleitung zum PC
des besagten Redakteurs aufgebaut? Was
passierte wohl als Nächstes? Es flogen
Handschellen, Peep-Logos und andere selt-
same Symbole über den Monitor, die man
mit einer Mülltüte auffangen durfte. Also
eigentlich stellten wir uns etwas anderes
vor. Etwa ein Spiel, bei dem man Naddel
ein wenig echten Sex-Appeal verpassen
darf. Oder die Simulation: wie verteile ich
effizient fünf Kilo Silikon. Aber da wir uns
sowieso im Zeitalter der Fortsetzungen
befinden, wären das doch Ideen für das
»Spiel« Peep 2. Dies kommt so sicher wie
ein Kurzschluss in Naddels Elektronik, (dk)
I Hersteller: United Software
I Preis: ca. 60 Mark
I Hardware, Minimum: Pentium/133,
32 MByte RAM, Windows 95/98
I Praktischer Nutzen: Endlich versteht man
Dieter Bohlens Einstellung zu Frauen.
I Originalitätsfaktor: Naddel sagt »Sex«.
Das ist doch schon enorm.
I Mögliche Folgeschäden: Integriert die Wör-
ter Peep und Naddel fest in Ihr Vokabular.
I Das PC-Player-Fazit: Peep im Fernsehen ist
schon furchtbar genug.
PC PLAYER APRIL 2000 175
HARDWARE
Was tun,
sprach Zeus
Wir kennen das: Bei der Anschaffung JOCHEN RIST
eines neuen PCs locken die Angebote der Großhandels-
ketten. Da gibt es dann ein Komplettsystem für gerade
einmal 2000 Mark, das dem Nachbarn mit High-End-Kiste
Mecker-Töne entlockt. Musste er doch circa 4000 Mark für
seinen Rechner berappen, der oberflächlich betrachtet
beinahe dieselben Eigenschaften aufweist. Da scheint
doch Kandidat Nummer eins eindeutig besser wegzu-
kommen - oder etwa nicht?
Zwar ist er mit seiner neuen Kiste anfangs glücklich -
doch fängt das Dilemma frühestens beim Einbau weiterer
Komponenten an. Denn die Billig-Anbieter nehmen sich
oft das Recht heraus, am falschen Ende Geld zu sparen.
So stapft man in den Laden - kauft weitere Speicher-Bau-
steine, eine zusätzliche Festplatte und ein GeForce-256-
Komplettsystemene sind zwar günstig, doch es geht
nichts über einen selbst zusa mm gebastelten PC.
Schlachtross. Zuhause angekommen benötigt man erst
mal einen Schraubenzieher nach US-Norm, da mit einem
Kreuzschlitz-Dreher hier nicht viel anzufangen ist. Na gut
- doch der Wahnsinn fängt erst an: Alle Speicherbänke
sind besetzt, die neue Festplatte arbeitet mit UDMA/66, es
fehlt also das passende Kabel - und zu guter Letzt sitzt die
vorhandene Grafikkarte fest »on Board«. Argh!
Derweil baute Kandidat Nummer zwei munter seine
einzeln zusammengekauften High-End-Prachtstücke
zusammen. Unterm Strich stellen ein 800-M Hz-Athlon-
Prozessor, 256 MByte RAM, 10x-DVD-Laufwerk, Bi^
Tower und eine GeForce-256-DDR-Grafikkarte für Kandi-
dat eins keinen großen Unterschied dar. Doch für Kandi-
dat zwei ist das der Himmel auf Erden. Nach getaner
Arbeit schaltet er seinen Liebling ein und - die Kiste piepst
wie ein angeschossener Vogel. Argh!
Sie sehen also: Beide Ansätze bringen ihre Vor- und
Nachteile mit sich. Während ein bereits zusammengebau-
ter Billig-PC problemlos läuft, benötigt ein kostspielig
zusammengestelltes System Fingerspitzengefühl und
etwas Erfahrung. Doch später kämpft Kandidat Eins mit
Aufrüstungs-Hürden, wobei Kandidat Zwei sein ausge-
reiftes System genau
kennt und fröhlich aus- * S~\ .
baut. Ich empfehle (.. | Ziy ]
Ihnen den Weg von Kan- t \0V<* ' S
didat zwei zu wählen. V7
Aktuelle Kauftipps der Redaktion
Hardwa
Konkrete Tipps für die PC-Aufrüstung:
Die momentan beste
Grafikkarte für Spie-
ler ist seit dieser
Ausgabe die V6800 Deluxe
von ASUS. Dank reichhalti-
ger Ausstattung (3D-Brille,
TV-Ausgang, großes Soft-
warepaket, Übertaktungs-
Utility) erntete sie die Spit-
zenwertung von 94 Prozent
und positionierte sich an
oberster Stelle auf dem
Boxen
High-End-Gerät
■ Creative Desktop Theater 5.1
■ Ca. Preis: 480 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 3/99
DVD- Laufwerk
High-End-Gerät
■ Toshiba SD-M 1212
■ Ca. Preis: 240 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 6/99
Monitor
High-End-Gerät
■ Samsung Syncmaster 950p
(19-Zoll)
■ Ca. Preis: 950 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 4/2000
Grafikkarten-Schlachtfeld.
Im Mäuse-Lager warten wir
gespannt auf die Intelli-
Mouse Optical von Micro-
soft, die die IntelliMouse
Explorer ablösen soll. Mit
kleinerem Umfang ist der
optische Nager jetzt auch
für Linkshänder geeignet.
Wahrscheinlich testen wir
die neue High-End-Maus in
der nächsten Ausgabe.
Preis-Tipp
■ Creative PC Works
Four Point Surround
■ Ca. Preis: 160 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 3/99
f. Das SD-M 1212
von Toshiba ist
gleichzeitig unser
Preistipp, da es das günstig-
ste Laufwerk im Test war.
Preis-Tipp
■ Toshiba SD-M 1212
■ Ca. Preis: 240 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 6/99
Preis-Tipp
■ Videoseven N95S (19-Zoll)
■ Ca. Preis: 740 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 4/2000
176 PC PLAYER APRIL 2000
HARDWARE
re Hitliste
unsere Käufern pf eh lungen in den wichtigsten Hardware-Kategorien.
2D/3D-Beschleuniger
High-End-Gerät
■ Asus AGP-V6800 Deluxe
■ Ca. Preis: 660 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 4/2000
CD-Recorder
ft [XVVFfflEltS^
Preis-Tipp
■ Voodoo 3 3000
■ Ca. Preis: 300 Mark
■ Getestet in:
Ausgabe 2/2000
High-End-Gerät
■ Plextor PX-W82207T
■ Ca. Preis: 800 Mark
■ Getestet in: -
Preis-Tipp
■ Mitsumi FX4820
■ Ca. Preis: 100 Mark
■ Getestet in: -
Maus
High-End-Gerät
■ MS IntelliMouse Explorer
■ Ca. Preis: 130 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 11/99
Soundkarte
Preis-Tipp
■ Microsoft Basic Mouse
■ Ca. Preis: 50 Mark
■ Getestet in: -
High-End-Gerät
■ Creative Labs
Soundblaster Live Plantinum
■ Ca. Preis: 450 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 1/2000
Preis-Tipp
■ Creative Labs Sound-
blaster Live Player 1024
■ Ca. Preis: 150 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 3/98
High-End-Gerät
■ Microsoft Sidewinder
Precision Pro
■ Ca. Preis: 110 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 2/98
Preis-Tipp
■ Logitech Wingman
Attack
■ Ca. Preis: 40 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 2/2000
Game
High-End-Gerät
■ Logitech Wingman Gamepad
■ Ca. Preis: 50 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 11/99
Preis-Tipp
■ Saitek PI 20
■ Ca. Preis: 20 Mark
■ Getestet in:
Ausgabe 3/2000
Force-Feedback-Lenkra<
High-End-Gerät
■ Saitek R4 Force Wheel
■ Ca. Preis: 400 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 5/99
Preis-Tipp
I Act Labs Force RS
Racing System
I Ca. Preis: 250 Mark
I Getestet in: Ausgabe 5/99
Lenkrad
High-End-Gerät
I Thrustmaster NASCAR Pro
Digital
I Ca. Preis: 200 Mark
I Getestet in: Ausgabe 2/2000
Preis-Tipp
■ Fanatec Monte Carlo
■ Ca. Preis: 100 Mark
■ Getestet in: Ausgabe 4/99
PC PLAYER APRIL 2000 177
HARDWARE
Vergleichstest: 19-Zoll-Monitore
Mittlerweile haben 19-Zoll-Monitore die 17-Zoll-
Generation als Einstiegs- und Aufstiegsklasse
verdrängt. Wir verglichen die aktuellen Modelle
miteinander und trennten die Spreu vom Weizen.
N
ormalerweise läuft es folgen-
dermaßen ab: Der alte 15-Zöller
hat langsam aber sicher ausge-
dient, da das Signalkabel be-
schädigt, die Darstellung unscharf und
sowieso andauernd falsche Farben ange-
zeigt werden.
Höchste Zeit also für die Anschaffung
eines neuen Monitors. Vielerorts wird
dabei jedoch nur auf die Bildschirmdiago-
nale geschaut und gedacht: Ha, 19-Zoll,
der ist so groß - das kann nur ein guter
Monitor sein. Und da hat man sich schnell
getäuscht. Ganz wichtig ist es, dass Sie
sich nach Möglichkeit schon vorher infor-
mieren, für welches Modell Sie sich ent-
scheiden. Denn beim Händler kann es
sein, dass die Monitore erstens alle an
einer Verteilerbuchse hängen - was die
Darstellungs-Qualität verfälscht - und
zweitens über eine Grafikkarte laufen, die
gerade mal unter der Auflösung 800 x600
bei schlappen 60 Hz Bildwiederholfre-
quenz schuftet. Am besten also, Sie lassen
sich einen neuen Monitor aus dem Lager
dahertragen, auspacken und an einem
anschließend dafür konfigurierten Rech-
ner vorführen.
So haben wir getestet
Für den Test wurden alle Monitore per D-
Sub-Kabel an eine Matrox Millennium G400
MAX (360 MHz RAMDAC) angeschlossen.
Als Testsystem diente ein Pentium III mit
ASUS P2B-F Mainboard. Unter der Auflö-
sung von 1152 x864 Bildpunkte testeten wir
die Monitore bei einer Wiederholfrequenz
von 100 Hz. Wir verwendeten das Monitor-
Testprogramm von Mitsubishi, das mit
einer Vielzahl an Testabschnitten aufwartet.
So ist es möglich, die Farbdarstellung mit
den Grundfarben und insbesondere
Schwachstellen auf weißem Hintergrund
ausfindig zu machen. Die Helligkeit und der
Kontrast sind ebenfalls überprüfbar - mit
dem Unterschied, dass sich alle Monitore
im Test genügend aufhellen ließen, so dass
wir mit jenen Einstellungen zufrieden
waren und sie nicht weiter in den Test ein-
brachten. Weiterhin testeten wir die Model-
Mit dem Testprogramm von Mit-
subishi förderten wir die Schwach-
stellen der 19-Zoll-Monitore ans
Tageslicht. Hier testen wir gerade
die Konvergenz.
le auf ihre Geometrie-Eigenschaft. Wer-
den die Ecken korrekt dargestellt oder ist
etwa eine Verzerrung zu sehen? Und kann
sie überhaupt entfernt werden? Dazu
kommt der Konvergenz-Test, in dem wir
checken, ob die einzelnen Linien der Pri-
märfarben genau übereinander liegen. War
das nicht der Fall, gab's natürlich Abzug in
der Wertung. Doch vorher versuchten wir
den Monitoren solche Mätzchen mit ihrem
On-Screen-Display (OSD) auszutreiben.
Einen ganz wichtigen Aspekt stellte die
Bildschirm-Schärfe dar. Dazu wurde ein
kleiner schwarzer Text durchgehend auf
weißem Hintergrund gezeigt. Gerade in
diesem Test hatten ein paar Modelle mit
Es geht doch nichts über eine
scharfe Darstellung. Mit dem klei-
nen schwarzen Text auf weißem
Hintergrund kamen wir Schwach-
stellen schnell auf die Schliche.
kleineren Problemen zu kämpfen. Im
Moire-Test wurden viele feine senkrechte
und waagrechte Linien dargestellt. Da auch
sehr gute Monitore bei solchen Darstellun-
gen ihre Schwierigkeiten haben, ist Schlie-
renbildung das Resultat. Doch inzwischen
gibt es in den On-Screen-Displays eine
Moire-Option, mit der Sie solche Anwand-
lungen aus dem Weg räumen. Trotzdem ist
bei vielen Monitoren das Moire entweder
178 PC PLAYER APRIL 2000
HARDWARE
nur teilweise entfernbar oder überhaupt
nicht. Zu guter Letzt testeten wir noch die
Stabilität. Dabei ließen wir jedoch nicht
den Monitor auf den Boden plumpsen, son-
dern überprüften, ob das Gerät bei einem
raschen Übergang von Schwarz nach Weiß
anfängt zu »pumpen«. Alle bisherigen Test-
Abschnitte flössen in die Leistungs-Bewer-
tung, der wir die höchste Gewichtung
zukommen ließen.
Weniger einflussreich, aber dennoch
wichtig bewerteten wir die Ausstattung.
Gab es hier einen zusätzlichen BNC-Ein-
gang, ein abnehmbares Signalkabel (wich-
tig für Spieler, die oft ihren Monitor trans-
portieren) und noch eine Treiber- Diskette
oder -CD, konnte der entsprechende Moni-
tor natürlich weitere Pluspunkte ernten.
Auch einen Blick ins Handbuch ließen wir
uns nicht nehmen. Und in der Kategorie
Ergonomie überprüften wir, wie gut sich
das On-Screen-Display bedienen lässt.
Muss man sich bis zur gewünschten Ein-
stellung erst durch drei Ebenen schlagen,
hinterlässt das einen bitteren Beige-
schmack, (jr)
Auszug aus dem Monitor-Duden
Auch Geometrie-Probleme wurden
dank des Mitsubishi-Programms
schnell aufgedeckt.
Bildwiederhol-
frequenz
Diese Zahl gibt an, wie oft
das Bild pro Sekunde auf
dem Monitor aufgebaut wird.
Bei 85 Hz wirkt das darge-
stellte Bild absolut stabil.
BNC-Stecker
Eine weitere und qualitativ
bessere Art, um den Monitor
an den PC anzuschließen. Ein
BNC-Monitorkabel besitzt auf
einer Seite fünf rundliche
BNC-Stecker. Davon sind drei
für die Primärfarben Rot,
Grün und Blau und zwei Ste-
cker für die vertikale und
horizontale Synchronisation
vorgesehen.
CRT-Monitor
Das Herz eines CRT-Monitors
ist die Kathodenstrahlröhre.
Sie erzeugt einen Elektronen-
strahl, der über den gesam-
ten Bildschirm-Frontbereich
flitzt und dabei Phosphorele-
mente zum Leuchten bringt.
Die Beschichtung setzt sich
aus drei Leuchtstoff-Elemen-
ten zusammen, die beim Auf-
treffen der drei unterschied-
lichen Elektronenstrahlen
entweder rot, grün oder blau
(RGB) aufleuchten. Durch
Mischen der drei Farben ist
jede Farbe (Echtfarbendar-
stellung) darstellbar.
Degauss
Englische Bezeichnung für die
Entmagnetisierung des Bild-
schirms. Da sich Monitore mit
derZeit magnetisch aufladen,
wodurch sich die Bild-Qualität
verringert, besitzen alle getes-
teten Monitore eine Funktion
zum Entmagnetisieren. Dies
wird auch automatisch beim
Einschalten des Bildschirms
durchgeführt.
D-Sub-Stecker
Der gewöhnliche Monitor-Ste-
cker. Auf beiden Seiten des
Kabels gibt es nur einen Ste-
cker. Die Bildqualität ist bei D-
Sub-Steckern etwas schlech-
ter, als beim BNC-Kabel - ins-
besondere dann, wenn Sie
noch ein Verlängerungskabel
dazwischenklemmen.
Konvergenz
Die Konvergenz gibt an, wie
die Elektronenstrahlröhren
bei Erzeugung der Primärfar-
ben exakt zusammenarbei-
ten. Um beispielsweise einen
dünnen weißen Strich darzu-
stellen, müssen alle drei
Strahlen genau übereinander
liegen. Stimmt die Konver-
genz nicht, erkennt man
einen leichten Schatten
neben dem Strich, und der
Gesamteindruck des Bildes
wirkt verschwommen.
Konvergenz-Lupe
Messgerät zur Überprüfung
der Konvergenz. Die Lupe
zerlegt mit einem Prisma die
weißen Linien eines Testbil-
des in die drei Primärfarben.
Damit lässt sich deutlich
erkennen, ob die einzelnen
Linien der Primärfarben
genau übereinander liegen.
Moire-Effekt
Viele Monitor haben Schwie-
rigkeiten mit der Darstellung
von vielen feinen senkrech-
ten und waagrechten Linien.
Das Resultat ist eine Schlie-
renbildung.
OSD
On-Screen-Display. Das in
den Monitor eingebaute
Menü, über das Sie die ver-
schiedenen Parmameter ein-
Pump-Effekt
Von Pumpen spricht man,
wenn die Bildgröße des
Monitors bei einem Wechsel
von Hell nach Dunkel nicht
stabil bleibt. Schlechte Moni-
tore stauchen das Bild kurz-
zeitig, was besonders bei
häufigen Taskwechseln unter
Windows unangenehm auf-
fällt.
Digital Analog Converter.
Er befindet sich auf der
Grafikkarte und wandelt die
digitalen Einträge im Bild-
und Videospeicher in
analoge Werte um, die der
Monitor anschließend
verarbeiten kann. Dem-
nächst erscheinende
CRT-Monitore bieten auch
einen digitalen Eingang an.
Grafikkarten wie die Guille-
mot 3D Prophet DDR-DVI
besitzen schon einen digita-
len Ausgang, der den
Anschluß an einen solchen
Monitor ermöglicht.
TCO
Prüfsiegel einer schwedi-
schen Gewerkschaft. Sie legt
mit dem Prüfsiegel einen
Ergonomie-Standard fest, der
kurz TCO genannt wird. TCO
99 ist dabei die beste Aus-
zeichnung, mit der ein Moni-
tor derzeit ausgestattet sein
kann. Als ergonomische
Untergrenze sollten Sie TCO
95 wählen und alles was dar-
unter liegt möglichst vermei-
Weiß-Darstellung
Bei der Darstellung einer wei
ßen Fläche über den gesam-
ten Bildschirm werden Farb-
verfälschungen besonders
deutlich.
Zunächst kramten wir im Verpa-
ckungskarton nach einer Trei-
berdiskette - leider ohne Erfolg.
Na gut, dann wird der Treiber
eben über die FTP-Seite her-
Belinea 10 60 60
untergeladen, da die Web-
site wohl gerade down
war. Doch zum Wesent-
lichen: Belinea stattet den
10 60 60 vorbildlich mit
einem abnehmbaren Sig-
nalkabel aus und vergisst
ebenso wenig einen BNC-
neben dem gewöhnlichen
D-Sub-Anschluss einzuset-
zen. Die Bedienung des OSD
gestaltet sich etwas fitzelig -
mit einem ungenau funktionie-
renden Rädchen holpert man
durch die Menüpunkte. Auf
einem weißen Bildschirmhinter-
grund erkennen wir nach
Anschluss des Monitors milde
Schatten gelblicher Farbe an
den Rändern und insbesondere
in den Ecken. Weiterhin bietet
das Gerät eine passable Ergo-
nomie, die aber durch konvexe
Linien an der oberen und unte-
ren Bildschirmseite getrübt
wird. Einwandfrei gibt sich hin-
gegen die Konvergenz, welche
von allen getesteten Modellen
die beste darstellt. Auch die
Schärfe-Darstellung kann über-
zeugen und das anfangs vor-
handene Moire trieben wir dem
10 60 60 nach etwas OSD-Fum-
melei schnell wieder aus.
KBPLMER WERTUNG
BELINEA 10 60 60
ca. 930 Mark
Pro:
■ Perfekte Konvergenz-Eigenschaft
Sehr gute Schärfe
Contra:
Keine Treiberdiskette
Gelbe Rand-Schatten
Ergonomie 50
Austattung 60
Leistung 80
GESAMTURTEIL Y
PC PLAYER APRIL 2000 179
HARDWARE
Vergleichstest: 19-Zoll-Monitore
liyama Vision Master 451
Drei Eigenschaften
fallen sofort positiv auf: Die
mitgelieferte Treiberdisk, der
zusätzliche BNC-Anschluss und
zu guter Letzt das ab-
nehmbare Signalkabel.
Die Leistung kann uns
größtenteils überzeu-
gen: In der Weiß-Dar-
stellungs-Disziplin
zeigt der liyama so
gut wie keine Mu-
cken. Lediglich ein
| Hauch von Gelb-Stich
ist in zwei Ecken zu
erkennen, der zum Glück
i kaum auffällt. Geome-
trisch gesehen liefert
^der Monitor wegen
seiner CRT-Technolo-
gie ein zum Betrachter
gewölbtes Bild. Anfangs erkann-
ten wir einen leichten Bogen in
den Ecken, doch konnte dieser
mit Bordmitteln schnell begra-
digt werden. Der liyama glänzt
weiterhin mit perfekten Konver-
genz-Eigenschaften - in den
Ecken ist zwar eine ganz leichte
Verschiebung zu erkennen, die
wir aber nach detektivischer
Kontrolle schnell entlarven, liya-
ma darf sich den Pfefferstreuer
sparen, den andere Hersteller
besser mitliefern sollten: Das
451 -Modell liefert ein gesto-
chen scharfes Bild. Das Moire
können wir - bis auf ein paar
winzige Überbleibsel an der
Unterseite des Bildes - mit
Bordmitteln komplett entfernen.
^PLAYER WERTUNG
LIYAMA VISION MASTER 451
ca. 1000 Mark
Pro:
Gestochen scharfes Bild
Tolle Ausstattung
Contra:
Mittleres Pumpen
Moire-Überbleibsel
Ergonomie 60
Austattung 90
Leistung 90
GESAMTURTEIL
Der Syncmaster 900 NF gehört
zu den jüngsten Modellen von
Samsung und besitzt eine
Streifen-Maske, die uns mit
Samsung Syncmaster 900 NF
einer hervorragend satten
Farb-Darstellung überzeugt.
Da sehen wir schnell vom
unauffälligen Gelb-Stich ab,
der sich links oben einge-
nistet hat. Die Geometrie
stellt sich in der Mitte per-
fekt dar und war nur
anfangs in den Ecken etwas
aus den Fugen geraten -
mit dem On-Screen-Display
konnten wir das aber wieder
beheben. Der Samsung prä-
sentiert eine Geometrie wie sie
besser nicht sein kann. Einen
Abstrich muss man in der Kon-
vergenz machen, da in den
oberen Ecken eine leichte Ver-
zerrung zu sehen ist. An den
restlichen Stellen gab sich die
Konvergenz aber astrein. An
der Schärfe-Darstellung hätte
Samsung noch etwas feilen
dürfen, da der Text unseres
Prüfprogramms an der rechten
und linken Bildschirmseite
etwas unscharf dargestellt
wurde. Auch vermittelt der 900
NF einen leichten Pump-Effekt
und das Moire lässt sich mit
Bordmitteln leider nicht voll-
kommen aus der Welt schaf-
fen. Die Stabilitätsstreifen stö-
ren auf weißem Hintergrund
ein bisschen. Insgesamt aber
ein guter Monitor, der
besonders wegen seiner Strei-
fenmaske und damit verbunde-
nen Farb-Darstellung ein
Geheim-Tip ist.
^PLAYER WERTUNG
SAMSUNG SYNCMASTER 900 NF
ca. 1000 Mark
Pro:
Starke Farb-Darstellung
■ Solide Geometrie
Contra:
Dauerhaftes Moire
Schärfe-Mängel
Ergonomie 80
Austattung 90
Leistung 80
IH^1',nll;nj[
Samsung Syncmaster 950p
Vh
pcblMAMi:
TEST-SIEGER
Gleich zu Beginn ver-
schafft sich der Syncmaster
950p bei uns einen sehr guten
PLAYER
Ersteindruck. Das liegt an
der mitgelieferten Treiber-
CD, dem abnehmbaren Sig-
nalkabel und dem zusätz-
lichen BNC-Anschluss. In
punkto Leistung überzeugt
uns Samsung ebenfalls.
Zwar gibt es in der Konver-
genz-Disziplin rechts oben
im Bild ein paar Abstriche
zu machen - ansonsten ist
aber am restlichen Bild-
schirm nichts auszuset-
zen. Die Bildschirm-
Schärfe zählt - zu-
sammen mit dem
Monitor von liyama -
zu den beeindruckendsten in
diesem Vergleichstest. Lästige
1
Moire-Streifen sind, nachdem
wir sie mit dem OSD wegge-
putzt haben, nicht mehr vorhan-
den und der schnelle Pump-
Übergang von Weiß nach
Schwarz verläuft einwandfrei.
Ein dicker Bonuspunkt geht
auch an das Handbuch, das als
einziges in diesem Vergleichs-
test seine Bezeichnung zu
Recht tragen darf. Es ist sehr
übersichtlich und erklärt aus-
führlich die Funktionen des On-
Screen-Displays. Mit dem Sync-
master 950p gelingt Samsung
ein hervorragender Wurf - kurz-
um ein Monitor der kaum einen
Wunsch offen lässt.
^PLAYER WERTUNG
SAMSUNG SYNCMASTER 950P
ca. 950 Mark
Pro:
Allround-Talent
Prima Ausstattung
Kein Pump-Effekt
Contra:
Minimales Konvergenz-Manko
Ergonomie 80
Austattung 90
Leistung 90
ESAMTURTEIL £TY
180 PC PLAYER APRIL 2000
HARDWARE
V7 Videoseven N95S
Mit fehlender Treiberdiskette,
ohne BNC-Anschluss und fes-
tem Signalkabel hat der Video-
seven Monitor schon Mal kein
leichtes Spiel. Unter der ange-
gebenen Hotline-Nummer ging
übrigens niemand ans Telefon.
Na, es kann ja nur noch besser
werden - dachten wir uns. In
der Weiß-Darstellung gibt der
N95S tatsächlich ein sehr gutes
Bild ab, da sich nur schwer
erkennbare Muster in den
Ecken tummeln. Auch die Geo-
metrie gefällt uns gut, da bis
auf die CRT-typische Wölbung
nach außen kein negativer Bei-
geschmack bleibt. Doch tau-
chen im Konvergenz-Test erste
Mängel auf: So gibt es in allen
Ecken Konvergenz-Verschiebun-
gen, die sich nicht ausbügeln
lassen. Einen groben Schnitzer
leistet man sich auch bei der
Darstellung von kleinem Text.
Auffallende Unscharfe setzt
sich von den Rändern bis ins
erste Drittel der Bildschirmmitte
fort. Zudem lassen sich die ver-
tikalen Moire-Linien mit
dem OSD nicht beseiti-
gen. Das Schwarz-nach-
Weiß-Pumpen meistert
der V7 übrigens ganz
ordentlich. Etwas arm-
selig ist das Handbuch -
zusätzliche Erklärungen
und Infos hätten sicher
nicht geschadet.
^PLAYER WERTUNG
V7 VIDEOSEVEN N95S
ca. 740 Mark
Pro:
Kein Pumpen
Contra:
Unscharfe Darstellung
Konvergenz-Verschiebungen
Sparsame Ausstattung
Ergonomie
Austattung
Leistung
EEÜü
PCiüLMh
PREIS-TIPP
Der 1995 BC besitzt eine
CRT-Bildröhre, die nach außen
gewölbt ist und in allen Ecken
Wortmann Magic 1995 BC
einen sanften Gelb-
stich trägt. Die Geo-
metrie ist sauber -
Verzerrungen sucht
man vergeblich.
Doch in der Konver-
genz-Disziplin hat
der Wortmann-
Monitor schlechte
Karten - liegen die
Linien-Übergänge in
allen Ecken doch
leicht verschoben
aneinander. Mit dem
OSD lässt sich die
Situation zwar etwas beruhi-
gen, doch die Verschiebungen
sind immer noch als solche zu
erkennen. Besser sieht es bei
der Schärfe-Darstellung aus. Nur
in den Ecken wird unser Probe-
Text leicht verschwommen
angezeigt, was man jedoch erst
nach genauerem Hinschauen
erkennt. Bei der Moire-Anzeige
bleibt der 1995 BC hartnäckig
- das Moire ließ er sich trotz
eifrigem Gefummel im On-
Screen-Display nicht austreiben.
In Sachen Stabilität weiß das
Modell jedoch wieder zu über-
zeugen. Von Pump-Verhalten
kann hier nämlich keine Rede
sein. Leider ist das Signalkabel
fest ins Gehäuse integriert und
eine Treiberdiskette vermissen
wir ebenfalls. Das Handbuch fiel
zwar recht voluminös aus - doch
ein paar Erklärungen mehr hät-
ten sicher nicht geschadet.
^PLAYER WERTUNG
WORTMANN MAGIC 1995 BC
ca. 800 Mark
Pro:
Saubere Geometrie
Kein Pumpen
Contra:
Starkes Moire
Gelbstich in den Ecken
Ergonomie 70
Austattung 30
Leistung 60
SAMTURTEIL 37
Wortmann Magic 107 FFD
Auch das zweite Wortmann-
Modell in diesem Test hat ein
fest verankertes Signalka-
bel und kommt ohne Trei-
berdiskette daher. Eben-
so fehlt ein zusätzlicher
BNC-Anschluss. Dafür
liefert der Monitor dank
der verwendeten Strei-
fenmaske eine bessere
Farbdarstellung, die
sich sofort durch die
leicht nach innen
gewölbte Bildfläche und
die beiden typischen Sta-
bilitätsstreifen erkennt-
lich macht. Die Farb-Darstellung
meistert er besser als der ande-
re Wortmann-Monitor: Lediglich
ein magerer blauer Stich sitzt in
der linken unteren Ecke. In
punkto Geometrie sind jedoch
ein paar Einbußen zu verzeich-
nen - dort hängen nämlich ein
paar Geometriefehler, die wir
mit dem OSD nicht begradigen
konnten. Über die Konvergenz-
Hürde schafft es der Magic First
Class nur mit Mühe, da sich in
beiden linken Ecken leichte bis
auffällige Fehler herumtreiben.
Einen dicken Bonuspunkt sam-
melt der Kasten trotzdem - und
den gibt es in der Schärfe-Dar-
stellung. Verschwommenheit ist
für den First Class ein Fremd-
wort. Das Handbuch ist über-
sichtlich, wenn auch mit zehn
Seiten etwas knapp ausgefallen.
JSPLAYER WERTUNG
WORTMANN MAGIC 107 FFD
ca. 1200 Mark
Pro:
Scharfe Darstellung
Satte Farben
Contra:
Magere Ausstattung
Geometriefehler
Ergonomie 70
Austattung 30
Leistung 70
GESAMTURTEIL 7
PC PLAYER APRIL 2000 181
HARDWARE
Vergleichstest: 19-Zoll-Monitore
Rists
Resümee
Bevor Sie jetzt blind
in den nächsten
Laden sprinten und Jochen rist
sich einen Samsung-
Monitor holen, sei folgendes ge
Ein Monitor ist meist nie wie de
andere. Das bedeutet dass zwei
Monitore des gleichen Typs unter-
schiedliche Vor- und Nachteile in der
Darstellung vermitteln können.
Bestehen Sie deshalb beim Kauf
unbedingt darauf, das noch verpa-
ckte Modell vorgeführt zu bekom-
-i. Dann können Sie sich noch an
und Stelle entscheiden, ob Sie
der Darstellungs-Qualität einver-
lden sind. Im Vergleichstest wur-
alle Monitore durch dasselbe
Programm von Mitsubishi
ihleust, welches dem Samsung
Syncmaster 950p letztendlich die
besten Eigenschaften zusprach. Kurz
danach folgte der liyama-Strahle-
mann, der in der Leistung mit dem
Konkurrenten gleichzusetzen ist. Lei-
der fiel das On-Screen-Display liya-
ma-typisch recht mager aus, wo-
durch er ein paar Punkte einbüßt.
Eine passable Leistung liefert das
Streifenmasken-Modell von Sam-
sung. Doch der 900 NF hatte letztlich
genauso wie der Beiina 10 60 60 mit
ein paar Darstellungsproblemen zu
kämpfen. Wortmann bietet mit dem
Magic 107 FFD einen Monitor mit
exzellenter Schärfe-Darstellung, die
aber von den restlichen Eigenschaf-
ten in den Hintergrund gedrängt
wird. Die beiden Schlusslichter bil-
den der Videoseven N95S (der aber
sehr günstig ist) und der 1995 BC -
hier stellen wir ausreichende
Gesamtleistung, und eine verbesse-
rungswürdige Ausstattung fest.
Alle getesteten 19-Zoll-Monitore auf einen Blick
Garantie
Hersteller
Samsung
liyama
Samsung
Belinea
Wortmann
Videoseven
Wortmann
Modell
Syncmaster 950p
Vision Master 451
Syncmaster 900 NF
10 60 60
Magic 107 FFD
N95S
Magic 1995 BC
Preis
950 Mark
1000 Mark
1000 Mark
930 Mark
1200 Mark
740 Mark
800 Mark
Info-Telefon
08105/12 1213
089/900 05 00
08105/1212 13
02365/95 21008
05744/94 4144
0700/555 33311
05744/94 4144
Internet
www.samsung.de
www.iiyama.de
www.samsung.de
www.belinea.de
www.wortmann.de
www.macrotron.de
www.wortmann.de
Vor-Ort-Service
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
Technische Daten
Punktabstand
0,26 mm
0,26 mm
0,25 mm
0,26 mm
0,25 mm
0,26 mm
0,26 mm
max. horizontale
Zeilenfrequenz
96 kHz
115 kHz
110 kHz
95 kHz
107 kHz
95 kHz
95 kHz
Bildröhrentyp
Punkt
Punkt
Streifen
Punkt
Streifen
Punkt
Punkt
Sichtbare
Bildschirmdiagonale
45,8 cm
46 cm
45,8 cm
45,7 cm
45,4 cm
45,4 cm
45,8 cm
D-Sub-Anschluß
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
BNC-Anschluß
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
USB-Anschluß
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Gewicht
21,7 kg
23 kg
23,5 kg
23,5 kg
18,8 kg
22 kg
22 kg
Abmessungen (BxHxT) 46,9x47,1 x 49,3 cm 45 x44,6 x44,7 cm 46,9 x 47,1 x 49,2 cm 45,1 x 46,4x46,6 cm 44,9 x 46,3 x 46,3 cm 47,8 x 47,8 x 48 cm 45x45x46 cm
TCO-Norm TCO 99
TCO 99
TCO 99
TCO 99
TCO 99
TCO 99
TCO 99
Maximale Bild-
wiederholrate unter:
1024x768 Bildpunkten 110 Hz
120 Hz
130 Hz
100 Hz
100 Hz
100 Hz
100 Hz
1 152x864 Bildpunkten 100 Hz
120 Hz
110 Hz
100 Hz
100 Hz
100 Hz
100 Hz
1280x1024 Bildpunkten 85 Hz
100 Hz
85 Hz
85 Hz
85 Hz
85 Hz
85 Hz
OSD-Sprache
deutsch
deutsch
deutsch
deutsch
deutsch
deutsch
deutsch
Treiber-Diskette
Ja (CD)
Ja
Ja (CD)
Nein
Nein
Nein
Nein
abnehmbares
Signalkabel
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Bewertung
Ergonomie
80
60
80
50
70
60
70
Ausstattung
90
90
90
60
30
30
30
Leistung
90
90
80
80
70
70
60
Gesamturteil
87
■'-,-
85
<;_,
81
78
75
70
67
182 PC PLAYER APRIL 2000
HARDWARE
Kurztests
ASUS AGP-V6800 Deluxe
Gut
Ding will Weile haben.
Etwas mehr Zeit als Creative,
Elsa und Guillemot ließ sich
ASUS, um ebenfalls eine aufge-
motzte GeForce 256-Grafikkarte
mit DDR-RAM fertig zustellen.
Die DDR-Varianten gehören zur
derzeit schnellsten Grafik-Hard-
ware, die sich anspruchsvolle
Spieler in den Rechner stecken
können - und die »V6800 De-
luxe« spielt in jener Oberliga
mit. In einem
außerordentlich
willkommenen
Punkt unterschei-
det sich das neu-
este ASUS-
Modell vom rest-
lichen Verfolger-
feld - und das ist
die Ausstattung.
rWie jeder Deluxe
Verpackung
(V3800- und V6600-
Deluxe) liegt auch der
V6800 eine 3D-Brille bei, die
sowohl unter Direct3D- als auch
unter OpenGL-Spielen für dreidi-
mensionalen Spielspaß sorgt.
Hinzu kommen jede Menge CD-
ROMs, auf denen beispiels-
weise die Vollversionen von
»Rollcage« und »Drakan« (engli-
sche Version) untergebracht
sind. Im Software-Bundle ste-
cken außerdem Ulead Video
Studio 3.0 (SE) und der ASUS
DVD-Player. Hervor-
ragend gelungen ist
ASUS die Treiber-
CD, auf der neben
den Windows-Trei-
bern jede Menge
nützliche Tools ste-
cken. So zum Bei-
spiel die Videocap-
ture-Software ASUS
Live, das Diagnose-
programm ASUS
Smartdoctor und die
Übertaktungs-Soft-
ware ASUS Tweak Utility.
Betrachtet man neben dem
üppigen Software-Paket auch
die Hardware-Ausstattung, so
wird schnell ersichtlich, dass es
sich bei der V6800 um ein Pro-
dukt für abgebrühte Profi-Zocker
mit Multimedia-Ambitionen han-
delt. Auf der Habenseite stehen
32 MByte DDR-SGRAM (Bau-
steine von Infineon mit 6ns
Zugriffszeit), Ein- und Ausgangs-
Anschlüsse für S-Video. Natür-
lich dachte ASUS an die einge-
schworene Übertaktergemeinde
und lässt den Standard-Chip-
und Speichertakt von 120/300
(letzterer Wert beträgt eigentlich
150, wird aber dank der doppel-
ten Übertragungstechnik mal
zwei genommen) auf maximal
135/340 hochschrauben. Doch
unter der höchsten Einstellung
blieb uns der Test-PC mehrmals
hängen. Erst unter 135/332
rannte das System ohne Dar-
stellungsfehler.
Fazit
Genau das richtige Produkt
für höchst anspruchsvolle
Spieler, die gelegentlich Aus-
flüge ins Anwendungs-Lager
(Video-In und -Out) unterneh-
men. Doch eigentlich können
wir die Platine jedem Spieler
ans Herz legen, da die Asus
AGP-V6800 so gut wie jeden
Wunsch, den man an eine
Grafikkarte hat, auch erfüllt.
Sie ist im normalen Zustand
so schnell wie die Erazor X 2
(im übertakteten Zustand
unter Q3 durchschnittlich
etwa 5 Bilder pro Sekunde
schneller) und bietet zusätz-
lich eine Ausstattung vom
Feinsten. Einzig der saftige
Preis und die mäßige Verfüg-
barkeit von T&L-Spielen dürf-
ten so manchen Käufer vor-
erst vom blinden Kauf abhal-
ten, (jr)
[JHPLAYER
WERTUNG
ASUS AGP-V6800 DELUXE
ca. 660 Mark ■ Grafikkarte
Pro:
Top-Ausstattung mit 3D-Brille
und vielen Tools
Formidable OpenGL-Leistung
■ Ein Fest für Übertakter
Contra:
Stolzer Preis
[HlWilillrtHI
Ratpadz.com: Ratpad
4r~®
Vor zwei Ausgaben teste-
ten wir das Everglide-
Mauspad. Für Spieler, die
nicht wissen, um was es
sich hierbei handelt, folgt eine
kurze Erklärung: In letzter Zeit
erscheint speziell auf die Bedürf-
nisse von Profi-Spielern zuge-
schnittenes Zubehör. Neben Mäu-
sen gehören hierzu auch
Mauspads. Doch das sind keine
gewöhnlichen Rollmatten, son-
dern aus Hartplastik bestehende
Unterlagen (ein Abwasch im Spül-
becken ist kein Problem). Dank
der unebenen Oberfläche fällt
eine genaue Positionierung des
Fadenkreuzes in 3D-Shootern um
einiges leichter. Das Ratpad ist
ein solches Zubehör, das im
Vergleich zum Everglide in
seinen Ausmaßen (Zentime-
ter) üppiger ausgefallen ist
(Breite 29,4; Höhe 23,4;
Tiefe 0,3). Bei einem
Everglide ist der Platz
für die Maus be-
schränkt- man muss
sich von einem nor-
malen Mauspad erst
umgewöhnen. Nicht
so beim Ratpad, das
reichlich Platz einnimmt.
Fazit
Die Ratpadz-Jungs
(www. ratpadz . com)
schauten sich das Everglide
genau an und versuchten des-
sen Mankos aus der Welt zu
schaffen - mit Erfolg. Das Rat-
pad hat eine größere Oberflä-
che, die zudem nicht so rup-
pig ist, wie die vom Everglide.
Der Tester spielte in einem
indizierten Titel von id Soft-
ware übrigens plötzlich viel
besser. Ego-Shooter-Profis
müssen einfach zugreifen, (jr)
USPumR
WERTUNG
RATPADZ.COM: RATPAD
ca. 50 Mark ■ Profi-Mauspad
Pro:
Große Oberfläche
Besser als Everglide
Hält ewig
Contra:
Beansprucht viel Platz
GESAMTURTEIL
PC PLAYER APRIL 2000 183
HARDWARE
Software-Paket für Spieleprogrammierer
Game Programing
Starter Kit 3.0
Bock auf ein Spiel-
chen? Nein? Vielleicht
lieber ein Spiel pro-
grammieren? Na wun-
derbar! Dann ist die-
ses Software-Paket
genau richtig für Sie.
Obendrein kostet es
nur den Gegenwert ei-
nes aktuellen Spieles.
Aus der stramm gestopften Ver-
packung zwängen sich dem
Programmierdurstigen drei
CDs und ein fettes Buch entge-
gen. »Game Design - Die Geheimnisse der
Profis« steht drauf.
Ganz entgegen meiner Gewohnheiten
lasse ich CDs mal CDs sein und blättere
durch den Schinken. Das Buch entpuppt
sich als eine Mischung aus Ratschlägen zu
allen Spieleprogrammier-Lebenslagen
und Interviews mit gestandenen Entwik-
klern, Musikern, Grafikern oder Designern.
Und macht vor allem eines: Nämlich tie-
risch Lust auf Spieleprogrammierung.
Endlich mal eine Lektüre, die nicht mit der
naiven Selbst-
herrlichkeit eines
engagierten Visu-
al-Basic-Pro-
grammierers mit
halbjähriger Hob-
bypraxis daher-
kommt, sondern
die Spielepro-
grammierung in
allen ihren Facet-
ten beleuchtet,
das Ganze aus ei-
nem professionellem Winkel sieht und
dabei den Spaß nicht außer Acht lässt.
Klasse! Das Buch ist für die nächsten Tage
mein Gutenacht-Schmöker.
Die CDs haben es dann richtig in sich: Da
wird einem mal so eben der »Visual C++
6.0«-Compiler von Microsoft auf die Fest-
platte geprügelt. Das ist ein hochkarätiges
Programmierer-Werkzeug, mit dem sich
neben Spielen auch alles mögliche (und
unmögliche) andere programmieren lässt
und mit dem Profis rund um den Globus
Das »Game Programming Starter Kit« enthält den »Visual C++«-Compiler von
Microsoft, der alles andere als ein Spielzeug ist.
tagtäglich ihre Marmeladenbrote verdie-
nen. Man mag von Microsoft halten was
man will, aber eines können die Jungs aus
Redmond: Compiler bauen. Das ist definitiv
kein Spielzeug. Der zweite Hammer kommt
gleich hinterher: nämlich die Informationen
aus dem »Microsoft Developer Network«.
Dabei handelt es sich um eine Datenbank
verschiedener Fragen zu den unterschied-
lichsten Themengebieten rund um die Win-
dows-95/98- Program-
mierung. Normaler-
weise darf man dafür
richtig Kohle abdrücken.
Hier gibfs das fast
umsonst dazu.
Weiter geht der Spaß
mit drei Büchern aus
der »SAMs«-Reihe zur
Vis ual-C++- Program-
mierung. Eindruck die-
ser Lektüre: Ordentlich.
Ich habe mich selbst
vor einiger Zeit durch
ein Windows-95-Pro-
grammierbuch aus die-
ser Reihe gearbeitet,
und zwar mit wachsen-
der Begeisterung.
Schade, dass dieses
nicht mit dabei war. Als krönenden
Abschluss landet dann noch das Entwik-
klerpaket einer 3D-Engine auf der Festplat-
te. Es nennt sich »Genesis 3D« und eignet
sich für alle Arten von 3D-Spielen: Shoo-
ter, Adventures, Action-Adventures und
was dem engagierten Designer noch so
alles einfällt. Wer schon mal einen Vorab-
Blick auf dieses SDK (das ist übrigens die
Ankürzung für »Software Development
Solche Szenarien lassen sich mit der Genesis-Engine
programmieren.
184 PC PLAYER APRIL 2000
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I" l."ii?i^rlL"il-."i. Tnh:i:-' HnMrr
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IVjU-jT ZuOTi*; SlarlTi
iL <Buli_iTi*j :■ EuJTi^j
iL <I^u)
<T5I. Pl-jy^. Buti—iIuJuK. iS^atllii
a*-l| | g> ^ g *Ö ' Üwuirf-I
t Z. I.iu. I
<* wäre i!«-
Klasse für 3D-Spiele: Das »Genesis 3D«-Entwicklerpaket.
Kit«) werfen will, findet unter
www.genesis3d.com alles
Wissenwerte. Die Engine
unterstützt Direct3D, Glide
und eigenes Software-Rende-
ring und bietet damit wohl
fast alles, was man sich wün-
schen kann. Sogar an eine
AMD-Prozessorunterstützung
(Stichwort »3DNow«) wurde
gedacht. Zum Gestalten von
Räumen wird gleich auch ein
Editor mitgeliefert. Das
Schönste an der Sache: Wer
mit dieser Engine Spiele ent-
wickelt, muss dafür keine
Lizenzgebühren abdrücken.
Lediglich das »Genesis 3D«-
Logo muss beim Spielestart
gezeigt werden. Genauere
Auskunft über die Lizenzver-
einbarungen gibt die Web-
Site, auf der sich eine dickes
FAQ zu der Engine findet. Dort
finden Sie das SDK auch zum
kostenlosen download, aller-
dings ist das Paket mit rund
29 MByte in Zeiten von ISDN
nicht ganz ohne. Schön, dass
das also auf den CDs enthal-
ten ist. Leider ist die Doku-
mentation hier nur in englisch
und obendrein etwas dürftig.
Ein vernünftiges Tutorial zum
sofortigen Loslegen fehlt hier
vor allem. Als Zugabe findet
sich dann noch das Entwick-
ler-System vom DirectX 6.0
auf den CDs. Das ganze Paket
»Starter Kit« wird von Mac-
millian Software vertrieben
und kostet rund 90 Mark, (hf)
Fischs Fazit
Also, Leute:
Wer glaubt mit
diesem Paket
innerhalb von
einer Woche die tollsten Spie-
le programmieren zu können,
die John Carmack vor Neid
erblassen lassen, der kann das
gleich vergessen. Dieses
Paket ist für Leute gedacht,
die schon mit einem C++-
Compiler umgehen können
und das eine oder andere Win-
dows-Programm zusammen-
gestrickt haben. Denn Pro-
grammieren lernt man damit
gleich gar nicht. Ich orakele
einmal, dass auch Profis sich
erst ein halbes Jahr in das
System einarbeiten müssen,
bevor da etwas brauchbares
über den Bildschirm flimmert.
Unterm Strich bleibt stattdes-
sen ein hochkarätiges Ent-
wicklerpaket für gestandene
Programmierer: Visual C++
6.0, die drei »SAMs«-Bücher
im PDF-Format, die Informatio-
nen aus dem »MSDN«, das
»Genesis 3D«-SDK und als
Sahnehäubchen das »Game
Design«-Buch sind schlicht-
weg erstklassig. Ich hätte mir
anstelle eines der »Visual
C++«-Bücher von SAMs aller-
dings lieber eines für die gene-
relle Windows-95-Programmie-
rung gewünscht (das gibf s
von SAMs nämlich auch). Und
ein nettes kleines Tutorial für
das Genesis-SDK wäre auch
nett. Aber vielleicht gibf s das
ja bald auf der Homepage des
SDKs. Betrachtet man den
Preis dieses Pakets, muss
man eigentlich sofort zugrei-
fen. Aber wie gesagt: nur für
Programmierer!
HARDWARE
Netzwerk- Partys
**->
/
Topaktuell präsentieren wir diesen Monat wieder die
kommenden LAN-Partys. Mit von der Partie ist auch ein
Interview mit zwei eingefleischten Profi-Spielern.
Zusammen mit PlanetLAN, der
populärsten deutschen Websei-
te für Netzwerk-Spieler, servie-
ren wir Ihnen wieder exklusiv
die brandneue LAN-Karte.
Der entnehmen Sie, wann das nächste
Fragfest in Ihrem Umkreis steigt. Auf
Seit neuestem ist die LAN-Card
vom Darkbreed-Verein auch mit
unserem schicken PC-Player-Logo
erhältlich.
wir den Darkbreed-Verein vor, der mit
seiner LAN-Card eine Innovation (rei-
bungslose Anmeldung und Einlass bei
LAN-Partys) in die LAN-Szene einführte.
Seit kurzem ist die LAN-Card auch mit
unserem PC-Player-Logo verfügbar. Zu
bestellen gibt es die kostenlose Mag-
netkarte unter
www.darkbreed.net/lancard. Der-
zeit grübeln die Darkbreed-Orgas noch
über ihr nächstes großes Projekt. Fest
steht, dass deren kommende Party
Darkbreed: Breaking Normality hei-
ßen, größer als die bisherigen Projekte
werden und auf keinen Fall in einer kal-
ten Fabrikhalle stattfinden wird, hehe.
Nebenbei stampfen die Jungs noch ein
paar andere Projekte aus dem Boden,
wie zum Beispiel die Spieler-Homepage
www . gamespy . de.
Die Gamespy.de-Seite entsteht
unter den Fittichen des Dark-
breed-Vereins.
einen Blick sind auch die
Teilnehmer-Anzahl und der
Eintrittspreis ablesbar. Mit
dem Erscheinen dieser Aus-
gabe startet unser Partner
(www.planetlan.de) ein
wöchentlich erscheinendes Web-Magazin.
Netzstatt
Hinter dem Begriff »Netzstatt« verbirgt
sich eine besondere Art des Spielens
im Netzwerk. Die Netzstatt-Betreiber
richten in Städten Spieler-Treffs ein,
haben sieben Tage die Woche offen
und stellen zudem die gesamte Hard-
ware. Schon des öfteren wurden die
Endspiele der deutschen Meisterschaf-
ten (»Starcraft«, »Unreal Tournament«,
»Opposing Force«, »Heroes of Might
and Magic«, »Dungeon Keeper«) in den
Lokalitäten der Netzstatt-Jungs ausge-
tragen. Weitere Informationen rund
ums stressfreie Profi-Zocken gibt's
unter www . netzstatt . de.
Netzstatt
bedeutet:
Spielen, ohne
den Computer
herumzu-
schleppen.
ob
lAll
fk.0*- >USi W P-3t)n
Wichtige LAN-Party-Termine von März bis Mai 2000 A
Nr.:
Party
Datum
Ort
Gäste
Eintritt
URL
1
MMS-Lanparty
03. 03.
Mainz
200
25 Mark
www . mms-lanparty . de
2
]bAd[ Attack
10.03.
Bayreuth
150
20 Mark
http : //manoever . lanrules . de
3
Circus Internus 01/2000
10.03.
Kehl-Auenheim
177
35 Mark
www . circus -internus . de
4
High Voltage 2000
11.03.
Meerholz
350
35 Mark
www . gaming-area . de
5
Gigahertz-Lan: Phase II
17.03.
bei Karlsruhe
250
35 Mark
www.gigahertz-lan.de
6
Empire1/2000 RPE-
Netzwerksession
18.03.
Mühlheim-
Styrum
150
20 Mark
www . rpenet . org/
7
Battlefield 2000
24.03.
bei Karlsruhe
500
29 Mark
www.battlefield2000.de
8
Lan-Infemo
24.03.
Lüneburg
300
30 Mark
www.lkh-clan.de
9
Braindead 1
25.03.
Bad Nauheim
150
15 Mark
http : //ctc . plane tlan . de
10
GSG Netzwerksession 2/00
25. 03.
Bochum
170
20 Mark
www.gsg-net.de
11
Circus Internus 02/2000
31.03.
Mainz-Finten
222
40 Mark
www . circus -internus . de
12
Das große Beben 2
31.03.
Erfurt
640
40 Mark
http : //beben . lanparty . de
13
LanViking III
08. 04.
Uetersen
300
30 Mark
www . lanviking . de
14
Spacematch 2K
14.04.
Bliesen
200
20 Mark
www . spacematch . de
15
Lanwars Episode 3
14.04.
Kuchen
400
30 Mark
www . lanwars . lanparty . de
16
CNC 1/2K
14.04.
Unna
250
29 Mark
http : //cnc . lanparty . de
17
DefCon
12.05.
Schmalegg bei
Ravensburg
150
30 Mark
www . lanparty . ravensburg . de
18
Circus-Infernus 03/2000
12.05.
Kehl-Auenheim
177
30 Mark
www . circus -internus . de
19
Planet Insomnia 7
12.05.
Seevetal
404
39 Mark
www . planet- insomnia . de
20
Gigahertz-Lan: Phase III
12.05.
bei Karlsruhe
230
35 Mark
www . gigahertz-lan . de
21
Evolution
13.05.
bei Fürth
200
19 Mark
http : //evolution . purespace . de
22
Bullet Hail Network
13.05.
Riedstadt
200
25 Mark
www . netzwerknacht . de
186 PC PLAYER APRIL 2000
HARDWARE
Spielen wie
die Profis
Üppige 80 000 Mark
winken dem Gewinner
bei der Cyberathlete
Professional League
Lan-Party in Dallas.
acht doch endlich dieses
sinnlose Spiel aus und tut
was für Eure Ausbildung!
Wie wollt Ihr denn sonst spä-
ter mal Geld verdienen?
Benjamin (17 Jahre) und Ralf Reichert
(25 Jahre) aus Oberhausen haben solche
Standpauken wohl die längste Zeit von
ihrer Mutter gehört. Wenn die beiden Brü-
der mit dem richtigen Bein aufgestanden
sind, können sie nämlich an einem
Wochenende gut und gerne über 80 000
Mark verdienen. Dafür
brauchen sie keine Bank
auszurauben oder im
Lotto zu gewinnen. Sie
gehen einfach nur ihrem
Hobby nach, setzten sich
an den Computer und
zocken mit Gleichgesinn-
ten auf diversen Netzwerk-Partys in
aller Welt um Ruhm, Ehre und natürlich
(Geld)Preise.
Zocker auf Reisen
Die nächste Station ihres Clans »Schrot
Kommando« ist eine Lan-Party in den
USA, zu der über 1200 Profi-Spieler aus
Europa, Russland und natürlich auch
Amerika erwartet werden. Auf der »Razor
Cyberathlete Professional League Lan-
Party« (www.RazerCPL.com) tre-
ten sie vom 13. bis 16. April in Dal-
las in einem viertägigen Turnier
gegen die weitbesten Spieler an
und rechnen sich trotzdem gute
Chancen auf die Spitzenplätze aus.
Dem Sieger winken 40 000 Dollar,
also rund 80 000 Mark Preisgeld,
der Zweite sahnt 40 000 DM ab und
der Dritte kann mit immer noch
20 000 DM in der Tasche die Heim-
reise antreten. Selbst der 16. Platz
wird mit 1000 Märkern belohnt. Mit
einem Preisgeld von insgesamt
200 000 DM setzt die Party welt-
weit neue Maßstäbe.
Den 12-stündigen Flug nehmen
die beiden Brüder gern in Kauf
»Den 12-
stündigen Flug
bezahlt der
Sponsor.«
- schließlich wird er von ihrem Sponsor,
dem Maushersteller Logitech bezahlt. Das
Geld für High-End-Hardware können sich
die Jungs zumindest für diesen Trip auch
sparen - die PCs werden bis auf Maus und
Tastatur komplett vom Veranstalter der
Party gestellt.
Im Internet und im LAN spielt Benjamin
unter dem Namen SKIKane und sein Bru-
der als SKIGriff. Wer also einen der beiden
trifft, sollte sich in Acht nehmen. Wer
genug Mut hat, sich dem Kampf stellt und
gewinnt, sollte dann
ernsthaft über einen
Berufswechsel nach-
denken.
Wer nicht gleich Tau-
sende Kilometer reisen
will, kann auch in
Deutschland fündig
werden. Dieses Jahr gibt es in der deut-
schen Netzwerk-Party-Szene zum ersten
mal zwei LAN-Gaming-Ligen. Bei der »Ger-
man Gamers League« (www.ggl.de) wer-
den wie bei der »Razor CPL« ebenfalls die
Computer gestellt. Als Hauptpreis winkt
ein nagelneuer VW Beetle. Wer mit seinem
eigenen PC in den Kampf gehen möchte,
der ist bei der »German Players League«
(www.g-p-l.de) richtig aufgehoben.
(Michael Wegner/jr)
Interview mit
zwei Profi-
Spielern
Die German Gamers League lockt profes-
sionelle Spieler mit schicken Preisen wie
zum Beispiel einem VW-Beetle.
Der Profi-Zocker Benjamin Rei-
chert, wie er gerade per Editor
an seiner Q3A-Konfiguration he-
rumbastelt.
Als das Team von PlanetLAN (www. Pia
netLAN.de) das »erfolgreichste Brüder-
paar Europas« auf einer LAN-Party traf,
ließ es sich nicht nehmen, den beiden
ein paar Fragen an den Kopf zu werfen.
PlanetLAN: Benjamin, wann hast Du das
erste Mal etwas auf einer LAN-Party
gewonnen?
Benjamin: Das ist ungefähr eineinhalb
Jahre her. Es war damals noch eine kleine-
re LAN-Party. Ich bekam eine Grafikkarte
und war mächtig stolz.
PlanetLAN: Ralf, wie viel Preise hast Du
bisher gewonnen und was war Dein größ-
ter Preis?
Ralf: An Preisen insgesamt nicht so viel,
nur etwa 3000 Mark, allerdings sind ziem-
lich viele Reisen bezahlt worden, zweimal
London, Newcastle, Istanbul, Dallas und
nun bald wieder Dallas.
PlanetLAN Könnt Ihr Euch vorstellen, das
mal hauptberuflich zu machen?
Benjamin: Vorstellen kann ich es mir sehr
gut, da ich erwarte, dass alles demnächst
auf einer richtig professionellen Basis lau-
fen wird, und man - wie in Amerika heute
schon - richtig Geld damit zu verdienen ist.
Und aus seinem Hobby einen Beruf zu
machen, davon träumt doch glaube ich
jeder ...
PlanetLAN: Meint Ihr, jeder mit genug
Training hat das Zeug zum großen Zocker?
Ralf: Es ist wie mit jeder Sportart eine
Mischung aus Talent und Training. Wer
also hart arbeitet, kann eine Menge errei-
chen, andersherum ohne Talent geht es
auch nicht.
PC PLAYER APRIL 2000 187
HARDWARE
Windows 2000 Professional
Jochen Rist rettet
jeden Monat die Hard-
ware-Welt aufs Neue.
eine^
Panik!
Stolze drei Jahre ließ Microsoft seine Programmierer für das neue Vor-
zeige-Betriebssystem in die Tasten hauen. Jetzt ist Windows 2000 Pro-
fessional fertig. Aber ist es auch das richtige Betriebssystem für Sie?
E
ines vorneweg: Windows 2000,
der Nachfolger zum 32-Bit -Netz-
werk-Betriebssystem Windows
NT4, ist nicht für den gewöhn-
lichen PC-Spieler, sondern vielmehr für
professionelle Anwender gedacht.
Der offizielle Erbschleicher zum Consu-
mer-Betriebssystem Windows 98 SE wird
hingegen das noch in der Beta-Phase
befindliche Windows ME (Millennium Edi-
tion) werden, das immer noch auf DOS-
Altlasten aufbaut. Mit Windows 2000 Pro-
fessional versucht Microsoft die Vorteile
von Windows 98 SE und Windows NT 4 zu
vereinen. Und das sieht man dem Desktop
nach der Installation auf Anhieb an.
Desktop im bekannten
Gewand
Auf der neuen Startoberfläche finden sich
Windows-95/98- und NT-4.0-User sofort
zurecht. Auch in Win2000 sitzt unten links
B ff |
Willkommen
W.-ii-Yl Se >' rV- rtl lr V>Tl1> l , l'lflll TVr-l
C ftj l **nlmw 2000 eHuaternn iMnOlftWen)
Ha da Akluaisinun; wird da: sklbLKije Hrticassysler
Aiwetiitgen wadtri nicht gHcrfei!
neu (oslleger urd d < L t p t 1 . ■ •■.'! -ii •:■:• r 5oftwaw
wu mtiLmtn im kgr*nn mttiwt Bttiittefpgffnr*
od dctem CnripJei VEihvendcfi.
Windows "
Kicken Sie «H 'Wtfei''. um dm Vagarg Inlzvcoben
| Wö(h:. 1 AbbiEChen |
-^_
Auf den ersten Blick erscheint Windows 2000 wie
eine Windows-98-lnstallation. Hinter der nun astrei
nen 32-Bit Kulisse hat sich jedoch einiges getan.
Wahlweise installieren Sie Windows
2000 als alleiniges Betriebssystem
oder in friedlicher Koexistenz neben
anderen.
der Start-Button mit direktem Zugriff auf
die Unterordner Programme, Dokumente,
Einstellungen, Suche, Hilfe, Start und
Beenden. Ein Klick auf die Ordner lässt
nun keine Fenster mehr aufklappen, son-
dern sanft einblenden. Das optische Kunst-
stück nennt sich Alpha
Blending und ist bei schwä-
cheren Systemen, oder zur
Geschwindigkeits-Optimie-
rung auf schnelleren Com-
putern netterweise über die
Task-Leiste abschaltbar. Im
Zubehör-Ordner befinden
sich nun vier Spiele (»Free-
cell«, »Minesweeper«, ein
neuer Flipper namens »SD-
Pinball« und das altbekann-
te »Solitär«), ein Defrag-
mentierungsprogramm,
eine Backup-Funktion und
weitere Programme zur
Datenträgerbereinigung
(entfernt unnütze Dateien),
Systeminformation und
Taskplanung. Im Unterhal-
tungsmedien-Ordner versammelt sich der
Audiorecorder nebst CD-Player, Lautstär-
keregelung und der Media Player in der
Version 6.4.09.1109. Natürlich dürfen die
Standard-Helferlein wie der Rechner, Win-
dows-Explorer, Paint, Wordpad (versteht
Word-Dokumente) und Imaging nicht feh-
len. Ebenfalls mit dabei sind der Internet
Explorer 5.0 und Outlook Express 5.0. Der
Internet-Explorer ist wie bei Windows 98
vollständig mit dem Betriebssystem ver-
schmolzen. Die Taskleiste ist so konfigu-
rierbar, dass dort ein Adressfeld auftaucht,
in das Sie die gewünschte Internet-Adres-
se eingeben. Danach startet der Explorer
und springt auf die entsprechende Seite.
Der von Windows 98 bekannte Active-
Desktop gestattet es, dass Sie eine
bestimmte Homepage oder spezielle Inter-
net-Angebote (wie zum Beispiel den
aktuellen Wetterbericht) fest mit dem
Hintergrund verankern.
Auch im Windows-Explorer hat sich
einiges getan - so können Sie nun aus-
wählen, mit welchem Programm Sie gern
eine markierte Datei öffnen möchten.
Haben Sie beispielsweise die Bildbetrach-
ter ACDSee und Paintshop Pro installiert,
entscheiden Sie im Kontextmenü, welches
der beiden Programme die Datei öffnen
soll. Sämtliche Medien-Dateien - von .wav
Windows 2000 Profes-
sional: Mini-Info
I Preis: Circa 800 Mark (Vollversion),
circa 470 Mark (OEM-Version)
I Anzahl der unterstützten Prozessoren: 2
I Unterstützung für: USB, FireWire
(IEEE 1394), PCMCIA, ACPI, ISDN
I Unterstützte Dateisysteme:
NTFS(5), FAT 32, FAT 16
188 PC PLAYER APRIL 2000
HARDWARE
ÖJ Computerverwaltung (Lokal)
- jjj5j System
+ jjj Ereignisanzeige
S' S Systerninforrinationen
+ ; Q Leistungsprotokolle und Warnunc
Freigegebene Ordner
^n]x]
Vorgang Ansicht | ] <^ ^ | ES [EE | J?
I
__ Lokale Benutzer und Gruppen
- _[lj Datenspeicher
| Datenträgerverwaltung
| ^ Defragmentierungsprogramrn
;-.-) Logische Laufwerke
Ltl-^ Wechselmedien
- Jß Dienste und Anwendungen
! ^ WMI-Steuerung
!■■■■% Dienste
EI-SS Indexdienst
J _iJ
~j|g AUNIX
+ J Anschlüsse (COM und LPT)
+ -\ Audio-j Video- und Gamecontroller
EI-{B[ Computer
+ J Datenträger
El-Q Diskettencontroller
S--^J DVD/CD-ROM-Laufwerke
+ jjj Eingabegeräte (Human Interface Devices)
H-Ig) Grafikkarte
E1--Q IDE ATA/AT API-Controller
+ r ^) Mäuse und andere Zeigegeräte
+ "J Monitore
+ MJ) Netzwerkadapter
S---0 SCSI- und RAID-Controller
+ _J, Systemgeräte
El-^J Tastaturen
®~4l+ USB-Controller
Titeln. Aber Vorsicht: Da Windows
2000 strenge Richtlinien einhält,
die ein Überschreiben oder die
Manipulation von Systemdateien
verhindert, bekommen manche
Spiele ein Problem.
Im neu hinzugekommenen Computerverwal-
tungs-Programm lässt sich auch der Geräte-
Manager abrufen.
Mit der digitalen Signatur von Microsoft wird sichergestellt,
dass die Software unter Windows getestet und seit dem
Testen nicht verändert wurde.
Die Software, die Sie jetzt installieren möchten, enthält
keine digitale Signatur von Microsoft Aus diesem Grund
kann nicht garantiert werden, dass die Soffware
einwandfrei unter Windows ausgeführt werden kann
ELSAERAZORX 2
Besuchen Sie die 'Windows Update-Website unter
http: //Windowsupdate, rnicrosoft. com, um festzustellen,
welche von Microsoft digital signierte Soffware verfügbar
Soll die Installation fortgesetzt werden?
H.
J.
Ein Auswahlfenster bei der Installa-
tion von Treibern ohne Microsoft-Sig-
natur warnt Sie ab sofort vor mög-
lichen Hardware-Konflikten.
bis .mp3 - sind übrigens direkt aus dem
Explorer bedienbar. Eine Leiste mit den
wichtigsten Funktionen wie Wiedergabe,
Stopp, Vor- und Zurückspulen zeigt ein fest
verankerter Medien-Player-Bereich an.
Unter der Haube
Soviel zum ersten Erscheinungsbild von
Windows 2000 Professional. Doch natür-
lich steckt noch ein gigantischer Haufen
mehr hinter dem 29 Millionen Zeilen di-
cken Programm-Code.
Volle DirectX-Unterstützung
Bestandteil von Windows 2000 ist die
aktuelle DirectX-Version 7.0. Damit ist die
Zusammenarbeit des Betriebssystems mit
neuester Grafikkarten-Hardware und Mul-
timedia-Applikationen gewährleistet. Als
Multimedia-Betriebssystem muss Win-
dows 2000 natürlich auch in der Lage sein,
die Funktionen von ActiveX, Direct Media
und dem Internet Explorer unter einen Hut
zu bringen, um beispielsweise Video- und
Audio-Streams über das Internet darzu-
stellen. Eigentlich war letztere Fähigkeit
auch der Hauptgrund, DirectX 7.0 in Win-
dows 2000 aufzunehmen - dass Spieler
davon profitieren, ist eher als Glücksfall zu
betrachten. Dank DirectX 7.0 eröffnet sich
den bisherigen Windows NT-Fans nun das
gesamte Spektrum an Windows-9x-only-
Plug and Play, USB und
FireWire-Support
Auch hier wird es anfangs wohl
»Plug and Pray« heißen, doch dank
der 7000 mitgelieferten Treiber
dürften in Zusammenarbeit mit
älterer Hardware keine allzu großen
Hürden auftauchen. Während sich
Win98-User mit USB-Mäusen,
Scannern und Joysticks eindeckten,
guckten NT4-Anwender neidisch in
die Röhre, da USB dort ein Fremd-
mit drei Buch-
»Die Integration
von DirectX 7.0
Datei Optionen Ansicht
Anwendungen | Prozesse Systernleistung |
-VerlauF der CPU-Nutzung
MMMH
■■MB
■■■■■ ■■■HIB
MUH ■■1NIBI
■MWilMBI MBUUIM1I
Speichernutzung Verlauf der Speichernutzung
Insgesamt
Handies
3234
Threads
192
Prozesse
17
Zugesicherter virtueller Speicher (KB)
Insgesamt
98560
Grenzwert
436644
Maximalwert
113120
Realer Speicher (KB)
Insgesamt
Verfügbar
Systemcache
261672
171308
136556
Kernel-Speicher (KB)
Insgesamt
27944
Ausgelagert
18580
Nicht ausgelagert
9364
Speichernutzung: 98560 KB / 436644 KB
Der Windows-Taskmanager stellt bei
Bedarf die CPU-Auslastung und den
Verlauf der Speichernutzung dar.
ist ein Glücksfall.«
wort
staben blieb. Dank
Windows 2000 ist
nun auch in der rei-
nen 32-Bit-Umge-
bung der Anschluss
von modernen USB-
Zip-Laufwerken und Fire-Wire-DV-Kameras
möglich.
Multiprozessor-Unterstützung
Windows 2000 ermöglicht es, zwei Prozes-
soren an den Tasks arbeiten zu lassen. Aber
außer 3D-Titeln mit der Q3-Engine gibt es
kein Spiel, das daraus einen Nutzen zieht.
Doch selbst Q3 läuft damit nur marginal
(circa drei Prozent) schneller. Es wird zwar
ein paar optimierte Spiele dafür geben,
doch der große Run der Programmierer
wird wohl ausbleiben, zumal Windows
2000 nicht gerade zu den günstigsten
Betriebssystemen zählt.
Neue Treibersignatur und
-Verifikation
Ab sofort müssen die Hardware-Hersteller
ihre Treiber zuerst an Microsoft schicken.
Dort durchlaufen sie intensive Tests, damit
Zur leichteren Navigation werden
selten gestartete Programme ver-
steckt und erst auf Wunsch einge-
blendet.
schließlich eine ein-
wandfreie Zusammen-
arbeit mit dem Betriebs-
system gewährleistet
ist. Nach erfolgreichem
Hürdenlauf in den
Microsoft-Labors bekommt der jeweilige
Treiber ein Zertifikat. Treiber, die ohne Zer-
tifikat daherkommen, werden während der
Installation als solche entlarvt - der
Anwender wird benachrichtigt, dass er
einen eventuell instabilen Treiber auf sein
System loslässt.
Schutz der Betriebssystem-Dateien
Wer früher bei ausgeschaltetem Papier-
korb aus Versehen einen Windows-Ordner
löschte, der hatte einfach Pech. Windows
Spielekompatibilität von
Windows 2000
Spieltitel
Age or Empires 2
spielbar
Ja
dein-
stalierbar
Ja
Baldur's Gate
Ja
Ja
Civilization:
Call to Power
Ja
Ja
Driver
Ja
Ja
Earth 2150
Ja
Ja
Falcon 4.0
Ja
Ja
Freespace 2
Ja
Ja
Gabriel Knight 3
Ja
Ja
Half-Life (deutsch)
Nein
Nein
Heroes of M&M 3
Ja
Ja
Homeworld
Ja
Ja
Indiana Jones 5
Ja
Ja
Jagged Alliance 2
Ja
Nein
Mech Warrior 3
Nein
Ja
Need for Speed 4
Nein
Nein
Panzer Elite
Nein
Ja
Panzer General 4
Ja
Ja
Pharao
Ja (ohne
Sound)
Ja
Planescape: Torment
Ja
Ja
Q3
Ja
Ja
Rally Championship
Ja
Ja
SWAT3
Ja
Ja
System Shock 2
Nein
Nein
Unreal Tournament
Ja (nur
OpenGL)
Ja
PC PLAYER APRIL 2000 189
HARDWARE
Windows 2000 Professional
2000 verhindert nun, dass Sie wichtige
Dateien, die das Betriebssystem benötigt,
einfach so ins Daten-Nirwana schicken.
Wenn Sie auf den WinNT-Ordner klicken,
dann bleiben die Dateien darin versteckt -
selbst wenn in den Ordner-Optionen »Alle
Dateien anzeigen« aktiviert wurde.
Besseres Power-Management
Dank verbessertem Power-Management
ist es nun möglich, den Computer in einen
so genannten »Hibernate-Modus« zu ver-
setzen. Hier wird der wichtigste Inhalt des
Arbeitsspeichers auf die Festplatte
geschrieben. Beim erneuten Hochfahren
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[^:MwitiHiiihattki .n r T?m "TTffWi"" -
MP3-Dateien sind auch direkt über
den Explorer abspielbar, so dass kein
separater MP3-Player mehr notwen-
dig ist.
des PCs benötigt dieser nicht mehr ein
paar Minuten, bis Sie wieder spielen oder
arbeiten können, sondern lediglich ein
paar Sekunden.
Win 2000 Professional:
System-Anforderungen
Need for Speed 4 erkannte keine
Windows-9x-Version und verweigerte
stur die Installation unter Windows
2000 Professional.
©
Hardware
Minimum
Empfohlen
Prozessor
Pentium 133 MHz
Athlon oder
Pentium III 500 MHz
Arbeitsspeicher
64 MByte RAM
256 MByte RAM
(maximal 4 GByte)
Festplatte
2 GByte (650 MByte
für Win2000)
20 GByte (650 MByte
fürWin2000)
Spiele-Kompatibilität
Im Prinzip funktionieren alle Windows-
95/98- und NT4-Spiele dank DirectX 7.0
auch unter Windows 2000. Zu DOS-Spielen
bleibt Win2000 bewusst inkompatibel, da
jene Spiele oft den direkten Zugriff auf die
Hardware fordern und das Betriebssystem
dementsprechend ignorierend reagiert. Wir
testeten die Profi-Software und förderten
einige Probleme mit beliebten Spielen zu
Tage. »Need for Speed 4« ließ sich zum Bei-
spiel gar nicht erst installieren. »System
Shock 2« erkannte ein angebliches Win-
dows NT und verweigerte trotzig seine
Installation. »Half-Life« (deutsch) konnten
wir zwar installieren, doch der Spielstart
brach jedes Mal mit einer Fehlermeldung
ab. Ebenso konnten wir es nicht mehr voll-
ständig deinstallieren.
Auch System Shock 2 gehört zu den
Spielen, die ein angebliches Win-
dows NT erkennen und die Installa-
tion von vorneherein verweigern.
Installation
Selten fiel uns die Installation eines neuen
Betriebssystems so leicht. Ein einfacher
Assistent schleust den Anwender durch die
wichtigsten Einstellungen und lässt Sie
jederzeit einen Schritt zurückgehen. Sollte
Windows 2000 tatsächlich ein Hardware-
Objekt in Ihrem Rechner unerkannt lassen,
so bietet die Schaltfläche »Problembehe-
bung« ein Frage- und Ant-
wortspiel, das schließlich
zur Erkennung des Geräts
führt. Windows 2000 stellt
automatisch vorhandene
Betriebssysteme fest und
installiert sich mit einem Bootmanager in
den Bootsektor und anschließend auf eine
Partition Ihrer Wahl. Unser Testrechner lief
mit Windows 98 SE.
Bei der Installation von
Win2000 konnten wir
auswählen, ob die Ein-
stellungen von Win98
übernommen werden
sollen und das
Betriebssystem damit
überschrieben wird -
oder ob Win2000
neben Win98 auf der
Festplatte koexistieren darf. Nachdem wir
uns für die letzte Methode entschieden hat-
ten, konnten wir anschließend aus dem neu
entstandenen Boot-Menü zwischen Win-
Q3-Benchmark: Windows
2000 versus 98 SE
Windows
2000
98
HQ 800x600
60.1
66.9
HQ 1024x768
49.3
58.1
HQ 1152x864
40.4
47.3
HQ 1280x1024
31.7
35.8
HQ 1600x1200
21.9
22.8
Normal 640x480
62.2
68.0
Fast 512x384
63.1
68.4
Fastest 512x384
72.2
62.9
»Q3 lief unter
Win2000
langsamer.«
Sie können erweiterte Uptionen verwenden, um die Installation
Ihren Bedürfnissen entsprechend anzupassen.
Pfad m den Windows 2000-Dateien:
JG:\I38G
Windows-Installationsordner:
| WINNT
r Alle Installationsdateien von der Setup-CD auf die Festplatte kopieren
W ;lnitallati'jri.paiMtioi- .:- h end dei In: all ation selbst wählen]
ül
Während der Installation legen Sie
die gewünschte Festplattenpartition
und das Installationsverzeichnis fest.
dows 2000 Professional und Windows 98
wählen. Windows 2000 wurde auf einer
eigens eingerichteten NTFS-Partition abge-
legt, während die restlichen Partitionen
noch mit FAT-32 werkelten.
Benchmark-Schlagabtausch
Wir verglichen die Leistung von Win2000
mit der von 98 unter dem Spiel Q3
(V1.15c). Als Test-System diente ein Pen-
tium IM/500 MHz mit 128 MByte RAM,
ASUS P2B-F Mainboard und der Grafikkar-
te Elsa Erazor X 2 . Wir verwendeten jeweils
die aktuellen Treiber für beide BS, wobei
die Treiber der Erazor X 2 unter Win2000
noch nicht von Microsoft
zertifiziert waren. Es zeig-
te sich, dass Q3 unter
Win98 eindeutig schneller
lief. Das lag an den
unausgereiften Win2000-
Treibern, die sich noch in einem Beta-Sta-
dium befanden. Sind sie erst einmal opti-
miert und zertifiziert, dürfte Windows 2000
den verlorenen Boden zurückerobern, (jr)
Fazit
Zwar ist es ein beeindruckender Fakt,
zwei Prozessoren für ein Spiel schuften
zu lassen - doch außer dem neuesten
Spiel von iD-Software zieht kein weiteres
daraus einen Nutzen. Und selbst in
jenem Spiel liegt der Leistungsgewinn
bei circa einem bis drei Prozent. Win-
dows 2000 ist eindeutig ein Betriebssys-
tem für High-End-Anwender, die manch-
mal versehentlich ein Spiel starten. Wäre
Windows 2000 so »günstig« wie Win-
dows 98 würden wir an dieser Stelle eine
eingeschränkte Empfehlung aussprechen
- doch allein wegen des saftigen Preises
raten wir Ihnen von der Anschaffung ab,
da Spiele auch in Zukunft für das weit
verbreitete Windows 98 konzipiert wer-
den. Der zusätzliche DirectX-7.0-Support
ist ein nettes Bonbon, auf das anwen-
dungsgeplagte NT4-User und innova-
tionsverwöhnte Spieler gewartet haben -
doch allzu viele der bis dato erschiene-
nen Spiele benötigen dringend Patches,
die eine Funktion unter Windows 2000
erlauben. Ein weiterer Grund, der Win-
dows 2000 vorerst für Spieler uninteres-
sant bleiben lässt.
190 PC PLAYER APRIL 2000
Kurztests
HARDWARE
Diamond Viper II
Schon vor drei Mona-
ten warf S3/Diamond
seine Viper II in den Han-
del. Doch vorerst sollte die
Platine den Spielern jen-
seits des großen Teichs vor-
behalten sein. Das hatte auch
einen triftigen Grund: Waren
die Treiber doch alles andere
als ausgereift - selbst heute
hat es Diamond noch nicht fer-
tig gebracht, eine
Transform&Lighting-Unter-
stützung aus den Treibern zu
ringen. Jetzt macht die Karte
auch den deutschen Markt
unsicher und präsentiert sich
mit folgender Ausstattung:
Savage 2000-Chip (125 MHz),
32 MByte SDRAM (155 MHz),
350 MHz RAMDAC, TV-Aus-
gang (S-Video und Composite).
Weitere Eigenschaften
sind die hausgemachte und
S3TC getaufte Texturkom-
pression neben einer 2x-Pixel
und 2x-Textur-Pipeline. Zum
Vergleich: Eine GeForce 256
arbeitet mit einer 4x-Pixel und
1x-Textur-Pipeline. Sie jagt mit
jenen Spezifikationen 480 Milli-
onen Pixel und 480 Millionen
Texel pro Sekunde durch ihre
Leitungen, wobei die Viper II
250 Millionen Pixel und dank
der zweifachen Textur-Pipeline
stolze 500 Millionen Texel pro
Sekunde schafft. Aber nur
wenige Spiele unterstützen die
Mehrfach-Texturierung,
wodurch sich die 500 MTexel
nicht sonderlich bemerkbar
machen. Wichtiger wäre ein
höherer MPixel-Wert, denn mit
250 MPixel ist die Diamond
recht knapp ausgestat-
tet. In unseren
Direct3D-Benchmarks
schlug sich die Viper
II so gut wie eine
TNT2-Ultra-Grafik-
karte, während
sie im Q3A-
Benchmark
unter »NOR-
MAL«, 10 Pro-
zent langsamer und
unter »HIGH QUALITY« der
GeForce (SD-RAM) um circa
drei Frames überlegen war. Die
Viper II ist dank hardwareseiti-
ger DVD-Beschleunigung in der
Lage, DVDs ohne MPEG-Karte
(mit dem Zoran-Player) wieder-
zugeben.
Fazit
Seit dem Savage 3D-Chip
(erschienen 1998) hoffen wir auf
ein Silizium von S3, welches es
mit aktuellen Kontrahenten auf-
nehmen kann. Der Nachfolger
Savage 4 (erschien 1999) war
anfangs ebenfalls als High-End-
Chip angepriesen - nach seiner
Veröffentlichung wurde er mit
den ersten veröffentlichten
Benchmarks schnell auf die hin-
teren Plätze verwiesen. Auch
der neueste Savage 2000 auf
der Viper II ist nicht in der Lage,
den derzeit schnellsten Grafik-
karten (GeForce 256-DDR) Paroli
zu bieten. In der Leistung ist die
Viper II etwa zwischen einer
TNT2-Ultra und einer GeForce
256 (SD-RAM) anzusiedeln. Aber
allzu sehr sollte man das S3
nicht ankreiden, zumal der Preis
nicht in solch astronomischen
Höhen herumgeistert. Warten
wir also weiterhin auf Treiber,
die Transform&Lighting voll
unterstützen und einen leichten
Preisrutsch - dann dürfte die
Viper II eine attraktive Alternati-
ve zu GeForce-Karten mit SD-
RAM darstellen, (jr)
33PLAYER
WERTUNG
DIAMOND VIPER II
ca. 400 Mark ■ Grafikkarte
Pro:
Optimierte Q3A-Leistung
S3-Texturkompression
Contra:
Unausgereifte Treiber
Nicht der erwartete
Überflieger
IHttMINÜI
Microsoft IntelliMouse Hover
Bei Microsoft greifen die Pro-
duktdesigner wohl demnächst
nach den Sternen. Als ob die
hypersensitive IntelliMouse
Explorer mit der digitalen Kame-
ra noch nicht gut genug wäre,
schieben die Jungs aus Red-
mond bereits jetzt einen Nach-
folger hinter-
her: Die Intelli-
Mouse Hover. Man
kann es wohl nicht dul-
den, wenn Hersteller wie
Kärna mit genaueren Mäusen
herumtanzen (Razor Boomslang
2000). Und so kommt es, dass
eine im Hardware-Bereich bis
dato gänzlich unbekannte Tech-
nologie aus geheimen Entwi-
ckler-Akten ans Tageslicht
kommt. Vorhang auf für die Luft-
kissen-Unterseite, welche die
Maus 0,12 Millimeter über der
Unterlage schweben lässt. Dank
des integrierten Antigrav-Sen-
sors (bestehend aus Titanium-
Elementen - deshalb der hohe
Preis) erreicht die Hover-Maus
eine Genauigkeit von 8000 dpi
(Boomslang: 2000 dpi).
Fazit
Kaum zu glauben. Microsoft
konzentrierte sich auf die Profi-
Spieler und lief mit seiner Hover
der Razor Boomslang glatt den
Rang ab. In Ego-Shootern klebt
das Fadenkreuz nur so am Geg-
ner - unser Shooter-Redaktions-
Ass zockte damit gegen einige
der besten Clan-Leute weltweit
und machte sie alle platt.
Genauso muss Profi-Hardware
aussehen. Einzig der mitgeliefer-
te Diesel-Generator könnte
etwas leiser rattern, (jr)
USPumR
WERTUNG
MICROSOFT INTELLIMOUSE HOVER
ca. 360 Mark ■ Profi-Maus
Pro:
Konkurrenzlose Technologie
Gewinnt jedes Deathmatch
Contra:
Diesel-Generator nervt
■ Ansteigende Diesel-Preise
GESAMTURTEIL y-
PC PLAYER APRIL 2000 191
HARDWARE
Technik
Treff
Hardware-Experte
Henrik Fisch
beantwortet Ihre
Technik-
Fragen.
Sie fragen, wir antworten: Tipps & Tricks rund um den PC.
■ Shareware DVD-Player
Ich wollte fragen, ob es im Internet
einen Shareware DVD-Videoplayer
gibt. Wenn ja, verratet mir doch bitte
die Adresse, wo man das Programm
runterladen kann. Ich bedanke mich
für Eure Mühe. (Thomas Becker)
Eine gute Anlaufstelle zum Thema MPEG
und DVD ist »www.mpeg.org«. Dort findet
man alles rund um das Thema MPEG,
DVD, Herstellerlisten, Source-Codes für
MPEG-Software (für denjenigen, der so
etwas Mal selber programmieren will) und
Der »PowerDVD«-Player von Cyberlink grabbt sogar
Bildschirm-Fotos aus dem Video (hier »Matrix«).
auch Freeware-Player. Allerdings kennen
wir bisher keinen vernünftigen, frei verfüg-
baren Player zum Thema MPEG-2 oder
DVD. Da wird man wohl auf eine käuflich
erhältliche Software ausweichen müssen.
Der »DVD-Player« von Xing machte einen
ausgezeichneten Eindruck, allerdings ist er
von der Web-Site www.xingtech.com ver-
schwunden und man findet dort auch kein
Sterbenswörtchen mehr über das Produkt
(außer im Forum). Auch bei einigen von
uns besuchten Web-Shops erhaschten wir
nur noch den Hinweis, dass das Produkt
nicht mehr verfügbar wäre. Wir vermuten
eventuell, dass Xing die Konsequenzen
gezogen hat, weil mittels dieses Players
das DVD-Decoder-Tool »DeCSS« program-
miert werden konnte. Schade! Ein wei-
terer interessanter Software-Player ist
»PowerDVD« von CyberLink
(www . cyber
link . com). Auf der Web-Site gibt es auch
eine frei erhältliche, allerdings abgespe-
ckte Version zum ausprobieren.
■ AMD auf alten Boards
Ich besitze einen alten Pentium/1 66-
Prozessor auf einem Asus-P55T2P4-
Motherboard. Auf dem Board sind 512
KByte Cache und 64 MByte Arbeits-
speicher. Die geringste Prozessorspan-
nung, die sich einstellen lässt, beträgt
2,5V. Jetzt habe ich in
einer Zeitschrift gele-
sen, dass sowohl der
AMD K6-2, als auch der
K6-3 zumindest in der
400 MHz-Version auf
alten Socket-7-Boards
laufen, da sie den Multi-
plikator von zweifach
einfach als sechsfach
interpretieren. Die
genannten Prozessoren
benötigen aber eine
Core-Spannung von 2,2,
beziehungsweise 2,4
Volt. Kann ich die Pro-
zessoren trotzdem auf
dem Board laufen lassen oder gibt es
noch andere Möglichkeiten die Core-
Spannung runterzudrehen? (Robert)
Richtig: Da das T2P4-Board von Asus die
neuen Prozessoren schlichtweg nicht
kennt, stellt man es auf zweifachen Takt
und der 400-M Hz-AMD
Prozessor interpretiert
das als sechsfachen
Takt. Bei 66-MHz-Bus-
takt bekommt man da-
durch 396 MHz am Pro-
zessor, was noch inner-
halb der 400 MHz liegt.
Der Multiplikator ist
hier also nicht das Pro-
blem, wohl aber die
Prozessorspannung. Der 400er darf nur
mit einer Spannung von 2,2 Volt gefüttert
werden. Da sind die vom Motherboard
gelieferten 2,5 Volt definitiv zu viel. Anders
beim K6-3/400, der 2,4 Volt haben will.
Laut Datenblatt passen da gerade auch
eben noch 2,5 Volt, dann sollte man den
Chip aber gut kühlen (Lüfter sowieso
obendrauf, und in der Nähe des Netzteils
unterbringen).
Allerdings gibt es noch ein anderes Pro-
blem: nämlich der Strom, der durch den
Prozessor fegt. Der ist nämlich wesentlich
höher als bei einem Pentium/166 und den
kann das T2P4-Board vermutlich schlicht-
weg nicht liefern. Wir würden deswegen
auf jeden Fall zu einem neuen Motherbo-
ard raten.
Inzwischen gibt es übrigens auch K6-2-
Prozessoren mit 450, 475, 500 und 533
MHz. Die Tabelle gibt Auskunft über die
benötigten Prozessor-Spannungen der K6-
2- und K6-3-Prozessoren.
■ Lahmes Modem
In der Ausgabe 1/2000 hatte Sebastian
Klaar geschrieben, dass sein Modem zu
langsam ist. Dazu habe ich folgenden
Tipp: Dieses Problem hatte ich auch,
aber es lag nicht an einer schlechten
Verbindung oder am Provider. Die Kon-
figuration des Modems in der Registry
von Windows war schuld. Die beim
Installieren der Modem-Treiber einge-
tragenen Init-Strings sind meiner Erfah-
rung nach meistens viel zu lang, und
verursachen eine »langsame« Verbin-
dung. Die Standardeinstellungen der
AMD-Prozessorspannungen k
Prozessor
Spannung
Proz.-Bustakt
IV
lultiplikator
AMD K6-2/400
2,2 Volt
100 MHz
4x
AMD K6-3/400
2,4 Volt
100 MHz
4x
AMD K6-2/450
2,4 Volt
100 MHz
4,5x
AMD K6-3/450
2,4 Volt
100 MHz
4,5x
AMD K6-2/475
2,4 Volt
95 MHz
5x
AMD K6-2/500
2,2 Volt
100 MHz
5x
AMD K6-2/533
2,2 Volt
97 MHz
5,5x
192 PC PLAYER APRIL 2000
HARDWARE
WINDOWS-98-UPDATE
Ich habe Windows 3.11 und darauf
Windows 95A als Update-Version
installiert. Kann ich darüber auch
noch Windows 98 als Update instal-
lieren? Oder sollte ich auf Windows
2000 warten? (Ulrich Droge)
Das Update von Windows 98 lässt sich
problemlos über ein Windows 95
installieren. Wir empfehlen allerdings
vorher eine komplette Neuinstallation
des Systems, damit nicht eventuell
alter Treiber- und DLL-Müll übernom-
men wird. Zu Windows 2000 raten wir
im Moment noch nicht. Unser Hard-
ware-Mann Jochen Rist hat in dieser
Ausgabe (siehe Seite 188) zu dem
Thema einige interessante Feststellun-
gen gemacht.
meisten Modems sind bereits optimal,
und brauchen keinen extra Init-String.
Ein Reset (AT&F) reichte bei mir zum
Beispiel vollkommen aus. Man erhält
damit eine mit Kompression 1 1 5000
bps schnelle Verbindung. Um das zu
erreichen ändert man in der Registry
folgende Einträge:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\
CurrentControlSet\Services\Class\
ModemXOOOOMnit
Schlüssel 2 in »AT&F« und unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\
CurrentControlSet\Services\Class\
ModemXOOOOXSettingsMnit
muss auch der Schlüssel 1 in »AT&F«
geändert werden.
(unbekannter Absender)
Wir bedanken uns für diesen Tipp, geben
aber zu bedenken, dass Fummeleien an
der falschen Stelle in der Registry von
Windows sehr fatale Folgen haben kann -
Windows läuft dann unter Umständen
schlichtweg nicht mehr. Also bitte Vorsicht
und lieber dreimal nachkontrollieren,
bevor man auf »o.k.« klickt.
■ Kein Umtausch
Ich besitze zwei Asus-V3000-Grafik-
karten, die beide defekt sind. Ich
schickte eine an den Händler zurück
von dem ich die Karte erstand. Dieser
wollte die Karte nicht annehmen, da
die gesetzliche Gewährleistung von
einem halben Jahr abgelaufen ist. Die
Karte kam mit einem Hinweis zurück
an mich, dass ich diese doch direkt an
Asus schicken soll. Zur Entlastung
des Händlers frei Haus. Gesagt, getan,
ich schickte die beiden defekten Kar-
ten also direkt an Asus in Ratingen.
Die Karten kamen prompt von dort
zurück. Annahme verweigert ohne
Kommentar: Ich bin sehr verärgert!
Wo ist jetzt bitte schön die 36 mona-
tige Garantie mit der geworben wird
und die Sie bei jedem Asus-Produkt in
Ihrer Zeitung erwähnen? (Tobias Kahle)
Das Problem ist, dass Asus wohl 36 Mona-
te Garantie leistet, der Händler diese aber
im Falle einer Garantie an Asus weiterlei-
ten muss. Vielleicht handelt es sich hier
auch nur um ein Missverständnis und der
zuständige Händler hat vielleicht nicht
mehr daran gedacht, dass Asus mehr
Garantie gibt. Auf jeden Fall hilft hier wohl
noch einmal ein klärendes Telefonge-
spräch. Außerdem kann ein Anruf bei der
Asus-Hotline für Grafikkarten in Deutsch-
land (02102-95990) mit einem dezenten
Hinweis auf die 36 Monate Garantie auch
nicht schaden.
■ GeForce lahmt
Ich habe mir vor circa einem Monat
eine »GeForce«-Karte von Guillemot
gekauft, die ich trotz verzweifelter Ver-
suche nicht zum Laufen gebracht habe.
Also habe ich sie eingeschickt und mir
wurde sogar bestätigt, dass sie defekt
war. Mit dem Ersatz habe ich dasselbe
Problem. Nun wollte ich Sie um Rat bit-
ten: Ist es möglich, dass mein Mainbo-
ard die Karte nicht mit genügend Strom
Moderne Grafikkarten mit dem
»GeForce 256«-Chip von
Nvidia benötigen eventuell so
viel Strom, dass der ganze PC
nicht mehr stabil läuft.
So erreichen Sie uns
Brennt Ihnen eine Frage zu den
Mysterien der PC-Technik auf der
Zunge? Versiegt die Spiele-Lust im
Hardware-Frust?
Schreiben Sie uns; wir versuchen
Ihre Fragen in der nächsten
Ausgabe unterzubringen.
versorgen kann? (per E-Mail)
Das kann sogar sehr gut sein, was die
Karte dann allerdings nicht beschädigen
würde. Leider waren die Motherboard-
Hersteller vor ein bis zwei Jahren noch
nicht darauf vorbereitet, dass moderne
Grafikkarten fast so viel Leistung wie ein
Prozessor verbraten. Deshalb waren
weder die AGP-Slots noch die Stromver-
sorgungen darauf ausgerichtet. Hier hilft
nur der Tausch gegen eines der neuesten
Motherboards.
■ Temporäres Laufwerk
Wie ändere ich das temporäre Win-
dows-Verzeichnis auf ein anderes
Laufwerk? (per E-Mail)
Hier ist Handarbeit in der AUTOEXEC.BAT
gefragt. Die finden Sie im obersten Ver-
zeichnis der C-Festplatte. Schnappen Sie
sich den »Editor« und öffnen Sie diese
Datei. Dann suchen Sie nach einer Zeile
die folgendermaßen aussieht:
SET TMP=C:\WINDOWS\TMP
Ändern Sie diese auf ein vorhandenes
Verzeichnis einer anderen Festplatte und
fertig ist die Laube. Wenn diese Zeile
nicht existiert, tragen Sie einfach am
Schluss der Datei ein. Kopieren Sie diese
Zeile und tragen Sie sie ein zweites Mal
ein, nur dass Sie bei der zweiten Zeile das
»TMP« nun mit »E«, also als »TEMP«
schreiben. Als Beispiel nehmen wir ein-
mal an, dass Sie das TEMP-Verzeichnis
von Windows auf Laufwerk D haben wol-
len:
SETTMP=D:\TEMP
SETTEMP=D:\TEMP
Danach speichern Sie die Datei,
schließen den »Editor« und starten
Windows erneut. Allerdings machen
wir darauf aufmerksam, dass einige
schlecht programmierte Programme
sich nicht um diese Einstellungen scheren
und das TEMP-Verzeichnis grundsätz-
lich auf C vermuten. Da hilft dann im Falle
einer Fehlermeldung nur eins: Platz schaf-
Unsere Adresse:
Future Verlag GmbH
Redaktion PC Player
Stichwort: »Technik Treff«
Rosenheimer Str. 145h
81671 München
oder per E-Mail an
techniktreff@pcplayer.de
Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Zeitgründen keine individuellen Ratschläge ertei-
len können. Bitte schicken Sie also weder Rückporto noch frankierte Umschläge. Außerdem
ganz wichtig: Bitte, bitte fügen Sie der E-Mail Ihren vollen Namen hinzu.
Technikhotline für PC Player,
Mo-So 7-24 Uhr (0190) 882 - 419 - 43 (3,63 Mark/Minute)
PC PLAYER APRIL 2000 193
RUBRIKEN
MAILBOX
Hallo zusammen - wir freuen uns, etwas von
Ihnen zu hören. Also ran an die Tastatur oder
den Stift und einen Brief mit Kommentaren,
Lob oder Tadel zur aktuellen Ausgabe und
der Spieleszene im Allgemeinen geschrieben.
■ Tim, bleib bei uns!
Wie so oft im Leben liegen auch Freud und
Leid von Computerspielern nahe beieinan-
der. Heute war wieder so ein Tag. Da
erfährt ein alter Adventure-Haudegen wie
ich, dem so gar kein 3D-Echtzeit-Strategie-
Action-RPG auf die Festplatte kommen
will, innerhalb von wenigen Stunden, dass
LucasArts an »Monkey Island 4« bastelt
und Tim Schaefer LucasArts verlässt. Wie
soll das denn gehen? Wie bitte schön soll
ich mich denn jetzt fühlen? Wer denkt an
mein seelisches Gleichgewicht? Wo hän-
gen die Unterschriftenlisten aus, bei denen
ich dafür votieren kann, dass a) Tim Schae-
fer wenigstens noch beim Story-Board von
Monkey Island 4 Hand anlegt und b) das
Spiel bloß nicht so ein albernes 3D-Action-
Rumhüpf-WoissennurderSchlüsselfürden-
LevelAusgang-Spiel im uniformierten SD-
Grafikkarten-Einheitslook wird? Ansonsten
hat LucasArts bei mir nämlich nach dem
mäßigen »Indiana Jones und der Turm
von Babel« und dem wohl von der Putz-
frau programmierten »Episode 1: Die dun-
kle Bedrohung« ein für allemal verspielt.
(Carsten Born)
Ihren Brief würden wir komplett
unterschreiben. Bis auf einen Punkt:
Indys Abenteuer in 3D machen Spaß.
Ehrlich. Allerdings, und das ist in der
Spielewelt höchst selten: Sie müssen
schon ein paar Level weit spielen.
Optisch gewinnt Indy wahrlich keinen
Blumentopf.
■ Sprachstörungen
Auf meine Anfrage teilte mir Microprose
Deutschland mit, »Mech Commander Gold«
werde es nicht in deutsch geben, da sich die
Lokalisierung nicht lohne. Fein. Mein Hin-
weis, man könne doch das englische Pro-
gramm mit dem deutschen Originalhand-
buch und einem Zusatzheft zu den Erweite-
rungen auf den Markt bringen, blieb unbe-
antwortet. Jetzt gibt es die Missions-CD
»Mech Warrior 3: Pirate's Moon«, wieder nur
als Import und zu einem unverschämten
Preis (70 Mark für eine Erweiterung sind
happig). Ich spiele jetzt seit 12 Jahren Battle-
tech-Titel und habe jedes bisschen Software
zu dem Thema, aber weder ich noch meine
37 Mitspieler in Köln werden diesen Preis
bezahlen. Microprose Deutschland hat sich
bisher zu meiner diesbezüglichen Mail nicht
geäußert, Microprose USA will sehen, was
sich in Zukunft tun lässt. Frage: Wozu soll
man sich ein Spiel in der deutschen Version
kaufen, wenn man nicht mit den kommen-
den Erweiterungen rechnen kann? Da kaufe
ich doch besser gleich die englische Fas-
sung. Und der Versuch, deutschen Impor-
teuren »das Wasser abzugraben«, vereitelt
schon das Internet mit seinen Bestellmög-
lichkeiten. Mit ihrer Politik machen die Spie-
lefirmen sich nur selbst kaputt, denn: Der
einzige Weg, diesen Leuten zu zeigen, dass
sie mit den Gamern nicht alles machen kön-
nen, ist ein Boykott. Nur: Dann fliegen die
Leute raus, welche die Arbeit machen, nicht
die Misswirtschafter.
Mal ein Wort an die Leser-Gemeinde: Es
muss nicht immer das Neueste am Markt
sein. Es gibt jede Menge Programmperlen
Unsere Mail-Adresse:
mailbox@pcplayer.de
per Post:
Future Verlag GmbH,
PC Player, Steffis Mailbox,
Rosenheimer Str. 145h, 81671 München.
Alle 14 Tage?!?
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Bau/cd]
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ftNTASY 8
1 ■Jmru- '
24x pro Jahr?
Habt Ihr Euch
schon einmal
überlegt, vier-
zehntägig zu er-
scheinen? Die
c't hat es ja mit
Erfolg vorge-
macht. Wäre
echt toll!
(Paul Bellen-
dorf)
Hui, und wer soll die ganzen Spie-
le programmieren, die wir dann in
jedem zweiten Heft zusätzlich
testen sollen? Ansonsten würde
unser Heft ja sehr viel dünner
werden.
Die Jungs bei der c't haben außer-
dem viel mehr Themen, über die
sie berichten können (beispiels-
weise exotische Hardware wie
Scanner und digitale Kameras,
Profi-Netzwerkkomponenten, Ex-
perten-Programmierkurse, Artikel
zu PC-Recht, Apple und Linux.
mit einigen Jahren auf dem Buckel: »Pri-
vateer«, »Strike Commander«, »Wing
Commander 2«, »SimCity 2000«, »Com-
mand & Conquer 1 & 2«, »Dune 2« und
viele andere. Vielleicht nicht mit Supergra-
fik, aber oft mit mehr Spielwitz als manch
neuer Titel. Wühlt mal im Schrank und
lasst Euch überraschen.
(Andreas Clausing)
Unsere Test-Crew freut sich auch
nicht gerade über Sprachenwirrwarr
und die Politik, manche Missions-CDs
quasi nur nebenher zu vertreiben.
Oder nimmt man bei den Herstellern
194 PC PLAYER APRIL 2000
RUBRIKEN
Ultima 9 - Ascension: Die
amerikanische »Dragon Edi-
tion« gibt's offiziell nicht in
Deutschland.
an, die Fans der Spiele
würden diese eh schon in
Englisch kaufen und damit
auch die englischen
Erweiterungen bevorzu-
gen? Gerade auf eine
CD/DVD passen doch bei-
spielsweise so-
wohl englische als
auch deutsche
Hallensprecher f
(»NBA 2000«
hat im Ge-
gensatz zum
Vorgänger nur noch
deutsche Stimmen).
Kein Witz: Electro-
nic Arts zeigt sich
übrigens bis heute
nicht in der Lage,
uns die Missions-
CD »Antiteam« für
»Sid Meier's Gettysburg« zum Testen
zu schicken.
Alte Spieleperlen: Stimmt genau -
und oft sind zahlreiche dieser Titel in
Sammlungen oder zum Taschengeld-
preis zu haben. Also, artig unsere
Sparschwein-Artikel lesen und Floh-
märkte abklappern.
Sammler und Jäger
Ich bin ein begeisterter Ultima-Fan und
habe eine Frage zur besser ausgestatteten
»Dragon Edition« von »Ultima 9 - Ascen-
sion«. Diese würde ich nämlich zur Ver-
vollständigung meiner Sammlung gern
mein Eigen nennen. Die Suche im Internet
stellt mich aber vor ein Problem, da auf
den Electronic-Arts-Seiten dieses Paket
nur im amerikanischen Shop angeboten
wird. Wie kann ich sie hier bekommen?
Oder wird es genug Exemplare geben, die
auch regulär in die Läden kommen? Oder
kann ich mir das in den USA bestel-
len, obwohl keine Versandart Rich-
tung Europa zu finden ist? Falls
Letzteres zutrifft, würde ich mich
sehr freuen, wenn Sie mir kurz
beschreiben, wie das dann tech-
nisch gehen soll.
(Andreas Schmidt)
Unsere Rollenspiel-
Sammler haben sich
die englische »Dra-
gon Edition« per
Kreditkarte
bei der Elec-
tronics Boutique,
www . ebworld . com,
bestellt. Allerdings
kamen zu rund 110
Mark für das Spiel noch
einmal rund 100 Mark
Porto - bei fünf Bestel-
lern allerdings erträgliche 20 Märker
pro Nase. Manchmal landen die
Schätze auch im Zoll, rechnen Sie
dann erneut 20 Prozent auf den
Grundpreis.
Zahlreiche Spieleläden wie PC Fun
(www.pcfun.de) bieten ebenfalls US-
Importe an - teilweise aber mit safti-
gen Aufschlägen. Vergleichen lohnt!
Ob die deutsche Fassung von »Ultima
9 - Ascension« auch in einer Spezial-
verpackung erscheint, war zum Re-
daktionsschluss noch nicht bekannt.
Schnell-Tests?
Mal ehrlich: Wie lange testet Ihr denn?
Eine halbe Stunde oder was? Die größte
Herausforderung bei »Planescape: Tor-
ment« sind ja wohl weniger die Quests
als Probleme wie das Ruckein der Haupt-
figuren und der Grafik-Engine nach den
ersten zwei Schritten. Hier hilft nur der
Keiner kennt sie
Mir fallt in letzter Zeit immer öfter fol-
gendes auf: Wenn ich alte Spiele auf
meinen Laptop spiele, fragen mich die
Leute, was das für ein schlechtes Spiel
sei. Ich antworte beispielsweise bei
»Dune 2« mit »Das ist der Vorgänger
von Command & Conquer.« Die Leute
starren einen dann an und gehen,
anstatt zu fragen, ob sie selbst mal
spielen könnten. Warum wollen man-
che lieber den neusten Schrott als gute
alte Klassiker? (Ulrich Hartinger)
Weil sie nur nach toller Grafik
schielen? Weil sie die Klassiker
nicht kennen? Hier sind die Vete-
ranen gefragt, den nachwachsen-
den Jungs und Mädels ein paar
Nachhilfestunden in Spiele-Ge-
schichte zu geben.
Tod samt Auferstehung oder das Laden
eines Spielstandes. Oder: Wie komme ich
in die Gießerei? Oh, ich weiß: Ich kaufe
mir für dieses Kapitel einfach die eng-
lische Version. Da für mich die Spielbar-
keit eine Voraussetzung für eine gute
Wertung ist, frage ich mich, wie das Spiel
auf 86 Punkte Spielspaß kommt? Ich
meine, vielleicht habt Ihr zu viel zu tun
und freut Euch über Bugs? Udo: »Boah,
guck mal, Roland: ein Fehler in Torment,
da komm ich nicht weiter.« Roland: »Cool,
gehen wir 'ne Wochen Ski fahren, viel-
leicht gibt's bis dahin ja 'nen Patch.«
Und wenn Ihr »Ultima 8« »SuperAvatar
Brothers« nennt, dann müsste »Ultima 9 -
Ascension« eigentlich »Tomb Raider 9:
The now really and forever last Ascen-
sion« heißen. Fertig gemotzt. Der Rest
gefällt mir. Aber bitte testet demnächst
Mammut-Spiele wie Planescape und Ulti-
ma 9 gründlicher. (Florian Gebhardt)
Roland und Udo sind nicht der Mei-
nung, die beiden Rollenspiele nicht
gründlich genug getestet zu haben.
Und über Bugs freut sich hier nie-
mand, auch wenn das von Dir ange-
sprochene »Zeitlupen«-Problem exis-
tiert. Allerdings ist es Roland bei sei-
nem mehrtägigen Test am heimischen
Pentium/200 nicht aufgefallen - so
etwas soll es geben.
Neben einem Patch im Internet, der
das Problem behebt (siehe auch den
Bug-Report der letzten Ausgabe) hilft
es, das Spiel mit ALT-F4 scheinbar
beenden zu wollen, dann bei der
Abfrage aber zu verneinen. Oh, und
»Planescape: Torment« bekam 89
Punkte - und Roland stand noch nie
auf Skiern.
PC PLAYER APRIL 2000 195
RUBRIKEN
Wie alt ist Steffi?
Ich weiß zwar, dass man
danach nicht fragt, aber:
Steffi, ich würde doch
gern mal wissen, wie alt
Du bist. Auf den Fotos in der Player
siehst Du älter aus als in den Videos. Das
ist nicht böse gemeint, aber auf den
Fotos wirkst Du wie Ende 20, in den
Videos eher wie Anfang 20. Würdest Du
uns Dein wahres Alter offenbaren? Gibt
es auch Autogrammkarten von Euch?
Wenn ja, dann hätte ich gern welche.
(Heiko Böker)
Alter Schmeichler - Autogrammkar-
ten gibt es leider keine, aber die
ersten fünf Leser, die mein Alter
richtig raten, bekommen eine von
allen Redaktionsmitgliedern unter-
schriebene PC Player. Und einer
Wunsch-Widmung von mir. Ab mit
der Postkarte mit dem Stichwort
»Steffi« an unsere Adresse im
Kasten unten. Wie üblich ist der
Rechtsweg ausgeschlossen ... und
natürlich alle Future-Mitarbeiter.
Einsendeschluss ist der 28.3.2000.
Indizier' mich!
Anscheinend lässt sich die Bundesprüfstel-
le beeinflussen. Oder wie könnte man sonst
erklären, dass bestimmte Spielserien ruck-
zuck indiziert werden, »Unreal Tourna-
ment«, das schon länger auf dem Markt ist,
aber nicht? Und obwohl Unreal Tourna-
ment bereits auf der Verpackung ein Bild
zeigt, auf dem ein Bot den Kopf »verliert«
und im Spiel Kopfschüsse mit einem »Head
shot!«-Ruf fast verherrlicht werden. Natür-
lich geht die Indizierung einiger Titel in Ord-
nung, aber die BPjS hat die wahrscheinlich
oft nur deswegen so schnell indizieren kön-
nen, weil die Vorgängerspiele alle indiziert
wurden. Als Entschuldigung wird es hei-
ßen, bei Tournament gibt es mehrere Spiel-
Modi, die noch nicht ganz durchforstet sind,
oder sind die Tester dort zu schlecht? Oder
wie soll sonst die Erklärung lauten? (Ger-
hard Jaschek)
Die Bundesprüfstelle wird nach wie
vor erst auf Antrag beispielsweise
eines Jugendamtes tätig. Dieses wird
meist von einer dritten Person auf
Gewalt in einem bestimmten Spiel
hingewiesen. Zur Prüfung geht das
Spiel dann nach Bonn. Die Indizie-
rungschancen steigen, wenn schon
einer oder mehrere Vorgänger auf
dem Index gelandet sind. Das ist bei
»Unreal«, das der BPjS in einer teil-
weise entschärften deutschen Ver-
sion vorgelegt wurde, nicht passiert
- und so haben es die Experten ver-
mutlich schwieriger. Unreal Tourna-
ment zu indizieren. Sonst würden sie
eventuell eingestehen, schon den Vor-
gänger »falsch« eingeschätzt zu
haben. Aber über eine Nicht-Indizie-
rung hat sich bei uns noch nie ein
Leser beschwert ...
Sorge um den Duke
Ich habe das Interview mit dem »Duke
Nukem Forever«-Programmierer gelesen,
in dem er meint, dass die Grafik an die des
Dreamcast-Titels »Shen Mue« heran-
kommt. Ich habe mir alle Duke-Bildschirm-
fotos angesehen und mir auch einen
Shen-Mue-Trailer unter www . rpgamer .
com/games/upcoming/shien/shien
prop.html herunter geladen. Ob sie die-
ses Niveau mit ihrer aufgebohrten »Unreal
Tournament«-Engine erreichen können?
(Stephan Wamann)
Zweifelsohne wird Duke Nukem For-
ever ein grafisch höchst beeindru-
ckendes Spiel. Die Jungs von der Vi-
deo Games hatten eine Importversion
von »Shen Mue« in den Händen - und
sooo bahnbrechend sah das Action-
Adventure in 640 mal 480 Punkten
nicht aus. Realistisch, aber nicht die
erhoffte Offenbarung. Drücken wir 3D
Realms weiter die Daumen.
Ich bin Arzt, kein Spieletester
Leute, Ihr seid Redakteure und keine
Schauspieler - vor allem keine guten. Und
Ihr seid total unkomisch, seid mir versi-
chert, das ist nicht nur meine Meinung. Die
Multimedia-Leserbriefe sind eine schreck-
liche Peinlichkeit. Der durchs weglassen
freiwerdende Platz auf der CD-ROM könn-
te für mehr Tools wie »ACDSee« oder
»McAffee Virusscan« in Shareware- Vers Jo-
nen genutzt werden. Und last but not least:
Die Seite mit den Redakteur-Personalities
könnt Ihr drei-mal-bitte-bitte-mit-Zucker-
drauf ersatzlos streichen, niemand ist an
Eurem Privatleben interessiert und was Ihr
gerade für eine CD hört. Interessant sind
dagegen hoffentlich auch weiterhin Eure
Spiele-Tests (die in den vergangenen zwei
Jahren erfreulicherweise an Seitenzahl
zugenommen haben). (Florian Rampp)
Das ist aber hart. Unsere Leser-Mit-
machkarten sprechen da eine ganz
andere, deutlich positivere Sprache.
Und viele Player-Fans haben sich bitter
beschwert, dass wir unsere monat-
lichen Redakteurs-Infos bei unserer
Layout-Umgestaltung etwas einge-
dampft haben. Wollt Ihr mich und die
anderen wirklich nicht mehr in Bild
und Ton sehen? Schnüff.
Neue Rubrik?
Als ich in der letzten Ausgabe den Leser-
brief »Adventure-Mangel« durchlas, kam
mir die Idee für eine neue Rubrik in der PC
Player. Ich könnte mir vorstellen, dass sie
unter dem Namen »Die besten Spiele aller
Zeiten« läuft und die Leser diese Seite mit
Inhalt füllen. Diese Idee ähnelt zwar der
»Hall of Farne«, jedoch würde mich kon-
kret die Meinung anderer Leser interessie-
ren, die dann zu ihrem genannten »Ever-
green« eine kleine Geschichte erzählen
könnten. Mir geht zum Beispiel das Spiel
»Zak McKracken« nicht aus dem Kopf und
ich denke, dass jüngere Leser, die solche
Titel nicht mehr kennen, Anregungen fin-
den könnten, um beispielsweise die
momentane Dürrezeit der Adventures mit
alten Titeln zu überbrücken.
(Michael Bleß)
Witzige Idee! Was meinen die anderen
Leser? Schicken Sie uns doch mal ein
paar Oldie-Anekdoten!
Lara nackt
Ich lese seit neuestem Eure Zeitschrift und
finde sie ausgezeichnet. Das Einzige was
mich stört: Ihr habt zu wenig Cheats. Noch
zwei Bitten: 1. Könntet Ihr Lara Croft ein-
mal nackt zeigen? 2. Ich habe bei »Conflict
Freespace« ein Problem mit dem Mis-
sions-Editor »Fred«, und zwar weiß ich
nicht, wie man ihn benutzt. Hättet Ihr eine
Gebrauchsanleitung für mich?
(Vadim Eckert)
Zu wenig Cheats? Welche hättest Du
denn gern? Hinweise nimmt Stefan
(stefan.seidel@future-verlag.de) ent-
gegen.
Zu Frage 1: Nein.
Zu Frage 2: Schau mal vorbei auf
http : //descent . gamestats . com/FSl/f red
Leserbriefe an die Redaktion kön-
nen Sie am praktischsten per E-
Mail loswerden. Unsere Anschrift
im Internet ist
mailbox@pcplayer.de
Natürlich erreichen uns auch Brie-
fe an:
Future Verlag GmbH
Redaktion PC Player
Steffis Mailbox
Rosenheimer Str. 145h
81671 München
Bitte haben Sie Verständnis dafür,
dass wir nicht jede einzelne
Zuschrift individuell beantworten
können. Beim Abdruck von
Leserbriefen behält sich die Re-
daktion Kürzungen vor.
196 PC PLAYER APRIL 2000
RUBRIKEN
Tipps 8l Tricks per Fax
Sie kommen bei einem Spiel nicht weiter? Kein Pro-
blem: Mit unserem Fax-Service können Sie Lösungen zu
wichtigen Spielen komfortabel rund um die Uhr abrufen.
Kosten: DM 1,21 pro
Minute (Die Abrech-
nung erfolgt über Ihre
Telefonrechnung).
Service Provider:
DeTeMedien.
Achtung: Bitte
beachten Sie die
jeweiligen Seitenzah-
len der Artikel. Einige
Lösungen sind auf
Grund der Komplexität
der Spiele sehr um-
fangreich ausgefallen.
Spiele-Hotline für PC Player, Mo-So 8-24 Uhr (01 90) 873 - 268 - 1 1 (3,63 Mark/Minute) * Abruf nur innerhalb
Technik-Hotline für PC Player, Mo-So 7-24 Uhr (0190) 882 - 419 - 43 (3,63 Mark/Minute) DeutschiZdsmögiich.
Haupt-Inhaltsverzeichnis aller abruf baren Artikel: Telefonnummer (0190) 192 464 - 000
Möglichkeit 1:
Faxgerät am Hauptanschluss
Wählen Sie mit dem Telefon am Faxgerät die
gewünschte Nummer aus der PC- Player- Fax-
Datenbank. Sobald Sie das Tonsignal (Pfeifen)
hören, drücken Sie die Starttaste am Faxgerät.
Die Seiten werden dann übertragen.
Möglichkeit 2:
Faxgerät an einer Nebenstelle
Rufen Sie die gewünschte Nummer aus der PC-
Player- Fax- Datenbank mit einem beliebigen Tele-
fon aus der Nebenstellenanlage an. Sobald Sie
das Tonsignal (erstes Pfeifen) hören, verbinden Sie
einfach an das Faxgerät weiter und legen auf.
Tipps & Tricks zu
Seiten
Telefonnummer
Age of Empires 2
(Mehrspieler-Level)
10
4
(0190
(0190
1 92 464 - 1 1
192 464-115
Aqe of Wonders
2
(0190
192 464-132
Alpha Centauri, Einsteigertipps
1
6
(0190
(0190
1 92 464 - 068
1 92 464 - 070
Amerzone
2
(0190
1 92 464 - 1 1 1
Anno 1602:
Neue Inseln, neue Abenteuer
4
(0190
1 92 464 - 050
AOE: Rise of Rome, Einsteigertipps
2
7
(0190
(0190
1 92 464 - 040
1 92 464 - 056
Baldur's Gate
(Subquests)
13
5
(0190
(0190
1 92 464 - 065
1 92 464 - 072
Baldur's Gate:
Leqend of the Sword Coast
4
(0190
1 92 464 - 082
Caesar 3
2
(0190
1 92 464 - 045
Civilization Call to Power
3
(0190
1 92 464 - 075
Civilization 2: Test of Time
2
(0190
1 92 464 - 1 1 2
Colin McRae Rallv
1
(0190
1 92 464 - 036
Comanche Gold
6
(0190
1 92 464 - 027
C&C 3: Tiberian Sun
15
(0190
192 464-106
Commandos
10
(0190
192 464-014
Commandos: Im Auftraq der Ehre
8
(0190
1 92 464 - 076
Conflict Freespace
6
(0190
1 92 464 - 029
Curse of Monkev Island, The
6
(0190
1 92 464 - 01 5
Dark Proiect: Der Meisterdieb
10
(0190
1 92 464 - 059
Descent 3
2
(0190
1 92 464 - 095
Discworld Noir
6
(0190
1 92 464 - 098
Dominion
8
(0190
1 92 464 - 026
Dune 2000
6
(0190
1 92 464 - 032
Dungeon Keeper 2, Teil 1
Teil 2
5
6
(0190
(0190
1 92 464 - 096
192 464-100
Driver
4
(0190
1 92 464 - 1 1 6
Earth2150
3
(0190
1 92 464 - 1 1 7
F1 Racinq
2
(0190
1 92 464 - 01 6
F-16 + MIG29
7
(0190
1 92 464 - 058
F22 Total Air War
2
(0190
1 92 464 - 042
Fallout
4
(0190
1 92 464 - 01 7
Fallout 2, Teil 1
Teil 2
8
8
(0190
(0190
1 92 464 - 060
1 92 464 - 067
FIFA 2000
2
(0190
1 92 464 - 1 1 8
Final Fantasv 7
10
(0190
1 92 464 - 024
Frankreich 98
3
(0190
1 92 464 - 01 8
Freespace 2
8
(0190
192 464-128
Gabriel Kniqht 3
8
(0190
192 464-127
Ganqsters
3
(0190
1 92 464 - 057
Grand Prix Leqends
2
(0190
1 92 464 - 037
Grim Fandanqo
7
(0190
1 92 464 - 048
Half-Life (deutsch), Teil 1
Teil 2
2
8
(0190
(0190
1 92 464 - 038
192 464-051
Heroes of Miqht and Maqic 3
2
(0190
1 92 464 - 083
Hidden & Dangerous
7
3
(0190
(0190
192 464-107
192 464-102
Homeworld
9
(0190
1 92 464 - 1 1 9
Indiana Jones und der Turm von Babel
14
(0190
192 464-125
Jaqqed Alliance 2
8
(0190
1 92 464 - 084
Kinq's Quest 8
6
(0190
1 92 464 - 054
KKND2
7
(0190
1 92 464 - 033
Klinqon Honor Guard
7
(0190
1 92 464 - 034
Lands of Lore 3
5
(0190
1 92 464 - 077
Leqacv of Kain: Soul Reaver
9
(0190
1 92 464 - 1 1 3
Machines
7
(0190
1 92 464 - 088
Mech Commander
7
(0190
1 92 464 - 035
Mech Warrior 3
6
(0190
1 92 464 - 097
Might & Magic 6, Teil 1
Teil 2
6
6
(0190
(0190
1 92 464 - 030
192 464-031
Might & Magic 7
Teil 1
Teil 2
1
8
5
(0190
(0190
(0190
1 92 464 - 093
1 92 464 - 099
192 464-105
Niqhtlonq
4
(0190
1 92 464 - 043
Outcast, Teil 1
Teil 2
Waffen
7
4
2
(01 90) 1 92 464 - 094
(0190) 192 464-103
(0190) 192 464-104
D harao
2
(0190) 192 464-120
Pizza Svndicate
4
(0190) 192 464-071
Populous 3, Einsteigertipps
Teil 1
Teil 2
2
4
5
(0190) 192 464-039
(01 90) 1 92 464 - 049
(01 90) 1 92 464 - 052
Populous: Unentdeckte Welten
3
(01 90) 1 92 464 - 089
Quest for Glorv 5: Draqon Fire
5
(01 90) 1 92 464 - 066
Railrad Tvcoon 2: Second Century
4
(01 90) 1 92 464 - 085
Rainbow Six
6
(0190) 192 464-041
Rainbow Six: Roque Squadron
4
(01 90) 1 92 464 - 069
Rainbow Six: Roque Spear
10
(0190) 192 464-121
Ravman 2
8
(0190) 192 464-124
Rent-A-Hero
3
(01 90) 1 92 464 - 047
Return to Krondor
6
(01 90) 1 92 464 - 062
Revenant
5
(0190) 192 464-122
Hinq des Nibelunqen
4
(01 90) 1 92 464 - 044
Riven
4
(01 90) 1 92 464 - 01 9
Rollercoaster Tvcoon
1
(01 90) 1 92 464 - 078
Shadow Company
4
(0190) 192 464-123
Shadow Man
8
(0190) 192 464-108
Siedler 3, Einsteigertipps
Teil 1
Teil 2
1
4
8
(01 90) 1 92 464 - 046
(01 90) 1 92 464 - 055
(0190) 192 464-063
Siedler 3: Geheimis der Amazonen
4
(0190) 192 464-114
Silver
3
(01 90) 1 92 464 - 079
Speed Busters
1
(0190) 192 464-061
Starcraft Brood War
3
(01 90) 1 92 464 - 073
Star Trek: Birth of the Federation
5
(0190) 192 464-101
Star Wars Episode 1 .
Die dunkle Bedrohunq
7
(01 90) 1 92 464 - 090
Street Wars
3
(0190) 192 464-091
Svstem Shock 2
7
(0190) 192 464-109
Tomb Raider 2, Teil 1
Teil 2
6
6
(0190) 192 464-021
(01 90) 1 92 464 - 028
Tomb Raider 3, Teil 1
Teil 2
(alle Secrets)
10
10
5
(01 90) 1 92 464 - 053
(01 90) 1 92 464 - 064
(01 90) 1 92 464 - 074
Tomb Raider 4, Teil 1
Teil 2
6
13
(0190) 192 464-126
(0190) 192 464-130
Ultima 9
7
(0190) 192 464-129
Unreal
9
(01 90) 1 92 464 - 022
Völker, Die
1
7
(0190) 192 464-086
(01 90) 1 92 464 - 092
Warzone 2100
8
(01 90) 1 92 464 - 087
Wheel of Time
4
(0190) 192 464-131
Winq Commander Prophecv
5
(01 90) 1 92 464 - 023
X-Files: The Game
4
(01 90) 1 92 464 - 025
X-Wing Alliance (bis Mission 30)
(ab Mission 31)
8
7
(0190) 192 464-080
(0190) 192 464-081
Jahresinhalte
Seiten
Telefonnummer
Jahresinhalt 2000
(ohne Tests + Tipps)
2
(0190) 192 464-900
Tipps-Übersicht 2000
1
(01 90) 1 92 464 - 902
Test-Übersicht 2000
1
(0190) 192 464-903
Jahresinhalt 1 996
5
(01 90) 1 92 464 - 91 1
Jahresinhalt 1 997
5
(0190) 192 464-910
Jahresinhalt 1 998
5
(01 90) 1 92 464 - 91 2
Jahresinhalt 1 999
5
(0190) 192 464-913
Tipps-Übersicht 93-97
3
(0190) 192 464-930
Tipps-Übersicht 98
1
(0190) 192 464-931
Tipps-Übersicht 99
1
(01 90) 1 92 464 - 932
Dienstleistungen
Seiten
Telefonnummer
Hardware-Hitliste
2
(01 90) 1 92 464 - 940
Hotlines der Spielehersteller
1
(0190) 192 464-941
198 PC PLAYER APRIL 2000
RUBRIKEN
VORSCHAU
Von der nächsten PC Player
dürfen Sie einiges erwarten.
HAST DU TÖNE?
MIC UCI&CI1 MCOICII
Falls nicht, sollten Sie u
ren nächsten Hardwan
punkt auf keinen Fall ver
nen wir einen aktuellen Übciunuiv uuci
Soundkarten und wollen Sie davon überzeugen, dass der
Einbau einer Soundkarte alles andere als Hexenwerk ist.
Und wo wir schon mal beim Thema sind, informieren wir
Sie auch gleich über Dolby-Surround-Anlagen und alle
dabei auftauchenden Fragen der Raum-Akustik.
ALLES NEU MACHT DER MAI
, Diese alte Weisheit trifft auch für die
neue Ausgabe der PC Player zu. Dort
| erwarten wir die Ankunft etlicher noto-
rischer Zuspätkommer, wie beispiels-
weise die unzählige Male verschobenen
Titel Force Commander und Daikatana.
Abgesehen von diesen Nachzüglern
sieht unser Redaktionsplan Tests von
Arcatera, Simon the Sorcerer 3D, Sud-
den Strike, Fl -2000, Need for Speed
Porsche, Soldier of Fortune
(deutsch), Star Trek: Armada und
-*» Comanche/Hokum vor. Last but not
least freuen wir uns auf einen
Besuch bei Sunflowers, die wollen
nämlich erste vorzeigefähige Bilder
7 und Infos ihres Anno 1602-Nachf ol-
gers Anno 1503 herausrücken.
mmm
j^
BEGLEIT-CD
NEUE DEMOS BRAUCHT DAS LAND
Wir wissen zwar noch nicht, wie viele Demos auf unseren nächsten Begleit-CDs
lagern werden, sollten unsere Vorausberechnungen allerdings zutreffen, dann
tummeln sich dort unter anderem Schnupperversionen von Comanche/Hokum,
Croc 2, Tomb Raider: The Last Artefact, Bust a Move 4, Pac Mania 3D,
Animaniacs: Splatball, und der X-Beyond the Future-Erweiterung XTENSION.
GERAD6 HAßercH MIR
DAS VIDEO 2ÜM THEMA
AM ARBSnSPlATZ 11
AttaeseutH .
ES WIRKT.
*5
imnür30/vwnuteh
korrigiertes oahr-
MllUOHBtt DER EVOUITlON.
SEI MAL SEXY
UNP SCHAU,
WIE KALT
MICH PAS
LÄSST/
msrnm
5/2000
erscheint
am
5. April'
* Abonnenten erhalten das Heft
in der Regel ein paar Tage früher.
Alle Vorschau-Angaben ohne Gewähr!
Aufgrund von Terminänderungen bei den
Spieleherstellern kann es zu kurzfristigen
Verschiebungen kommen.
»SPECIAL«-ISTEN
Natürlich riskieren wir auch ein paar
Blicke über den spielerischen Teller-
rand hinaus. So bastelt unser Aus-
landskorrespondent Markus Krichel
im Rahmen der Serie über die
besten Spielehersteller an einem
Report
über die
Strategie-
und AD
&D-Experten
von SSI. Die
iebäugeln näm
lieh momentan
mit einer Rückkehr
ins lukrative Rollen
spiel-Geschäft.
£CH HÄTT6 DIg
langweiligem
pas5a69k nicht
im schnellen
v0riaufan5eheh
50LLGN.
PC PLAYER APRIL 2000 247
RUBRIKEN
FINALE
SCHWACHSINN.
BAUHERRENMODELL
h0lf.com
Das Buch zum
Film kennen
Sie. Meinet-
wegen auch „ ar
noch den Film "* lf -™"} - *»' O™?" 1
n/> ^ . . werbewirksame Stadte-
zum PC-Spiel. M€mÄ
... name.
Aber wie wäre
es mit der Stadt zur Homepage? Kein Jux:
Die Kleinstadt Halfway im US-Bundesstaat
Oregon nannte sich Anfang des Jahres in
Half.com um. Die gleichnamige Web-Firma
verhökert gebrauchte Bücher, CDs, Filme und
Videospiele. Der etwas obskure Marketing-
Gag füllt nebenbei die Stadtkassen um einen
fünfstelligen Dollar-Betrag, obendrein gibt's
neue Computer für die Schule. Wir warten
auf die erste Stadt namens PC.Player.de -
dann können wir wieder mal umziehen.
Lecker, lecker:
Das Überlebens-
paket von
Fanatec.
Jahr 2000, die erste: Susan kramte
aus ihrer Weihnachtspost noch
dieses Schmuckstück von Ravens-
burger Interactive hervor. Die
Grußkarte zum Selberbasteln - im
fertigen Zustand garantiert die höchsten
Neujahrswünsche der Welt. Den eher
mystischen Aufdruck konnte bei uns aller-
dings bislang noch niemand deuten.
Frohes Neues -
garantiert die
letzte Karte zum
Jahreswechsel,
ehrlich!
UND DIE ANTWORT IST ■■■
Im letzten Finale fragten wir, warum Engel Bob in der Porzellan-Fassung
die Hände vor seine Augen schlägt. Hier die Top 5 der besten Antworten
1. Er hat Udo beim Auto fahren zugeschaut.
2. Ihm ist »Drei Engel für Charlie« zu spannend geworden.
3. Er hat die Abrechnung von seinem Internet-Provider bekommen.
4. Jemand hat ihm das neue Großraumbüro der PC Player gezeigt.
5. Er war der geheime Finanzberater von Helmut Kohl.
WOHLSCHMECKEND UND GUT
Jahr 2000, die zweite: Von Hardware-Hersteller Fanatec gab es die-
ses Überlebenspaket zum Jahreswechsel. Mit Carlini-Fertiggericht
von Aldi und japanischen Udon-Nudeln - so weltoffen speisen wir
sonst nur auf internationalen Messe-Ereignissen. Na ja, leider
ohne Weihnachts-Pilsener. Haben wir dann zwar doch nicht
gebraucht, aber wir heben es uns einfach für das nächste Jahr-
tausend auf- man kann ja nie wissen, (ra)
Ingo,
Manuel,
Sebastian und
Volker aus Fels-
berg dürfen sich freuen:
Für die besten Antworten
gewinnen sie diesen
Porzellan-Bob.
MEINE IST LANGER
^vSchaU/Papiyein Spic\ mit zwei Bildschirmen: Wenn ich hier
ein <5igabyfe "Da+enmüfl reindonnere, gehen auf dem
Fernsehbild die Kurven runter .'^r
Matthias Spenglers
»Unreal Tourna-
ment«-Fehlermel-
dung toppt noch
die aus der letzten
Ausgabe: Satte 45
Zeilen ist sie lang.
Sicher gut für Pro-
grammierer und
Debugger, wie
Benedikt Feller
anmerkte, aber der
Normalo-Spieler
staunt natürlich
kräftig über einen
solchen Informa-
tionswust.
Also gut, dann lesen Sie mir
mal die Fehlermeldung vor!
Und dann war da noch
... die Mitmachkarte von Ulli Haase mit dem
Wunschthema: »Keine Panik: So gewinnt man
einen High-End-PC«.
248 PC PLAYER APRIL 2000